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Kognitive 1 (Fach) / VL05_Bewegung (Lektion)
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- Bewegung Veränderung eines Objektes im Raum
- Bewegungsagnosie Unfähigkeit Bewegungen wahrzunehmen (selektiver Ausfall eines Systems, das für die Wahrnehmung von Bewegungen wichtig ist)
- Bewegungsnacheffekt Scheinbewegung eines Objektes, die sich ergibt, wenn der Beobachter vorher für etwa 30 Sekunden die Bewegung eines anderen Objektes beobachtet hat
- Richtungsinformation es sich über die Rezeptoren der Retina, die Bewegung wird aber von den Rezeptoren nicht als solche registriert. Lösung des Problems: Ein sich bewegendes Objekt aktiviert mehrere Rezeptoren der Retina, so dass aus deren Veränderungen die Bewegung und die Richtung abgeleitet werden kann. Voraussetzung: die nachgeordneten Neuronen müssen in besonderer Weise miteinander verschaltet sein, um Geschwindigkeiten und Richtungen registrieren zu können
- Reichardt-Detektor Richtungspezifischer Bewegungsdetektor, für optimale Geschwindigkeit getuned, daher Detektoren für jede Geschwindigkeit! Reichardt-Detektor, erstmalig im visuellen System der Fliege entdeckt, beim Menschen in Area V1.
- Aperture- und Ausschnittproblem Besagt, dass bei der Wahrnehmung eines Objektes in einem Ausschnitt die Bewegungsrichtung lokaler Elemente nicht eindeutig ist. Es ist also ein Problem der Mehrdeutigkeit.
- Korrespondenzproblem Ergibt sich dadurch, dass Punkte in einem Einzelbild mit den Punkten im zeitlich darauf folgenden Bild verglichen werden müssen, um eine Scheinbewegung zu erzeugen. Ähnlich wie bei Tiefenwahrnehmung Korrespondenzproblem = Zuordnungsproblem
- Heuristische Regeln Aus Erfahrungen mit der Umwelt hat das visuelle System heuristische Regeln zur Lösung des Korrespondenzproblem gebildet Beispiel: Objekte bewegen sich in unserer Umwelt vorhersagbarz.B. entlang der gerade bestehenden Bahn weiter Wenn sich ein Objekt bewegt, bewegen sich auch seine Teile in gleicher Weise
- Lokalisation von Bewegungswahrnehmung im Gehirn Läsionen in magnozellularen Schichten des CGL verhindern Wahrnehmung der Bewegung großer, schneller Objekte Einfache Bewegungsdetektoren im primären visuellen Kortex, V1 Globale Bewegungsdetektoren im mittleren Temporallappen,= mediotemporales Areal, = middletemporal lobe (MT). Methoden zur Bestimmung: Läsionen, vorhanden oder experimentell erzeugt neu: TMS, transkranielle Magetstimulation, erzeugt vorübergehende funktionelle „Läsionen“ Bildgebende Verfahren, PET, fMRI, NIRS
- Neuronale Erklärung Bewegungsnacheffekt Beim Bewegungsnacheffekt (motion aftereffect, MAE) findet eine selektive Adaptation statt, wobei sich das neuronale System an eine Bewegungsrichtung anpasst, dann ermüdet und daraufhin die entgegengesetzte Richtung dominiert.
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- Interokularer Transfer Übertragung des Adaptationseffekts vom einem Auge zum anderen. Selbstversuch:Betrachten einer rotierenden Spirale mit einem Auge, MAE tritt auf, wenn beim Stoppen die Spirale mit dem anderen Auge betrachtet wird (rotiert trotzdem in entgegengesetzter Richtung).
- Trennung einer Bewegung auf der Retina (Objektbewegung) von der Eigenbewegung (Augenbewegung) durch gleichzeitige Beachtung: der retinalen Signale und der motorischen Signale der Muskulatur
- Reafferenzprinzip Das Reafferenzprinzip (von Holst & Mittelstaedt, 1950) beinhaltet den Vergleich von zwei Signalen: des retinalenBewegungssignals und einer Kopie des Signals für die Augenbewegungen (motorisches Signal). Die Erregungsmuster, die bei Eigenbewegung des Beobachters, insbesondere auch der Augen, entstehen, werden genutzt, um deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung abzuschätzen. Damit wird das Problem der Trennung von Augenbewegungen und Objektbewegungen gelöst.
- Blickfolgebwegungen • Kompensation von Kopfbewegungen• Folgebewegungen i. e. Sinne, Nachverfolgen bewegter Objekte, bis etwa 50 grad/sek., wenn die Bewegung schneller ist, bleibt das Auge zurück und eine Sakkade folgt