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Bundeswehr (Fach) / Daten und Fakten (Lektion)

Daten und Fakten

Diese Lektion wurde von JosedeSantos erstellt.

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  • Aktive Soldaten (März 2015) 180.011
  • Oberbefehlshaber Verteidigungsminister (aktuell Ursula von der Leyen) Bundeskanzler (im Verteidigungsfall nach Art. 115b Grundgesetz) militärisch oberster Berater/ ranghöchster Soldat: Generalinspekteur der Bundeswehr (aktuell seit 2010 General Volker Wieker)
  • Sitz des Hauptquartiers Hardthöhe, Bonn Bendlerblock, Berlin
  • Militärbudget ca. 33 Milliarden (2013) Anteil am BIP 1,35% (2012)
  • Gründung Bundeswehr 12. November 1955
  • Blankeneser Erlass 1970 von Verteidigungsminister Helmut Schmidt erlassen,  Dieser regelte erstmals die Stellung und Befugnisse des Generalinspekteurs und definierte ihn als „Gesamtverantwortlichen für die Bundeswehrplanung im Verteidigungsministerium“.
  • Berliner Erlass 2005 von Verteidgungsminister Peter Struck erlassen als Ergänzung zu Blan. Erl. Generalinspekteur war seit 2005 verantwortlich für die Planung, Vorbereitung, Führung und Nachbereitung aller Einsätze der Bundeswehr Noch heute ist er ranghöchster Soldat der Bundeswehr, ihr höchster militärischer Repräsentant und somit Vertreter der Bundeswehr in den internationalen Gremien, in denen die Chefs der Stäbe der Gesamtstreitkräfte verbündeter oder befreundeter Staaten zusammenkommen. Damit ist er vergleichbar, hat jedoch nicht dieselbe Entscheidungsgewalt wie die Generalstabschefs anderer Nationen
  • Dresdner Erlass 2012 Mit dem Dresdner Erlass erhielt der Generalinspekteur die operativen Mittel und hierarchischen Befugnisse, mit denen er tatsächlich führen kann. Insgesamt sind die Befugnisse des Generalinspekteur heute mit denen oberster Soldaten der NATO-Verbündeten (Generalstabschefs) vergleichbar.
  • Potsdamer Konferenz 17.Juli bis 2. August 1945 GB,USA,SU zunächst Churchill dann Clement Attlee (Wahl), Harry S. Truman, Josef Stalin Zu den wichtigsten Beschlüssen zählen die Legitimierung des „geordneten und humanen Transfers“ deutscher „Bevölkerungsteile“ Polens, der Tschechoslowakei und Ungarns sowie Polens Verwaltungshoheit über die deutschen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie.  Die Grenze zwischen Polen und Deutschland sollte einer friedensvertraglichen Regelung mit Deutschland vorbehalten bleiben (→ Zwei-plus-Vier-Vertrag, deutsch-polnischer Grenzvertrag). Am 10. Oktober 1945 stellte der britische Außenminister Bevin fest, dass Großbritannien in keiner Weise verpflichtet sei, die Ansprüche Polens auf die Oder-Neiße-Grenze zu unterstützen. Die gleiche Feststellung traf der US-amerikanische Außenminister Byrnes am 6. September 1946 in einer Rede in Stuttgart.
