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Pflegeforschung (Fach) / HFH Pflegemanagement B.A. (Lektion)
Studienbriefe - Übungsfragen der HFH
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- 4.1 Nennen Sie das Element des PARiHS Frameworks und dessen vier Subelemente, die sich für eine Analyse zur Implementierung des Evidence based nursing (EBN) eignen. Geeignetes Element: Context (Rahmen, Setting) Vier Subelemente: Empfänglichkeit des Umfeldes Kultur Führung Messungen, Evaluation
- 4.2 Sie üben die Methode EBN an einem konkreten Beispiel der Intensivstation. Die Mitarbeiter(innen) streiten sich darüber, ob die Infektionsgefahr an der Einstichstelle eines Venenkatheters mit einem Folienverband höher ist als mit einem Mullverband. Beschreiben Sie anhand dieses Beispiels das Vorgehen bei der Literaturrecherche. Zunächst erfolgt eine Suche, ob bereits eine Leitlinie oder ein Clinical Pathway zu diesem Thema existiert (spezielle Internet-Datenbanken deutsch und englisch). Ist das nicht der Fall, wird nach Synopsen von systematischen Übersichtsarbeiten gesucht (ebenfalls spezielle Internetdatenbanken). Die nächste Stufe ist dann die Suche nach systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen in der Cochrane Library. Ergänzt wird die Suche nach Originalarbeiten, in diesem Fall (Vergleich zweiter Methoden) möglichst RCTs in der Cochrane Library und PubMed. Evtl. sind auch Google Scholar oder Medpilot geeignet. Suchworte werden „Infektionsgefahr“, „Venenkatheter“, „Folienverband“ und „Mullverband“ in englischsprachiger Übersetzung genutzt.
- 5.1 Die modellhafte Implementierung der nationalen Expertenstandards erfolgte bisher jeweils in ca. 25 Einrichtungen. Nennen Sie vier Strukturkriterien, die diese Einrichtungen aufweisen müssen, um sich für die modellhafte Implementierung bewerben zu können. Hoher Entwicklungsstand der Pflege Erfahrungen mit systematischer Qualitätsentwicklung in der Pflege Vorhandensein eines betrieblichen Qualitätsmanagements Benennung einer eigenständigen Projektleitung für den Implementierungszeitraum mit entsprechender Erfahrung und Kompetenzen Bereitstellung personeller und zeitlicher Ressourcen für die Arbeit von Arbeitsgruppen der Modellpflegeeinrichtungen, zeitnahe Schulung und Anleitung der beteiligten Pflegefachkräfte und das abschließende Audit
- 5.2 Nationale Expertenstandards sind in ihrem formalen Aufbau alle gleich. Nennen Sie fünf Überschriften, die sich in allen Expertenstandards finden Vorstellung der Expertengruppe Präambel Überblick über die Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien mit Standardaussage zur Zielsetzung Kommentierung der Standardkriterien Literaturstudie inkl. Ausweisung der Suchstrategie mit Einschluss- und Ausschlusskritierien, Evidenzhierarchie Erläuterung der gesundheitspolitischen Relevanz, indem die sozialmedizinischen Aspekte des Themas umfangreich dargestellt werden Glossar Literaturübersicht Vorstellung des Audit-Instruments Beschreibung der Implementierung
- 1.3 Erläutern Sie das Frauenbild von Florence Nightingale und seine Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflegeausbildung in England. Das Frauenbild entsprach dem idealisierten viktorianischen Frauenbild – Mutter, Helfende und Nährende bzw. Pflegende. Daraus entstand eine Ideologie, bei der jede geschulte Pflegerin als Frau galt, deren Tätigkeit primär auf häuslichen Tugenden beruhte, sich darüber hinaus aber auch auf ärztlich delegierte Dienstleistungen erstreckte. Ideologie verstärkt nach dem Nightingale’schen Modell aufgebaute Ausbildung mit ihrer zwar versteckten, aber alles durchdringenden moralischen Lehre der Duldsamkeit, Ausdauer und Gehorsamkeit. Basis des vorgeschriebenen Lehrplans war nicht die Wissenschaft, sondern verborgen die Moral.
