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Allgemeine Psychologie (Fach) / Psychophysik (Lektion)
- allgemeine fakten - eine der ältesten psychologischen forschungegebiete: bedeutsamer vorreiter einer naturwissenschaftlichen erforschung von bewusstseinsprozessen - bezieht sich auf die gesetzmäßigen wechselbeziehungen zwischen subjektiv psychischem erleben und quantitativ messbaren, also objektiven physikalischen reizen als den auslösenden prozessen
- was ist gegenstand der psychophysik? der ZUSAMMENHANG zwischen PHYSIKALISCHEM REIZ und SINNESWAHRNEHMUNG z.B. lichtreiz und visuelle empfindung lautstärke und auditive wahrnehmung
- erkläre die 4 forschungsbereiche der psychophysik 1. Wahrnehmunsschwelle (absolutschwelle) -> wie stark muss reizung eines sinnesorgans sein, damit reaktion folgt?? (durch adaptionseffekte kann wahrnehmungsschwelle erheblich variieren) 2. Reizunterscheidung (unterschiedsschwelle) -> wie versch. müssen zwei reize sein, damit sie als unterschiedl. empfunden werden?? 3. Reizerkennung -> wann wird etwa ein blaues dreieck als ein blaues dreieck erkannt? meist wird reiz registriert (reizdetektion) bevor identifikation möglich ist 4. Skalierung -> kann man schätzen, wie stark ein reiz ist? fähigkeiten können erheblich variieren
- wahrnehmungsschwelle (absolutschwelle) - was ist geringste energie eines reizes, die ein organismus eben noch entdecken kann? (wie leise ein ton?) -> empirischer verlauf entpricht nicht theoretischem verlauf, weil: aufmerksamkeitsschwankungen, müdigkeit, fehlalarme etc., empirisch: sanfte s-kurve, es gibt übergangsbereich! theoretisch: absolute schwelle wird als mindeststimulation definiert (mind. 50 % der fälle)
- reizunterscheidung (unterschiedschwelle) unterschiedschwelle: eben noch merklicher unterschied, dass wir zwei reize als unterschiedlich wahrnehmen (= minimaler unterschied zw. zwei reizen (ΔR)) -> quantitative grundlage um psychischen unterschied zwischen zwei empfindungen zu bestimmen
- erkläre das webersche gesetz (unterschiedsschwelle) beobachtung: je stärker ein reiz, desto größer muss der reizunterschied sein, um diesen unterschied zu bemerken (festes verhältnis von unterschiedsschwelle zur reizintensität) formel: ΔR/R = const. = k (ΔR=reizunterschied; R=reiz; k=konstante; quotient=weberscher bruch) beispiel: bei k=1/10, braucht man bei R von 10 einheiten, ΔR von 1 einheit um ihn zu bemerken => bei gewicht von 20g, würde man folglich 2g brauchen, um einen unterschied zu registrieren (20 kg -> 2kg) Eingrenzung: in randbereichen(ganz tiefe und hohe intensität) gilt webersches gesetz nicht
- erkläre das fechner gesetz zur erlebnisintensität -> beschreibt den zusammenhang zwischen reiz- und erlebnisintensität: RE, gilt nur innerhalb gewissen geltungsbereichs formel: E = k x log R + f (E=empfindungsstärke, sie entspricht logarithmus der reizintensität multipliziert mit einer konstanten und addiert mit einer weiteren konstanten => empfindungsstärke wächst mit dem logarithmus der reizstärke (verdopplung der reizstärke hat keine verdopplung der empfindungsstärke zur folge - abgeleitet von weberschem gesetz, unter vorraussetung, dass unterschiedsschwelle unter konstantem empfindungszuwachs entspricht (empfindungsstärke ist integral des weberschen bruchs)
- was ist sensorische adaption? wir bevorzugen neuen input gegenüber bekanntem = adaption sensorische adaption vermindert reaktionsbereitschaft des sensorischen systems bei länger andauerndem reizinput (sonnenlicht, muffiger geruch) => wir können uns auf neue reize konzentrieren, ohne uns ablenken zu lassen wir NEHMEN die WELT nicht so WAHR wie sie IST, sonder SO, WIE es für uns NÜTZLICH ist
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