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Human Resources - Organizational Behavior (Fach) / Kapitel 5.2 - 5.2.1 - 5.2.2 Soziale Prozesse in Organisationen (Lektion)
1. Semester
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- 5.2 Soziale Prozesse in Organisationen Organisationen sind (auch) soziale Systeme In der Zusammenarbeit bilden sich heraus Machtpositionen und Machtstrukturen (Kap. 5.2.1) gemeinsame Verhaltensformen und Normen (Kap. 5.2.2) Zur Steigerung ihrer Effektivität sollte Führung sich dieser Prozesse möglichst immer bewusst sein diese Prozesse in der Führung berücksichtigen
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Mikropolitik Ansatz der Mikropolitik Analyse der Machtprozesse innerhalb von Organisationen (Relevante Autoren: KÜPPER, ORTMANN, NEUBERGER) keine Führungstheorie, sondern ... eine Erklärung organisatorischer Entscheidungeno als Resultat einer spezifischen,o in ihrer Ausprägung schwer vorhersagbaren Dynamiko zwischen Personen und/oder Gruppen ein organisationstheoretischer Ansatz Aber: große Relevanz für jedes Führungsverhalten
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Der politische Prozessablauf 1) Ansprüche entstehen• durch unterschiedliche Interessen bei verschiedenen Organisationsmitgliedern2) Konflikte bilden sich• resultierend aus zu knappen Ressourcen, um alle Ansprüche befriedigen zu können3) Macht wird ausgenutzt• zur Durchsetzung der Ansprüche• Je größer die Machtbasis der Akteure• desto politischer wird die Entscheidung• umso weniger ist die formale Organisationsstruktur relevant
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Macht „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willenauch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“(MAX WEBER)Macht ist … vornehmlich nicht …o ein Wirken gegen möglichen Widerstand odero ein Zwang, eine bestimmte Handlung zu vollziehen. die Steuerung der Selektivität einer anderen Person undnicht die gänzliche Eliminierung von Wahlmöglichkeiten (wie bei Zwang) Macht beruht häufig auf Einverständnis (soziale Legitimation). Macht ist Voraussetzung für die Ausübung von Zwang, aber nicht damit gleichbedeutend.
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Grundlagen von Macht Machtgrundlagen nach FRENCH/RAVEN Machtgrundlage = Basis für das Einflusspotential auf andere Personen Macht durch Bedrohung/Bestrafung Belohnung Legitimation formale Legitimation: Weisungsbefugnis aufgrund der Stelle bzw. Position in der Hierarchie vorgeprägt Zusammengefasst: relativ stark durch die Organisation soziale Legitimation: Akzeptanz der Einflussausübung des Mächtigen durch die Anderen Persönlichkeit/Charisma Einflusspotentiale exklusive Information hängen stärker von Expertenwissen der Person ab Expertenwissen, Charisma, Informationsmachtkönnen auch formal nicht mächtige Mitarbeiter einsetzen⇒ Macht verteilt sich nicht nur entlang der Hierarchie.
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Gegenseitige Beeinflussung Machtgrundlagen beeinflussen sich wechselseitig je stärker die Machtgrundlagen, desto größer ist das verfügbare Machtpotential bestimmte Persönlichkeitsstrukturen beinhalten Präferenzen für einzelne Machtgrundlagen und -kombinationen sowie für die Bereitschaft, diese anzuerkennen situationale Aspekte spielen für die Auswahl und das Nutzungsausmaß der Machtgrundlagen eine wichtige Rolle (individuelles Wertesystem, Unternehmenskultur) konkrete Aufgaben-/Problemkonstellationen erfordern/ ermöglichenunterschiedliche Machtkombinationen
- 5.2.1 Macht und politische Prozesse Grundgedanke des mikropolitischen Ansatzes Personen in Organisationen nutzen ihre Machtpotenziale, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Interessen können eigennützig sein: Prestige, Karriere, Einkommen individuelle Interpretationen des Organisationsinteresses sein Je stärker die Individuen von Entscheidungen betroffen sind, desto stärker ist ihr Engagement in Machtspielen individuelle Ressourcen werden genutzt und ausgebaut Bündnispartner gesucht und Koalitionen gebildet Wegen der Vielzahl der Machtquellen sind die Akteure und ihre Ressourcen oft im Vorfeld schwer einzuschätzen. → Im Ergebnis: Entscheidungsprozesse werden zu Machtspielen mit kaum kalkulierbarem Ausgang.
- 5.2.2 Unternehmenskultur Organisationen als Sinn-Systeme Definition Organisationen werden verstanden als Sinn-Systeme – mit Überzeugungen, Werten, Symbolen Unternehmenskultur =Grundgesamtheit gemeinsamer Werte, Normen und Einstellungen, welche das Verhalten der Organisationsmitglieder steuern Definition: Werte sind bewusste oder unbewusste Vorstellungen des Gewünschten,die sich auf die Wahl von Handlungsalternativen auswirken.Eine Norm ist ein Verhaltensstandard (Verhaltensgleichförmigkeit, sozialeVerhaltensbewertung und verbindliche Forderung). Entscheidungen resultieren wesentlich aus Orientierungsmustern, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben.
- 5.2.2 Unternehmenskultur Kulturebenen und ihr Zusammenhang (Darstellung) Siehe Seite 38. Darstellung
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