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KSK (Fach) / Erstellung des Jahresabschluss (Lektion)

Bewertung des Umlaufvermögens

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  • Was gehört zum Umlaufvermögen? Vorräte Forderungen Flüssige Mittel
  • Zu den Vorräten zählen... Rohstoffe  Betriebsstoffe Hilfsstoffe Fremdbauteile  Handelsware Unfertige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse
  • Wie werden die Unfertigen und fertigen Erzeugnisse bewertet? Bewertung mit Herstellkosten
  • Wie werden die ROB Stoffe, die Fremdbauteile und Handelswaren bewertet? Bewertung mit Anschaffungskosten
  • Wichtige Grundsätze zur Bewertung des Umlaufvermögens : Einzelbewertung  Vorsichtsprinzip, Niederstwertprinzip
  • Grundsatz der Einzelbewertung bedeutet: Jeder Gegenstand ist einzeln zu bewerten (keine Zusammenfassung im Pool)
  • Wieso kann bei der Bewertung des Umlaufvermögens bei Vorräten eine Sammelbewertung vorgenommen werden? Eine Einzelbewertung ist nicht möglich, da nicht feststellbar ist, aus welchem Einkauf der Lagerbestand ist; dieser setzt sich oftmals aus unterschiedlichen Lieferungen zu unterschiedlichen Preisen zusammen.  Lösung: bei gleichartigen Gütern des Umlaufvermögens ist laut HGB eine Sammelbewertung zulässig.
  • Verschiedene Möglichkeiten der Sammelbewertung von Vorräten: gewogener Durchschnitt Verbrauchsfolgeverfahren FIFO LIFO
  • Vorgehensweise bei Bewertung der Vorräte mithilfe des gewogenen Durchschnitts: Schritt 1: Anfangsbestand + alle weiteren Lagerzugänge in kg/Stück addieren und eine Gesamtsumme bilden Schritt 2: Einzelne Bestände von oben mit ihren jeweiligen Preisen multiplizieren und so einen Gesamtpreis ermitteln. Alle einzelnen Gesamtpreise zu einem Gesamtbewertungspreis in € addieren. Schritt 3: Das Ergebnis aus Schritt 2/Ergebnis aus Schritt 3, um einen Bewertungspreis pro kg/Stück zu erhalten Schritt 4: Anwendung des Niederstwertprinzips (AK>TW oder AK<TW) Schritt 5: Endbestand mal Preis , der zur Bewertung definiert wurde. Ich erhalte den Gesamtwert zur Bewertung
  • Vorgehensweise beim Verbrauchsfolgeverfahren: FIFO Schritt 1: Endbestand feststellen Schritt 2: vom letzten Lagerzugang beginnen und auf den Endbestand aufaddieren. Jeweilige Lagerzugangsmenge mit dem jeweiligen Preis multiplizieren. Schritt 3: Summe der Menge und des Gesamtbewertungspreis in € ermitteln. Schritt 4: Gesamtbewertungspreis/Endbestandsmenge teilen. Ich erhalte den Bewertungspreis pro Stück Schritt 5: Anwendung des Niederstwertprintips: (AK FIFO je kg<TW; AK FIFo je Stück>TW) Schritt 6: Endbestandsmange mal Bewertungspreis pro kg
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  • Vorgehensweise beim Verbrauchfolgeverfahren: LIFO Schritt 1: Ermittlung der Endbestandsmenge aus dem Anfangsbestand und den ersten Zuängen Schritt 2: Enbestandsmenge mal Preis des Anfangsbestand bzw. der ersten Zugänge Schritt 3: Anwendung des Niederstwertprinzips (Bewertung nach LIFO<TW; Bewertung nach LIFO>TW) Schritt 4: Enbestand mal ermitteltem Wert/kg
  • Welche Methoden der Bewertung von Vorräten sind laut Steuerrecht nur zulässig: gewogener Durchschnitt LIFO
  • Welche Methoden sind laut HGB zur Bewertung von Vorräten zulässig? gewogener Durchschnitt LIFO FIFO
  • Was bedeutet FIFO? FIFO = first in, first out --> Die zuerst angeschafften Gegenstände werden zuerst verbraucht. Im Lager befinden sich also zum Ende des Jahres nur Bestände aus den letzten Lieferungen.
