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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Kontrolle (Lektion)

- Funktionen, Theorien,...

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  • Erkläre Aufmerksamkeit Planen u. Kontrollieren nicht automatisierte Handlungen vorbereiten  Ausführung überwachen sich auf eine Aufgabe konzentrieren Selegieren wichtige Informationen herausfiltern Aufmerksamkeit schenken Überwachen Veränderungen in Umwelt suchen wach sein, nicht abgelenkt sein - Funktionen können gleichzeitig aktiv sein, stören sich aber gegenseitig (Doppelaufgabe)- verändert sich das Reizniveau kann das wilentlich (bewusst) oder reizgesteuert passieren- man unterscheidet zw. visueller und auditiver Aufmerksamkeit, funktionieren nach unterschdl. Prinzipien
  • Erkläre Selektive Aufmerksamkeit unsere Aufmerksamkeit ist selektiv!= Fähigkeit, sich nur auf kleinen Teil der Reize zu konzentrieren, die von den sensorischen Organen gleichzeit wahrgenommen werden Selektive Aufmerksamkeit verbessert Wahrnehmung von Reizen auf die man sich konzentriert Sie beeinträchtigt Wahrnehmung von Reizen auf die man sich nicht konzentriert Selektive Aufmerksamkeit heißt, dass wir unser Bewusstsein immer nur auf einen sehr begrenzten Aspekt richten.
  • Erkläre Dichotisches Hören = Fähigkeit, unerwünschte Reize aus kognitiver Verarbeitung herauszufiltern und erwünschte durchzulassen. (wichtige Aufmerksamkeitsfunktion) Test zu dichotischem Hören: (Cherry 1953)- Frage: ob nur auf 1 Mitteilung achten und wie viel von anderer verarbeitet wird - Vpn hört 2 verschd Mitteilungen auf beiden Ohren, auf 1 soll sie sich konzentrieren- Ergebnis: Vpn kann kaum Angaben zu unbeachtetem Ohr machen
  • Erkläre Broadbents Modell der selektiven Aufmerksamkeit Therorie der frühen Auswahl (Broadbent 1958)Grundannahme:Sehr frühes Herausfiltern von unbeachteten Informationen aus dem System Im Zwischenspeicher liegen viele Reize aber nur einr wird durch Filtersystem gelassen wird dann weiterer Verarbetiugn unterzogen Identifikation der Reize erfolgt mit Inform. aus LZG nach kapazitätsbegr. Verarbeitung kommt oft Antwort / Handlung (Reaktion) Erklärung System: sensor. Inform. kommen über Sinnesorgane in parallel arbeitende sens. Kanäle und werdne dort verarbeitet gelangen in Kurzzeitspeicher / Zwischenspeicher im KS werden Inform. einige 100 Milisec zwischengespeichert Selektiver Filter entscheidet welche Inform. von welchem Kanal weiterverarbeitet werden (Alles-oder-Nichts-Prinzip) Verarbeitungsstelle mit begrenzter Kapazität. Zuständig für bewusste Wahrnehmung, Erkennung, Kategorisierung u. Auswahl von Verhalten.Benötigt Inform. aus LZG zur Verarbeitung Aufmerksamkeit = Verschiebung des Filters zw. Kanälen Ursache: begrenzte Verarbeitungskapazität in Verarbeitungsstelle
  • Erkläre Frühe vs. Späte Selektion Frühe Selektion z.B. Broadbent (1958) Auswählen nach wenigen physikalischen Merkmalen  erst Auswahl, dann Verarbeitung Gemäßigte Variante nach Treisman: Gewichten von Informationen (kein Alles-oder-nichts-Prinzip) Späte Selektion Deutsch & Deutsch (1963) Parallele Vorverarbeitung  (Inform. ungefiltert weiterverarbeiten) Auswahl nach inhaltlicher Verarbeitung Filter erst bei Auswahl der Reaktion / Verhalten Verwenden von physikalischen oder semantischen Merkmalen Aufmerksamkeit richtet sich auf ausgew. Inform. um tiefe Verarbeitung zu ermöglichen Heutiger Stand kein einheitliches A.system A.fokussierung kann vor sowohl als auch nach inhaltlicher Verarbeitung meist Kombinieren von frühen u. späten Ansätzen