- 2.1 Nennen Sie die vier Datenquellen, die bei der RN4CAST Studie genutzt wurden. Fragebögen für Pflegekräfte Fragebögen für Patienten allgemeine Krankenhauskennziffern Verwaltungsdaten (Entlassungsdaten) mit Angaben zu Patientensterblichkeit
- 3.1 Ordnen Sie bei folgenden Fragen zu, welches der beiden Studiendesigns (Interventionsstudie [I] oder Beobachtungsstudie [B]) am ehesten geeignet ist: a) Wie groß ist der Anteil der Patient(inn)en mit postoperativen Schmerzen auf einer chirurgischen Station? [B]b) Welche Auswirkungen auf das Patientenoutcome im Krankenhaus hat der Einsatz akademischer Pflegemanager(innen) gegenüber dem Einsatz von nicht akademischen Pflegemanager(inne)n? [I]c) Wie groß ist der Anteil von demenzkranken Klient(inn)en in ambulanten Pflege-diensten? [B]d) Verändert sich die Trinkmenge, wenn Heimbewohner(inne)n Getränke in großen statt in kleinen Tassen angeboten werden? [I]e) Warum haben Altenheimbewohner(innen) in den ersten Nächten des Aufenthalts häufig Schlafstörungen? [B]
- 4.1 Ihre Vorgesetzte bittet Sie, einen Vorschlag zu erarbeiten, ob und wie die bisherige Praxis (routinemäßiger Einsatz von Hüftprotektoren) zu verändern ist. Sie entschließen sich, das IOWA-Modell zu nutzen. Welcher Gruppe von Auslösern für Forschungsarbeiten nach dem IOWA-Modell ist die oben geschilderte Situation zuzuordnen? Die Situation ist den problemorientierten Auslösern zuzuordnen.
- 4.2 Ihre Vorgesetzte bittet Sie, einen Vorschlag zu erarbeiten, ob und wie die bisherige Praxis (routinemäßiger Einsatz von Hüftprotektoren) zu verändern ist. Sie entschließen sich, das IOWA-Modell zu nutzen. Nun liegt ein Vorschlag vor, der den bisher verwendeten hausinternen Standard zum Einsatz von Hüftprotektoren verändert. Wie kommunizieren Sie die Änderung des Standards an alle Kolleg(inn)en? Da bereits ein Standard vorliegt, ist die Kommunikation der Änderung vermutlich nicht sehr aufwendig. Handelt es sich um eine kleinere Einrichtung und alle Mitarbeiter(innen) wissen über die Beckenringfraktur der Bewohnerin Bescheid, reicht evtl. ein Hinweis in den Dienstbesprechungen aus. Handelt es sich um eine größere Änderung im bisherigen Standard, sind evtl. Mikroschulungen in den Wohnbereichen erforderlich, z.B.durch Assistenten der Pflegedirektorin oder durch Multiplikator(inn)en in den Wohnbereichen.
- 4.3 Ihre Vorgesetzte bittet Sie, einen Vorschlag zu erarbeiten, ob und wie die bisherige Praxis (routinemäßiger Einsatz von Hüftprotektoren) zu verändern ist. Sie entschließen sich, das IOWA-Modell zu nutzen. Nennen Sie die drei Ebenen, auf denen eine Evaluation der Implementierung erfolgt und ordnen Sie jeweils eine (auf den Fall bezogene) konkrete Evaluationsmaßnahme zu. Strukturebene: Nach einem Monat lässt sich anhand von Protokollen zur Dienstbesprechung oder auch anhand der Handzeichen von Mitarbeitenden sehen, wie viel der Mitarbeitenden die neue Fassung des Standards zur Kenntnis genommen haben. Prozessebene: Nach zwei Monaten lässt sich stichprobenartig bei entsprechenden Bewohner(inne)n, ggfs. in den Pflegeplanungen, auf den Wohnbereichen prüfen, ob und mit welcher Begründung Hüftprotektoren getragen werden oder nicht getragen werden. Ergebnisebene: Das Ergebnis (keine Beckenringfrakturen mit Komplikationen) lässt sich in diesem Fall erst nach längerer Zeit anhand der Dokumentation und ggfs. erhobenen internen Statistiken prüfen.
