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Handelsrechtlicher Jahresabschluss (Fach) / Übung (Lektion)

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  • In der Produktion entstehen Fertigerzeugnisse, deren Herstellung Kosten in Höhe von € 800 verursacht hat. Es wird nach der Methode "ohne Inventur" gebucht und das Gesamtkostenverfahren verwendet. BS: Fertigerzeugnisse 800 an Bestandsveränderung (Bestandsminderung) Nach der Methode "ohne Inventur" erfolgt die Buchung sofort nach der Herstellung und nicht erst nach Durchführung einer Inventur. Hergestellte Erzeugnisse werden bewertet mit ihren Herstellungskosten auf dem aktiven Bestandskonto im Soll gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Aufwendungen sind beim Gesamtkostenverfahren auf den verschiedenen Aufwandskonten (z.B. Materialaufwand, Personalaufwand) gebucht. Da durch den Ressourcenverbrauch Erzeugnisse entstanden sind, wird der gebuchte Herstellungsaufwand durch eine Ertragsbuchung in Höhe des Herstellungsaufwands im Haben des Kontos Bestandsveränderung neutralisiert (Ertrag=Mehrung des Passivbestands Eigenkapital). So bleibt der Herstellungsvorgang wie ein Anschaffungsvorgang erfolgsneutral.
  • Das Unternehmen überweist € 20.000 an das Finanzamt zur Begleichung der privaten Steuerschuld des Eigentümers. BS: Eigenkapital 20.000 an Bank 20.000 Es handelt sich um einen Entnahmevorgang, da private Streuerschulden des Eigentümers bezahlt werden. Hierdurch vermindert sich der Bestand an Eigenkapital, was auf dem passiven Bestandskonto im Soll gebucht wird (=Minderung des Passivbestands Eigenkapital).Durch die Überweisung wird das Bankguthaben vermindert, was auf dem aktiven Bestandskonto Kasse im Haben gebucht (=Minderungdes Aktivbestands) wird.
  • Das Unternehmen kauft Betriebsstoffe für eine Rechnungsbetrag € 300 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer auf Ziel. BS: RHB 300            an        Verb. a. LuL   357                                                                              Vorsteuer 57 Anschaffungsvorgänge auf Ziel führen zur erfolgsneutralen Bilanzverlängerung. Der Zugang von Betriebsstoffen wird in Höhe des Preises ohne Umsatzsteuer im Soll des aktiven Bestandskontos Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Vorsteuer ist im Soll des aktiven Bestandskontos Vorsteuer zu buchen (=Mehrung des Aktivbestands). Die Kaufpreisverbindlichkeit einschließlich Umsatzsteuer wird im Haben des passiven Bestandskontos Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gebucht (=Mehrung des Passivbestands).
  • Für eine vermietete Lagerhalle geht die Miete für Dezember und Januar in Höhe von insgesamt € 2000 im Dezember auf dem Bankkonto ein. Abschlussstichtag ist der 31. Dezember. Der Vorgang unterliegt nicht der Umsatzsteuer. BS:       Bank 2000      an      Passiver Rechnungsabgrenzungsposten  1000                                                                       Mietertrag                                                   1000 Die erhaltene Mietzahlung erhöht des Bestand des Bankguthabens und wird auf dem aktiven Bestandskonto Bank im Soll gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Miete für Dezember erhöht das Eigenkapital aus der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres und wird auf dem Ertragskonto Mietertrag im Haben gebucht (Ertrag=Mehrung des Passivbestands Eigenkapital) gebucht. Die Miete für Januar ist noch kein Ertrag, sondern eine erhaltene Vorauszahlung für eine noch zu erbringende zeitabhängige Gegenleistung. Hierfür ist ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten durch Buchung im Haben zu bilden (=Mehrung des passiven Bestands).
  • Die Bruttolöhne der Mirarbeiter betragen € 5.000. Darauf entfallen Lohn- und Kirchensteuer € 700. Der Arbeitnehmeranteil an der Sozialversicherung beträgt € 900; der Arbeitgeberanteil beläuft sich auf den gleichen Betrag. Die Nettogehälter werden überwiesen; die Steuer- und Sozialversicherungsbeträge werden ebenfalls sofort durch Überweisung abgeführt BS: Löhne und Gehälter  5700       an       Bank 6600                                                                    Soziale Abgaben       900 Das den Mitarbeitern zustehende Bruttogehalt wird vollständig auf dem Aufwandskonto „Löhne & Gehälter“ gebucht. Das gilt auch für den enthaltenen Arbeitnehmeranteil an den Sozialabgaben und die Steuerbeträge, da diese nicht den Arbeitgeber zusätzlich belasten, sondern vom Arbeitgeber nur einbehalten und für den Mitarbeiter an Sozialversicherungsträger und Finanzamt überwiesen werden (Quellenabzug). Der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben wird auf einem gesonderten Aufwandskonto „Soziale Abgaben“ gebucht. Wegen der (unüblichen) Sofortüberweisung von Sozialabgaben und Steuerbeträge ist der Betrag des aktiven Bestandskontos „Bank“ durch eine Buchung im Haben zu mindern. (Hinweis: Würden die Sozialabgaben wie üblich erst im Folgemonat überwiesen, wäre zunächst auf dem passiven Bestandskonto "Verbindlichkeiten" im Haben eine Mehrung zu buchen.)   Sollte Ihnen die Systematik der Bestandskonten bzw. Erfolgskonten nicht mehr geläufig sein, wiederholen Sie das Thema bitte anhand Ihrer Unterlagen aus der Veranstaltung „Externes Rechnungswesen“ im 2. Fachsemester.