  • Erkläre Endogene vs. exogene Aufmerksamkeit: Das Posner Paradigma Versuch:- Taste drücken wenn Zielkreuz kommt- Vpn muss Kreuz fixieren- evtl Hinweisreize (Cues)  -> automatische Aufmerksamkeitsverschiebung u. exogenen (peripheres) Cueing Aufmerksamkeit verschiebt sich durch externe Reize am gleichen Ort wie Zielreiz im Alltag: bei auffälligen (salienten) Reizen wird Aufmerksamkeit darauf gelenkt
  • Erkläre Endogene vs. exogene Aufmerksamkeit: das Posner Paradigma mit Pfeilen Willentliche Aufmersamkeitsverschiebung u. endogenes (zentrales) Cueing Aufmerksamkeit wird willentlich durch Hinweisreize oder Auftretenshäufigkeiten verschoben Erwartete Bedingung: Pfeil erscheint an erwartender Stelle Unerwartete Bed: Pfeil erscheint auf unerwarteter Seite Neutrale Bed: kein Hinweisreiz / Pfeil Ergebnis: an zu erwartender Position wird Zielreiz schneller erkannt                kein Hinweisreiz, Reaktionszeit mittel                -> Aufmerksamkeitsfenster 
  • Erkläre Schlussfolgerungen und Ergebnisse des Posner Paradigmas Potentielle Hinweisreize können mehr oder weniger gut ignoriert werden, wenn sie falsche Inform. liefern. Das kommt auf ihre jew. Eigenschaften an. Zentrale Hinweisreiz liefert nur wenig Inform. über nachgolgenden Zielreiz:  kann gut ignoriert werden (Pfeil) Reaktionszeit ungef. gleich Periphere Hinweisreiz kann nicht ignoriert werden, egal ob valide oder wenig valide, da er so auffällig ist, dass er automatisch beachtet wird (Umrahmung) 2 Arten von visueller Aufmerksamkeitsverlagerung: Exogen: ziehen Aufmerks. automatisch auf sich (bottom-up), können nicht unterdrückt werden Endogen: Aufmerksamk. wird bewusst verlagert (top-down)
  • Das Paradigma d. visuellen Suche: Der Pop-Out-Effekt & Parallele Suche, Beispiel 1 Pop-Out-Effekt = Zielreiz ohne großen kognitiven Aufwand finden  Zielreiz durch Merkmal definiert, das ohne aufwändige Aufmerksamkeitsleistung verarbeitet werden kann "präattentive Verarbeitung" (sensor. Impulse erreichen Gehirn, bevor sich Aufmerksamk. darauf richtet) Suchzeiten immer gleich, unabhängig von Anzahl der Reize mit ähnlichem Zielreiz (Distratktoren) = parallele Suche
  • Das Paradigma d. visuellen Suche: Der Pop-Out-Effekt & Parallele Suche, 2 mehrere Merkmale müssen überprüft werden -> Suche dauert länger kein Pop-Out-Effekt sondern Überprüfen jedes einzelnen Balken ob Zielreiz "attentive Verarbeitung": muss Aufmerksamkeit einsetzen, nicht automatisch Suchzeit steigt mit Anzahl Distraktoren = serielle Suche
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  • Treismans Merkmals-Integrations-Theorie Visuelle Suche erfolgt über Vergleich von Merkmalskarte Jedes Merkmal wird in eigener Merkmalskarte repräsentiert  alle M.karten sind mit räumlicher Hauptkarte der Positionen verbunden alle aktiven Merkmale werden zu Gesamtrepräsentation zusammengefügt Positionssuche: auf Hauptkarte richtet sich Aufmerksamk. auf eine Position, dort Merkmale identifizieren Merkmalssuche: 1 Merkmalskarte wird aktiviert und in Hauptkarte Position ermittelt Theorie: Anwendung bei einfachen Merkmalen wie Pop-Out-Effekt, einfache parallele u serielle Suche bei komplexen Merkmalen vermutlich komplexere Suchstrategien