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- 5.2 Nennen Sie die zwei Aufgaben der Expertenarbeitsgruppe beim DNQP bei der Entwicklung eines Expertenstandards Die Bewertung des durch eine Literaturstudie zusammengestellten Erkenntnisstandes zum Thema Die Erarbeitung eines Entwurfes des Expertenstandards
- 5.3 Skizzieren Sie kurz die Aufgabe der Expertenarbeitsgruppe in Bezug auf die Aktualisierung eines Expertenstandards Einmal pro Jahr werden die Mitglieder der Expertenarbeitsgruppe vom wissenschaftlichen Team angeschrieben und auf Basis eines Rückmeldebogens um Feedback gebeten. Weiterhin können die Mitglieder der Expertenarbeitsgruppe sich jederzeit an das wissenschaftliche Team wenden.
- 1.1) Welche Gründe sprechen für Pflegeforschungsprojekte, die nur durch „Pflegeinsider" durchgeführt werden? Welche Gründe sprechen dagegen? Argumente für Pflegeinsider: Pfleginsider stellen unter Umständen andere Fragen, da sie die Probleme der Pflege aus eigener Praxis kennen; sie nutzen ihr Pflegewissen für die Erstellung von Forschungsfragen; ggfs. können sie Fragen aus Sicht der Patient(inn)en besser formulieren. Argumente gegen Pflegeinsider: Komplexe Fragen können ggfs. besser erforscht werden, wenn mehrere Sichtweisen berücksichtigt werden; andere Disziplinen haben erprobte Forschungsmethoden und Instrumente, die auch für Pflege nutzbar sind; der Pflegefokus kann eine objektive Sichtweise auch behindern.
- 2.1) Welche Faktoren waren von den Initiator(inn)en der Studien RN4CAST für die Wahl der kooperierenden Forschungseinrichtungen wichtig? Die Wahl der Forschungspartner erfolgte anhand der Kriterien: ausgewiesene Expertise im Fach, Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit, Nutzen für die koordinierenden Partner.
- 2.2) Nach welchen Faktoren wurden die beteiligten Länder für die RN4Cast-Studie ausgewählt? 2.2) Kriterien für die Wahl der Länder: Ausstattung mit Pflegepersonal, geografische Verteilung, bisherige Arbeitsbeziehungen.
- 2.3) Welche Daten wurden im Rahmen der RN4Cast-Studie erhoben? Daten von Pflegenden, von Patient(inn)en KH-Kennziffern Entlassungsdaten
- 1.1) Welche Ziele verfolgten die Gründer der evidence-based-Bewegung? Qualitätssicherung medizinischer Leistungen. Sackett et al. (1996): EBM soll den „gewissenhaften, ausdrücklichen und vernünftigen Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten." Reduktion der großen Kluft zwischen den bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Beliebigkeit ihrer Anwendung durch die Ärzte.
- 1.2) Welche ethische Haltung impliziert EBN? DiCenso et al. (2005): Ein evidence-basierter Entscheidungsprozess zieht nicht nur Forschung in Betracht, sondern auch Werte und Überzeugungen und die Ressourcen der Organisation. Es bedarf einer ethischen Grundhaltung, um dem Abeitsbündnis zwischen Pflegenden und zu Pflegenden gerecht zu werden.
- 1.3) Wie könnten Sie eine ethische Haltung im Pflegealltag realisieren? Der ICN Ethikkodex für Pflegende zeigt auf, wie Pflegende ihre ethische Grundhaltung der originären Verantwortung des Pflegenden gegenüber dem zu Pflegenden einbringen können.
- 1.4) Welche Folgen bringt die immer kürzer werdende Halbwertzeit des Wissens mit sich? Die sich ständig verkürzende Halbwertzeit des Wissens bedingt ein lebenslanges Lernen. Für die Wissenszirkulation und den Transfer bedarf es eines Wissensmanagements. Hier müssen auch Lösungen aufgezeigt werden, wie mit dem sich ständig erneuernden und erweiternden Wissen und dem Verfall von Vertrautem und Bekanntem umgegangen werden soll. Hier bedarf es einer Akzeptanz, Forschungserkenntnisse anzuerkennen, die belegen, dass bisher praktizierte Maßnahmen nicht von Nutzen sind oder sogar mehr Schaden als Nutzen bringen.
