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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / Emotion (Lektion)
- phänomenologisch beschreiben
- Theorie
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- Was sind Emotionen? Eine phänomenologische Definition Freude, Ekel, Überraschung, Angst, Ärger, Stolz, Scham, Hoffnung, Mitleid objektgerichteter Zustand sich über etwas freuen, von etwas enttäuscht sein Emotionen beziehen sich auf Objekt Objektlose Emotionen nicht vollwertig verändertes Erleben jede Emotion fühlt sich anders an, hat andere Qualität Emotion ändert / beeinflusst Wahrnehmung u Gedanken körperliche Erregung Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, Schweißdrüsenaktivität ändern sich Aktivität Magen Darm ändern sich verändertes Verhalten Ärger löst Angriff aus, Furch Flucht Traurigkeit Tränen Freude Bewegung u Lachen
- Wie entstehen Emotionen? - Theorien Gemeinsamkeit Theorien: Wechselwirkug zw. physiologischen Veränderungen u ihre bewusste Wahrnehmung bestimmen oder modifizieren / ändern Zentrale Fragen: sind physiologische Faktoren die an Emotion beteiligtsind , Ursache, Folge oder Begleiterscheinung? auf welche Weise greifen physiologsche Faktoren ein? Verarbeitung zentral oder peripher? Emotion = physiol. Erregung + Kognition? frühe Theorie (James, Lange, Cannon) Theorie 60er 70er (Schachter & Singer, Lazarus, Damasio) Reihenfolge zeitlich begründet. Einfluss der Kognition in Theorien u unbewusste Einflüsse der Physiologie auf Emotion nehmen zu
- Physiologische Theorien: James-Lange-Theorie Emotionen entstehen durchkörperliche Reaktionen auf emotionsauslösende Reize die man wahrnimmt bewusst wahrgenommene körperliche Reaktion = GefühlZustand = Gefühl sprich jedes Gefühl müsste spez. Muster physiologischer Erregung haben Kritik: Reaktionen des Körpers nicht immer unterschiedlich genug um für verschd. Gefühle verantwortlich sein zu können Experiment zur Differenziertheit: in nur 7 von 14 Fällen unterschd. sich Ärger u Flucht in körperlichen Reaktionen
- Physiologische Theorien: Cannon-Bard Emotionen entstehen im Gehirn Emotionsentstehung im Thalamus -> heute widerlegt, nur an E.verarbeitung beteiligt gleichzeitig mit Emotionsentstehung: Anregung vegetatives Nervensystem und peripher-physiologische körperl. Reaktion auslösen körperl. Symptome nicht spezifisch genug für viele verschd. Emotionen Emotionen entstehen schneller als körperliche Reaktion Argumente für zentrale Emotionsentstehung (gegen James-Lange) Experiment mit Querschnittsgelähmten Experiment künstl. Herbeiführen physiologischer Erregung
- Physiologische Theorien: Zwei-Faktoren-Theorie von Schachter & Singer körperliche Erregung kognitive Interpretation durch emotionale Erfahrungen Emotion Emotion = wahrgenommenen körperl. Erregung auf emotionale Einschätzung der Situation (Wechselspiel) Erregung erst emotionsunspezifisch, bestimmt die E.intensität welche Emotion erlebt wird, definiert die kognitive Einschätzung der Situation Interpretation wird beeinflusst von Erfahrung
- Physiologische Theorien: Damagios Modell der somatischen Marker Inspiration: Phineas Gage "Elliot", Stange durch Kopf - Entferung des präfrontalen Kortex = massive Veränderung Persönlichk. u Beeinträchtigung Entscheidungsverhalten These: Beeinträchtigung des Entscheiungsverhaltens = emotionales Defizit Entscheidungen fällen: wahrscheinlichste affektive (kurze, impulsartige) Konsequenzen einer Handlung antizipiert (annehmen, dass sie eintritt) Schwierigkeiten bei Vorhersage von emotionalen Konsequenzen -> Entscheidungsproblemen Vorhersage: frühere Erfahrungen in ähnl. Situationen emotionale Konsequenuzen = körperl. Reaktion, die im Körper gemeins. mit Handlung abgespeichert werden (=somatischer Marker) wiederholte Konfrontation mit ähnlicher Situation aktiviert Marker -> positives od. negatives Gefühl beim Entscheiden Gefühl hilft bei Entscheidungsfindung