  • Modell von Wolfe zur "geleiteten Suche" ähnlich wie Hauptkarte der Positionen u. Merkmalskarten Gewichtung verschd. Reizmerkmale(Suche erst alle schwarzen Objekte und dann innerhalb dieser nach senkrechten) 2 Mechanismen zur Aktivitätsverteilung in Hauptkarte: Unterscheidung: höchste Aktivität wenn von möglichst vielen Obj. stark unterschd. Gewichtung: schwarze u. senkrechte Karten unter kognitiver Kontrolle voraktivieren. diese werden bevorzugt auf Hauptkarte übertragen. hohe Aktivität an jeder Stelle an der schwarzer u senkrechter Balken ist Vorteil: auch schwierige Suchprozesse erklärenKontrolprozesse greifen selbst durch hervorheben u vernachlässigen ein
  • Change Blindness (Veränderungsblindheit) gravierende Änderungen werden meist nicht erkannt nur für bedeutsam erachtete Merkmalsveränderungen werden erkannt Experten sind besser im Erkennen-> aktive Aufmerksamkeitssteuerung in visueller Wahrnehmung
  • Das Neglect Phänomen Hirnschädigungen im parietalen Kortex können zu Aufmerksamkeitsstörungen führen Folge: Objekte in gegenüberliegendem Bereich d. Schädigung inorieren Extinktion (Auslöschung): Objekte im gesunden Feld verhindern Wahrnehmung gleicher Objekte im geschädigten Feld weitere Folge: Defizite in Raumorientierung u. -wahrnehmung
  • Aufmerksamkeit: Befunde aus den Neurowissenschaften linke parietale Region: objektbasierte Aufmerksamkeit Schädigungen im linken parietalen Kortex: Schwierigkeiten Aufmerksamkeit auf Objekte zu lenken Schwierigkeiten rechte Seite von Objekten wahrnzunehmen bei gesunden Vpn: stärkere Aktivierung im linken Parietalkortex wenn Aufmerksamkeit auf Objekt richten rechte parietale Region: ortsbasierte Aufmerksamkeit Schädigungen im rechten parietalen Kortex: Schwierigkeiten Aufmerksamkeit auf Ort zu lenken Schwierigkeiten Informationen in linken Feld zu finden bei gesunden Vpn: stärkere Aktivierung im rechten Parietalkortex wenn Aufmerksamkeit auf Ort richten
  • Peripherie und zentrale Flaschenhälse peripheren Prozessen: Flaschenhälse zentralen Kognition: 1 Flaschenhals 2 Aufgaben mit gleicher Geschwindigkeit wie 1, wenn zentrale Kognition nicht von beiden Aufgaben gebraucht wird Menschen können mehrere perzeptuelle Modalitäten gleichzeitig verarbeiten oder mehrere Handlungen ausführen aber nicht an 2 Dinge gleichzeitig denken
  • Bewusstsein, 4 Perspektiven auf das Bewusstsein Wachheitszustände abhängig vom Erregungsniveau Koma, Schlaf, Traum, entspannter Wachzustand, Viglianz (Daueraufmerksamkeit) Phänomenales Bewusstsein subjektives Erleben von Sinneswahrnehmungen Erlebniseigenschaften mentaler Repräsesentationen schwer erforschbar, da nur eigener Person zugänglich Repräsentation & Monitoring bewusstes Zugreifen auf mentale Repräsenationen eigene Wahrnehmung und Gedanken kennen Metakognition - Denken über das eigene Denken Selbstbewusstsein Gedanken über sich selbst Selbstkonzept - Bild von sich selbst Einstellung zu sich selbst Def. Bewusstsein: Gesamtheit unmittelbarer Erfahrungen die sich aus Wahrnehmung von uns selbst, Umgebung, Kognitionen, Vorstellungen u. Gefühlen zusammensetzt