  • Wegen eines aufgenommenen Darlehens werden Zinsen für das laufende Jahr in Höhe von € 2000 dem Bankkonto belastet. BS:    Zinsaufwand     an        Bank   2000 Die Zinsen vermindern das Eigenkapital aus der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres und werden auf dem Aufwandskonto im Soll gebucht (Aufwand=Minderung des Passivbestands Eigenkapital). Die belasteten Zinsen vermindern den Bestand des Bankguthabens und werden auf dem aktiven Bestandskonto Bank im Haben gebucht (=Minderung des Aktivbestands).
  • Wegen eines aufgenommenen Darlehens werden im nächsten Jahr das nächste Jahr betreffende Zinsen in Höhe von € 100 dem Bankkonto belastet werden. Da die Zinsen erst das nächste Jahr betreffen auch erst im nächsten Jahr belastet werden, ist im laufenden Jahr nichts zu buchen.
  • Das Unternehmen verkauft Ware für eine Rechnungsbetrag € 3 Mio. zuzüglich 19 % Umsatzsteuer auf Ziel. Der Wareneinsatz beträgt € 1 Mio. und wird nach der Methode "ohne Inventur" sofort gebucht. BS:  Verkauf:  Ford. a LuL 3.570.000   an   Berechn. UsT 570.000                                                                                                             Umsatzerlöse 3.000.000 Wareneinsatz:   Materialaufwand  1.000.000    an  Waren  1.000.000 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Höhe des Verkaufspreises einschließlich Umsatzsteuer im Soll des aktiven Bestandskontos gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Verkäufe von Waren und Erzeugnissen sowie Erbringung von Dienstleistungen werden in Höhe des Verkaufspreises ohne Umsatzsteuer im Haben auf dem Ertragskonto Umsatzerlöse (Ertrag=Mehrung des Passivbestands Eigenkapital) gebucht. In Rechnung gestellte Umsatzsteuer wird im Haben auf dem passiven Bestandskonto berechnete Umsatzsteuer erfasst (=Mehrung des Passivbestands). Bei der Methode "ohne Inventur" wird der Aufwand sofort und nicht erst nach Durchführung einer Inventur gebucht. Der Wareneinsatz wird auf dem Aufwandskonto Materialaufwand/Wareneinsatz im Soll erfasst (Aufwand=Minderung des Passivbestands Eigenkapital). In gleicher Höhe vermindert sich der Bestand an Waren, was auf dem aktiven Bestandskonto im Haben gebucht wird (=Minderung des Aktivbestands).
  • Ein Kunde begleicht eine Forderung über € 1190 einschließlich 19 % Umsatzsteuer durch Banküberweisung. BS: Bank 1190   an    Ford. a LuL  1190 Der auf dem Bankkonto eingegangene Betrag wird im Soll des aktiven Bestandskontos gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Durch Bezahlung wird die Forderung beglichen und auf dem aktiven Bestandskonto im Haben gebucht (=Minderung des Aktivbestands). Es liegt eine sogenannte "Bilanzverkürzung" oder "Aktiv-Passiv-Minderung" vor.
  • Der Eigentümer legt bar 100.000 Eigenkapital in das Unternehmen ein. BS: Kasse 100.000     an    Bank 100.000 Das eingelegte Geld erhöht den Kassenbestand und wird auf dem aktiven Bestandskonto Kasse im Soll gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Im gleichen Umfang erhöht sich der Bestand an Eigenkapital, was auf dem passiven Bestandskonto im Haben gebucht wird (=Mehrung des Passivbestands Eigenkapital).
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  • Für ein angemietetes Bürogebäude wird die Miete für November bis Januar in Höhe von insgesamt € 3000 im Dezember per Bank an den Vermieter überwiesen. Abschlussstichtag ist der 31. Dezember. Der Vorgang unterliegt nicht der Umsatzsteuer. BS:  ARAP 1000                   an      Bank 3000                                                                                 Mietaufwand 2000 Die Mietzahlung für November und Dezember (2/3 von € 3000) vermindert das Eigenkapital aus der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres und wird auf dem Aufwandskonto Mietaufwand im Soll (Aufwand=Minderung des Passivbestands Eigenkapital) gebucht. Die Miete für Januar (1/3 von € 3000) ist noch kein Aufwand, sondern eine geleistete Vorauszahlung für eine noch zu beanspruchende zeitabhängige Gegenleistung. Hierfür ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten durch Buchung im Soll zu bilden (=Mehrung des aktiven Bestands).Die geleistete Mietzahlung vermindert den Bestand des Bankguthabens in voller Höhe und wird auf dem aktiven Bestandskonto Bank im Haben gebucht (=Minderung des Aktivbestands).
