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Prüfungsaufgaben (Teil I) (Fach) / Rechnungswesen (Lektion)
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- Sie beachten als vorsichtiger Kaufmann beim Jahresabschluss das im HGB verankerte Vorsichtsprinzip das daraus resultierend Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip. Beschreiben sie diese drei Prinzipien. Vorsichtsprinzip: (vorsichtige Bewertung u. Berücksichtigung aller Risiken und Verluste) Das Vorsichtsprinzip fordert eine vorichtige Bewertung und eine angemessene Berücksichtigung nametlich aller vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlusstag entstanden sind, selbst wenn diese zwischen dem Abschlussstichtag un der Aufstellung des JA bekannt geworden sind. Damit dient das Vorsichtsprinzip der Kapitalhaltung. Realisationsprinzip: (Gewinne die realisierbar sind auszuweisen) Gewinne sind erst dann auszuweisen, wenn sie realisiert sind. Dies ist erst im Falle des Verkaufes gegeben. Imparitätsprinzip: (absehbare Verluste) Das Imparitätsprinzip bestimmt, dass nicht realisierte, aber bereits absehbare Verluste ausgewiesen werden müssen, selbst wenn diese erst zw dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des JA bekannt geworden sind.
- Erläutern Sie die drei Bestandteile des JA einer KG. Bilanz: Die Bilanz ist eine Stichtagsbetrachtung! In der Bilanz sind Anlage- und Umlaufvermögen, das EK, die Schulden, sowie die Rechnungsabgrenzungsposten gesondert auszuweisen und hinreichend aufzugliedern. GuV-Rechnung: Die GuV ist dagegen eine Zeitraumbetrachtung und weist alle Aufwendungen und erträge des Geschäftsjahres aus. Durch Saldierung ergibt sich der Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag. GuV ermöglicht damit einen Einblick in die Ertragslage eines U. Anhang: Der Anhang hat die Aufgabe, ganz bestimmte Positionen der Bilanz und GuV näher zu erläutern. Das ermöglicht einen genaueren Einblick in die Rechnungslegung.
- Die Planungsrechnung ist ein zukunftsorientiertes Steuerung- und Kontrollinstrument. Sie kann sich auf alle Unternehmensbereiche beziehen, indem für die einzelnen Bereiche eine jeweilige Teilplanung vorgenommen wird. Nennen Sie anhand der nachfolgenden Informationen den jeweiligen Teilplan: 1. Angaben der möglichst absetzbare Mengen in der Planperiode 2. Angaben der anzuschaffenden Maschinen zum jeweiligen Anschaffungszeitpunkt 3. Angaben der zu verkaufender Produkte mit den jeweiligen Mengen und den jeweils geplanten Preisen 4. Anzahl der benötigten MA mit der jeweils notwendigen Qualifikation Angabe der benötigten Finanzmittel zum jeweiligen Zeitpunkt. Absatzplan Investitionsplan Umsatzplan Personalbedarfsplan Finanzplan
- Nach den Vorschriften des HGB hat die Bilanz den Grundsätzliche ordnungsgemäßer Bilanzierung zu entsprechen. Beschreiben Sie diese drei Grundsätze. Grundsatz der Vollständigkeit vollständige Erfassung aller Vermögemsgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge. Grundsatz der Bilanzidentität Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz müssen mit den Wertansätzen der vorangegangenen Schlussbilanz übereinstimmen. Grundsatz der Bewertungsstetigkeits die auf den vorhergehenden JA angewanten Bewertungsmethoden sind beizuhalten.
- Erläutern Sie die Aufgabe der Abgrenzungsrechnung innerhalb der Kostenartenrechnung Die Abgrenzungsrechnung grenzt alle periodenfremde, außerordentliche und betriebsfremde Aufwendungen bzw. erträge aus der KLR ab. Darüberhinaus ermittelt sie somit das Gesamtergebnis, das NEUTRALE ERGEBNIS.
