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Organisation&Personal (Fach) / Shareholder Value-Ansatz (Lektion)
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- Organisationsökonomisches Verständnis von Organisationen Individuen haben Ziele und Werte, die in ihren Präferenzen abgebildet sind und verfolgen eigene Interessen (aber nicht nur am eigenen materiellen Vorteil interessiert) Organisationen haben selbst keine direkten Interessen und Ziele Es sind Individuen und nicht Organisationen, die Entscheidungen treffen Eigenschaften und Präferenzen von Individuen bestimmen das Handeln von Organisationen Individuen beteiligen sich an Organisationen, wenn es ihren Interessen dient Individuen werden versuchen Organisationen so zu gestalten, dass ihre Interessen umgesetzt werden (Zielkonflikte!)
- Transaktionen Transfer von Gütern und Dienstleistungen zwischen Individuen werden ausgeführt werden, wenn sich die beteiligten Akteure strikt besser stellen
- Gains from Trade Transaktionen ermöglichen beiden Transaktionspartnern, das eigene Wohlergehen zu erhöhen, wenn die Produktionskosten des Verkäufers geringer als Nutzen des Käufers sind. Treiber: Arbeitsteilung
- (Neo-)klassische Ökonomik Annahme Homo Oeconomicus: 1. Individuen wählen Verhaltensalternative, die ihren Nutzen maximiert 2. Individuen sind primär am eigenen materiellen Vorteil interessiert 3. Ökonomisches Handeln wird aus Zusammenspiel der Eigeninteressen erklärt 4. Rücksichtnahme auf andere aus rein extrinsischen und strategischen Motiven 5. Kein intrinsisches Interesse der Akteure am Wohlergehen der Anderen Aber auch: keine Missgunst, Neid
- Moderne Verhaltensökonomik l Behavioral Economics 1. Geprägt durch experimentelle Forschung → Laboruntersuchungen von tatsächlichem Verhalten in anonymen Interaktionssituationen 2. Die meisten Individuen handeln egoistisch, viele Individuen auch mit sozialen Präferenzen: 1. Präferenz für reziprokes Verhalten: Streben danach dem gegenüber freundlich zu Handeln, der einem selbs gegenüber freundlich handelt 2. Nutzen beeinflusst durch soziale Vergleiche: Stärkeres Leiden unter der selbst zentrierte Ungleichheitsaversion -> effizienzstörend → auch intrinsischen Einfluss des Wohlergehens der anderen auf den eigenen Nutzen
- Merkmale von Organisationen l ökonomische Sichtweine Gebilde, in denen Menschen interagieren um ökonomische Ziele zu erreichen Rechtlich selbstständige Einheiten, die in eigenem Namen Verträge abschließen
- Grundlegende Sichtweise der ökonomischen Betrachtung von Organisationen zurückgehend auf Alchian und Demsetz 1972 Organisation als Verknüpfung von Verträgen und Absprachen („The firm as a nexus of contracts“) Unternehmen ist rechtliche Fiktion, die bilaterale Verträge abschließt mit Beschäftigten, Lieferanten, Kunden, Investoren. Ohne dieses Konstrukt komplexe multilaterale Vertragswerke notwendig Schaffung von Unternehmen spart Transaktionskosten ein (Kosten des Aushandelns und Durchsetzen von Verträgen)
- Effiziente Gestaltung von Organisationen Durch Transaktionen möglichst viel Wert schaffen und einen möglichst großen Anteil für die Stakeholder der Organisation behalten Proxy für quantifizierten Wert: Shareholder Value
- Die besondere Rolle des Eigentümers: Der Unternehmer Der Unternehmer Bilaterale Verträge mit vertraglich klar definierten Zahlungen Recht auf residualen Erträge = Teamerträge, wenn alle vertraglichen Zahlungen erfüllt sind Besitut residualen Verfügungsrechte = Recht über sein Eigentum zu entscheiden in Grenzen, die durch die Rechtsordnung und die abgeschlossenen Verträge determiniert sind Wenn Eigentümer den Wert maximiert wird der gesamte Wert maximiert (Shareholder Value) Kosequenzen: 1. Unternehmer behält Erträge aus der Vermeidung von Trittbrettfahrerproblemen 2. Kombination aus residualen Einkommens und Verfügungsrechten schafft - hohe Anreize zu Koordination und Motivation - hohe Anreize in das Unternehmen zu investieren Daher: Eigentümer hat alle Entscheidungsrechte und Weisungsbefugnisse Delegation von ET und Weisungsrechten (Koordinationsprobleme, Performancemessung)
- Residualen Einkommensrechte verbleibender Überschuss, wenn alle vertraglichen Vereinbarungen des Unternehmens erfüllt sind. nicht feste, einklagbare Beträge
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- Grobe Zusammenfassung Übergeordnetes Ziel einer Organisation: Unternehmenswert -> Procy: Shareholder Value Eigentümer hat alle Entscheidungsrechte Delegation von ET und Weisungsbefugnissen -> Koordnitationsprobleme und Performancemessung Organisationsstruktur - nach Mengen teilen -> Erfolge besser zurechenbar - nach Tätigkeiten spezialsieren - Schlechtere Anreizsysteme, höhere Risikoprämie Geschäftsprozesse - wichtige Quelle zur Schaffung von Wert
- Warum wird oft nur von Shareholder Value gesprochen? • Shareholder/Aktionäre geben dem Unternehmen Kapital • Wertanteil anderen Stakeholder oft vertraglich oder durch Gesetze präzise geregelt • Shareholder haben residualen Einkommensrechte - Manager, der kein Eigentümer ist, hat möglicherweise zu geringe Anreize diese Auszahlungen zu steigern - Wenn Zahlungen an andere Stakeholder genau fixiert: Dann ist Entscheidung, die Shareholder Value maximiert, nahe der Entscheidung, die gesamten Wert maximiert