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Wertorientiertes Risikomanagement (Fach) / 2) Rechtsgrundlagen des RM (Lektion)
1. KonTraG
2. BilMoG
3. DCGK
4. SOX
5. COSO I & II
6. EU-Richtlinie 2006
7. IDW PS 340 und DRS 5
8. Betriebswirtschaftlicher Nutzen vs. gesetzliche Pflichterfüllung
Diese Lektion wurde von Marekhenk erstellt.
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- Was sagt das KonTraG über die Implementierung von RM-Systemen? Verbindliche Einführung von konzernweiten Risikofrüherkennungs- und Risikoüberwachungssystemen (§91 Abs. 2 AktG) Betroffene Gesellschaftsformen: AGs, KGaA, GmbH & Co. KG
- Was sind erweiterte Aufgaben für den Abschlussprüfer (nach KonTraG)? §317 Abs. 4 HGB: Der Abschlussprüfer hat festzustellen, ob die Risikomanagementsysteme implementiert wurden und hat das erzielte Ergebnis zu beurteilen.
- Was ist laut §317 Abs. 4 HGB (KonTraG) Prüfungsgegenstand? Risikomanagementsystem: 1. Risikofrüherkennungssystem: Risikoidentifikation Risikoanalyse Risikokommunikation 2. Risikoüberwachungssystem: Kontrollen Interne Revision
- Welche Gesellschaftsformen sind von den Corporate Governance-Implikationen des BilMoG betroffen? Alle Unternehmen, die Wertpapiere an einem organisierten Markt ausgeben oder deren Zulassung zum Handel an einem solchen Markt beantragt haben. AGs KGaA GmbHs Europäische Gesellschaft (SE) GEnossenschaften Personenhandelsgesellschaften Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG)
- Was bedeutet DCGK? Deutscher Corporate Governance Kodex
- Was besagt COSO I? Ausbau eines Internen Kontrollsystems mit Finanzberichterstattung Zielt auf Ordnungsmäßigkeit in der Buchführung und der Finanzberichterstattung
- Was besagt COSO II? Ausgestaltung eines Risikomanagementsystems Zielt auf frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung unternehmerischer Risiken Acht Komponenten des Risikomanagementprozesses berücksichtigen alle Unternehmensziele und alle Organisationsebenen Nicht verpflichtend
- Was versteht man in Bezug auf COSO II unter Internal Environment? Einrichtung eines Risikomanagementsystems erfordert die Beachtung und Abstimmung mit der Organisation und Gegebenheiten Management definiert unter Beachtung von Wertvorstellungen, Qualifikation der Organisationsmitglieder und der Organisationsstruktur eine Risikophilosophie, die Risikoakzeptanz, Verantwortlichkeiten und Anforderungen an Personal festlegt
- Was bedeutet in Bezug auf COSO II "Objective Setting"? Formulierung von Zielen als Basis der RIsikoidentifikation Konsistenz der Ziele im Hinblick auf strategische Unternehmensziele und der Risikoakzeptanz des Unternehmens prüfen Definition eines Toleranzbereichs für Zielabweichungen
- Was bedeutet "Event Identification" in Bezug auf COSO II? Systematische Identifikation möglicher zielbeeinflussender interner, externer Faktoren sowie Beziehungen anhand von angemessenen Methoden Differenzierung zwischen Chancen und Risiken im Identifikationsprozess
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- Was bedeutet "Risk Assessment" in Bezug auf COSO II? Analyse der Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen Bewertung der Risiken, ob und in welchem Umfang Gegenmaßnahmen zu treffen sind mit Unterstützung von quantitativen und qualitativen Methoden
- Was bedeutet "Risk Response" in Bezug auf COSO II? Ausarbeitung möglicher RIsikobewältigungsmaßnahmen und Erstellung eines Maßnahmeportfolios unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen Ausgestaltung eines Umsetzungsplans
- Was sind Risikobewältigungsmaßnahmen nach COSO II? Vermeidung Reduktion Teilung Akzeptanz
- Was bedeutet "Control Activities" in Bezug auf COSO II? Einführung von Kontrollverfahren zur effektiven Umsetzung der Risikobewältigungsmaßnahmen Systematisierung der Kontrollverfahren gemäß den Zielkategorien und Integrierung der Kontrollverfahren in den Risikosteuerungsprozess
- Was bedeutet "Information & Communiaction" in Bezug auf COSO II? Sicherstellung einer effektiven Kommunikation relevanter Informationen, sowohl intern als auch extern, damit verantwortliche Personen auf allen Hierarchieebenen ihre Aufgaben im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfüllen können
- Was bedeutet "Monitoring" in Bezug auf COSO II? Laufende Überwachung des kompletten Risikomanagementprozesses Berichterstattung über Unzulänglichkeiten und eventuell Anpassung von Maßnahmen an sich ändernde Bedingungen
- Was sind qualitative Methoden der Risikobewertung? Risiko Ranking
- Was sind quantitative Methoden der Risikobewertung? Wahrscheinlichkeitsorientiert: Value at Risk Loss Distribution Andere methoden: Szenarioanalyse Sensitivitätsanalyse Stress-Tests Benchmarking
- Was besagt IDW PS 340? Maßnahmenkatalog, der letztendlich bestandteil der Prüfung ist Risikomanagement nach berufsständischer Rechtsauslegung erstreckt sich ausschließlich auf das geforderte Risikofrüherkennungs- und Risikoüberwachungssystem
- Was sind Anforderungen an ein Risikofrüheerkennungs- und überwachungssystem nach IDW PS 340? Festlegung bestandsgefährdender Risiken bzw. Risikofelder Risikoerkennung & -analyse Risikokommunikation Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgabenbereichen Einrichtung eines Überwachungssystems Dokumentation der getroffenen Maßnahmen
- Was sind gesetzliche Anforderungen? Erfüllung gesetzlicher Vorschriften zur Vermeidung von Strafen und Haftungsrisiken Deutsche Anforderungen Europäische Anforderungen Amerikanische Anforderungen Andere internationale Anforderungen
- Was sind die Erwartungen der Stakeholder? Einbindung des RM in Strategieplanung und Steuerung des Unternehmens Schaffen eienr Risikokultur mit effektiver Risikokommunikation und Erweiterung des Risikobewusstseins Vertrauen und Transparenz gegenüber: Banken, Kapitalgebern, Abschlussprüfern, Rating Agenturen
- Was ist der Betriebliche Nutzen eines RMS? Effizienz und Sicherheit der strategischen Planung Schutz des Unternehmens durch aktive Vorbereitung und Simulierung verschiedener Szenarien Mehr Transparenz im Unternehmen das Wissen über Kausalitäten → effizientere Betriebsführung und höhere Zielerreichungsgrade Stärkung des Vertrauens in der Öffentlichkeit und bei den Stakeholdern RM kann über die gesetzlichen Anforderungen hinaus einen wesentlichen betrieblichen Nutzen erwirtschaften.