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Psychologie M1 (Fach) / 3400 / 1 Was ist Psychologie? (Lektion)

Modulhandbuch 3400 / BSc Psychologie

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  • Was sind Dispositionale Erklärungen? alle EInzeldinge haben Dispositionen, die man testen muss, um sicher zu gehen, das sie diese auch besitzen Disposition erst zu sehen, wenn in bestimmten Verhalten manifestiert seelische Fähigkeiten sind Dispositionen (Eigenschaften), die durch Eigenschaftswörter gekennzeichnet sind. Z.B. intelligent, freundlich Dispositionale Erklärung: Das Verhalten eines Objektes wird unter Zuhilfe nahme einer Disposition erklärt. Das Vermögen sich in einer bestimmten Weise zu verhalten.
  • Was ist eine seelische Funktion? sehen, riechen, fühlen, schmerzempfinden, aber auch vorstellen, denken, wählen, wollen, identifizieren und unterscheiden darf nicht mit Wahrnehmungsfunktion gleichgesetzt werden können entweder erfragt werden oder aus Reaktionen erschlossen werden Ausdruck Funktion um Zweckmäßigkeit eines komplexen Teilsystems (z.B. Sehen) zu bezeichnen bessere Evidenz als seelische Dispositionen, da darüber Auskunft gegeben werden kann oder aus Reaktionen wie Augenbewegungen auf seelische Funktionen geschlossen werden. "WAS" gesehen wird aus der Menge aller unterscheidbarer Objekte und Ereignisse, ist damit noch nicht eindeutig visuelles "Erkennen" kann getestet werden  
  • Was ist das Grundproblem visueller Wahrnehmung? Ordnung des visuellen Feldes (Entscheidung was zusammengehört - Bindungsproblem / und was nicht zusammengehört - Segmentierungproblem Erstmalige Untersuchung durch Gestaltpsychologen
  • Gestaltgesetz allgemein? Gesetz der Nähe vs. Gesetz der Geschlossenheit (vertikale Linien vs. zwei Linien wurden zu Säulen verbunden Säulen "stärkerer" Eindruck Geschlossenheit schlägt Nähe (Bsp. für Interaktion von Gestaltgesetzen)
  • Was ist ein Phänomen? eine Erscheinung, was einem in der Erfahrung begegnet und gegeben ist (Wolke begegnet mir in der Erfahrung, ist mir gegeben, ohne das ich nachdenken muss, wie das zugeht und ohne das ich mich als "Sehende" erfahre. ist mit Erscheinung gleichzusetzen Ausgangspunkt jeder Wahrnehmung zu einem Phänomen wird Gegebenheit dann, wenn wir bewusst wahrnehmen, ohne jedoch zu erkennen -> es folgt eine Interpretation, die zu einem Wahrnemungsurteil (Erkenntnis) führt Ich sehe einen Gegenstand ->Phänomen und erkenne, dass es sich um einen Tisch handelt ->Interpretation, Wahrnehmungsurteil Es ist uns phänomenal im Sehen gegeben und wahrnehmend versuchen wir, etwas zu erkennen Ausgang aller und Ziel vieler psychologischer Untersuchungen Phänomen + Erkenntnis = Phänomenales Bewusstsein
  • Was ist ein Wahrnehmungsurteil? keine Wahrnehmung, sondern Erkenntnis abschließende Interpretation einer Wahrnehmungsepisode ein Wahrnehmungsurteil lässt sich als propositionale Einstellung formulieren:      Subjekt (erste-pers.-perspektive)  + Verb(mentale Einstellung)   + Proposition (Gedanke der Sachverhalt bezeichnet), z.B. "ich sehe, dass das hier vor mir ein Tisch ist.
