Diagnostik 1 (Fach) / Hauptgütekriterien (Lektion)
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Pilsz
Diese Lektion wurde von Friedi erstellt.
- 3 Hauptgütekrieterien: Objektivität Reliabilität Validität
- 1. Objektivität Ergebnisse eines Tests sind unabhängig vom Untersucher „interpersonelle Übereinstimmung“ vollkommene Objektivität: verschiedene Untersucher kommen bei denselben Pbn zu denselben Ergebnissen Korrelationskoeffizient
- 3 Korrelationskoeffizienten der Objektivität Durchführungsobjektivität = Testleiterunabhängigkeit: Auswertungsobjektivität = Verrechnungssicherheit Interpretationsobjektivität = Interpretationseindeutigkeit:
- Durchführungsobjektivität = Testleiterunabhängigkeit: Ergebnisse sind unabhängig von zufälligen/systematischen Verhaltensvarationen des Untersuchers während der Testdurchführung Max: minimale Interaktion zwischen Untersucher & Pb (erreicht durch Standardisierung & PC-gestützte Testungen); Messen: eine Stichprobe wird von mehreren Untersuchern getestet & die Ergebnisse werden korreliert. Maßnahmen zur Erhöhung der Durchführungsobjektivität: Erklären der Ziele & des Ablaufs der Untersuchung & Unzutreffende Erwartungen korrigieren
- Auswertungsobjektivität = Verrechnungssicherheit: Korrekte Auswertung (numerisch/kategorial) des registrierten Testverhaltens nach vorgegeben Regeln; Max: PC-gestützte Testungen min: kompliziertes Auswertungssystem (Projektive Verfahren) & Individuelle Auswertungsfehler; → Messen: Testergebnisse werden von mehreren Untersuchern ausgewertet & die Ergebnisse werden korreliert
- Interpretationsobjektivität = Interpretationseindeutigkeit: Testergebnisse ist unabhängig von der Person; Max: aus gleichen Auswertungsergebnissen werden gleiche Schlüsse gezogen; Messen: Interpretationskategorien zur Auswahl stellen & prüfen ob mehrere Interpreten gleich zuordnen
- 2. Reliabilität ✶ Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst✶ „Zuverlässigkeit“✶ Reliabilitätskoeffizient
- Wozu dient der Reliabilitätskoeffizient? ✶ Feststellung der Messgenauigkeit eines Tests✶ Feststellung des kritischen Bereichs eines Testwertes (Vertrauensintervall)✶ Feststellung der kritischen Differenz zwischen 2 Testwerten
- Reliabilität: Übereinstimmung zwischen Testteilen = Innere Konsistenz: Paralleltest-Reliabilität: Testhalbierungs-Reliabilität = Split-half-Methode: Methode der Konsistenzanalyse:
- Paralleltest-Reliabilität: einer Stichprobe werden 2 miteinander streng vergleichbare Tests vorgelegt & die Ergebnisse werden korreliert; rtc ≥ 0,80
- Testhalbierungs-Reliabilität = Split-half-Methode: ein Test wird dem Pb vorgegeben & anschließend wird der Test in 2 gleichwertige Hälften geteilt; Testergebnisse werden für jede Hälfte ermittelt & dann korreliert; anschließend wird der Reliabilitätskoeffizient aufgewertet, dass er für beide Hälften gilt (x 2)
- Übereinstimmung zwischen 2 Zeitpunkten: ✶ Retest-Reliabilität: einer Stichprobe wird derselbe Test zweimal vorgelegt & dieErgebnisse werden korreliert Problem: Festsetzen eines adäquaten Intervalls; zu kurz: Lern- & Erinnerungseffekte; zu lang: Merkmalsänderungen können die Reliabilität künstlich verringern gute Bestimmung bei Speedtests & Persönlichkeitsfragebogen; schlechte Bestimmung bei Leistungstests mit zu kurzem Wiederholungsintervall; rtc ≥ 0,80
- Was passiert, wenn man alle 4 Methoden auf einen Test anwendet? man erhält 4 unterschiedliche Reliabilitätskoeffizienten, da jede Methode unterschiedliche Messfehlerarten & Messfehleranteile berücksichtigt
- Was benötigt man, um das Konfidenzintervall (den Bereich in dem mit hoher Wsk der wahre Wert eines Pb liegt) zu berechnen? den Reliabilitätskoeffizienten! Werte: Individualdiagnostik: rrr > 0,70 Gruppenvergleiche: rrr = 0,50-0,70 Auslese von Extremfällen: rrr < 0,50
- 3. Validität Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal, welches gemessen werden soll auch tatsächlich misst „Gültigkeit“ Interne Validität = innere Stimmigkeit & Konsistenz des Tests Externe Validität = Korrelation mit einem Außenkriterium
- Externe Validität = Korrelation mit einem Außenkriterium Inhaltliche Validität: Der Test ist so, dass er das zu erfassende Merkmal repräsentieren kann (der Test selbst ist ein optimales Kriterium um das Merkmal zu erfassen) KonstruktValidität: Aufgrund theoretischer Überlegungen kann der Test ein Konstrukt (Bsp. Angst) tatsächlich & vollständig erfassen Ökologische Validität: die Übertragung der Ergebnisse (aus einem Laborexperiment) auf das tatsächliche Leben, die natürliche Umgebung, etc Kriterienbezogene Validität: Zusammenhänge zwischen Testwert & Kriterien (testexternen Sachverhalten), auf die mithilfe des Tests geschlossen wird
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- Kriterienbezogene Validität Zusammenhänge zwischen Testwert & Kriterien(testexternen Sachverhalten), auf die mithilfe des Tests geschlossen wird - Konvergente Validität - Diskriminante Validität - Konkurrente Validität (ungefähr gleicher Zeitpunkt zw. Testwert & Kriterium) - Vorhersage, Prognostische, Prädiktive Validität (zeitlicher Abstand) - Retrospektive Validität (Zusammenhang mit vorher erhobenen Testwerten) - Inkrementelle Validität (Verbesserung der Vorhersage eines Kriteriums von einem bereits bestehenden Test; Bsp. Studienerfolg über Intelligenztest undAufmerksamkeitstest vorhersagen)
- Methoden Externe Validität: 1. Korrelation des Tests mit mehreren Außenkriterien2. Korrelation des Tests mit Tests ähnlicher Validität (konvergente Validität)3. Korrelation des Tests mit Tests die andere Persönlichkeitsmerkmale erfassen (divergente Validität)4. Faktorenanalyse
- Werte von Validität: ✶ Statistische Vorhersage: rtc ≥ 0,70 (Praxis: rtc ≥ 0,60)✶ Individuelle Begutachtung: rtc ≥ 0,70✶ Testbatterien: rtc ≈ 0,50