- Verhaltensorientierte Emotionstheorie Albert lernt Angst zu haben Experiment Watson & Rayner (1920) zur Angsinduktion durch Konditionierung Hammerschlag löst Angst aus, weiße Ratte nicht Konditionierungsphase: Albert nähert sich Ratte -> Hammerschlag-> starke Angstreaktion Generalisierung: Angst auch bei ähnlichen Objekten (weißer Hase) Stabilität: auch einen Monat später gleiche Reaktion Peter verlent Angst zu haben Experiment Jones (1924) zur Angstreduktion durch Konditionierung Angst vor Ratten, Kaninchen, Fell, Federn,... Gegekonditionierung:- Paarung Angstreiz mit postivem Reiz mit angenehmer Reaktion- Hase in Nähe gebracht, Entfernung jedes mal verkürzt- zum Schluss auf Schoß, streicheln Modelllernen: andere Kindern spielen mit Hasen, Peter schaut zu Systematische Desensibilisierung noch heute wichtige Methode der Verhaltenstherapie
- Appraisaltheorien: Lazarus Appraisal Modell Appraisal = Einschätzung v. Situation od. Objekt ob es guten oder schlechten Einfluss auf eigene Person u. sein Wohlergehen hat laufen schnell, nicht reflexiv u. automatisch ab Appraisalmuster lösen unterschdl. Emotionen aus auslösende Situationsreize Primäres Appraisal: Bedeutung- Zielrelevanz: Betrifft es mich u meine Ziele?- Zielkongruenz: Fördert od. behindert es Zielerreichung?- Art der Ego-Beteiligung: Was von mir ist betroffen? Sekundäres Appraisal: Bewältigung- Verschulden oder Verdienst- Bewältigungspotential: Copingmöglichk. zur Verbesserung- Zukunftserwartungen: Wie verändert sich Situation mittelfristig? Emotion Copingstrategien: - Problemorientierte Bewältigung: Aktivitäten zur Verbesserung der Situation- Emotionsorientierte Bewältigung: Veränderung der mit Situation verb. Emotionen
- Evolutonstheoretische Emotionstheorien: Ekmans Universalemotionen Ekamn (1976): Mimik bei grundlegenden Emotionen von allen Kulturen identifiziert Mimik von Basisemotionen genetisch festgelegt ob Mimik tatsächlich gezeigt -> kulturell geprägten Darstellungsregeln Regeln: Verstärkung, Abschwächung, Neutralisierung, Maskierung- aus Zusammenspiel fast alle Ausdrucksformen identifizieren- Ekman großes Interesse an falscher Mimik u Lügen Echte Gefühlslage bei Unterdrückung = in Mikorexpression ausdrücken
- Dimensionale Emotionstheorien: Kernaffekte Dimensionale Theorien: glauben nciht, dass Emotionen sich in abgrenzende / unterschdl. Theorien aufteilen lassen Annahme: Emotionen unterscheiden sich nur auf wenigen Dimensionen (Kernaffekten) Kernaffekte = elementarste bewusst zugängliche emotionale Gefühle Die dimensionale Struktur der Kernaffekte Russeln (1980):- Kernaffekte haben einafache dimensionale Struktur- Struktur besteht aus 2 Dimensionen: Lust (pleasur, Valenz) u. Erregung (Aktivierung, Arousal) Emot.begriffe ordnen sich am Außenring an (Circumplexmodell) Zentrum des Kreises emotionaler Zustand neutral Je weiter weg vom Zentrum, desto mehr Emotionen Grunddimensionen Arousal u. Valenz lassen sich eindeutige neuronale Merker zuordnen -> Beleg der Annahmefür Basisemtionen nach Ekman bisher nicht
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- Neurowissenschaftliche Theorien: Die Amygdala-Theorie der Angst Der schnelle untere Weg Angstreiz in Thalamus (grobe Verarbeitung) dann in Amygdala (Gefühle / Emotionen) dann Angsreaktion->affektive Verarbeitung von Emotionen Der mit Kognitionen verbundene obere Weg Angstreiz in Thalamus sensorischen Kortex (Abbildung, Hand,... , Motorik koordiniern) Präfrontaler Kortex (Nachdenken, Planen) Amygdala (Gefühle / Emotionen) Angstreaktion-> kognitive Verarbeitung von Emotionen - bei Angst direkter Weg ohne Beteiligung Kortex- = Frühwarnsystem durch sehr grobe Verarbeitung einfach Merkmale -> Alarmzustand- Phobiker sehr sensiel- keine schneller Weg bei anderen Emotionen
- Auswirkungen von Emotionen auf Kognitionen Emotionen beeinflussen welche Inform. verarbeitet werden, was und wie wir denken Gedächtnis besser erinnern an emotionale Ereignisse als an neutrale Amygdala während Verarbeitung wichtig milder Stress fördert Erinnern starker Stress + hoher Cortisolspiegel hemmt Erinnern -> funktionälle Ausfälle im Hippocampus u Gedächtniseinbußen Informationsverarbeitung positver Affekt -> gesteigerte Kreativität aber auch zu verstärkter Ablenkbarkeit mehrfache Rückmeldung v. Fehlern kann Kreativität steigern Entscheidungsverhalten Emot. wichtig für leiten von Handlungen Emot. helfen Folgen von Entscheidungen besser abschätzen zu könen beim Umgang mit Risiken sehr wichtig