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Psychopathologie Kinder-Jugend (Fach) / 3.1 Klassifikation und Diagnostik (Lektion)
ICD 10 und DSM VI
Diese Lektion wurde von ybreitkopf erstellt.
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- Was bedeutet Diagnose und Klassifikation? was ist Psychodiagnostik? - Diagnose: grich. „auseinanader halten, unterscheiden“ - Klassifikation: Gleiderung, Ordung - Psychodiagnostik ist das systematische Sammeln und Aufarbeiten von Informationen mit dem Ziel, Entscheidungen und daraus resultierenden Handlungen zu begründen, zu kontrollieren und zu optimieren.
- Was ist Kategoriale Klassifikation - zB ICD; MAS; DSM diskrete, klar voneinander abgrenzbare/ unterscheidbare Krankheits- bzw Störungsbilder Bestimmte Muster an Symptomen nach definierten Kriterien lassen sich bestimmte Kategorien zuordnen. ( gesunf vs Krank)
- was ist Dimensionale Klassifikation? - ZB CBCL; CASCAP-D Störungskontinuum mit kontinuierlich verteilten Merkmalen Klassifikation eher sekundär: Kategorien sind Extrempunkte auf Kontinuum
- Welche Altersungebindene Klassifikationssysteme gibt es? Internationale Klassifikation von Krankheiten, ICD (Weltgesunfheitsorganisation WHO) Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen, DSM (American Psychiatric Association APA)
- Welche Klassifikationssysteme gibt es spezifisch für Kinder und Jugendliche? Operationale psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter (OPD_KJ) Zero to Three National Center forInfants, Toddlers, andFamilies; dt. Übersetzung von Dunitz-Scheer & Scheer, 1999) Multiaxiales Klassifikationsschema für psychiatrische Erkrankungen im Kindes-und Jugendalter (MAS; Remschmidt, Schmidt & Poustka)
- Wie ist die ICD 10 Aufgebaut? Kapitel von A-Z (sB F: Psychische Störungen) (F0-F9 (F00.00 bis F99.99 – etwa 1000 Unterscheidungen möglich) Kategorien (zB F8: Entwicklungsstörungen) Störungsgruppen (zB F84.1 frühkindlicher Autismus) Symptomgruppen (zB gestörte soziale Interaktion) Einzelne Symptome (zB Mangelnde spontan Freude zu zeigen)
- Wie ist der Aufbau der Diagnosekriterien nach ICD 10 und DSM 5? Hauptmerkmal der Störung Weitere Kriterien zur Beschreibung der Störung Klinische Relevanz: zeitliche Aspekte Klinische Relevanz: Anzahl der Symptome Erstmanifestation der Auffälligkeiten Störungsverlauf Klinisch bedeutsamer Leidensdruck/Beeinträchtigung Differentialdiagnostischer Ausschluss Ausschluss einer anderen psychischen Störung, die die Symptomatik besser erklären kann
- Aufbau der Diagnosekriterein nach ICD-10 und DSM-5: Zusatzkodierungen Schweregrad Früherer vs späterer beginn Subtypus
- Welche Hautgruppen gibt es in der ICD 10 ( Erste Achse: Klinisch Psychatrisches Syndrom) F0: Organische einschließlich symptomatischer psychischer Störung (Hirnschädingung) F1: Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Sibstanzen F2: Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen F3: Affektive Störungen F4: Neurotische, Belastungs und somatoforme Störungen F5: Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (Ess, Schlafstörung F6: Persönlichkeits und Verhaltensstörungen F7: Intelligenzminderung (von F70 (leicht) bis F73 (Schwerste) F8: Entwicklungsstörungen F9: Verhaltens und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend - F90: Hyperkinetische Störungen, F91: Störung des Sozialverhaltens, usw....
- nenne die 6 Achsen des MAS I: Klinisch-psychatrisches Syndrom II: Umschreibene Entwicklungsstörungen III: Intelligenzniveau IV: Körperliche Syntomatik V: Assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale Umstände VI: Globalbeurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus
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- welche sind die wichtigsten Diagnostischen Gruppierungen? Entwicklungsstörungen- Sprach-/Sprechstörung, Autismus, Enuresis (Einnässen), Enkopresis (Einkoten), LRS, GB Expansive (externalisierende) Verhaltensstörungen- oppositionelles Verhalten, HKS, SSV Emotionale (internalisierende) Störungen- Angst, Depression, Zwang, somatische Störungen
- Welche Verfahren gibt es in der Diagnostik? Intervieverfahren Fragebogenverfahren und Tests Beobachtungsverfahren
- Welche Ziele und Aufgaben hat die Diagnostik? Aufbau einer vertrauensvollen Bezihung Kategoriale vs. Dimensionale Einordnung Integration verschiedener Informationen aus unterschiedliche Quellen (-> Medingungsmodell) Erfassung von Störungskonzepten, Therapieerwartungen, Therapiezielen Initiale vs. Therapiebegleitende Diagnostik (Verlaufskontrolle) Entwicklungsorientierte Diagnostik