20
Histologie (Fach) / Knochengewebe (Lektion)
Anzeige
- histologischer Aufbau des Knochens als Knochengewebe bildet es das Skelett umschliesst und schützt Gehirn, Rückenmark und Sinnesorgane Kalzium- und Phosphatspeicher des Organismus Knochen beinhalten das rote Knochenmark (Auftrag der Blutbildung = Hämatopoese formt den Körper
- Spezialität des Knochengewebes? hohe Druck- und Zugfestigkeit sehr widerstandsfähig gegenüber Biegungsbeanspruchung
- Entwicklung des Knochens? direkte Verknöcherung (desmale Ossifikation) indirekte Verknöcherung (chondrale Ossifikation)
- direkte Verknöcherung desmale Ossifiaktion Knochen werden direkt aus dem embryonalen Bindegewebe gebildet z.B. div. Gesichtsknochen* Knochen des Schädeldaches* Schlüsselbein* * verknöchern bereits im Mutterleib
- indirekte Verknöcherung chondrale Ossifikation aus mesenchymalem Bindegewebe entsteht ein Modell aus hyalinem Knorpelgewebe während Wachstum wird Knorpel durch Chondroblasten abgebaut und mit Hilfe von Osteoblasten durch Knochen ersetzt Vorkommen kurze und lange Röhrenknochen
- Zusammensetzung Knochengewebe? Knochenzellen und Zwischenzellsubstanz (Fasern und Salzen)
- Zellarten von Knochengewebe? Osteoblasten = knochenbildend Osteozysten = Knochenzellen Osteoklasten = knochenabbauende Riesenzellen
- Aufgabe der Osteoblasten spezialisierte Knochenzellen aus dem embryonalen Mesenchym produziert die noch nicht mineralisierte Knochengrundsubstanz (Osteoid)
- Osteozyten reife Knochenzellen entstehen aus Osteoblasten, die sich eingemauert haben liegen in den Knochenhöhlen weisen zahlreiche Fortsätze auf, dies ermöglicht die Kommunikation untereinander sternenförmig nicht mehr Zellteilungsfähig dienen der Erhaltung der Knochenmatrix
- Osteoklasten mehrkernige, knochenabbauende Riesenzellen entwickeln sich aus Monozyten, verschmelzen im Knochenmark miteinander → differenzieren zu Osteoklasten bilden ein knochenabbauendes (Auflösung) Enzym ermöglicht den Knochenumbau
- Anzeige
- Zusammensetzung Zwischenzellsubstanz Intrerzellulärsubstanz interstitielle Flüssigkeit 65 % anorganische Bestandteile vor allem Kalziumphosphat = Härte und Festigkeit 25 % organische Bestandteile vor allem Kollagenfasern = Biegungsfestigkeit 10 % Wasser
- Was speichern die Knochen? grösster Kalziumspeicher des Körpers
- Folge von zu wenig Kalzium? wird mit der Nahrung zu wenig Kalzium zugeführt, greitt er auf Depot zurück Kalziumgehalt nimmt mit zunehmendem Alter ab Knochen verlieren an Festigkeit = Osteoporose
- histologische Knochentypen Geflechtknochen (Faserknochen) Lamellenknochen (Schalenknochen)
- Geflechtknochen Faserknochen während embryonaler Entwicklung zu sehen mangels Belastung liegen die kollagenen Fasern ungeordnet, d.h. geflechtartig und noch nicht in Zug- oder Druckrichtung vor mit zunehmender Belastung erfolgt der Umbau in stabilere Lamellenknochten Umbau dauert bis ca. 5. Lebensjahr primäre unreife Form des Knochens, bei dem die Kollagenfasern der Knochenmatrix nicht ausgerichtet, sondern kreuz und quer verlaufen, d.h. miteinander verflochten sind.
- Lamellenknochen Schalenknochen aufgebaut aus parallel gerichteten, verkalkten Kollagenfasern (Lamellen) und zwischen den Lammellenschichten eingemauerten Osteozyten belastungsfähiger als Geflechtknochen
- Knochenmatrix organische Knochengrundsubstanz des Knochens noch nicht mineralisiert von den Osteoblasten gebildet
- Synthese Als Synthese bezeichnet man die Verbindung oder das Zusammensetzen mehrerer Einzelbestandteile. gr. syn = zusammen
- Kollagene eine heterogene Gruppe von Proteinen dar machen etwa ein Viertel der Gesamtproteinmenge im menschlichen Organismus aus Kollagen ist der wichtigste Faserbestandteil von Haut, Knochen, Sehnen, Knorpel, Blutgefäßen und Zähnen gr. kolla = Leim
- Ossifikation Knochengewebe