  • Himmeroder Denkschrift 1950 im Kloster Himmerod,  Denkschrift zur Frage einer deutschen Wiederbewaffnung, Treffen von 15 ehemaligen Wehrmachtsangehörigen Frage über das Innere Gefüge war sehr wichtig Bundeswehr sollte kein Staat im Staate werden
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  • Gerhard Graf von Schwerin ehem. General der Wehrmacht, ab Mai 1950 Berater von Adenauer in sicherheitspolitischen Fragen und traf Vorbereitungen für den Aufbau eines zukünftigen Verteidigungsministeriums  Leiter der Zentrale für Heimatdienst (ZfH)
  • Amt Blank 1950-55 Vorgängerinstitution des Bundesministeriums der Verteidigung, Leiter Theodor Blank Nachfolger von Schwerins Zentrale für Heimatdienst (ZfH), Blank wurde im Oktober 1950 Nachfolger von Schwerin, Diensstelle war in der Ermekeilkaserne Die Arbeit des Amtes Blank, die einer Vorbereitung der Wiederbewaffnung diente, widersprach den Bestimmungen der Alliierten, wonach Deutschland langfristig entmilitarisiert bleiben sollte; sie war jedoch den Westalliierten bekannt und wurde von ihnen geduldet. 7.Juni 1955 Umbenennung in Bundesministerium der Verteidigung 
  • Innere Führung Führungskonzeption der Bundeswehr, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert und deren Umrisse im Zuge der Wiederbewaffnung schon vor Gründung der Bundeswehr entworfen wurden. Dabei handelt es sich um mehr als ein bloßes Konzept zur Menschenführung, da es unter anderem die Basis für das Selbstverständnis des Soldaten bilden soll. In der Himmeroder Denkschrift angedacht und als Konzept im Amt Blank weiter ausgearbeitet Integration in Staat und Gesellschaft,das Leitbild vom Staatsbürger in Uniform,die ethische, rechtliche und politische Legitimation des Auftrages,die Verwirklichung wesentlicher staatlicher und gesellschaftlicher Werte in den Streitkräften,Grenzen für Befehl und Gehorsam,die Anwendung des Prinzips „Führen mit Auftrag“,die Wahrnehmung der gesetzlich festgelegten Beteiligungsrechte der Soldaten sowiedie Wahrnehmung des im Grundgesetz garantierten Koalitionsrechts.
  • Pleven Plan 24. Oktober 1950 von franz. Ministerpräsidenten Rene Pleven, Vorschlag für eine Europa-Armee unter dem Kommando eines europäischen Verteidigungsministers. 1952 wurde beschlossen die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) zu schaffen (D,F,I, 3 Beneluxstaaten)  BRD sollte am Beitritt zur NATO gehindert werden, scheiterte 1954 am Votum der franz. Nationalversammlung
  • Korea Krieg 25.Juni 1950 bis 27. Juli 1953
  • Wehrpflicht Juli 1956 Aussetzung Juli 2011, d.h. Wehrpflicht besteht weiter, wird aber in Friedenszeiten nicht angewendet
  • Staatsbürger in Uniform ist das Leitbild der Inneren Führung der Bundeswehr und damit der zentrale Aspekt zur Ausgestaltung des Selbstverständnis eines Soldaten Die Erfahrungen der Wehrmacht hatten ergeben, dass man als Soldaten nicht den blinden Befehlsempfänger, sondern einen aus Einsicht und Überzeugung handelnden Menschen wollt Um dies zu erreichen, gewährte man den Soldaten das aktive und passive Wahlrecht und praktisch auch eine gewisse Koalitionsfreiheit  jedoch schließt das Prinzip von Befehl und Gehorsam ein Streikrecht aus und das Vorbringen von Bitten, Beschwerden und Petitionen in Gemeinschaft mit anderen ist verboten
  • (zweite) Berlin Krise 27.11.1958 Begann durch das Chruschtschow Ultimatum, Forderung Berlin in eine Freie Stadt zu verwandeln, Drei-Staaten Theorie Ende 1962
  • Fallex 62 FALLEX 62 (fall exercise '62) war eine Stabsrahmenübung der NATO im Herbst 1962, die aus der Phase der „Spannungszeit“ in die des „Verteidigungsfalles“ überging. Es war das erste Manöver der Nato, dem die Annahme zugrunde lag, der dritte Weltkrieg beginne mit einem sowjetischen Großangriff auf Europa Das Ergebnis des Planspiels wurde von Oberst Alfred Martin dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel zugespielt und in Ausgabe 41/1962 vom 8. Oktober 1962 unter dem Titel Bedingt abwehrbereit in Auszügen veröffentlicht. Aus der Veröffentlichung entwickelte sich die so genannte Spiegel-Affäre.