  • Experiment zur unbewussten Wahrnehmung Hängen motorische Reaktionen auf visuelle Reize davon ab, ob Reize bewusst wahrgenommen werden? Pesponse-Priming Paradigma von Neuman & Klotz 1994 Vpn muss Mittelpunkt fixieren Prime u dann Zielreiz erscheinen kurz hintereinander Pfeile die nach links o rechts zeigen Prime ist sehr kurz, wird von Zielreiz maskiert (unbewusst geamacht), dass er nicht bewusst wahrgenommen wird Ergebnis: Aufgabe 1: Taste drücken, in welche Richtung Zielreiz zeigt konsistentes Priming beschleunigt Reaktion inkonsistentes Priming reduziert Reaktion je weiter Prime u Zielreiz auseinanderliegen, desto stärker wird Priming Aufgabe 2: erraten, in welche Richtung Prime zeigt Priming Effekt ensteht auch wenn Vpn nicht weiß in welche Richtung Prime gezeigt hat Sichtbarkeit des Primes hat keinen Einfluss auf Priming-Effekt ändert sich nicht wenn Zielrei verändert wird Priming-Effekte können zunehmen, wenn man Prime nicht mehr wirklich sieht Gesamtergebnis: unsichtbarer Reiz kann später auszuführende Handlung beschleunigen oder abbremsen
  • Neurone Erklärungen für das Bewusstsein Global Workspace Grundlage des Bewusstseins: synchonisierte Interaktion vieler Gehirnareale lokale Verarbeitungsergebnisse werden im Global Workspace anderen Gehirnarealen zur Weiterverarbeitung bereitgestellt-> unbewusst Haupteigenschaft bewusster Wahrnehmung: an Bewusstseinsinhalt können kognitive Operationen geknüpft werden Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung Visuelle Reize führen zu Wellen von Verarbeitungsaktivitäten in gesamten Kortex (visueller -> motorischer Kortex) Welle ist so schnell, dass Zellen kein Feddback über eigene Verarbeitung erhalten (Feedforward)-> unbewusst Rückkopplung der Zellaktivität als rücklaufende Welle (rekkurent) -> bewusste WahrnehmungTheorie erklärt unbewusste Wahrnehmung u Maskierung Bewusstsein im Hirnstamm Zentrum des Bewusstseins: Areal des oberen Hirnstamms (Damasio) Zusammenhang mit lebenserhaltenden Prozessen Interaktion zw. Körper, Hirnstamm, Assoziationskortex Bereich des Hirnstamms verletzt -> verlieren von Bewusstsein
  • Damasio: Die Herausforderung das Bewusstsein zu verstehen "bis heute weiß man nicht wie Gehirn Bewusstsein erzeugt" - Damasio Bewusstsein = Bewusstsein verlieren wenn in Tiefschlaf ohne Träume fallen oder Narkose bekommen Hirnstamm: rechter Teil: bei Schädigung Koma, kein Bewusstsein mehr                    linker Teil: bei Schädigung komplette Lähmungen, Bewusstsein vorhanden Zentrale Aussagen von Damasio: Bewusstsein nur möglich im Zusammenspiel zw. Körper u Assoziationskortex kein Bewusstsein ohne Verbindung / Interaktion zw Hirnstamm u Hirnrinde... ...oder Hirnstamm u Körper
  • Unterschiedliche Bewusstseinszustände Treten spontan auf: Tagträumen, Schläfrigkeit, Träumen physiologisch bedingt: Halluzinationen, Orgasmus, Nahrungs- o. Sauerstoffmangel psychologisch: sensorische Deprivation (Entzug von Reizen) , Hypnose, Meditation
  • 3 physiologische Standardmessungen für Veränderungen im Schlaf EEG EOG EMG 1. Nacht im Labor: Adaptionsnacht gemessene Bewegungen: linkes u. rechtes Auge, Muskelspannung (EMG), Gehirnwellen (EEG)
  • Schlaf: Die 4 Stadien des Schlaf-EEGs Vorschlafstadium vereinzelt Alpha-Wellen zw. hochfrequenten, niederamplitudigen Wellen wie bei Wachsein Allg. zu Schlafstadien 1-4: Amplitude des EEG-Signals nimmt immer mehr zu, Frequenz ab Schlafstadium 1 plötzlicher Übergang zu hochfrequenten u. niederamplituden Wellen Wellen sind langsam als im Wachzustand Stadium 2 einzelne Delta-Wellen besteht aus Delta-Wellen