- 1.1 Für die Definition von Pflegewissenschaft wird auch heute gerne noch auf die Ideen von Virginia Henderson (1966) zurückgegriffen. Erläutern Sie, wie Henderson die Aufgabe der Krankenschwester definierte Eine Krankenschwester hat die Aufgabe, den Einzelnen – gesund oder krank – bei jenen Handlungen zu unterstützen, die zur Gesundheit oder zu deren Wiederherstellung oder zu einem friedlichen Tod beitragen, die er [sic!] selbst ausführen würde, wenn er über die erforderliche Kraft, das Wissen und den Willen verfügte. Und dem Kranken helfen, seine Unabhängigkeit so rasch wie möglich wiederzuerlangen.
- 1.2 Die Weltgesundheitsorganisation entwickelte in Zusammenarbeit mit Sigma Theta Tau sogenannte „Weltweit geltende Standards für die Grundausbildung von Pflegekräften und Hebammen“ (WHO; STTI 2009). Erläutern Sie drei Ziele dieser Standards. machen den Weg frei, um in einem bestimmten Land bzw. einer bestimmten Region das höchstmögliche Ausbildungsniveau zu erreichen, globale Ausbildungsstandards tragen dazu bei, eine gerechte und angemessene Position von Pflegekräften und Hebammen in der Gesundheitsversorgung sicherzustellen und könnten der Personalbeschaffung weltweit zugutekommen, die Standards zielen darauf ab, evidenz- und kompetenzbasierte Ausbildungskriterien und -ergebnisse festzulegen, die den progressiven Charakter ausbilderischer Maßnahmen und des lebenslangen Lernens fördern, sie können die Beschäftigung kompetenter praxisgeschulter Fachkräfte sicherstellen, die die Qualität der Versorgung hochhalten und so in der Bevölkerung, in der sie tätig sind, für positive Gesundheitsergebnisse sorgen.
- 2.1 Sie arbeiten als Assistent(in) der Pflegedienstleitung in einem Altenheim, das zu einer großen bundesweiten Klinik-Gruppe mit über 10 Akut- und Rehabilitationskliniken und 20 Altenheimen gehört. Die Geschäftsführung möchte eine vergleichende Studie mit den Instrumenten der RN4CAST-Studie bundesweit und somit auch in Ihrem Altenheim durchführen. 2.1 Nennen Sie drei Gruppen im Altenheim, von denen ggf. eine Zustimmung für diese Studie einzuholen ist. 2.1 Nennen Sie drei Gruppen im Altenheim, von denen ggf. eine Zustimmung für diese Studie einzuholen ist. Betriebsrat bzw. Personalrat Heimbeirat Gesetzliche Betreuer(innen) Ethikkommission
- 2.2 Sie arbeiten als Assistent(in) der Pflegedienstleitung in einem Altenheim, das zu einer großen bundesweiten Klinik-Gruppe mit über 10 Akut- und Rehabilitationskliniken und 20 Altenheimen gehört. Die Geschäftsführung möchte eine vergleichende Studie mit den Instrumenten der RN4CAST-Studie bundesweit und somit auch in Ihrem Altenheim durchführen. 2.2 Nennen Sie die 3-Faktoren-Struktur des MBI (Maslach Burnout Inventory) zur Messung des tätigkeitsbedingten Burnouts. Das MBI erfasst drei Dimensionen des tätigkeitsbedingten Burnouts: - Emotionale Erschöpfung- Entfremdung- Demotivation
- 2.3 Erläutern Sie den Aufbau des in der RN4CAST Studie verwendeten Instruments PES-NWI (Practice Environment Scale of the Nursing Work Index) mit seinen Teilrubriken. Mit dem PES-NWI werden Elemente der Arbeitsumgebung der Pflegefachkräfte erhoben. Das Instrument besteht aus 32 Fragen mit Antwortmöglichkeiten vom Likert-Typ (1: „trifft überhaupt nicht zu“ 4: „trifft vollständig zu“) mit 5 Teilrubriken (Subskalen). Mitsprache der Pflegekräfte bei krankenhausinternen Angelegenheiten, pflegerische Grundlagen für die Qualität der Pflege, Qualifikation und Führungskompetenz des Pflegemanagements und dessen Unterstützung des Pflegepersonals, Adäquanz von Personalbesetzung und Ressourcen, kollegiale Beziehungen zwischen Pflegefachkräften und Ärzteschaft.