  • Was ist Phänomenales Bewusstsein? Phänomen (Erscheinung) + Erkenntnis (Wahrnehmungsurteil)
  • Was ist propositionale Einstellung? Beziehung zwischen der urteilend Bezug nehmenden Person, ihrem Wissen und einem davon zu unterscheidenden Sachverhalt wird damit zum Ausdruck gebracht wird durch Einstellungsprädikat  (psychologisches Verb) wie glauben, erwarten, denken, bezeichnet, z.B. ein mentaler Zustand "Ich glaube/denke/hoffe/sehen, das P der Fall ist"
  • Phänomen vs Erkenntnis häufig beschreibt man kein Phänomen sondern eine Erkenntnis (Wahrnehmungserlebnis wird urteilend unter einen Begriff)- "Ich sehe einen Tisch" - es wird also kein Sehen beschrieben, sondern ein "Erkennen" Wahrnehmungsurteil = propositionelle Einstellung- Ich (1.Person) und "sehe" Verb, das die mentale Einstellung ausdrückt- im Nebensatz die Proposition, der Gedanke, der einen Sachverhalt bezeichnet "Tisch"
  • Was ist eine Propositionale Einstellung? das was durch ein Einstellungsverb Prädikat) bezeichnet wird, z.B. ein mentaler oder epitemischer Zustand: „Ich glaube/denke/hoffe/sehe das P (der Fall ist)
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  • Was beschreibt eine Wahrnehmungsperiode? Objekt → Umweltreiz → Phänomen → Erkenntnis
  • Was ist Phänomenales Bewusstsein? *kurz* Phänomen → Erkenntnis= Phänomenales Bewusstsein
  • Welche Wahrnehmung ist Umweltreiz? nicht bewusste Wahrnehmung Reizinfos wie Sehen, Hören, Riechen (die zunächst nicht zielgerichtet wahrgenommen und weiter ausgewertet werden)
  • Welche Wahrnehmung ist Phänomen? bewusste Wahrnehmung Zielgerichtetes Sehen, Hören, Tasten um Infos über das Objekt (jetzt Phänomen) zu erhalten → Erscheinung
  • Welche Wahrnehmung ist Erkenntnis? Wahrnehmungsurteil Abschließende Interpretation, der durch Wahrnehmung gewonnenen Informationen → Wahrnehmungsurteil bzw. propositionale Einstellung
  • Wo werden im Rahmen des phänomenologisch-psychologischen Paradigmas Phänomene gefunden? wo der Ich-Welt-Zusammenhang ungebrochen bleibt. Beispiel hier der „Flow“ (reflexionsartiges aufgehen in einer Tätigkeit) = optimale Balance Umweltanforderungen und Fähigkeiten der Person (Sport/Musik machen/Computerspiele) 
  • Experimentelle Kontrolle über Phänomene? Erste-Pers.-Persp. wird mit der Dritten-Pers.-Perk. verknüpft die Beobachtungen welche die experimentierende Person EP an P1 machen kann sind darauf orientiert, wie P1 auf die manipulierten Phänomene reagiert und diese beurteilt. Achtung: der Eindruck, den Person P1 erzeugen will, oft ein guter ist und Ausnahmen bildet, was vom ihm erwartet wird. Muss bei Versuchsplanung berücksichtigt werden, sonst Forschungsartfakte.
  • Was sind Merkmale der Diskrepanzerfahrungen nach Traxel 1974 Draußen und Drinnen widersprechen sich  zwischen extraorganismischen Bedingungen (Draussen) und den durch diese verursachten intraorganismischen Bedingungen (Wahrnehmungen) besteht kein einfacher direkter Zusammenhang  Wahrnehmungen als „Mischungen“ aus Äußerem in Inneren daher sinnvoll, das man produktive psychische Funktionen annnimmt ermöglicht, die Außenwelt als bewußtseinsunabhängig wahrzunehmen und den Doppelstatus der Außenobjekte (bsp. der optischen Täuschungen/Kontanzleistungen =Diskrepanzerfahrungen) zu akzeptiere
  • Was ist Innen-Außen-Unterscheidung? Sie ermöglicht, die Außenwelt als bewußtseinsunabhängig wahrzunehmen und den Doppelstatus der Außenobjekte (bsp. der optischen Täuschungen/Diskrepanzerfahrungen) zu akzeptieren Doppelstatus: Dinge sind nicht so, wie sie im naiven Realismus erscheinen.
