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Anästhesie/Intensivmedizin (Fach) / Anästhesie/Intensivmedizin (Lektion)

Anästhesie/Intensivmedizin

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  • Magill Tubus genormte Krümmung kann ohne Führungsstab zur orotrachealen Intubation verwendet werden
  • Woodbridge Tubus Tubus mit integrierter, flexibler Metallspirale zur orotrachealen Intubation mit Führungsstab
  • Beurteilung von Intubationsbedingungen Modifizierte Klassifikation nach Mallampati Mallampati I Uvula und weicher Gaumen komplett einsehbar Mallampati II Die Uvulaspitze wird durch die Zunge verdeckt; weicher Gaumen komplett einsehbar Mallampati III Uvula wird von der Zunge vollständig verdeckt; weicher Gaumen weitestgehend einsehbar Mallampati IV Nur der harte Gaumen ist zu erkennen
  • Beurteilung der Intubation während des Vorgangs Modifizierte Klassifikation nach Cormack und Lehane Cormack/Lehane I Gesamte Stimmritze ist mit dem Laryngoskop einstellbar und sichtbar Cormack/Lehane II Stimmritze ist nur teilweise mit dem Laryngoskop einstellbar und sichtbar (an der hinteren Komissur) Cormack/Lehane III Stimmritze ist mit dem Laryngoskop nicht einstellbar. Es ist nur die Epiglottis zu erkennen Cormack/Lehane IV Weder Larynxstrukturen noch die Epiglottis sind einstellbar. Nur weicher Gaumen sichtbar
  • Spätkomplikationen einer Langzeitintubation Trachealstenose, Tracheomalazie  Klinik: Atemnot und inspiratorischer Stridor
  • Wie werden pH Veränderungen während einer Ventilation begegnet? Alkalose in der BGA (Hypokapnie) → Reduzierung des AtemhubvolumensAzidose in der BGA (Hyperkapnie) → Erhöhung des Atemhubvolumens
  • Ketamin besondere Wirkung Ketamin Dissoziative Anästhesie (einziges i.v. Narkotikum, das analgetisch wirkt)Sympathomimetisch: Bronchodilatation / Blutdruck- und frequenzsteigernd Daher guter Einsatz in der Notfallmedizin
  • Etomidat besondere Indikation Hypnotikum mit GABAergem Mechanismus und auf Formatio reticularis Zur Verwendung bei kardiovaskulären Risikopatienten
  • Barbiturate besondere Indikation Gut zur Hirndrucksenkung!
  • Maligne Hyperthermie Trigger Therapie Trigger:  Volatile Hypnotika, z.B. Sevofluran, Enfluran Succinylcholin Therapie: Zufuhr aller potentiellen Triggersubstanzen beenden!  Atemminutenvolumen min. dreifach steigern Beatmung mit 100% O2 Gabe von Dantrolen
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  • Periduralanästhesie Injektionsort Peri-/Epiduralraum, der physiologisch nicht existiert! → Zwischen Lig. flavum und Dura mater
  • Spinalanästhesie Indikation Injektionsort: Subarachnoidalraum → Zwischen Arachnoidea und Pia mater/Rückenmark Indiaktion: Sectio caesarea: Th 4-6 (Mamillarlinie) Operationen im Becken sowie an Ureteren und Nierenbecken: Th 6-8 (Xiphoid) Transurethrale Operationen mit Blasendehnung, vaginale Entbindungen, Hüft-OPs: Th 10 (Nabel) Transurethrale Operationen ohne Blasendehnung: L1 (Leistenband) Knieoperationen und Fußchirurgie: L2/3 Perineale Chirurgie: S2-5 
  • Mendelson-Syndrom Aspirationspneumonie: Mischinfektion, zumeist Anaerobier
  • Nahrungskarenz bei Intubation 6h für feste Nahrung (bei Säuglingen 4h) klare Flüssigkeiten mindestens 2 Stunden cave: Milch zählt als trübe Flüssigkeit zur festen Nahrung!