- 3.1 Ein evidence-basierter Entscheidungsprozess bedarf einer ethischen Grundhaltung. In dieser ethischen Grundhaltung sollte sich die originäre Verantwortung des Pflegenden gegenüber dem zu Pflegenden wiederfinden. Erläutern Sie, welche pflegerische Grundhaltung der internationale Ethikkodex für Pflegende (ICN 2006) in diesem Zusammenhang fordert. Die Pflegende gewährleistet, dass der Pflegebedürftige ausreichende Informationen erhält, auf die er seine Zustimmung zu seiner pflegerischen Versorgung und Behandlung gründen kann. Die Pflegende gewährleistet bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit, dass der Einsatz von Technologie und die Anwendung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse vereinbar sind mit der Sicherheit, der Würde und den Rechten der Menschen. Die Pflegende übernimmt die Hauptrolle bei der Festlegung und Umsetzung von Standards für die Pflegepraxis, das Pflegemanagement, die Pflegeforschung und Pflegebildung. Die Pflegende beteiligt sich an der Entwicklung beruflicher Kenntnisse, die auf Forschungsergebnissen basieren.
- 3.2 Erklären Sie die Begriffe Selection-Bias und Attrition-Bias in Bezug auf RCTs und nennen Sie jeweils eine methodische Gegenmaßnahme. Hinweis: randomisierte kontrollierte Studie (RCT englisch: randomized controlled trial) Selection-Bias: (Auswahlverzerrung) Verzerrte Zuweisung in die Kontroll- und Interventionsgruppe führt zu systematischen Unterschieden in der Zusammensetzung der Studiengruppen.Gegenmaßnahme: Randomisierung, Generierung und die Verdeckung der Zuteilungssequenz. Attrition-Bias: (Schwundquote) Verletzungen vom Studienprotokoll sowie Teilnehmer(innen), die die Studie verlassen oder frühzeitig beenden.Gegenmaßnahme: Intention-to-treat (ITT) Prinzip, d. h. in der Analyse werden alle Teilnehmer(innen) in derjenigen Gruppe analysiert, in die sie ursprünglich randomisiert wurden.
- 4.1 Nennen Sie die sechs methodischen Schritte im Iowa-Implementierungsmodell. Aufgabenstellung formuliert als Forschungsauslöser, Fragestellung, Literaturrecherche, kritische Beurteilung, Implementierung Evaluation der Ergebnisse der bereits eingeführten Neuerung
- 4.2 Erläutern Sie, ob sich für folgende Forschungsfragen die Methode der EBP eignet: a) Verbessert sich die Patientenzufriedenheit auf der Chirurgie mit der Durchführung einer patientennahen Übergabe? b) Welche Pflegesituationen erleben ältere Pflegekräfte als besonders belastend? a) EBP kann sich hier eignen, da es sich um eine Intervention handelt, die mit einer anderen Intervention (z. B. keine patientennahe Übergabe) verglichen werden kann. Eine Verbesserung der Patientenzufriedenheit lässt sich messen b) EBP ist hier eher nicht geeignet, da Gefühle und Befinden der älteren Pflegekräfte von Interesse sind. Es geht hier nicht um Interventionen.
