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Psychopathologie Kinder-Jugend (Fach) / 12a. Tic und Tourette (Lektion)
Tic-Störung und Tourette
Diese Lektion wurde von ybreitkopf erstellt.
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- Was ist Tic allgemein? unwirkürlich, rasch, meist plötzlich einschließend, u. U sehr häufige Bewegungen, die immer wieder gleicher Weise auftreten Wiederholen sich oft in kurzen Serien stereotyp Muskelzucken (mootorisch, einfach/komplex) Lautäußerungen (vokal, einfach/komplex) Mehrfaches auftreten am Tag, fast jeden Tag, über einen Zeitraum von mind. 1 Jahr (bei chronischer Diagnose) Motorisch und Vokal = Tourette
- Wie ist die Spannbreite von Tics? einfach: Motorisch/ Vokal komplex: Motorisch / Vokal Echokinesie (Motorisch) Koprpraxie (Motorisch) Palilalie (Vokal) Echolalie (Vokal) Koprolalie (Vokal)
- Beschreibe Motorische Tics, einfach und Komplex und gebe Beispiele Einfache motorische Tics: rasch, plötzlich, nicht Zweckgerichtet Blinzeln, Schulternzucken, Kopfrucken Komplexe motorische Tics: langsamer, scheinbar Zweckgerichtet Hüpfen, Klatschen, Berühren
- Beschreibe Vokale Tics, einfach und Komplex und gebe Beispiele Einfache vokale Tics: rasch, plötzluch einschließende Laute Räuspern, Pfeifen, Husten, Schnüffeln Komplexe vokale Tics: Wörter, Stätze, kurze Aussagen "sei still", "ok, ok"
- Palilalie, Echolalie, Kopralalie gehören zu den komplexen vokalen Tics, was bedeuten sie? Palilalie: Wiederholung eigener Wörter oder Laute Echolalie: Wiederholung bestimmter Wörter Kopralalie: Gebrauch sozialer unannehmbarere, oft obszöser Wörter
- wie sind die Tickstörungen nach ICD 10 Klassifiziert? F95.x: Tic-Störung allgemein F95.0: Vorübergehende Tickstörung F95.1 Chronische motorische oder vokale Tic-Störung F95.2: Tourette - Syndrom, kombinierte vokale und multiple motorische Tic-Störung
- Definiere Tic-Störung F95.x (allgemin) nach ICD 10 Ein Tic ist eine unwirkürliche, rasche, wiederholte, nicht-rythmische Bewegung, die plörzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient. Normalerweise werden Tics nicht alls willkürlich beeinflussbar erlebt, sie können jedoch meist für unterschiedlich lange Zeit unterdrückt werden.
- nenne die Kriterien für vorübergehende Tic-Störung F95.0 nach ICD 10 Einzelne oder multiple motorische oder sprachliche , Ticks, die die meiste Zeit des Tages auftreten, an den meisten Tagen in einem Zeitraum von mind. 4 Wochen. Dauer: 12 Monate oder weniger In der Anamnese kein Tourette-Syndrom, kein Hinweis auf eine organische Verursachung oder Medikamentennebenwirkung Beginn vor dem 18. Lebensjahr
- nenne die Kriterien für chronische mitorische oder vokale Tic-Störung F95.1 nach ICD 10 motorische oder sprachliche Tics aber nicht beides, die die meiste Zeit des Tages auftreten, an den meisten Tagen 1 Jahr In diesem Jahr keine Remission, die länger als 2 Monate andauerte kein Tourette-Syndrom, kein Hinweis auf eine Organisch Verursachung oder Medikamentennebenwirkung Beginn vor dem 18 Lebensjahr
- nenne die Kriterien für Tourette F95.2 nach ICD 10 Währen der Störung haben multiple motorische Tics und ein oder mehrer vokale Tics eine Zeitlang bestanden, aber nicht notwendigerweise ununterbrochen Die Tics treten viele Male am Tag auf, fast jeden Tag, länger als ein Jahr, ohne Remission, die länger als zwei Monate dauerte Beginn vor dem 18. lebensjahr
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- wie ist der verlauf von Tourette Störung? Beginnt fast immer in Kindheit oder Jugendalter Symptomatische Verschlechterung während der Adoleszenz Üblicherweise Persistenz bis ins Erwachsenenalter
- Was hat es mit dem Sensorischen Vorgefühl (Aura) bei Tic-Störungen auf sich? viele Betroffenen haben ein sensorisches Vorgefühl, das den Tics vorauseilt zB Kitzeln, Stechen, Jucken, Muskelverspannungen Beginn Etwa im Alter von 10-11 jahrenWeit verbreitet (92% bei Erwachsenen) Das Vorgefühl wird oft stärker belastend empfunden, als der Tic selbst
