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Risikomanagement, Reporting und interne Revision (Fach) / Vorlesung Teil 1 (Lektion)

Risikomanagement

Diese Lektion wurde von ManutheKing1991 erstellt.

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  • Folie 10 Ziel des Risikomanagements ist es,… eine Früherkennung von Risiken zu gewährleisten und risikoerzeugende Faktoren zu begrenzen Risiken durch effiziente Kontrollen zu steuern die Unsicherheit durch Kommunikation und kontrollierte Reaktion zu reduzieren, das Chancen- und Schadenpotenzial zu bestimmen und auf die Ziele des Unternehmens auszurichten, sowie das Unternehmen präventiv vor Fehlverhalten zu bewahren, das auf Unwissenheit oder Fahrlässigkeit basiert (Schnittstelle zur internen Revision / Compliance)
  • Folie 11 Prozesse im Risikomanagement Risikomanagement (Wolke, 2008) ? Risiko-Identifikation Risiko-Messung und Analyse Risiko-Steuerung Risiko-Controlling
  • Folie 11 Prozesse im Risikomanagement US: PMI - Risk Management in Projects (PMI, 2004) ? Risk Management Planning Risk Identification Risk Analysis Risk Respone Planning  Risk (Monitoring and)Control
  • Folie 12 Arten von Risiken (Projektmanagement) ? Kaufmännische Risiken Technische Risiken Terminrisiken Ressourcenrisiken Politische Risiken
  • Folie 13 Arten von Risiken: Einzel- und Gruppenrisiken ? Einzelrisiko ist eine isolierte Risikoeinheit und kann vom Unternehmen beeinflusst werden (Reklamation, Kundenforderung, Aktienanlage) Gruppenrisiko ist aggregiertes Risiko, ein Ereignis, dessen Entwicklung, Verteilung mehrere Einzelrisiken zur selben Zeit betrifft   • Kumulrisiko (Hagelsturm, Börsencrash)   • Globalrisiko (Konjunktur)   • Klumpenrisiko (fehlende Diversifikation)
  • Folie 17 Risikostrategien Auftragung von Risiken in Portfolio-Sicht ? Achsenbeschriftung: Eintrittswahrscheinlichkeit  +  Schaden 4 Felder: akzeptieren (niedriger Schaden + niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit) vermindern (niedriger Schaden + hohe Eintrittswahrscheinlichkeit) verlagern (hoher Schaden + niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit) vermeiden/begrenzen (hoher Schaden + hohe Eintrittswahrscheinlichkeit)
  • Folie 18 Risikostrategien: Risikoverminderung ? Reduktion der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos oder des potentiellen Schadens Beispiele: • Substitution fixer durch variable Kosten oder• redundante Auslegung von Ressourcen.
  • Folie 19 Risikostrategien: Risikovermeidung ? Stärkstes und weitreichendstes Instrument Verzicht, z.B. auf eine mit demRisiko verbundene Investition Präferenz einer risikoärmeren Alternativinvestition Vermeidung eines Geschäftsabschlusses Abgestufte Variante:Risikobegrenzung, bei der das Risiko nur im reduzierten Maß eingegangen wird.
  • Folie 22 Risikostrategien Risikoverlagerung ? Verlagerung des Risikos auf Dritte Beispiele: • Versicherungen• externe Dienstleister (Outsourcing)
  • Folie 23 Risikostrategien Risikoakzeptanz ? Risiken mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit und niedrigem (monetären) Schaden Weitere Überwachung notwendig Änderung von Eintrittswahrscheinlichkeit oder potentieller Schadenshöhe im Zeitverlauf.
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  • Folie 26 Risikostrategien: Generisches Vorgehensmodell im prozessorientierten Risikomanagement Definition der Risikostrategie Erhebung der Risiken und Kontrollen Abbilden der Risiken und Kontrollen Kontinuierliche Evaluierung und Verbesserung Kreislauf (stetig wiederholen)