- 5.1 Beschreiben Sie, welche Entwicklungen international und national zur Entstehung des DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege) geführt haben. International hat sich die Entwicklung angebahnt, als die WHO offiziell ihr Programm zur Qualitätssicherung für beendet erklärt hat und EUROQUAN (1992) auf Initiative des Oxforder „Institute of Nursing“ des Royal College of Nursing entstanden ist. Zeitgleich wurde in Deutschland das DNQP (FH Osnabrück) mit dem Aufbau eines nationalen Netzwerkes begonnen, das die qualitätsorientierte Arbeit auf nationaler Ebene ausbauen sollte. 1998 beauftragte die Gesundheitsministerkonferenz in Deutschland eine Arbeitsgruppe, eine nationale Strategie zur Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen zu entwickeln. 1999 befürwortete die Gesundheitsministerkonferenz die Entwicklung von nationalen Expertenstandards in der Pflege und die Durchführung von Konsensus-Konferenzen.
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- 5.2 Sie sollen als Assistent(in) der Pflegedirektorin die Implementierung des Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen begleiten. Nennen Sie sechs mögliche Problemfelder, die sich bei der Implementierung ergeben können. 6 mögliche Problemfelder, die sich bei der Implementierung ergeben können Unverständnis des Expertenstandards und der Umsetzung in der Praxis keine interprofessionelle Anerkennung Verfahrensanweisung ist unbekannt die zur Verfügung stehenden Instrumente sind nicht praktikabel Umgang mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten wird nicht verstanden Schulungen werden nicht genutzt bzw. Schulungen werden nicht angeboten es wird nur ein Teil der Mitarbeiter(innen) geschult
- Was versteht man unter "Randomisierung"? Zuordnung zu einer Behandlungsgruppe (etwa Medikament A oder B) nach dem Zufallsprinzip erfolgt. um die Einflussnahme des Untersuchers (Befangenheit) auf die Zuordnung einer Behandlung und dadurch auf die Studienergebnisse auszuschließen und die gleichmäßige Verteilung von bekannten und nicht bekannten Einflussfaktoren auf alle Gruppen sicherzustellen. Dazu muss die Anzahl der zu untersuchenden Personen ausreichend groß sein. Form und Durchführung der Randomisierung müssen in der Studie dokumentiert werden.
- Welche Einteilung klinischer Studien kennen Sie? Interventionsstudie: randomisierte kontrollierte Studie nichtrandomisierte kontrollierte Studie Beobachtungsstudie: →Deskriptive Studie →Analytische Studie (Vergleichende Gruppen) (1) Kohorten-Studie (2) Fall-Kontroll-Studie (2) Querschnitts-Studie
- Was versteht man unter „Konsensus-Konferenzen“ zentraler Bestandteil des Konsentierungsverfahrens. Expertenstandardentwurf wird von der Arbeitsgruppe vorgelegt, anschließend strukturierter Fachdiskurs zwischen Expertenarbeitsgruppe und Fachöffentlichkeit. Termin der Konsensus-Konferenz wird über das Internet und in Fachpublikationen veröffentlicht. Interessierte Fachpersonen und Institutionen aus den Pflegeberufen haben die Möglichkeit, sich anzumelden. Bestimmte Gruppen werden darüber hinaus gesondert eingeladen, z. B. Pflegepersonen aus der Pflegepraxis und Wissenschaft mit besonderer Fachexpertise zum Thema des Expertenstandards, Vertreter(inne)n aus Gesundheitspolitik, Spitzenorganisationen und Fachverbänden des Gesundheitswesens.
- Bitte erläutern Sie die beiden Begriffe: Iowa-Modell und PARIHS Framework Iowa-Modell: Implementierungsmodell zur linearen Beschreibung des Implemen-tierungsvorhabens. PARIHS Framework: Promoting Action an Research Implementation in Health Services: Implementierungsmodell zur Einschätzung von evidence, context und facilitation.
- Erläutern Sie das IOWA-Modell zur Implementierung von Forschungsergebnissen Im Iowa-Modell sind alle sechs Stufen des Prozesses Evidence-based Practice in einem Flowchart dargestellt von der Aufgabenstellung formuliert als Forschungsauslöser, Fragestellung, Literaturrecherche, kritische Beurteilung, Implementierung bis zur Evaluation der Ergebnisse der bereits eingeführten Neuerung).