  • Schlaf: Verlauf u Besonderheiten der 4 Schlafstadien Startphase wenn 4 Stadien durchlaufen sind, dann umgekehrt wieder zurück in Stadium 1 kein EOG / EMG Auffälligkeiten alle weiteren St.-1-Perioden Rapid Eye Movement u. Muskeltonusverlust -> paradoxer Schlaf restlicher Schlaf REM-Phasen immer länger (Augenbewegungen) weniger Zeit in höheren Stadien 1 Zyklus ca. 90 min Begriffe REM-Schlaf: Stadium 1 mit schnellen Augenbewegungen slow-wave-sleep: Stadien 2-4
  • Schlaf: die REM-Phase - Die Phase des Träumens Kennzeichen REM: schnelle Augenbewegungen, Abfall Muskeltonus EEG: niedrige Amplitude u hohe Frequenz Gehirnaktivität fast wie bei Wachzustand- Sauerstoffverbrauch nimmt zu- Hirndurchblutung wird gesteigert, Anzahl der Entladungen der Neuronen nimmt zu EMG: Muskeltonusverlust (keine Bewegung möglich) Aktivitätszunahme des Autonomen Nervensystems:- Herzrate, Blurdruck, Atemfrequenz wird erhöht- Muskeln zucken ab und zu- sexuelle Erektion kann auftreten in REM-Schlafphase geweckt: 80% geträumt, nicht-REM 7 % in jeder Phase kann geträumt werden, häufiger aber in REM
  • Schlaf: Schlafmuster im Verlauf der Lebensspanne REM-Schlaf nimmt über die Jahre stark ab (besonders Kleinkindalter) Nicht-REM-Schlaf nimmt über die Jahre schwächer ab (ab 2 1/2 Jahre)
  • Schlaf: Warum schlafen wir? Restaurative Theorie: in Wachzustand ist Homöostase gestört  Schlaf stellt sie wieder her -> Reparaturansatz Circadiane Theorie: durch Evolution als neuronaler Mechanismus entstanden ließ Tiere in Zeiten in denen sie nicht mit lebenserhaltenden Funktionen beschäftigt waren inaktiv werden über Nacht konnten Energievorräte geschont werden
  • Was spricht für die Restaurative, was für die Circadiane Theorie? Restraurative Theorie:Pro: ?Contra: kein Zusammenhang Schlafdauer u. Aktivitätsniveau (aktivere Tiere u länger schlafen) -> Widerspruch je länger man wach bleibt, desto länger müsste man schlafen in Experimenten belegt, dass längeres Wachbleiben nicht zu längerem Schlafen führt Circadiane Theorie:Contra: ?Pro: kann Schlafverhalten der Arten besser erklären Zusammenhang Schlafdauer u. Angreifbarkeit in Nacht / Zeitbedarf für überlebensnotwenige Dinge z.B. fressen circadianen Rythmus (innere Uhr) Zeitgeber: Hell-Dunkelperioden circadianer Rhytmus beeinflusst fast alle biochemischen u physiologischen Prozesse
  • Schlaf: Theorievergleich am Beispiel Schlafentzug Restaurative Theorie: nach langem Wachbleiben: physiologische Störungen rufen Verhlatensänderungen hervor Störungen nehmen mit anhaltendem Entzug zu Schlaf wird nach Schlafentzug nachgeholt Circadiane Theorie: keinen Mangel durch Schlafentzug Zunahme Schläfrigkeit am höchsten, wenn Person normalerweise schlafen würde nach Schlafentzug keinen oder nur sehr wenig Schlaf nachholen
  • Schlaf: Schlaf und Gesundheit ist wenig Schlaf gesundheitsschädlich oder führt zu Unfallrisiken?-> differenziert betrachten! unterscheiden zw. wenig Schlaf u. hohem Stressniveau differenziert unterscheiden: gelegentlich zu wenig Schlaf, keine Auswirkungen                                       über längere Zeit zu wenig Schlaf, Auswirk. nachgewiesen Schlaf vor Mitternacht ist nicht der gesündeste ersten Stunden des Schlafs sind am wichtigsten für Erholung
