Seminar Entwicklungsstörungen von Kindern und Jugendlichen (Donat) an der Martin-Luther-Universität

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  • 1_Klassische Konditionierung Wie nennt man den Effekt bei dem, während des Löschungsprozesses einer klassischen Konditionierung trotz ausbleibender Verstärkung, der konditionierte Reflex trotzdem wieder auftritt? Reziproke Hemmung Spontane Erholung Keine der Antworten
  • 1_Klassische Konditionierung Voraussetzung für das Eintreten einer klassischen Konditionierung... Kontiguität Verstärkung Keine Antwort
  • 1_Klassische Konditionierung Verstärker im operanten Konditionieren sind... Verhaltensweise, die zu einer bestimmten Konsequenz führen Konsequenzen, die auf ein Verhalten folgen Konsequenzen, die über die Wiederholung des vorher gezeigten Verhaltens entscheiden
  • 1_Klassische Konditionierung Das Effektgesetz des operanten Konditionierens sagt aus, dass... Der Effekt bei anderen Modellen sichtbar sein muss Das Verhalten zum Erfolg führen muss Das Selbstvertrauen der Person als Effekt gestärkt wird
  • 1_Klassische Konditionierung Die Phasen des Modelllernens heißen... Merkphase und Übungsphase Aneignungsphase und Ausführungsphase Aneignungsphase und motorische Reproduktionsphase
  • 2_Autogenes Training Welche Unterstufenübung des autogenen Training gibt es nicht? Herz Übung Atem Übung Keine
  • 2_Autogenes Training Wer hat das autogene Training entwickelt? J.H. Schultz G.K. Henrig Keiner
  • 2_Autogenes Training Autogenes Training ist... Genauso wirksam wie andere Entspannungstechniken Wirksamer als andere Entspannungstechniken Keien
  • 2_Autogenes Training Die positiven psychischen Effekte wie Gefühl der Entspannung, Deaktivierung und Erholung verstärken sich, wenn... Die Übungsdauer verkürzt wird Die Übungsdauer ausgedehnt wird Keine
  • 2_Autogenes Training Autogenes Training ist erfolgreich, wenn... Negative Erfahrungen mit progressiver Relaxation gemacht wurden Positive Vorerfahrungen mit dem autogenen Training oder imaginativen/meditativen Entspannungstechniken gemacht wurden Keine
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  • 3_Progressive Muskelrelaxation (PMR) Wo setzt das Grundprinzip der PMR an? Starkes An- und Entspannen von Muskeln Einatmen und Ausatmen Keine
  • 3_Progressive Muskelrelaxation (PMR) Wie lauten die Grundsätzliche Regeln der PMR? Gehe in die minimale Anspannung der Muskulatur! Gehe langsam, nicht schlagartig aus der Anspannung! keine der genannten Möglichkeiten
  • 3_Progressive Muskelrelaxation (PMR) Was sind mögliche Indikationen für die PMR? Schulstress, Depressive Verstimmung, Epilepsie und Bluthochdruck Allergie, Asthma, Kopfschmerz und Neurodermitis. keine
  • 3_Progressive Muskelrelaxation (PMR) Wo liegt der Unterschied zwischen der PMR für Erwachsene und Kinder? Arbeit bei Erwachsenen mit 16 Muskelgruppen, bei Kindern mit 8 Bei Kindern wählt man einen spielerischen, bildhaften Zugang keine
  • 3_Progressive Muskelrelaxation (PMR) Wer ist der Erfinder der PMR? Edmund Jacobsen Jacob Larsson keine
  • 4_Anti Stress Training (AST) Psychologischer Stress nach Lazarus und Folkmann bezieht sich auf... Eine Beziehung mit der Umwelt, die vom Individuum im Hinblick auf sein Wohlergehen als bedeutsam bewertet wird, aber zugleich Anforderungen an das Individuum stellt, die dessen Bewältigungsmöglichkeiten beanspruchen oder überfordern. Eine Beziehung mit der Umwelt, die vom Individuum im Hinblick auf sein Wohlergehen als irrelevant bewertet wird und zugleich Anforderungen an das Individuum stellt, die dessen Bewältigungsmöglichkeiten beanspruchen oder überfordern. Die Ausführung einer ungeeigneten Stressbewältigungsmaßnahme
  • 4_Nach dem transaktionalem Stresskonzept von Lazarus... Folgt die sekundäre Bewertung auf die primäre Bewertung des Ereignisses Laufen die sekundäre und die primäre Bewertung parallel ab. Werden in der primären Bewertung die Ressourcen zur Bewältigung des Ereignisses eingeschätzt
  • 4_Anti Stress Training (AST) Welche der folgenden Aussagen trifft zu? Die Bagatellisierung ist eine günstige Stressbewältigungsstrategie, die vor allem von Mädchen eingesetzt wird Die Bagatellisierung ist eine günstige Stressbewältigungsstrategie, die Mädchen weniger anwenden. Die Bagatellisierung ist eine ungünstige Stressbewältigungsstrategie, die von Mädchen oft angewendet wird