  • erster Traditionserlass Am 1. Juli 1965 trat der Erlass „Bundeswehr und Tradition“ in Kraft, in dem festgelegt wurde, welche historischen Bezüge zur offiziellen Tradition der Bundeswehr gehören. Wie bereits mit der Wahl des 12. November als Gründungstag der Bundeswehr gezeigt werden sollte, stellten die preußischen Reformen einen Baustein im Traditionsverständnis der neu gegründeten Bundeswehr dar. Hinzu kommen das Andenken an den Militärischen Widerstand im Dritten Reich, insbesondere an die Männer des 20. Juli 1944, und die eigene Tradition der Bundeswehr der Nachkriegszeit.
  • Weißbuch Das Weißbuch ist eine Veröffentlichung des Bundesverteidigungsministeriums der Bundesrepublik Deutschland, welche für die kommenden Jahre die sicherheitspolitische Lage der Bundesrepublik Deutschland und der Verbündeten schildert und daraus Schlussfolgerungen für die Aufgaben der Bundeswehr und deren Personalstärke, Ausrüstung und Ausbildung zieht. Es wird nach Diskussion in parlamentarischen Gremien und Öffentlichkeit seit seiner Erstveröffentlichung am 11. Februar 1969 in unregelmäßigen Abständen unter unterschiedlichen Titeln herausgegeben. letzte Ausgabe 2006, neues soll 2016 erscheinen
  • Flexible Response Flexible Response (engl. ‚flexible Erwiderung‘) ist eine NATO-Nuklearstrategie gegenüber dem Warschauer Pakt, die in Grundzügen bereits 1959 von US-General Maxwell D. Taylor als Gegenmodell zu Präsident Dwight D. Eisenhowers Konzept des New Look und der umstrittenen Strategie der Massive Vergeltung (engl. ‚ Massive Retaliation‘) vorgeschlagen wurde. Flexible Response wurde von Präsident John F. Kennedy 1961 aufgegriffen und galt als NATO-Verteidigungsstrategie (MC 14/3)[1] von 1967/68 bis zum Ende des Kalten Krieges.[2] Sie kann als Beispiel für Brinkmanship gesehen werden.
  • Massive Retaliation Massive Vergeltung (engl. massive retaliation) war die NATO-Nuklearstrategie eines nuklearen Gegenschlags gegen potenzielle nukleare und nicht-nukleare Angriffshandlungen der Sowjetunion. Sie wurde am 23. Mai 1957 angesichts der damals bestehenden konventionellen Überlegenheit der Sowjetunion in Europa einerseits und gleichzeitigen amerikanischen Überlegenheit an strategischen Atomwaffen andererseits in dem Strategischen Konzept MC 14/2 (Overall Strategic Concept for the Defense of the NATO Area) festgelegt und löste die bis dahin geltende Vorneverteidigung (engl. forward strategy) ab (Strategische Richtlinien MC 14/1), die vom 3. Dezember 1952 bis Mai 1957 galt. 1967/68 wurde die Strategie der Massiven Vergeltung durch die Flexible Response abgelöst.[1][2]
  • Vorneverteidigung Die Vorneverteidigung (auch Forward Strategy, Vorgeschobene Verteidigung oder Vorwärtsstrategie) war eine Strategie der NATO während des Kalten Krieges. Sie fußte auf dem am 3. Dezember 1952 vom Nordatlantikrat verabschiedeten modifizierten Strategischen Konzept zur Verteidigung des Nordatlantikraums (DC 6/1, ab 1952 dann MC 3/5) und den Strategischen Richtlinien MC 14/1 des NATO-Militärausschusses. Im Mai 1957 verlor sie ihre Gültigkeit und wurde durch das Strategische Konzept MC 14/2 der Massiven Vergeltung (Massive Retaliation) abgelöst.[1]
  • Rapid Reinforcement Concept (RRC) Das Rapid Reinforcement Concept (RRC) (Englisch Konzept für schnelle Verstärkungen) war ein Teil der NATO-Strategie Flexible Response und deren Teil Limited Aggression (Englisch limitierte Aggression). Das Konzept beinhaltete eine schnelle Zuführung von Streitkräften aus den USA und Kanada nach Europa.[1] Die Verstärkungen aus Übersee sollten entweder durch Aufrechterhaltung der Abschreckung helfen, eine Krise zu bewältigen, oder bei Beginn von Kriegshandlungen in die Vorneverteidigungeingegliedert werden. Die Planung wurde praktisch in den REFORGER-Übungen und durch Aufstellung deutscher WHNS-Dienststellen umgesetzt.
