BWL (Fach) / Finanzierung und Investition (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 14 Karteikarten
Kapitel 5
Diese Lektion wurde von esel erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Erläutere die die Aufgaben der Finanzplanung! Auswahl der günstigsten Finanzierungsform Verhinderung einer Insolvenz ( Zahlungsunfähigkeit; Überschuldung) Vermeidung einer Überliquidität
- Erläutere die lang- und die kurzfristige Finanzplanung. Langfristige Finanzplanung= Kapitalbindungsplanung. Ees wird eine finanzielle Abstimmung aller Teilbereiche des Gesamtunternehmens vorgenommen. Es soll ein strukturelles Zahlungsgleichgewicht hergestellt werden. Ausgaben und Einnahmen müssen sich in allen Unternehmensbereichen und auch in zeitlichen Strukturen entsprechen. Hier ist die aktive Finanzplanung möglich. Grundprinzip ist hierbei die Ausgaben zu reduzieren und/oder die Einnahmen zu generieren. Bei der kurzfristigen Finanzplanung steht die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit im Vordergrund. (Planungshorizont Woche/Monat) und die taggenaue Liquiditätsvorschau. Aktive Maßnahmen sind hier nicht möglich. Ausnahmen ( Investitions-/Werbestop) können durch Krisenfälle begründet werden -> möglicher Verlust des Vertrauens von Partnern oder Kunden
- Welche Rolle spielen Schätzungen in der Finanzplanung? Alle Finanzpläne beruhen auf Schätzungen künftiger Werte. Die Güte der Schätzung ist deshalb entscheiden für den Aussagegehalt eines Finanzplans.
- Nenne Eigenschaften von Eigenkapital! 1)Unternehmerinitiative/ - leitung: berechtigt 2)Haftung: (Mindestens) in Höhe der Einlage Erfolgsbeteiligung: Volle Teilhabe an Gewinn und Verlust Vermögensbeteiligung: Beteiligung am Unternehmenswert oder am Liquidationserlös 3) Dauer der Verfügbarkeit: unbefristet Finanzierungsvolumen: Durch private Vermögenssituation der Eigentümer beschränkt.
- Nenn Eigenschaften von Fremdkapital! 1) Unternehmerinitiative/-leitung: Ausgeschlossen 2) Haftung: Keine (rechtliche) Haftung (Gläubigerstellung) Erfolgsbeteiligung: Keine Erfolgsbeteiligung sondern fester Zinsanspruch Vermögensbeteiligung: Nominaler Rückzahlungsanspruch 3) Dauer der Verfügbarkeit: zeitlich befristet Finanzierungsvolumen: Grundsätzlich unbeschränkt, abhänig von: Ertragskraft, Sicherheiten, Bonität
- Beschreibe die Problematik der Eigenkapitalfinanzierung!! Auf Grund der übernommenen Risikosfordern die Eigenkapitalgeber eine höhere Rendite. Eigenkapital ist nicht "kostenlos". Risikobehaftete Unternehmerische Engagements ergeben nur Sinn, wenn der Unternehmer hofft, durch das Eingehen eines Risikos einen höheren Gewinn erzielen können als bei einer risikoloseren Anlegeform. Die geforderte Eigenkapitalverzinsung besteht aus der risikolosen Mindestverzierung zuzüglich eines Risikozuschlags. Die Höhe des Risikozuschlags hängt ab von der individuellen Risikoneigung und der Art des Unternehmens Eigenkapital ist somit teurer als Fremdkapital. Die Aufgabe des Finanzmanagements ist es also, eine optimale Kapitalmischung zu finden.