  • Kardiovaskuläre Reanimation Medikamentöse Therapie Defibrillierbarer Rhythmus Adrenalin (1mg) nach bzw. vor der 3. erfolglosen Defibrillation, danach alle 3-5min Amiodaron (300mg) ebenfalls nach der 3. erfolglosen Defibrillation (danach evtl. nochmals 150mg) Nicht-defibrillierbarer Rhythmus Adrenalin (1mg) sobald Gefäßzugang vorhanden ist, anschließend alle 3-5min
  • Reversible Ursachen des Herzstillstandes 4 "H's": Hypoxie, Hypovolämie, Hypo-/Hyperkaliämie, Hypothermie 4 "T's": Thrombose (Lungenembolie), Tamponade (Herzbeuteltamponade), Toxine, Tension ((Spannungs‑)Pneumothorax)
  • Defibrillierbare Rhythmen Pulslose ventrikuläre Tachykardie Kammerflimmern
  • WHO Schmerztherapie Stufenschema Stufe I: Nicht-Opioid-Analgetikum (± Koanalgetikum ± Adjuvans) Stufe II: Nicht-Opioid-Analgetikum + niedrig-potente Opioide (± Koanalgetikum ± Adjuvans) Stufe III: Nicht-Opioid-Analgetikum + hoch-potente Opioide (± Koanalgetikum ± Adjuvans)
  • Koanalgetika Neuropathische Schmerzen Hirndruck und Nervenkompression Knochenmetastasen und -schmerzen Neuropathische Schmerzen (Bspw. diabetische Neuropathie, Post-Zoster Neuralgie) Trizyklische Antidepressiva: Amitriptylin, Doxepin, Clomipramin, Imipramin  Antikonvulsiva: Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin Hirndruck und Nervenkompression Glukokortikoide  Knochenmetastasen und -schmerzen Bisphosphonate
  • Mainzer Stadiensystem der Schmerzchronifizierung (MPSS) Achse I: Zeitliche Aspekte des Schmerzes  Achse II: Räumliche Aspekte des Schmerzes  Achse III: Medikamenteneinnahmeverhalten  Achse IV: Inanspruchnahme des Gesundheitswesens
  • NSAR - unselektive COX-Hemmer Diclofenac / Ibuprofen / Indometacin / ASS / Naproxen
  • Selektive COX2 Hemmer Celecoxib / Etoricoxib / Parecoxib
  • NSAR - weitere Medikamente Paracetamol Metamizol Flupirtin
  • Sauerstoffbindungskurve: Rechtsverschiebung 2,3 BPG ↑ Temperatur ↑ H+ Ionen ↑ -> demnach pH ↓ Anstieg des pCO2 ↑
  • Sauerstoffbindung: Linksverschiebung 2,3 BPG ↓Temperatur ↓H+ Ionen ↓ -> demnach pH ↑Anstieg des pCO2 ↓
  • Bülau Drainage Zur Entlastung eines Hämato-Pneumothorax (größerer Durchmesser als Monaldi) - BÜLAU für BLUT! Bülau-Drainage: 4. ICR (Höhe der Mamille) zwischen vorderer und mittlerer Axillarlinie (Safe Triangle)
  • Monaldi Drainage Zur Entlastung des klassischen Pneumothorax! Relativ kleiner Durchmesser! Monaldi-Drainage: 2. ICR Medioklavikularlinie
  • Verbrennungsgrade 1. Grades oberste Epidermis Restitutio ad integrum Bsp.: Sonnenbrand 2. Grades (2a) Epidermis und oberer Anteil der Dermis Hautanhangsgebilde intakt Restitutio ad integrum 2. Grades (2b) kaum Schmerzen tiefe Schichten der Dermis mitbetroffen Abheilung mit Narben 3. Grades keine Schmerzen (Verlust der Oberflächensensibilität) Nekrose Spontanheilung nicht möglich 4. Grades Verkohlung
  • ARDS 3 Phasen Therapie 1. Arterielle Hypoxämie (wegen ausgeprägtem intrapulmonalem Rechts-Links Shunt ) → kompensatorische Hyperventilation mit respiratorischer Alkalose  2. Progressive Luftnot mit sichtbaren Befunden im Röntgen-Thorax  3. Respiratorische Globalinsuffizienz: Deutliche Lungenbefunde im Röntgen-Thorax nachweisbar Therapie: Lungenprotektive Beatmung mit niedrigen Spitzendrücken
  • Rautek Handgriff Schleppgriff zur Bergung von Patienten
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  • Sellik Handgriff Der Sellick-Handgriff dient dem Aspirationsschutz während der orotrachealen Intubation. Durch manuellen Druck auf den Kehlkopf wird der Ösophagus des Patienten komprimiert und ein passives Erbrechen verhindert.
  • Allen Test Funktionsdiagnostik zur ausreichenden Durchblutung der Hand bei geplanter Punktion einer Arterie
  • Narkosegase nach Verteilungskoeffizient Desfluran (0,45) Lachgas (0,47) -> macht Analgesie! Sevofluran (0,65) Isofluran (1,4)
  • kcal-Werte 1g Proteine ≈ 4kcal ≈ 17 kJ 1g Glukose ≈ 4kcal ≈ 17 kJ1g Fett ≈ 9kcal ≈ 37 kJ
  • Polytrauma Definition Gleichzeitig entstandene Verletzungen mehrerer Körperregionen, bei denen mindestens eine oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist
  • Loco typico der traumatischen Aortenruptur Akute traumatische Aortenrupturen sind in etwa 70% der Fälle am "loco typico" im Aortenisthmusbereich
  • SIRS Definition Sepsis Definition Septischer Schock Definition Akutes Organversagen SIRS 2/4 der folgenden Kriterien: Luekos ≤4.000 / ≥12.000 Tempereatur ≤36 / ≥38 HF > 90/min AF > 20/min Sepsis: 2/4 SIRS Kriterien + positive BK oder 4/4 SIRS Kriterien Septischer Schock = Sepsis + Hypotonie Akutes Organversagen = 2/4 SIRS + Azidose Enzephalopathie Nierenversagen Thrombozytopenie
  • Horowitz Quotient Zur Einteilung des ARDS PaO2 / FiO2 < 200 -> ARDS (norm: 500) mild: 200-300 moderat: 100-200 schwer: < 100