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Pflegeforschung (Fach) / quantitative und qualitative Pflegeforschung (Lektion)

Klausurvorbereitung

Diese Lektion wurde von Burgerin01 erstellt.

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  • Was ist Pflegeforschung? Sinn und Zweck in der Pflege besteht vor allem darin, mit anerkannten und modernen Forschungsmethoden Theorie und Praxis des pflegerischen Handlungsfeldes begrifflich zu bestimmen, zu systematisieren, zu überprüfen und weiterzugeben. Damit entstehen pflegerische Konzepte und theoretische Verallgemeinerungen, die pflegerisches Wissen und Erfahrungen einer allgemeinen Kritik und Reflexion zugänglich machen. Im strengsten Sinne befasst sich die Pflegeforschung mit der systematischen Untersuchung der Pflegepraxis sowie mit den Auswirkungen dieser Praxis auf die betroffenen Kranken bzw. die Gesundheit der gesamten Bevölkerung. In erster Linie sind also Pflegepraxis und Pflegemaßnahmen Gegenstand ( Inhalte )  von Studien der Pflegeforschung, damit das pflegerische Wissen erweitert und auf eine solide, wissenschaftliche Basis gestellt wird. ( vom intuitiven weg, auf wissenschaftliche Basis bringen )
  • Was kann z.B. in der Praxis untersucht werden? - Untersuchungen neuer oder traditioneller   Pflegemethoden - Studien über die Pflege als Beziehungsprozess - Untersuchungen wie Kälte- und Wärmebehandlung als Dekubitusprophylaxe - Gefühlsarbeit in der Pflege
  • Gegenstände der Pflegeforschung - Pflegepraxis - Pflegemanagement - Pflegepolitik - Pflegebildung - Historische Forschung
  • Nenne die Stufen der Pflegekompetenz nach Benner!!! 1. Neuling 2. Fortgeschrittener Anfänger 3. Kompetent Pflegender 4. erfahrener Pflegender 5. Pflegeexperte
  • nach P.Benner / Merkmale Neuling - verfügen über keine Erfahrungen mit Situtionen - können keine komplexen Situationen erkennen - können keine Entscheidungen treffen - führen Handlungen stereotyp nach Handlungsschemata durch
  • Merkmale Fortgeschrittener Anfänger / nach P.Benner 1. genügen in ihren Leistungen schon gewissen Mindestanforderungen 2. können umfassende Merkmale erkennen, wenn sie über vorhergehende Erfahrungen verfügen 3. arbeiten noch immer Regelgebunden 4. wissen um die Bedeutung der Situation, die sie noch nicht bewältigen können → haben das Gefühl, dem Beruf und den Anforderungen nicht gewachsen zu sein!!
  • Merkmale Kompetent Pflegende / nach P. Benner 1. zwei bis drei Jahre im gleichen oder in einem ähnlichen Berufsfeld 2. fangen an Handlungen auf längerfristige Ziele und Pläne hin auszurichten 3. nutzen abstrakte und analytische Vorgehensweisen 4. unterscheiden wichtige von unwichtigen Attributen 5. Arbeitsweise noch nicht schnell wie bei höheren Kompetenzstufen 6. haben das Gefühl, den Anforderungen gewachsen zu sein
  • Merkmale: Erfahrende Pflegende / nach P.Benner 1. Situationen werden jetzt als ganzes wahrgenommen 2. das Handeln wird an Maximen ausgerichtet 3. Situationen werden spontan begriffen 4. bemerken am häufigsten Zustandverschlechterungen oder andere Probleme von Patienten, noch ehe es zu einer messbaren Veränderung der Vitalzeichen gekommen ist 5. verlassen die Stufe des Erfahrenen und kehren zu dem analytischen Vorgehen der Stufe der Kompetent zurück, wenn etwas ganz Neues in den Arbeitsbereich eingeführt wird