- Im Branchenschnitt wurde eine EK-rentabilität von 18% festgelegt. Erläutern sie drei Maßnahmen zur Erreichung des Branchenschnittes. Ergebnisverbesserung durch Kostensenkung Abschluss von Krediten mit günstigeren Konditionen Ergebnisverbesserung durch bessere Kapazotätsauslastung
- Nennen Sie jeweils ein geeignetes betr. Beispiel für: 1. betriebsfremde Erträge 2. außerordentliche betr. Aufwendungen 3. außerordentliche betr. Erträge 4. periodenfremde Aufwendungen 5. betriebsfremde Aufwendungen 6.Zusatzkosten Erträge aus Wertpapierverkäufen Verkauf einer Maschine unter Buchwert Verkauf eine Firmenfahrzeuges über Buchwert Nachzahlung von Löhne Spende kalk. Unternehmerlohn
- Geben Sie für nachfolgende Geschäftsfälle an, wie diese sich auf den Gewinn auswirken. Begründen Sie ihre Entscheidungen 1. Verkauf einer nicht mehr benötigten Bohrmaschine über Buchwert. 2. Ein Kunde überweist den in Rechnung gestellten Betrag für eine in der Vorbeirede gelieferte Ware. 3. Überweisung einer Lieferantenrechnung für Büromaterial unter Abzug von 2% Skonto. 4. Die monatliche Überweisung der Umsatzsteuerzahllast wird vorgenommen. 5. Kunde erhält einen Preisnachlass der Gewinn steigt, da der Verkaufserlös über dem Buchwert liegt Der Gewinn bleibt unverändert, da nur Bestandskonten und keine Erfolgskonten angesprochen werden. Der Gewinn steigt, da der Skontoabzug zu einer Aufwandsminderung führt. der Gewinn sinkt, da der Preisnachlass zu einer Ertragsminderung führt.
- Die Industrie GmbH kauft am 1. August zur vorübergehenden Geldanlage 5.000 Aktien der WV AG zum Kurs von 90 € je Aktie. Beim Kauf sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 900 € angefallen. 1. Begründen Sie den Wertansatz in der Handelsbilanz für den fall, dass der Börsenwert (Tageswert) einer Aktie am Bilanzstichtag 110 € beträgt. 2. Durch einen Börsencrash sinkt der Aktienkurs der WV AG am Bilanzstichtag auf 62 € Begründen Sie für diesen Fall den Bilanzansatz. Anschaffungswertprinzip, d.h. nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden. Die Bewertungsobergrenze stellen die Anschaffungskosten in Höhe von 90 € je Aktien und die Anschaffungsnebenkosten von 900 € dar. Strenges Niederstwertprinzip d.h. von zwei möglichen Wertansätzen muss stets der niedrigste Wert, hier 62€ je Aktien ausgewiesen werden. Dieses Bewertungsprinzip gilt uneingeschränkt für das Umlaufvermögen,also auch dann, wenn es sich nur um eine vorübergehende Wertminderung handelt.
- In Ihrem Unternehmen besteht das Rechnungswesen aus Finanzbuchhaltung und Kosten-und Leistungsrechnung. Grenzen sie anhand von drei Kriterien die Aufgaben voneinander ab. Kriterien Verpflichtung Rechenschaftslegung Aufgabengebiete Verpflichtungen: Fibu: gesetzlich vorgeschrieben, KLR: freie Durchführung Rechenschaftslegung: Fibu: externes Rechnungswesen, KLR: internes Rechnungswesen Aufgabengebiete: Fibu: Erfassung aller Zu-und Abgänge im Geschäftsjahr, Erstellung der Bilanz und GuV. KLR: Erfassung der Kosten, Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen
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- Unterscheiden Sie anhand von drei Merkmalen -die bilanziere Abschreibung von -der kalkulatorische Abschreibung. Merkmale: Abschreibungsbasis ND Abschreibungsmethode Abschreibungsbasis: bil. Ab.: Anschaffungskosten. kalk. Ab. Wiederbeschaffungswert ND: bil.Ab: betriebsgewöhnliche ND. kalk.Ab.: geplante ND Ab.methode: bil.Ab.: gesetzliche vorgaben. kalk. Ab.: frei wählbar.
- Beschreiben Sie die Begriffe -AV -UV -Rücklage -Rückstellung Das AV umfasst alle Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dem U dauernd zu dienen das UV gehören Gegenstände, deren Bestand sich durch den Betriebsprozess durch Zu-und Abgänge häufig ändert. Rücklagen sind Bestandteile des EK, die bei KG auf gesonderten Rücklagenkonto offen ausgewiesen werden. Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, die zwar der Art nach bekannt sind, deren Höhe und Fälligkeit jedoch ungewiss ist.
- Beschreiben Sie zwei Anwendungen der Teilkostenrechnung anhand je eines Beispiels aus der Praxis. Die Teilkostenrechnung wird zB im Handel angewendet, um anhand des Db das Sortiment optimal zu gestalten Die Teilkostenrechnung wird zB in der Industrie angewendet, um mithilfe des Db die Gewinnschwelle zu berechnen.