  • Was ist Introspektion? die Fähigkeit zur inneren Beobachtung Introspektion kann nur durch Sprache mitgeteilt werden, ansonsten bleibt die Introspektion privat galt mal als dominate Methode der Psychologie
  • Beispiele für Introspektion vs Sprache Anwendung der Sprache oder auch das „sprachlich“ geleitete Beobachten lernt man jedoch nich höchst privat allein, sonder nur durch soziales Wechselhandeln daher keine „Privatsprache“ Über öffentliche Kriterien werden innere Erlebnisse den anderen zugänglich gemacht Zur Introspektion werden öffentliche Interpretationsmittel benötigt Deutung innerer Erlebnisse mit sozial vermittelten Erkenntnismitteln kommunizierte private Erkenntnis wird zur öffentlichen Erkenntnis wissenschaftliche Erkenntnisse können keine privaten Erkenntnisse sein, sie müssen öffentlichen, kritisierbaren Erkenntnisstandards genügen
  • Beispiele für Probleme Innenwelt vs Außenwelt nicht so trennscharf, wie das phänomenale Erleben des Inneren und Äußeres es nahelegt Seelische ist nicht nur so verteilt, das es nur im Inneren liegt (zeigt sich bei der Wahrnehmung und Interpretation von Ausdruckverhalten), Beispiel: Erkennen am Gesichtsausdruck, wenn jemand ärgerlich ist in der Kommunikation wird seelisches ausgetauscht (teilen von Gefühlen) und wechselseitig beeinflusst (findet zwischen Menschen statt) Unterscheidung zwischen Innen und aussen ist nicht deckungsgleich mit Unterscheidung zwischen Seelischem und körperlichem Phänomenal sowohl in was Äußerem vorfinden (Buch) als auch Innen (Erinnerung an einen Ort durch eine Duft von Keksen) Problemaktik in der Unterscheidung zwischen Innen und Außen besonders im sozialen Raum (Selbstauskunft Erleben oder Gründe für handlen → auch in Humanpsychologie);setzt voraus, das Mensche über sich selbst zutreffend Auskunft geben können (diese Voraussetzung kann in der Psychologie kritisch hinterfragt werden)  In Sozialpsychologie auch oft beobachtet, das Einstellungen und Handlungsweisen oft voneinadner abweichen und gering zusammenhängen (Wenn P1 weiss, das er von P2 beobachtet wird , verhält er sich ggf. anders als unbeobachtet) Selbsttäuschung (Selbstzuschreibung vom Eigenschaften, die die äußeren Bedingungen unter- und die inneren Eigenschaften überschätzt)  Aktivierung von Stereotypen (verallgemeinerte Urteilsmuster, mit denen wir soziale Informationen über z.b. Eigenschaften, Erwartungen klassifizieren und automatisch mit uns passend erscheinenden Infos ergänzen  Urteilsfehler "Halo-Effekt" Es wird über eine Person/ein Sachverhalt nicht differenziert geurteilt. Attributionsfehler: Aufrund weniger Infos über eine Person (männlich, mittleren Alters Polizeibeamter) werden der Person weitere Eingeschaften zugesproche, ohne die Einflüsse unteschiedlicher Lebenskontexte zur berücksichten. Menschen tendieren dazu, das Handeln anderer Menschen durch Zuschreibung von inneren Eigenschaften (Dispositionen) zu erklären
  • Was ist Selbsttäuschung? Selbstzuschreibung vom Eigenschaften, die die äußeren Bedingungen unter- und die inneren Eigenscften überschätzt)
  • Was sind Sterotype? verallgemeinerte Urteilsmuster, mit denen wir soziale Informationen über z.b. Eigenschaften, Erwartungen klassifizieren und automatisch mit uns passend erscheinenden Infos ergänzen 
  • Was sind Urteilsfehler? "Halo-Effekt" Es wird über eine Person/ein Sachverhalt nicht differenziert geurteilt.
  • Was sind Attributionsfehler? Aufrund weniger Infos über eine Person (männlich, mittleren Alters, Polizeibeamter) werden der Person weitere Eingeschaften zugesprochen, ohne die Einflüsse unterschiedlicher Lebenskontexte zur berücksichten.