- Erläutere die Vorgänge bei einer Vermögensumschichtung! Bei einer Vermögensumschichtung wird werder das Eigen- noch das Fremdkapital erhöht. 1) Durch eine Veräußerung von Aktiva werden Mittel frei, die neu investiert werden können. 2) Finanzierung aus Abschreibung
- Mezzanine Kapital "Zwischengeschoss". Mischform aus EK und FK zentrales Merkmal: Nachrangigkeit. Mezzanine-Kapitalgeber werden erst nach den anderen Gläubigern bedient. Auf Grund der Nachrangigkeit haben die Kapitalgeber ein erhöhtes Risiko und verlangen höhere Zinsen im vgl zum klassischen FK-Geber Mitspracherechte werden nicht gewährt. Bsp: patriarchisches Darlehen., stille Beteiligung bei entsprechender Ausgestaltung: wirtschaftliche Zuordnung zum EK steuerliche Divergenz, Zuordnung zum FK Vorteile: bessere Kreditbonität, Zinsen können als Betriebsaufwand steuerlich geltlich gemacht werden
- Was ist die Beteiligungsfinanzierung? Welche Möglichkeiten stehen PersonenGesellschaften zur Beteiligungsfinanzierung zur Verfügung? Grundsätzlich beschriebt die Beteiligungsfinanzierung alle Zuführungen von Eigenkapital durch bereits vorhandene oder neu hinzutretende Gesellschaftern. Das findet bei Gründung einer Unternehmung oder auch bei späteren Kapitalerhöhungen statt. Personenunternehmen haben hier zwei Möglichkeiten: 1) zusätzlich Einlagen der bisherigen Gesellschaftter aus dem Privatvermögen 2) Aufnahme neuer Gesellschafter , die frisches Kapital ins Unternehmen einlegen. Privatvermögen gehört zur Haftungsmasse. Aber neue Gesellschafter haben auch Leitungsbefugnis. Stille Gesellschaft auch möglich.
- Interne Eigenfinanzierung Sag mir was zu Einbehaltung von Gewinnen! 1) Offene Selbstfinanzierung. Erfolgt aus Gewinn/Jahresüberschuss, also aus versteuerten Beträgen. 2) Stille Selbstfinanzierung: erfolgt durch Einbehaltung eines nicht ausgewiesenen Gewinns. Der Gewinnausweis wird verringert, dadurch entstehen stille Reserven. Diese unterliegen erst bei ihrer Auflösung der Ertragssteuer. Bsp: Wertsteigerung eines Grundstücks Vorteile: Investitionen können unabhängig von den Kapitalgebern finanziert werden können, es müssen keine Zinsen gezahlt werden und das EK steht dem Managment unbefristet lang zur Verfügung, Nachteil für die Anteilseigner: einbehaltene Gewinne bleiben ihnen vorenthalten
- Beschreibe den Leverage-Effekt!! Mit dem Leverage-Effekt wird der Frage nachgegangen, wie sich ein Unternehmen finanzieren soll, wenn als Ziel die Maximierung der Eigenkapitalrendite verfolgt wird. Offen ist hierbei, wie hoch der Fremdkapitalanteil sein soll. Mit steigender Verschuldung EK/FK steigt dei Eigenkapitalrentabilität, wenn der Zins für das Fremdkapital niedriger ist als die Gesamtkapitalrendite. Umgekehrt sinkt die Eigenkapitalrendite mit steigendem Verschuldungsgrad, wenn der Fremdkapitalzins über die Gesamtkapitalrentabilität steigt. Wenn im ersten Fall die Verschuldung so weit wie möglich gesteigert wird um die Eigenkapitalrentabilität zu maximieren spricht man vom Hebeleffekt → Leverage-Effekt. Dahinter verbirgt sich aber die Gefahr, dass bei sinkender Gesamtkapitalrentabilität die Eigenkapitalrentabilität einbricht und sogar negativ wird (negativer Leverage-Effekt).
- Definiere "Investition" und systematisiere sie. Investitionen sind Vorleistungen in die Zukunft, die in Erwartung höherer künftiger Gegenleistungen getätigt werden. Investitionsanlass (Erweiterung, Ersatz) Güterart (Sach-, Finanzinvestition) Zeitdauer: (lang-, oder kurzfristig) Investitionsort (In-, oder Ausland)
- Welche Aufgaben hat die Investitionsrechnung? 1) Ist die Investition A gegenüber der Unterlassungsalternative vorteilhaft? 2) Ist die Investition A gegenüber Investition B vorziehenswürdig? 3) Welches ist die optimale Nutzungsdauer und wann ist der optimale Einsatzzeitpunkt? 4) Wie setzt sich bei gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten das optimale Investitionsprogramm zusammen?
- Was macht den "vollkommenden Kapitalmarkt" aus? Soll- und Habenzinsen sind gleichhoch. ( Einheitszinssatz i) Finanzmittel können zu diesem Einheitszins jederzeit ind beliebiger Höhe angelegt und aufgenommen werden. (kein Liquiditätproblem) Transaktionskosten existieren nicht
