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Neurologische Erkrankungen (Fach) / Schlaganfall (Lektion)
Krankheitslehre
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- Was ist ein Schlaganfall? Akute Durchblutungsstörung oder Blutung des Gehirns mit neurologischen Ausfällen 80-85% sind Ischämische Schlaganfälle durch verminderte Blutversorgung des Gehirns, die zum Untergang von Hirngewebe führt
- Was ist die Ursache eines Schlaganfalls? Thrombotischer Gefäßverschluss Arterio-arterielle Embolie Embolie aus dem Herzen Karotisdissektion 10-15% Folge einer geplatzten Hirnarterie (intrazerebrale Blutung)
- Nenne Risikofaktoren des Schlaganfalls Hirnischämie: Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen und Ovulationshemmer Schlaganfall durch Gehirnblutung: Arterielle Hypertonie
- Nenne Symptome eine Schlaganfalls Unvollständige oder eher selten vollständige Halbseitenlähmung Halbseitige Sensibilitätsstörung Sehstörungen Aphasie Neurologische Ausfälle von oft nur wenigen Minuten Dauer, z. B. Sehstörungen auf einem Auge, Sensibilitätsstörungen oder kurzzeitige Lähmungen.
- Wie wird ein Schlaganfall diagnostiziert? Blutuntersuchung: Blutbild, Blutzucker, Elektrolyte, Nierenwerte, Gerinnung BZ-Stix: zum Ausschluss eines hypoglykämischen Komas EKG CT oder MRT: Differenzierung von Ischämie und Blutung CT- oder MR-Angiographie zur Darstellung der Gefäße Monitoring, Temperatur, Schluckversuch Regelmäßige Kontrollen des neurologischen Befundes
- Nenne Erstmaßnahmen bei Verdacht auf akuten Schlaganfall Vitalzeichen kontrollieren (Monitoring), Atmung sichern, Sauerstoff geben Arzt verständigen (lassen) Venösen Zugang legen (lassen), Infusion (z. B. Ringer-Lösung) anhängen Akutdiagnostik organisieren: Notfall-Labor, EKG, CT/ Kernspintomografie des Gehirns.
- Wie wird ein Schlaganfall behandelt? Sicherung der Atmung. Sauerstoffgabe (2–4 l/ min.), ggf. Intubation Sicherung der Herz- und Kreislauftätigkeit. Zielwert für den systolischen Blutdruck liegt zunächst bei 140–180 mmHg; ggf. Katecholamine geben Korrektur des Flüssigkeitshaushalts durch Infusionen Regulation des Blutzuckers. Bei > 200 mg/ dl Gabe von (kurz wirksamem) Insulin Normalisierung der Körpertemperatur Lysetherapie (recominant tissue plasminogen activator) verbessert die Prognose eines ischämischen Schlaganfalls Rekanalisierende katheterinterventionelle Verfahren zur Thrombusentfernung Behandlung des Hirnödems Thromboseprophylaxe Low-dose-Heparinisierung Intensive Frührehabilitation per Bobath-Konzep, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie Verhinderung weiterer Komplikationen per Prophylaxen. Erhebung international standardisierter Parameter (auf Stroke Units üblich): Schlaganfallskala der NIHSS (National Institutes of Health Stroke Scale), beschreibt das Ausmaß der Gehirnschädigung Barthel-Index, erfasst die Einschränkungen Erweiterter Barthel-Index, ermittelt auch die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten European Stroke Scale (ESS), beurteilt Kraft der Arme, Beine und des Gesichts, die Sprache und das Gesichtsfeld. Rezidivprophylaxe: Bei Vorhofflimmern, Herzwandaneurysma, Thromben in den Herzhöhlen oder Gefäßdissektion langfristige orale Hemmung der Blutgerinnung Ggf. Blutdrucksenkung Gabe eines Statins Bei Karotisstenosen ggf. Karotis-Thrombendarteriektomie oder Anlage eines Stents.
- Welche Komplikationen können nach einem Schlaganfall auftreten? Schmerzhafte Schulter, Traumatisierung durch unphysiologische Bewegungen und falsches Handling Subluxierte Schulter, Folge muskulärer Dysbalance Hand-Syndrom: Behinderung des venösen und lymphatischen Abflusses. Die Hand schwillt an und ist überwärmt Hüfte: Schmerzen beim Anbeugen, Drehen oder Sitzen
- Nenne Therapieziele des Bobath-Konzepts Einflussnahme auf den Muskeltonus: Hypertone und Hyptone Muskeltonus Förderung der normalen Bewegung: Betroffene Körperseite im Bewegungsablauf miteinbeziehen Warnehmungsförderung: Positionswechsel, Beidseitige Bewegungen und Bewegungsübergänge (Transfers)
- Ziele der Positionierung des Bobath-Konzepts Wohlbefinden des Patienten Schmerzfreiheit Sicherheit Bewegungserleichterung, damit der Patient eigene Bewegung durchführen kann Verbesserung der Sensorik, regelmäßige veränderung der Position Dekubitus-, Pneumonie-, Kontrakturprophylaxe, Spitzfußprophylaxe
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- Prävention und Gesundheitsberatung beim Schlaganfall Verständnis der Betroffenen und Angehörigen zur weitereführung der Ansätze und Therapieverfahren Hilfe bei Aphasie, Schluckstörungen oder Inkontinenz Reha erst meist lange nach klinischen Erstphase