  • Wie ist seelisches erfahrbar? unmittelbar: Charakter des privaten, Inneren, nur allein dem Erlebenden „wie ist es X zu erleben“ zugänglichen in Form vermittelter Erfahrung: in der wir seelisches im Medium des Zeichens interpretieren (sprachliche Mitteilung, Ausdrucksverhalten – schmerzverzerrtes Gesicht) oder wie jemand handelt – grüsst oder nicht grüsst); aber auch diese Interpretation findet im Inneren des seelischen Erlebens statt seelisches kann aber nur in der intersubjektiven (Sachverhalt für mehrere Betrachter gleichermaßen erkennbar und nachvollziehbar Form) interpretiert werden, da Sprache als Interpretationsmedium öffentlich ist → Selbst wenn wir unser eigenes Erleben in der stillen Selbstrede bedenken, also in uns gehen, dann tun wir dies mit Hilfe eines verinnerlichten soz. Deutungssystems.  wir lernen, seelisches zu deuten.
  • Standarddefinition der Psychologie Wissenschaft vom Erleben und Verhalten Erleben bezieht sich auf phänomenales Bewusstsein und auf das Wissen um die eigene Innerlichkeit Betonung auf Erste-Person-Perspektive, nur hier möglich, über das eigene Erleben Auskunft zu geben Verhalten und Handeln sind aus der Dritte-Person-Perspektive (Körperveränderung,Bewegungen) zu beobachten  Erste-Person-Perspektive und Dritte-Person-Perspektive aber auch die Wechselbeziehung zwischen EP und DP sowie der verbalen und paraverbalen Kommunikationist Ausgangs- und Zielpunkt der wichtigesten Methoden der Psychologie. Besonderheit in der Humanpsychologie bei Tieren nur Dritte-Person-Perspektive, da Selbstbeobachtung nicht gegeben. Erklärung des Verhaltens bezieht sich zwar auf mentale Zustände und Modelle, aber Selbstauskunft über Erleben bekommt man nicht (wie auch bei Humansäuglingen)  Seelische Eigenschaften und Funktionen sind nicht direkt aus der Dritte-Person-Perspektive beobachtbar, genauwo wenig wie das phänomenale Bewusstsein. Phänomene nur aus der Erste-Person-Perspektive
  • Ebenen der psychologischen Erklärung Studium physiologischer und neuronales Substrate allein reicht nicht für Erklärung des Verhalten Erklärung muss die funktionale Ebene berücksichtigen reicht funktional und kausal, für z. B. Orientierung eines Organismus in Raum und Zeit, da über verschiedene Sinnessysteme und Verhaltensweisen Beim Menschen:  zusätzlich zur kausalen, funktionalen Erklärung auch rationale Erklärung notwendig. ohne Berücksichtigung von propositionalen Einstellungen, der Intentionalität, kann kein menschliches Handeln erklärt werden leitende Annahme der Psychologie Mensch als essentiell soziales Wesen; wird  verdeckt von der Definition als Wissenschaft vom Erleben und Verhalten, wird aber durch Handeln „sozial“ Seelische Funktionen artikulieren sich im Verhalten Erklärungen des Verhaltens erfolgen auf Unterschiedlichen Ebenen Jeder Mensch kann nur über Interaktion und kommunikation sich gedeihlich entwickeln Handeln kann man nur sozial lernen (nur durch geben, fordern, akzeptieren, zurückweisen von Handlungsgründen) und führt dazu, Menschen und uns selbst zu verstehen)  Verstehensansprüche nur eingeschränkt, da man über keinen einzelnen Menschen und auch nicht über alle volständiges Wissen hat, gilt auch für das Selbstverstehen.
  • Methodisches Ziel der Psychologie? Regelmässigkeiten und Gesetzmässigkeiten im Erleben, Verhalten und Handeln zu finden (Psychologie =Erfahrungswissenschaft) Beobachtung ist hier grundlegend (z.B. Experiment); B. sind Wahrnehmungen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen, an eine Theorie gebunden und daher stets selektiv sind. Überprüfung von psychologischen Fragestellungen geschieht mit Hilfe von psychologischen Forschungsmethoden Einhaltung von wissenschaftlichen und ethischen Normen bei der Anwendung müssen streng beachtet werden.