- Was hat es mit dem Sensorischen Nachgefühl bei Tic-Störungen auf sich? Seltener wird direkt nach einem Tic ein Gefühl, den Tic „nicht reichtig“ ausgeführt zu haben beschrieben Nachgefühle so unangenehm, dass die Betroffenen das Bewegungsmuster eines Tics mehrfach willentlich vollfürhen, bis es richtig ausgeführt ist, wobei dies mit Ärger, Wut, Unruhe, Resignation und dem kurzfristigen Gefühl der Entlastung von innerer Anspannung verbunden sein kann. (geht in Richtung Zwangsstörung)
- Wie sieht die Lokalisation von motorischen Tics aus? motorische Tics manifestieren sich an annen Körperteilen, insbesondere an jenen die meist mit sinvollen Handlungen verknüpft sind. Mit absteigender Position am Körper nimmt die Häufigkeit ab Lokalisationswechsel sind Möglich - Alle Tics können durch bewusste Kontrolle für Min bis Std. unterdrückt/reduziert werden
- wie siht es mit der Häufigkeit der Tics aus? Zunahme bei emotionaler Beteiligungm Belastungm Ermüdung, Stress; alte Symptome Werden durch neue ersetzt oder ergänzt
- Wie ist die Prävalenz von Tic-Störung? 4-12% der Kinder im Grundschulalter Hohe Spontanremission Bis 70% Geschlächtsverhältnis: 3:1 (Jugen: Mädchen)
- wie ist die Prävalenz von Tourette-Syndrom? 0,5-1% der Kinder und Jugendliche Spontanremission bis 40% Geschlächtsverhältnis: 2:1 (Jugen: Mädchen)
- Welche Störungen treten Häufig zusammen mit Tic-Störung auf? HKS / ADHS (Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens/ Hyperkinetisches Syndrom) Zwangsstörung Depression
- beschriebe die Komorbidität von Tic und HKS 50% der Kinder mit chronischen Tics und Tourette-Syndrom besteht zusätzlich ein hyperkinetisches Syndrom HKS läuft der Tic-Störung 2-3 Jahre voraus und verschlechtert sich mit unter durch die Tic-Störung Je stärker die HKS-Symptomatik ausgeprägt ist, desto deutlicher treten psychische Auffälligkeiten der Tic-Kinder herfor Häufig führen eher die impulsiven und agressiven Verhaltenssauffälligkeiten im Rahmen der HKS zu einer klinischen Vorstellung und nicht die Tic-Problematik
- warum passen depressive Merkmale und Tic gut zusammen? wegen der geringen Selbstwirksamkeit (ich kann es nicht ändern) kognitive Triade
- Beschriebe die Komorbidität von Tic und Zwangsstörung zwischen 30-60% der Tourette Patienten leiden unter Zwangsgedanken und handlungen Zwänge endwickeln sich häufig mehrere Jahre nach Beginn der motorischen Tics schwierig zwischen Zwangshandlungen und motorischen Tics zu unterscheiden (zum teil fließende Übergänge) Zwangssymptome bei Tourette-Patienten können sich auch durch sexuelle und agressive Handlungsimpule zeigen
- was ist der Unterschied zwichen Tics und Zwangshandlungen? Zwangshandlungen gleichen manchmal den komplexen Tics Unterschied: Zwangshandlungen in der Regel zweckgerichtet und in einer bestimmten Häufigkeit durchgeführt sind
- Was sollte bie der Diagnose von Tic-Störung beachtet werden? Art, Frequenz, Intensität (zB über Checkliste) Kontextbedeutung ( ist es situationsorientiert? Oder kommt es über mich, dann Tic oder Tourette) Selbstkontrollversuche Chronizität Subjektiver Leidensdruck Begleitende psychische Störungen ( man kann die Yale- Tourette Syndrom scale benutzen)
- Welche Genetischen und nicht-genetischen Risikofaktoren gibt es für Tic-Störung Genetik: (viele genetische Faktoren) 30-50% der Zwillinge auch Tic Nicht -genetisch: Schwangerschaftskomplikation Geburtskomplikationen niedriges Geburtsgewicht
- beschreibe die neurobiologische Erkläreung von Tic Basalganglien, der Thalamus und der motorische Kortx sind betroffen Überaktivität des dopaminergen Systems im Bereeich der Basalganglien und Störung des sterotogenen Transmittersystem, die die Aktivität kortikostriato-pllido-thalamiko-kotikaler regelkreis beeinflussen soll (auch bei Zwangsstörung) Höhe des Dopamin-Spiegels und Überempfindlichkeit der Dopaminrezeptoren in den Basalganglien könnte den Verlauf der Tic-Störung erklären.