- 1.1) In welche 4 Merkmale können hauptsächliche Barrieren in der Forschungsanwendung eingeteilt werden?. 1. Forschung (z.B. zu wenige Wiederholungsstudien, zu wenig valide Studienergebnisse). 2. Pflegende (z.B. Widerstand gegen Veränderungen, mangelnde Fähigkeiten zur Beurteilung von Studien). 3. Organisation (z.B. fehlende zeitliche Ressourcen, keine Unterstützung, keine Anreize zur Forschungsanwendung). 4. Pflegeberufs (z.B. Theorie-Praxis-Kluft, Unterordnung gegenüber anderen Berufsgruppen, fehlende Wahrnehmung als Fachpersonen, kein Berufsverständnis als wissenschaftliche Disziplin).
- 1.2) Von welcher Hypothese geht das PARiHS Framework aus (Beziehung von drei Elementen)? 1.2) Hypothese, dass eine erfolgreiche Implementierung von neuem Wissen in eine bestehende Organisation dann geschehen kann, wenn die Beziehung zwischen folgenden drei Elementen funktioniert: Forschung/Beweis (Evidence), Rahmen (Context), ===>>>>>> Unterstützung/Erleichterung (Facilitation). Bei der Einschätzung werden die ersten beiden Elemente zuerst analysiert und aus den daraus generierten Ergebnissen und Daten die Art der Unterstützung der Implementierung entwickelt
- 1.3) Wie heißen die Subelemente im Bereich Evidence? 1.3) Im Bereich Evidence sind es die Subelemente Forschung, klinische Erfahrung, Erfahrung der Patienten bzw. Patientenpräferenzen und lokale Daten.
- 1.4) Welche methodischen Schritte beinhaltet das Iowa-Modell? 1.4) Im Iowa-Modell sind alle sechs Stufen des Prozesses Evidence-based Practice in einem Flow-chart dargestellt von der Aufgabenstellung formuliert als Forschungsauslöser, Fragestellung, Literaturrecherche, kritische Beurteilung, Implementierung bis zur Evaluation der Ergebnisse der bereits eingeführten Neuerung.
- 1.5) Auf welchen drei Ebenen findet eine Evaluation im Iowa-Modell statt? Strukturebene - Sicherstellung, dass alle Personen mit den notwendigen Informationen versorgt sind. Prozessebene - Feststellung, ob die Praktiker die Maßnahmen auch korrekt durchführen. Ergebnisebene - Verifizierung des tatsächlichen Erfolges der Handlung.
- Bitte erläutern Sie den Begriff Evidence-based Practice Evidence-based Practice: die Umsetzung von Entscheidungen, die auf der systematischen Erfassung wissenschaftlichen Wissens, der Erfahrung und der theoretischen Kenntnisse der Praktiker, Erhebung der organisatorischen Situation und der Wünsche der Patienten auf allen Ebenen der Gesundheitsversorgung beruhen.
- 1.1 Ab 1873 gab es drei große Organisationsformen der Pflege in den USA, die auf den Ausbildungs- und Organisationssystemen ihrer Begründerinnen beruhten. a) Nennen Sie die Namen der drei Begründerinnen. (3 P) b) Charakterisieren Sie die drei unterschiedlichen Ansätze. (9 P) a) und b) Namen und Charakterisierung der Ansätze: Florence Nightingale: Im strikt vorgeschriebenen Ausbildungslehrplan war die Basis nicht Wissenschaft, sondern Moral. Die moralische Lehre, obgleich verborgen, war immer präsent. Linda Richards: In ihrem Pflegeansatz bekommt der Arzt die Kontrollfunktion. Isabel Hampton: Ihr Berufsbild ist auf die Selbstbestimmung und Selbstaufsicht der Pflege ausgerichtet.
- 2.2 Welche Argumente sprechen für, welche gegen Pflegeinsider bei Studien? Argumente für Pflegeinsider:- stellen u.U. andere Fragen, da sie die Probleme der Pflege aus eigener Praxis kennen;- nutzen ihr Pflegewissen für die Erstellung von Forschungsfragen;- ggfs. können sie Fragen aus Sicht der Patient(inn)en besser formulieren. Argumente gegen Pflegeinsider:- Komplexe Fragen können ggfs. besser erforscht werden, wenn mehrere Sichtweisen berücksichtigt werden;- andere Disziplinen haben erprobte Forschungsmethoden und Instrumente,- der Pflegefokus kann eine objektive Sichtweise behindern.
