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Kognitive 1 (Fach) / VL07_Form (Lektion)
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- Fünf Fragestellungen bei Analyse der Objektwahrnehmung Dreidimensionale Repräsentation Handlungskontext Kohärenz reliable Funktion Lernen / begriffliches Wissen
- Handlungskontext (Analyse der Objektwahrhehmung) Wahrnehmung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen, je nachdem in welchem Handlungskontext, (z.B. mit welcher Absicht) die Wahrnehmung erfolgt Bsp.: Die Wahrnehmung beim Greifen einer Kugel hat anderes zu leisten als die Benennung des Objektes Kugel über die Sprache oder die Bezeichnung der Farbe der Kugel
- Kohärenz der Wahrnehmung Wie werden in der Wahrnehmung die verschiedenen Merkmale zu bestimmten Einheitenorganisiert?
- Reliabilität der Wahrnehmung Wahrnehmung muss reliabel funktionieren obwohl sich die Sehbedingungen (Beleuchtung, Kontexte, Beobachtungsstandpunkt, Größenverhältnisse) stark von Situation zuSituation andern können. Konstanzphänomeme: Größe, Farbe usw. Bsp.: Die Entdeckung der Tomate unter dem Gemüse im Supermarkt beim Einkaufen ist ein ganz anderer Kontext als die Tomate auf dem Teller beim Essen. Trotz der Variabilität der sensorischen Information bleiben die Objekte konstant (Objektkonstanz).
- Wahrnehmung, Lernen und begriffliches Wissen Wahrnehmungsleistungen im Kontext der Objekt- und Szeneerkennung sind besonders stark durch Lernen beeinflusst. Wir bauen durch Erfahrung ein begriffliches Wissen über Objekteauf, das in die Objektwahrnehmung eingeht
- Phasen und Prozesse der Objekterkennung: Low-level-vision Merkmalsanalyse: Bestimmung elementarer Merkmale in Bildern
- Middle-vision Integration der Merkmale zu einer Objektrepräsentation
- High-level vision Vergleich mit gespeicherten Repräsentationen bzw. Erkennung von Übereinstimmungen zur Enkodierung von Repräsentationen
- In welche Merkmale werden Objekte von Neuronengruppen zerlegt? Orientierung Bewegung Bewegungsrichtung Farbe binokulare Disparität
- Neuronaler Code Population aktivierter Neuronen, die für unterschiedliche große Strichelemente mit unterschiedlicher Orientierung stehen usw. ⇒ Merkmale und Objekte erhalten einen neuronalen Code
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- Gestaltpsychologie Die Gestaltpsychologie ist eine Richtung der Psychologie (ab 1890), die sich im Bereich der Wahrnehmung besonders mit den Prinzipien der Wahrnehmungsorganisation beschäftigte.Sie geht davon aus, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
- Gestaltpsychologischer Ansatz (Wertheimer, Kohler, Koffka) Prinzipien der Organisation = Prinzip nach denen sich Elemente zu Gestalten organisieren Prinzipien der Figur-Grund-Differenzierung = Prinzip nach denen sich die Trennung von Figur und Hintergrund vollzieht ⇒ basieren auf der Annahme der emergenten Eigenschaften
- Emergente Eigenschaften Eigenschaften eines Musters, die den einzelnen Bestandteilen des Musters nicht zukommen
- Eigenschaften von Reizen, die die Figur- Grund-Differenzierung begünstigen Geschlossenheit: Geschlossene Elemente wie Kreise werden als Figuren gesehen Größe: Sind mehrere Flächenelemente in einem Bild, so wird das kleinere in der Regel als Figur gesehen Symmetrie: Symmetrische Elemente bilden Figuren im Gegensatz zu unsymmetrischen Elementen, die den Hintergrund bilden. Parallelität: Parallele Konturen gehören zur gleichen Figur
- Gestaltkriterien Kontinuität Nähe Ähnlichkeit Gemeinsames Schicksal Geschlossenheit Gute Fortsetzung Symmetrie
- Prägnanz Jedes Reizmuster wird so interpretiert, dass die sich ergebende Struktur so einfach und so stabil wie möglich ist.
- Pandemonium Modell ein im Zusammenhang mit der Computersimulation (Künstliche Intelligenz) von Selfridge entwickeltes Modell für die Mustererkennung, das von der Erklärung durch den Schablonenvergleich erheblich abweicht. In ihm wird das wahrzunehmende Objekt in verschiedene Merkmale zerlegt und jede nur mögliche geformte Einheit (Muster, z.B. Buchstaben) durch einen kognitiven «Dämon» erkannt und schließlich integriert.
- Welche bekannte Klasse von Kognitionsmodellen wurde vom Pandemonium-Modell inspiriert? Interactive activation models