  • 4_Anti Stress Training (AST) Primärpräventive Maßnahmen eignen sich besonders für... erkrankte Kinder gesunde Kinder mit ersten Anzeichen von Beanspruchungssymptomen wohnortferne stationäre Rehabilitationen erkrankter Kinder
  • 4_Anti Stress Training (AST) Für welche Altersgruppe ist das AST konzipiert? 5 bis 9 Jahre 8 bis 13 Jahre 14 bis 18 Jahre
  • 4_Anti Stress Training (AST) Nenne die zwei Hauptziele des AST 1. Stressreduktion2. Stressmanagement
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Zu welchen psychischen Störungen kann sich soziale Unsicherheit bei Kindern entwickeln? Soziale Phobie, Trennungsangst oder soziale Ängstlichkeit Depression, Hyperaktivität oder Generalisierte Angststörung Keine
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Welches Verhalten kann bei Kindern mit sozialer Ängstlichkeit beobachtet werden? Schweigendes, passives, zurückhaltendes Verhalten Weinen, Wutanfälle, Erstarren Keine
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Was ist unter Vermeidungsverhalten zu verstehen? Bei Angststörungen wird der angstauslösende Reiz versucht zu vermeiden Bei der sozialen Phobie wird der Kontakt zu Bezugspersonen vermieden Keine
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Für welche Altersgruppe ist Till Tiger geeignet? für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren für jüngere Kinder bis zu einem Alter von 11 Jahren Keine
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Als was fungiert der Tiger im "Till Tiger Training"? Als Eisbrecher Als Identifikationsfigur Keine
  • 5_Mutig werden mit Till Tiger Wozu dient die Wanderkarte/ der Selbstbeobachtungsbogen im Training? Zur Setzung von Teilzielen, die zu erreichen sind, um das Kind Schritt für Schritt voran zu bringen Die Kinder müssen jede Aktivität der Woche in ihr vermerken Keine
  • 6_Cool mit Nic Panda (gegen Prüfungsangst) Es gibt Theorien warum Mädchen 2-4 mal so oft an Angststörungen leiden wie Jungs. Welche ist keine davon! Es ist genetisch bedingt Es liegt an den Geschlechterrollen Keine
  • 6_Cool mit Nic Panda (gegen Prüfungsangst) Angstsituationen lösen verschiedene Symptome im Körper aus. Dazu gehören z.B.... Schwitzen, Vergesslichkeit, Stottern Erhöhte Herzfrequenz, gesteigerte Aufmerksamkeit, Zittern in der Stimme Keine
  • 6_Cool mit Nic Panda (gegen Prüfungsangst) Das Training von Cool mit Nic Panda ist... Eine Kombination aus Entspannung, kognitivem Training im Bereich des Angstabbaus und der phobischen Angst Eine Art Konfrontationstherapie Keine
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  • 6_Cool mit Nic Panda (gegen Prüfungsangst) Die Eltern sollen im Training... Eine wichtige Rolle einnehmen Ihr Kind im Nachhinein weiter mit ihren Ängsten begleiten Keine der genannten Antworten ist richtig
  • 6_Cool mit Nic Panda (gegen Prüfungsangst) An welches psychologisches Modell erinnert das Belohnungssystem aus "Cool mit Nic Panda"? An das Modelllernen von Bandura An das Token-System  Keine
  • Was sind Verhaltensauffälligkeiten? Merkmale sind: Statistische Seltenheit Weichen von sozialen Normen ab oder verletzen diese-Abhängig von jeweiliger kultureller Norm und Toleranz gegenüber ungewöhnlichen Verhaltensweisen-Abhängig vom Grad der Selbst- und Fremdgefährdung Betroffene empfinden persönliches Leid-subjektiver Leidensdruck ist nicht Bestandteil aller Verhaltensstörungen (z.B. manische Episode, psychopathisches Verhalten) Beeinträchtigen die persönliche Lebensführung-Bestandteil vieler, aber nicht aller Verhaltensstörungen  (z.B. Transvestitismus) Äußern sich in unangemessenem Verhalten-unangemessene Reaktionen auf Belastun gen aus der Umwelt, z.B. Angststörungen
  • Woran können Verhaltensauffälligkeiten erkannt werden? Diagnoseverfahren... Psychologische Diagnoseverfahren Interviews mit unterschiedlichem Strukturiertheitsgrad psychologische Test und Fragebögen Verhaltensbeobachtungen Experiment und Fallstudie Verhaltensanalyse Biologische Diagnoseverfahren Bildgebende Verfahren (CT und MRT) neurochemische Verfahren (Neurotransmitter-Metaboliten) neuropsychologische Verfahren (Teilleistungen und Lokalisation von Hirnschäden) psychophysiologische Verfahren (EKG, EEG etc.; Herzfrequenz, Blutdruck, Hirnströme)
  • Welche Arten von Verhaltensauffälligkeiten werden unterschieden? ...