  • Mermale: Pflegeexperte / in // nach P.Benner 1. ist nicht mehr auf analytischen Prinzipien angewiesen ( Regeln, Richtlinien, Maximen ) 2. sind in der Lage, jede Situation intiutiv zu erfassen und direkt auf den Kern des Problems vorzustoßen 3. haben Probleme ihr Wissen in Worte zu fassen -   z.B. » Es schien mir das Richtige zu sein.« o. »Es sah gut aus.« 4. haben große Sicherheit in ihrer Wahrnehmung ( jahrelange Erfahrung in vielen Situationen ) → Das bedeutet nicht, dass nie Fehler unterlaufen !!!
  • die Schritte des Forschungsprozesses Ein Prozess ist ein Prozess, ist ein Prozess..... 1. Informationen sammeln 2. Ressourcen und Probleme erfassen 3. Pflegeziele setzen 4. Pflegemaßnahmen planen 5. Pflegemaßnahmen durchführen 6. Pflege überprüfen
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  • Unterschiedliche Forschungsansätze 1. quantitativer Forschungsansatz ( auch: statistischer ) 2. qualitativer Forschungsansatz ( auch: naturalistischer oder interpretativer )
  • Was gehört zum qualitativen Forschungsanatz? - Induktion ( man geht erst in die Praxis und dann in die Theorie ) - Wahrheit = subjektive Ausdruck der sozialen  Wirklichkeit ( subjektive Erleben des Betroffenen ) - halb oder nicht standardisierte Interviews - meist Textinterpretationen - gezielte Auswahl der Teilnehmer ( Teilnehmerzahl meist gering ) - Menschen sind komplexe Wesen, die ihre Lebenssituation jeweils eine besondere Bedeutung zumessen - von Einzelfall durch Schlussfolgerungen zu allgemeinen Prinzipien - Interview / Beobachtungen - Glaubwürdigkeit und Angemessenheit der Ergebnisse - Entwicklung von Theorien und Konzepten - bestimmte Phänomene erkennen und verstehen - man will verstehen
  • Was gehört zum quantitativen Forschungsansatz? - Deduktion ( erst Theorie und dann in die Praxis ) - Wahrheit = objektive Wirklichkeit, die mit den Sinnen erfasst beobachtet und gemessen wird - Representativität der Ergebnisse - meist Zahlen - große Stichproben - Menschen sind biopsychosoziale Wesen, die sich aufgrund biologischer, psychosozialerund sozialer Merkmale unterschieden - Ursachen klären, Beziehungen beschreiben - theoretische Annahmen ( Hypothese ) zu überprüfen - Interview ( schriftlich / mündlich ) - standardisiert Fragebögen / Beobachtungsbögen - Physiologische oder biologische Messungen - man will erklären
  • Besonderheiten quantitativer Studien - es werden Hypothesen aufgestellt Bsp. : - Die Belastungen von pflegenden Angehörigen, die keinen ambulanten Pflegedienst hinzuziehen, sind wesentlich größer als jene von pflegenden Angehörigen, die sich die Pflege und Betreuung mit ambulanten Pflegedienst teilen.
  • Forschungsdesigns im Überblick Quantitative Forschungsdesigns: 1. - Experimentelle Studien: - Randomisierte kontrollierte Studie ( RCT ), kontrollierte klinische Studie ( CCT ), Vorher-Nachher-Studie ( Prä-Posttest-Design )                                                            2. - Nicht experimentelle Studien - Kohortenstudie, Fall-Kontrollstudie, Querschnittsstudie Qualitative Forschungsdesigns: - Phänomenologie , Grounded Theory, Ethnografieforschung, Biografieforschung
  • Pflegeforschung und Umsetzung von Forschungsergebnissen / Tabelle --Aufbau - Forschungsfrage - Methode der Erkenntnisgewinnung - Datenerhebung / Instrumente - Stichprobe ( wieviele Teilnehmer an Studie ) - Repräsentativität - Welcher Forschungsansatz? Begründung - Ergebnisse der Studie - Bewertung →Ziel erreicht? →Schwachstellen / Verbesserungsmöglichkeiten, →Welche Aspekte sind für Ihre Praxis relevant?