  • Was bedeutet LIFO? LIFO = last in, first out Der zuletzt eingelagerte Gegenstand wrd zuerst verbraucht. --> Im Lager befindet sich also zum Ende des Jahres der Anfangsbestand plus die ersten Zugänge.
  • Wie ermittele ich den Schlussbestand? SB= AB+Einkäufe-Verbrauch
  • Ermitteln der Anschaffungskosten: Anschaffungspreis (Listenpreis) + Anschaffungsnebenkosten, die nötig sind, um den Gegenstand in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen (z.B. Transportkosten,-versicherung, Zölle, Anschlusskosten, Montagekosten, Verkaufsprovision, Notarkosten, Grunderwerbssteuer) - Anschaffungspreisminderungen (Rabatte, z.B. Mengen- oder Treuerabatt) + nachträgliche Anschaffungskosten (z.B. TÜV, An-/Umbau) - nachträgliche Anschaffungspreisminderung (Skonto, Bonus, Preisminderung aufgrund von Mängelrügen)    
  • Was bedeutet der Grundsatz der Maßgeblichkeit des HGB? 1. Die im HGB gewählte Bewertungsmethode muss auch für die Steuerbilanz verwendet werden. 2. AUßER: Die Bewertungsmethode ist laut Steuerbilanz nicht zulässig (z.B. FIFO) ? --> Die Bewertungsmethode muss gewechselt werden (z.B. zu LIFO oder gewogener Durchschnitt)
  • Mit welchen Kosten wird die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse vorgenommen? Mit den Herstellkosten
  • Berechnung von Herstellungskosten Fertigungsmaterial + Materialgemeinkosten + Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten + Sondereinzelkosten der Fertigung = Bewertungsuntergrenze + Verwaltungsgemeinkosten (WAHLRECHT!) = Bewertungsobergrenze = Herstellkosten
  • Die Forderungen müssen am Geschäftsjahresende auf deren Güte hin geprüft werden: Die Einteilung erfolgt folgendermaßen: - einwandfreie Forderung - zweifelhafte Forderung - uneinbrigliche Forderung
  • Was bedeutet eine einwandfreie Forderung? Bei einer einwandfreien Forderung gehen wir davon aus, dass der Kunde die Rechnung innerhalb der Zahlungsfrist begleichen wird.
  • Der Antrag der Eröffnung wird von wem beantragt? Vom Schuldner selbst oder Gläubiger
  • Warum wird die Eröffnung eines Antrags auf Insolvenz beantragt? Wegen... Zahlungsunfähigkeit drohende Zahlungsunfähigkeit Überschuldung, d.h. Vermögen<Schulden
  • Wo muss der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren beantragt werden? Beim Insolvenzgericht (ist Teil des Amtsgerichts)
  • Was passiert, wenn das Vermögen des Schuldners nicht ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken? Das Verfahren wird mangels Masse eingestellt und die Gläubiger gehen leer aus. (unenbringliche Forderungen)
  • Was passiert, wenn das Vermögen des Schuldners ausreicht, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu tragen? Der Insolvenzverwalter... prüft alle Forderungen sichert die Insolvenzmasse (=Restvermögen) entscheidet über die Zukunft des Unternehmens
  • Der Insolvenzverwalter hat 3 Möglichkeiten, über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden: 1. Sanierung: das Unternehmen bleibt bestehen 2. Übertragung: Verkauf des Unternehmens an ein anderes Unternehmen 3. Liquidation: Zerschlagung des Unternehmens und Verkauf aller Vermögensgegenstände i.d.R. im Rahmen einer Zwangsversteigerung