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  • Schlaf: Folgen des Schlafmangels Chronischer od. Schlafmangel über längere Zeit: greift erheblich in körperliche Regenerationsprozesse ein Immunsystem wird geschwächt -> Krankheiten erhöhter Cortisolspiegel Körperzellen regenieren sich weniger gut Übergewicht wird begünstigt Konzentration u Erinnerung lässt nach schlechte Laune, erhöhtes Risiko für Depressionen selten Wahrnvorstellungen u Halluzinationen erhöhtes Risiko für Alzheimer
  • Schlaf: Schlafentzug - Ergebnisse des Experiments nach Schlafentzug keine Verlängerung Schlafdauer aber Defizit wird im gehirn durch gesteigerte Schlafeffizienz gesteigert Belege: nach Schlafentzug Schlaf fast nur in Stadium 4 Kurzschläfer haben gleich lange Dauer in Stadium 3 u 4 wie Langschläfer (Stadien 1 u 2 aber verkürzt) Nickerchen tagsüber: kaum Stadien 3 u 4, keine Verkürzung in nächster Nacht nach Schlafentzug: slow-wave-sleep EEG mehr niederfrequente Wellen REM-Schlafentzug:- jede Nacht danach mehr REM-Phasen- mehr REM-Phasen als sonst-> REM-Schlaf unabhängig von SWS-Dauer geregelt
  • Schlaf: slow-wave-sleep Funktion -> restaurative Funktion Schlafentzug führt in nächster Schlaf-Phase zu mehr slow-wave-sleep Zeiträumen übernimmt restaurative Funktionen, Dauer u Qualität des SWS nimmt zu Vermutung: Gehirn kann sich ausruhen- Stoffwechsel u Blutfluss heruntergefahren- Körpertemperatur gesenkt- Einschränkung des Grundumsatzes spricht für restaurative Theorie
  • Schlaf: Kombination der beiden Theorien restaurative u circadiane Theorie schließen sich gegenseitig nicht aus Borbély (1984): Kombination / Überlagerung
  • Schlaf: Gesteuert durch Hormone kein Tageslicht = mehr Ausschüttung Schlafhormon Melatonin zwischen Mitternacht u. 3 Uhr höchster Wert, größte Tiefschlafphase Melatonin im wachen Zustand: schlechte Laune, Grübelnim Winter: tagsüber oft erhöht: Müdigkeit, Schlafstörungen, Winterdepressionen ab 3 Uhr morgens: Wachmacherhormon Cortisol, macht Körper mobil Testosteron nachts aktiv, Muskelaufbau, Spermienproduktion nachts Sattmacherhormon Leprin morgens Grehlin, Hunger am wichtigsten: Wachstumshormone: Reparatur- u Regenrationsmechanismen
  • Schlaf: Variationen der Schlafdauer Durchschnitt: 7 - 9 Std deutliche Abweichungen vorhanden Kurzschläfer: weniger Schlaf ohnen beeinträchtigtes Befinden / Leistungsfähigkeit sparen bei REM-Schlaf u Stadien 1-2, Tiefschlaf normal Langschläfer: 10 - 11 Std oft lange REM-Schlaf-Phasen Schlafbedürfnis auch genetisch bedingt
  • Drogen - Veränderung des Bewusstseinszustandes mind. 3 Klassen psychoaktiver Substanzen: Dämpfende Substanzen- Alkohol, Barbiturate, Opiate...- lassen neuronale Aktivitäten abflauen, verlangsamen Körperfunktionen Stimulanzien- Koffein, Nikotin, XTC, ...- beschleunigen Körperfunktionen Halluzinogene:- LSD, Marihuana- psychedelische ("bewusstseinserweiternde") Substanzen- verzerren Wahrnehmung- generieren sensorische Biler ohne sensorischen Input entfalten Wirkung an Synapsen verstärken, hemmen, nachahmen Aktivität von Neurotransmittern Erwartungen spielen Rolle wie Substanzen Einfluss auf uns nehmen
