Angststörungen (Fach) / Phobien (Lektion)

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Was sind Phobien Welche Phobiearten werden unterschieden Agoraphobie Soziale Phobie Spezifische Phobien Wie entstehen Phobien Wie werden Phobien behandelt

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  • Welche Phobien gibt es ICD10 F 40.0 Agoraphobie F40.1 Soziale Phobie F40.2 Spezifische (isolierte)Phobien
  • Symptome einer Phobie Angst zeigt sich durch Zittern, Übelkeit, Schwächegefühl, Nervosität und starke Anspannung, Frauen erkranken häufiger als Männer Die Phobie muss signifikante Symptome hervorrufen oder die alltägliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen Die Angst darf nicht auf eine andere Störung zurück zu führen sein  
  • In welcher Begleitung welcher Erkrankung treten Phobien oft auf Depression Substanzmissbrauch
  • Wodurch zeichnet sich eine Agoraphobie aus Angst vor weiten Plätzen und vor Situationen, in denen Hilfe nicht schnell möglich ist: Aufenthalt in Menschenmengen, Reisen, Fahren mit Bus, Zug, Auto, Entfernung von zu Hause Bereits der Gedanke, in so einer Situation mit einem Angstanfall ohne Hilfe zu sein löst Angst aus (Angst vor der Angst) Häufig in Kombination mit einer Panikstörung.
  • Soziale Phobie Betroffene haben Angst vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen und befürchten, etwas falsch zu machen, sich zu blamieren. Soziale Situationen werden gemieden oder nur unter großer Angst ertragen. (Vortrag halten, Essen und Trinken in der Öffentlichkeit, Bewerbungsgespräch, Prüfung) U. U. fehlen den Betroffenen bestimmte Verhaltenskompetenzen, dann soziales Kompetenztraining Beginn meist im Alter von 10 - 20 Jahren. Lebenszeitprävalenz 8 % Verhältnis Frauen/Männer: 3:2
  • Spezifische Phobien Betroffene haben Angst vor einem klar umschriebenen Objekt/Situation Patient weiß, dass seine Angst übertrieben und irrational ist. Häufigste psychische Störung. Lebenszeitprävalenz: 9 - 11 % Verhältnis Frauen/Männer 2:1 Tier-Typus ( z. B. Spinnen) Umwelt-Typus (Stürme, Höhe) Blut-Spritzen-Verletzungs-Typus Situativer Typus (Flugzeug, Fahrstuhl, geschlossene Räume  
  • Wie entstehen Phobien - Psychoanalytische Theorie Durch verdrängte Konflikte. Konflikt zwischen den Triebansprüchen des ES und den Forderungen des ÜBERICH, welche das ICH nur durch Verlagerung in die Phobie bewältigen kann.
  • Wie entstehen Phobien - Verhaltenstheoretische Theorien Auslöser ist eine unerwartete Angst- oder Schrecksituation, welche vom Betroffenen nicht sofort verlassen werden konnte (klassisches Konditionieren) Durch Vermeiden der Situation oder des Reizes kommt es zur Verstärkung und Aufrechterhaltung der Angst. (operantes Konditionieren)
  • Wie entstehen Phobien - Kognitive Theorien Phobien werden durch fehlangepasste automatische Gedanken (z. B. alle Hunde sind gefährlich) und Selbstinstruktionen sowie durch Gefühle von Kontrollverlust aufrecht erhalten.  
  • Wie werden Phobien behandelt - Reizkonfrontation Reizkonfrontation, in der sich der Patient in die Reizsituation begibt und so lange bleibt, bis die Angst nachgelassen hat (2 -3) Es ist wichtig, vor allem bei Sozialphobie, dass der Patient nicht abgelenkt wird und sich auch innerlich nicht ablenkt, indem er durch gedankliche Flucht die Situation nicht mehr vollständig wahrnimmt. Eine Reizkonfrontation kann in Gedanken (in sensu) oder in Wirklichkeit ( in vivo) massiert oder graduiert stattfinden
  • Wie werden Phobien behandelt - Systematische Desensibilisierung Aufbau einer Angsthierarchie (10 verschiedene Situationen zu der Phobie werden vom Patienten formuliert und der Skala zugeordnet) Lernen von Entspannung, meist autogenes Training oder progressive Muskelentspannung Löschung der Angstsituation indem der Patient mit der am wenigsten belasteten Situation in senso arbeitet und gleichzeitig die Entspannungstechnik anwendet, bis keine Angst mehr besteht. Anwendung in der Realität
  • Wie werden Phobien behandelt - Paradoxe Intention nach Frankl Der Patient wird aufgefordert, das angstauslösende, störende oder befürchtete Verhalten zu Huase vor einem Spiegel ziu provozieren, anstatt es zu unterdrücken, was in der Regel nicht gelingt. So kann der Patient seine Ängste und Phobien abbauen.
  • Wann beginnt eine Agoraphobie meist im 3. Lebensjahrzehnt
  • Wie ist die Lebenszeitprävalenz bei Agoraphobie 5,7 %
  • Verhältnis Frauen/Männer bei Agoraphobie 2:1