  • Folie 28 Eingreifen bei Risiken Zwei Strategien ? Fehler 1. Art: Risiko wird vermindert/vermieden/verlagert, obwohl ein Eingriff nicht sinnvoll wäre Fehler 2. Art: Risiko wird nicht vermindert/vermieden/verlagert, obwohl ein Eingriff sinnvoll wäre -> Entscheidungsträger bevorzugen Fehler 2. Art (Rechtfertigung)
  • Folie 29 Reaktive und proaktive Risikostrategien: Reaktive Risikostrategien ? Krisenmanagement statt Prävention als Hauptinstrument zum Umgang mit Risiken Risikomanagement wird durch das Auftreten des Risikos begründet Systematische Unterschätzung des Risikos (Eintrittswahrscheinlichkeit, Kosten) durch Entscheidungsträger Systematische Überschätzung des Kosten des proaktiven Handelns
  • Folie 30 Reaktive und proaktive Risikostrategien: Proaktive Risikostrategien ? Primäres Ziel ist die Vermeidung von Risiken Erstellung von Maßnahmen zur Steuerung von nichtvermeidbaren Risiken Risiken (Eintrittswahrscheinlichkeit, Kosten) werden tendenziell überschätzt
  • Folie 33 Reaktive und proaktive Risikostrategien: Risikoidentifikation ? Erster Schritt im Risikomanagementprozess Identifikation und Systematisierung aller bekannten Risiken Mögliche Instrumente: •Unternehmens-und Umweltanalysen, •Checklisten, •Früherkennung und -aufklärung, •Fehlerbaum-und Flow–Chart–Analysen, •Heuristik (Delphi-Mehode, Brainstorming, Morphologischer Kasten),
  • Folie 34 Reaktive und proaktive Risikostrategien: Risikoanalyse ? Monetäre Bewertung der Schadenshöhe (Tragweite, Schadensmaß) Nicht-monetäre Bewertung der Konsequenz bei Risikoeintritt (z.B. Gefahr für Menschen, Imageverlust) Schätzung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts (objektive und subjektive Wahrscheinlichkeit) Berücksichtigung der Dynamik des Risikos: •Statische Risiken (z.B. Brandgefahr, Eintritt bleibt gleich im Zeitverlauf) und •Dynamische Risiken (Änderungen der Umweltbedingungen, Eintritt ändert sich numerisch oder strukturell im Zeitverlauf)
  • Folie 36 Reaktive und proaktive Risikostrategien: Risikosteuerung / Risikoüberwachung ? Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikoverminderung, Risikoverlagerung und Risikoübernahme Steuerung und Information über offene, auslaufende oder bereits umgesetzte Maßnahmen und ihrer Wirkung auf Risikopotentiale Prüfung der Effizienz und Effektivität der getroffenen Maßnahmen Einsatz von Frühwarnsystemen und regelmäßiges Reporting
  • Folie 50 Risikoeinstellung in der Entscheidungstheorie: Axiome der Erwartungsnutzentheorie ? Rationalität (Präferenzrelation vollständig, reflexiv und transitiv) Stetigkeit (Unterschiedliche Glücksspiele haben unterschiedlichen Nutzen) Reduktion (Glücksspiele sind gleichwertig in der Präferenzordnung) Unabhängigkeit (Präferenz für Glücksspiele hängt nicht von gemeinsamen Wirkungen ab) -> Erwartungsnutzentheorie sagt optimale Entscheidungen und rationales Verhalten voraus.
  • Folie 51 Risikoeinstellung in der ProspectTheory Neue Erwartungstheorie (ProspectTheory) ? psychologisch realistischere Alternative zu der Erwartungsnutzentheorie Fokus: Entscheidungsfindung in Situationen der Unsicherheit Unterschiedliche Bewertung von Gewinnen und Verlusten Zweistufiger Entscheidungsprozess: editing& evaluation -> „Rationales“ Verhalten wird durch kognitive Verzerrungen beeinflusst.