  • Drogen - Veränderung des Bewusstseinszustandes (2) Gemeinsamkeit: negative Nachwirkungen übersteigen kurzfristige positive Wirkungen generelles Prinzip: Emotionen erzeugen Gegenemotionen Emotionen verschwinden Gegenemotionen bleiben und nehmen zu
  • Kognitive Kontrolle u Exekutivfunktion Konzept der Exekutivfunktionen: Zusammenspiel von höheren mentalen Prozessen, beeinflusst Verhalten u Selbstkontrolle vergleichen von mehreren Handlungsalternativen hinsichtliche Konsequenz u Folgen Ablauf: Ziele setzen Planen Prioritäten setzen Impuls kontrollieren Emotionen regulieren Aufmerksamkeit steuern Handlungen sequenzieren Motorik steuern Ergebnisse prüfen Selbstkorrektur
  • Visuelle Suche: Stroop Effekt automatische Verarbeitung von Informationen reduziert kognitiven Load bei Aufgaben Aufgaben, die mit automatischer Verarbeitung kollidieren / gleichzeitig ausgeführt werden sollen, reduzieren die kognitive Leistung (= Stroop-Effekt) Bsp Zahlen: Zahlenerkennen kollidiert mit Auszählen (erkannte Zahlen versehentlich als Anzahl nennen) durch Übung lässt sich Stroop-Effekt reduzieren Menschen nur sehr begrenzt fähig 2 Aufgaben gleichzeitig auszuführen Aufgaben behindern sich od. schließen sich aus Bsp Farbliste:- Stört: Farbwörter nicht in der Farbe, die sie bezeichnet- stört nicht beim Lesen, aber beim Versuch Farbe zu bennenen- Lesen der Wörter beeinflusst Bennenung der Farbe aber nicht umgekehrt- Lesen ist stark automatisierter Prozess, kann nicht unterdrückt werden- automatischer Prozess interferiert (beeinflusst) mit Verarbeitung anderer Inform.
  • Kognitive Kontrolle Aufgaben können so kontrolliert werden, dass kaum noch denken notwendig ist (kognitive Steuerung) (Autofahren) wenn automatisisert, kann unwillkürlich auftreten (Brille hochschieben) Kontrolle wird nötig bei: Neue und ungeübte Handlungen- flexibles Wechseln zw. Aufgabe u Ziel- Aufrechterhalten von Zielpräsentationen- Planen, inneres Probehandeln Abschirmung und Inhibition (Verzögerung, Verlangsamung)- Verzögerung störender Reize- Unterdrücken von starken aber nicht passenden Reaktionen- Aufschub von Bedürfnissen, unterdrücken von emotionalem Impuls- Belohnungsaufschub
  • Modell der Handlungskontrolle Norman & Shallice (1986): Modell der Handlungskontrolleerklärt autmatisierte Handlung u kognitive KontrolleRoutinehandlungen (Planmäßiges Ausführen unter Wettbewerb) Reize aktivieren fest assoziierte Handlungsskripte (Reiz-Reaktion) das am stärksten aktivierte, hemmt die anderen und löst automatisierte Handlung aus kein kognitiver Aufwand, verhindern dass mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen Stroop-Task: Wort lesen Kontrollierte Handlung (Überwachendes Aufmerksamkeitssystem, SAS) auseinanderstrebende Reize lösen neue Situation aus da unvorhergesehene Situation, SAS greift aktiv in Kontrolle ein u hemmt oder aktiviert Kontrolleinheiten, automatische Handlung wird z.B. unterdrückt neue angepasste Handlung läuft ab Stroop-Task: Farbe des Wortes benennen
  • Präfrontaler Kortex - die Kontrollinstanz u ihre Verbindungen erhält Informationen aus Okzipital-, Parietal- u. Temporallappen sowie vom Hippocampus u. limbischen System hat reziproke Verbindung zu Assoziationsfeldern sowie zu Regionen die an Emotionen u. Belohnungsprozessen beteiligt sind -> Integrative Funktionen-> Kontrollfunktionen kein homogenes Kontrollsystem, sondern komplexes Netzwerk von Teilsystemen mit spezifischen Funktionen