- 2.3 Nennen Sie fünf Aufgaben, die ein(e) „Feldmanager(in)“ im Rahmen der RN4CAST-Studie übernehmen konnte. - Hauptansprechpartner(in) für das nationale RN4CAST-Team- Ausgabe der Fragebögen an die Pflegefachkräfte- Ausgabe der Fragebögen an die Patienten- Besuche des Studienteams in den ausgewählten Pflegestationen arrangieren- Fragebögen an Patienten per Email oder per Post nach Hause senden- Fragebögen an Pflegefachkräfte per Email oder per Post nach Hause senden- Kästen für die ausgefüllten Fragebögen auf den Stationen aufstellen
- 4.1 Sie diskutieren mit der Pflegedirektorin Ihre Beobachtungen. Nennen Sie drei Strategien zum Lösen der Umsetzungsbarrieren auf der Managementebene. ein Klima intellektueller Neugierde fördern (Kultur) emotionale und moralische Unterstützung wird angeboten für die Umsetzung wird Unterstützung im finanziellen Bereich oder in Form von Ressourcen angeboten die Sprache der Wissenschaft wird gelernt und Kenntnisse werden weiter vermittelt
- 4.3 Stellungnahme von Sarah Wall zur EBP: „Pflegende erwerben sich Wissen aus verschiedenen Wissensquellen, die nicht ohne Weiteres in den Diskurs der Evidence-basierten Praxis einfließen können.“ Erläutern Sie, auf welche Wissensformen Wall sich bezieht, und begründen Sie, warum diese im Rahmen der EBP nach ihrer Meinung nicht berücksichtigt werden. Wall bezieht sich auf die von Carper (1978) für die Pflege beschriebenen vier verschiedenen Formen des Wissens: empirisches Wissen, Ästhetik, persönliches Wissen und Ethik.Der Evidence based practice-Ansatz greift nur auf empirisches Wissen zurück, das für die technischen (assistierenden) Aufgaben der Pflegenden nützlich ist und andere im Gesundheitswesen tätigen Akteure darin unterstützt, ihre Ziele zu erreichen.Diese biomedizinischen, interventionsbasierten und technischen Forschungsergebnisse sind für Pflegende selbst nur bedingt hilfreich, da sie keine Hilfe bieten, wenn es darum geht, Menschen zu verstehen und darin zu unterstützen, mit Verlusten, Verzweiflung, Qual, Sorge, Furcht, Unsicherheit, Einschränkungen und Leiden umzugehen.
- 3.2 Erläutern Sie die Unterschiede zwischen einem critical appraisal und einer reporting guideline. Critical appraisal hinterfragt wird anhand von Prüfkriterien die interne und die externe Validität kritisch Reporting guidelines Instrumente für Autoren. Reporting guidelines sollen zu einer möglichst hohen Transparenz in der Berichterstattung wissenschaftlicher Arbeiten führen. Sie sind wesentlich umfassender und greifen differenzierter die Besonderheiten von Studiendesigns auf.
- Nenne Sie 3 Entscheidungen, die Sie vor der Einführung eines Expertenstandards treffen: Vor der Einführung: - Entscheidung über die Dauer der Einführung- Entscheidung über die Art und Weise der Einführung- Entscheidung über die Art und Weise der Begleitung der Einführung- weitere Betreuung des Themas
- 5.3 Sie entscheiden sich im Rahmen der Implementierung des Expertenstandards „Ernährungsmanagement in der Pflege“ für die Einführung eines Multiplikatorensystems. Die Auswahl der Multiplikatoren erfolgt nach festgelegten Kriterien. Legen Sie vier Kriterien fest. Multiplikator sollte fest angestellt sein soll Interesse am Thema zeigen soll die Bereitschaft zur Beschäftigung mit dem Thema des Expertenstandards mitbringen soll nicht in einer Leitungsposition sein