  • Bundesverfassungsgerichtsurteil zu Auslandseinsätzen 12.Juli 1994 wurden Kriterien festgelegt, Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Einsätzen nach Maßgabe des Art. 24 Abs. 2 GG (also innerhalb von NATO- oder UN-Mandaten) hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1994[1] geklärt. wurden 2005 im Parlamentsbeteiligungsgesetz genauer formuliert (Parlamentsarmee)
  • Kosovo Februar 1998 bis Juni 1999
  • NVA 1.März 1956, 3.Oktober 1990 bis 1961 keine Wehrpflicht, dann 18Monate ca. 155.000 Soldaten, Oberbefehlshaber de jure: Frieden: Minister für Nationale Verteidigung, Krieg: Nationaler Verteidigungsrat, Oberbefehlshaber de facto: Nationaler Verteidigungsrat
  • Kasernierte Volkspolizei 1.Juli 1952, Vorgänger der NVA Uniform war an sowjetische angelehnt, hatten auch schon See- und Luftstreitkräfte
  • Truman Doktrin 12. März 1947 von Harry S. Truman verkündet,  Die Truman-Doktrin bedeutete das Ende der amerikanischen Kriegskoalition mit der Sowjetunion und markiert den Beginn des Kalten Krieges. Die Truman-Doktrin, in der deutlich die Rede von zwei unterschiedlichen Lebensformen war, nämlich einer durch Freiheit und einer durch Totalitarismus charakterisierten, erhob einen universellen Anspruch. Sie stand damit am Anfang einer amerikanischen „Eindämmungspolitik“ (containment policy) gegenüber der UdSSR und bildete damit den Beginn des Kalten Krieges. Die „Eindämmung“ des kommunistischen Machtbereichs zugunsten der „freien Welt“ weist den USA faktisch die Rolle einer globalen Ordnungsmacht zu – im Gegensatz zur in der Zwischenkriegszeit herrschenden Politik des Isolationismus.
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  • Monroe Doktrin 1823 von US-Präsident Monroe verkündet Monroe formulierte die Existenz zweier politischer Sphären (two spheres). Er betonte das Prinzip der Nichteinmischung (non-intervention) der Vereinigten Staaten in europäische Konflikte und forderte ein Ende aller Kolonialisierungsbestrebungen in der westlichen Hemisphäre (non-colonization). Außerdem kündigte er ein Eingreifen der USA für den Fall an, dass die europäischen Kolonialmächte diese politischen Grundsätze ignorieren sollten. Die Forderung an die europäischen Mächte, die nunmehr unabhängigen Staaten Lateinamerikas nicht zu rekolonialisieren, führte zur Verkürzung der Doktrin unter dem Schlagwort „Amerika den Amerikanern“.
  • Baupioniere/ Bausoldat Der Dienst als Bausoldat bot den DDR-Bürgern eine Möglichkeit, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern, die es in sonst keinem anderen sozialistischen Land gab. Es handelte sich um keinen zivilen Wehrersatzdienst. Ein Dienst als Bausoldat konnte nachteilige Auswirkungen auf Ausbildungs-, Studiums- und Aufstiegschancen haben. eingeführt 1964