  • Welche Faktoren bedingen die Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten? ...
  • Wie kann man Verhaltensauffälligkeiten begegnen? Interventionen Interventionen sind abhängig vom jeweiligen Paradigma Biologisches Paradigma-psychische Störungen durch biologische Prozesse verursacht -Verhaltensgenetik-Behandlung mit Psychopharmaka Psychoanalytisches Paradigma-Struktur der Psyche (Ich, Es, Über-Ich)-Stadien der psychosexuellen Entwicklung-Abwehrmechanismen (z.B. Verdrängung)-Angsttheorie Freuds-Kindheitskonflikte Humanistisch-existenzielles Paradigma-gestörtes Verhalten am ehesten veränderbar, wenn Klienten seine Motive und Bedürfnisse bewußt werden-Bedeutung des freien Willens und der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen-Klientenzentrierte Thearapie-existenzielle Therapie-Gestalttherapie Lerntheoretisches Paradigma-Abweichendes Verhalten erlernbar wie normales Verhalten-Lernen statt Denken im Mittelpunkt-Verhaltenstherapie > Verhaltensstörungen, abweichende Gedanken und Gefühle durch Techniken ändern, die auf Erkenntnissen aus experimentellen Untersuchungen normalen und abweichenden Verhaltens beruhen Kognitives Paradigma-Bedeutung von kognitiven Schemata, Erfahrungen und der bewußten sowie aktiven Interpretation der Situation-kognitive Einstellungen und Überzeugungen-kognitive Verhaltenstherapie > direkte Veränderung von Verhalten und Denkprozessen, kognitive Umstrukturierung; positives Denken, etc.; Rational-emotive Verhaltenstherapie (Ellis); Selbstinstruktionstherapie (Meichenbaum)
  • Wie können Verhaltensauffälligkeiten erkannt werden? Klassifikationssysteme DSM-IV (Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen; American Psychatric Association)ICD-10 (International Classification of Dieseases)
  • DSM-IV Das DSM systematisiert psychiatrische Diagnosen seit der dritten Version (DSM-III von 1980) in fünf so genannten Achsen. Zu einer vollständigen Diagnose gehört die Angabe des Zustandes auf jeder dieser fünf Achsen: Achse I: Klinische Störungen und andere klinisch relevante Probleme. Hauptsächlich Zustandsstörungen, schwere mentale Fehlstörung und Lernunfähigkeiten (Beispiele: Schizophrenie, Angststörungen, Störungen der Impulskontrolle, Essstörungen). Achse II: Persönlichkeitsstörungen (Beispiele: Borderline-Persönlichkeitsstörung, schizoide oder paranoide Persönlichkeitsstörungen, Antisoziale Persönlichkeitsstörung) und geistige Behinderungen. Achse III: Medizinische Krankheitsfaktoren. Diese Achse umfasst körperliche Probleme, die bedeutsam für die Psychische Störung sein können. Achse IV: Psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme (Beispiele: Wohnungsprobleme, Berufliche Probleme, Probleme im sozialen Umfeld) Achse V: Globale Beurteilung des Funktionsniveaus anhand der GAF-Skala. Auf einzelnen dieser Achsen kann die Angabe auch „keine“ oder eine mehrfache sein. Kategorien der DSM-IV Insgesamt hat das DSM für die Achsen I und II 16 diagnostische Kategorien: Störungen, die in Kindheit und Jugend auftreten Substanzinduzierte Störungen Schizophrenie und andere psychotische Störungen Affektive Störungen Angststörungen Somatoforme Störungen Dissoziative Störungen Sexuelle Störungen und Störungen der Geschlechtsidentität Schlafstörungen Essstörungen Vorgetäuschte Störungen Anpassungsstörungen Störungen der Impulskontrolle Persönlichkeitsstörungen Andere klinisch relevante Probleme Delir, Demenz und andere kognitive Störungen