  • Ein LKW (Konto 0520) wird am 1.7. des Jahres für € 60.000 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer gegen Barzahlung gekauft. Die Nutzungsdauer des LKW´s beträgt 5 Jahre, die Abschreibung erfolgt linear nach direkter Methode auf dem Konto des Anlagevermögens (0520). BS : Kauf LKW:   Fuhrpark  60.000        an          Kasse   71400                                                                         Vorsteuer 11400 Abschreibung:  Abschreibung Anlagevermögen 6000 an Fuhrpark 6000 Der Kauf des LKW´s erhöht den Bestand an Sachanlagen und wird im Soll des aktiven Bestandskontos gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Vorsteuer erhöht das Anrechnungsguthaben und wird im Soll des aktiven Bestandskontos gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Der Barzahlungsvorgang vermindert den Kassenbestand und wird im Haben des aktiven Bestandskontos Kasse gebucht (=Minderung des Aktivbestands). Über planmäßige Abschreibungen wird die Wertminderung des LKW´s durch Nutzung im Unternehmen erfasst. Bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren ergibt sich bei linearer Abschreibung eine Jahresabschreibung von € 12.000. Wegen des Zugangs erst am 1.7. ist nur eine halbe Jahresabschreibung zu erfassen. Die Abschreibung mindert das Eigenkapital aus Geschäftstätigkeit und wird als Aufwand im Soll gebucht (Aufwand=Minderung des Passivbestands Eigenkapital). Die Abschreibung vermindert den aktiven Bestand der Sachanlage und wird bei direkter Abschreibung auf dem aktiven Bestandskonto Sachanlagen im Haben gebucht (=Minderung des Aktivbestands).
  • Rohstoffe mit einem Buchwert von € 500 werden dem Lager entnommen und in der Produktion verbraucht (Materialaufwand). Rohstoffverbrauch wird nach der Methode "ohne Inventur" gebucht. BS: Materialaufwand 500      an      RHB    500 Bei der Methode "ohne Inventur" wird der Aufwand sofort und nicht erst nach Durchführung einer Inventur gebucht. Der Verbrauch an Rohstoffen wird auf dem Aufwandskonto Materialaufwand/Wareneinsatz im Soll erfasst (Aufwand=Minderung des Passivbestands Eigenkapital). In gleicher Höhe vermindert sich der Bestand an Rohstoffen, was auf dem aktiven Bestandskonto im Haben gebucht wird (=Minderung des Aktivbestands).
  • Aus einer Geldanlage werden Zinsen für das laufende Jahr in Höhe von € 1000 auf dem Bankkonto gutgeschrieben. BS: Bank 1000      an     Zinserträge   1000 Die gutgeschriebenen Zinsen erhöhen des Bestand des Bankguthabens und werden auf dem aktiven Bestandskonto Bank im Soll gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Zinsen erhöhen das Eigenkapital aus der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres und werden auf dem Ertragskonto im Haben gebucht (Ertrag=Mehrung des Passivbestands Eigenkapital) gebucht.
  • Das Unternehmen kauft Ware für eine Rechnungsbetrag € 1 Mio. zuzüglich 19 % Umsatzsteuer auf Ziel. BS: Waren 1.000.000     an     Verb. a. LuL 1.190.000                                                                    Vorsteuer 190.000 Anschaffungsvorgänge auf Ziel führen zur erfolgsneutralen Bilanzverlängerung. Der Warenzugang wird in Höhe des Preises ohne Umsatzsteuer im Soll des aktiven Bestandskontos Waren gebucht (=Mehrung des Aktivbestands). Die Vorsteuer ist im Soll des aktiven Bestandskontos Vorsteuer zu buchen (=Mehrung des Aktivbestands). Die Kaufpreisverbindlichkeit einschließlich Umsatzsteuer wird im Haben des passiven Bestandskontos Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gebucht (=Mehrung des Passivbestands).
  • Das Unternehmen tilgt einen Lieferantenkredit in Höhe von € 500 durch Banküberweisung. BS: Verb. a.LuL  500      an     Bank  500 Durch Tilgung des Kredits mindert sich der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, was im Soll des passiven Bestandskonto gebucht (=Minderung des Passivbestands) wird. Im gleichen Umfang vermindert sich sich der Bestand an Bankguthaben, was auf dem aktiven Bestandskonto im Haben gebucht wird (=Minderung des Aktivbestands Bank).