  • ICD-10 ICD-10 Beinhaltet... organische einschließlich psychischer Störungen Affektive Störungen Neurotische Störungen, Belastungsstörungen, Somatoforme Störungen Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn der Kindheit und Jugend Umschriebene Entwicklungsstörungen Intelligenzniveau Körperliche Symptomatik
  • Angemessene Klassifikationen ermöglichen eine systematische Sammlung von Erfahrungen über... Symptome Genese (Entstehung) und Ätiologie (Ursachenlehre) Verlauf Einflussfaktoren auf den Verlauf Differenzialdiagnostik (Abgrenzung) Komorbidität (gemeinsames Auftreten mit anderen Störungen) Epidemiologie (Verbreitungslehre) Prävalenz (Häufigkeit des Auftretens in einer Population)
  • Am häufigsten diagnostiziert werden... bei Erwachsenen Angststörungen Störungen durch psychotrope Störungen Somatoforme Störungen bei Kindern und Jugendlichen Angststörungen dissoziale Störungen hyperkinetische Störungen
  • Vorteile und Nachteile von Klassifikationen... VorteileVereinfachte Kommunikation und AustauschErmöglichung von zielgerichteten und effektiven InterventionenErleichtert die Zuordnung von Verhaltensauffälligkeiten zu spezifischen Interventionen NachtteileInformationsverlust über Individualität von PersonenStigmatisierung und Etikettierung (negative Assoziation in Verbindung mit einer klinischen Diagnose) Folgerungen:Nicht Personen, sondern Verhaltensstörungen klassifizierenIdentifizierung einer Person mit der jeweiligen Störung vermeidenRichtig: Personen mit einer psychischen Störung oder einer Verhaltensstörung
  • Diathese-Stress-Modell Diathese=Disposition, (krankhafte) Neigung, auch Veranlagung Biologische Diathese: Genetische Faktoren, Neurochemie, Geburt, Ernährung, etc.Soziale Diathese: PSK, frühe Kindheitserfahrungen (Missbrauch), soziokulturelle Faktoren Erhöht Erkrankungsrisiko, Störung muss aber nicht auftreten Durch Stress kann Diathese zu einer Störung führen Zur Entwicklung einer Störung Diathese und Stress nötig, denn ein einzelner Faktor führt kaum zu einer psychischen Störung > multimodale Erklärung In der Praxis Grenzen fließend > Bezäglich der Erklärungsmodelle und der Interventionen
  • Stress ist... ...ein schädlicher oder ungünstiger Umweltreiz, der eine Störung auslösen kann. z.B. traumatische Erlebnisse (Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung, Tod von Partnern, alltägliche Ereignisse)
  • Anforderungen an Trainings- und Therapiemethoden bei Verhaltensauffälligkeiten... Indikation/Kontraindikation Für welche Zielgruppe? Bei welchen Verhaltensauffälligkeiten Definition und Diagnostik der Verhaltensauffälligkeiten Trainingsziele Trainingsprinzipien (z.B. Lerntheorie) verwendete Techniken (z.B. Token System) Trainingsanleitung und Trainingsbausteine Vernetzung mit und Einbezug des natürlichen Umwelts Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • 7_Welche Ausdrucksform aggressiven Verhaltens gibt es NICHT? offen-direkte Aggression parteiergreifende Aggression Keine der genannten Antworten ist richtig.
  • 7_Um aggressives Verhalten diagnostizieren zu können, werden unter anderem...  … die Eltern des Kindes befragt. … die Lehrer des Kindes befragt. Keine der genannten Antworten ist richtig.
  • 7_Welche Faktoren bieten Erklärungsansätze zur Entstehung von aggressivem Verhalten? Biologische, physische und soziale Faktoren. Soziale, biologische und individuelle Faktoren. Keine der genannten Antworten ist richtig.
  • 7_In welcher Reihenfolge erfolgen die Arbeitsschritte des Rollenspiels? Spielen (eines Konflikts), Wiederholung, Reflexion, Übertragung (auf den Alltag) Spielen, Reflexion, Wiederholen, Übertragen Keine der genannten Antworten ist richtig.