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Kreislauf- und Gefäßerkrankungen (Fach) / Hypertonie (Lektion)
Hypertonie
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- Hypertonie - Definition Dauerhafte, nicht situationsabhängige Blutdruckerhöhung über 140/90 mmHg
- Hypertonie - Krankheitsentstehung Primäre Hypertonie: Multifaktoriell (überwiegend) (Genetische Faktoren, Falsche Ernährung,ungünstiger Lebensstil) Sekundäre Hypertonie: Folge anderer Erkrankungen (Schilddrüsenüberfunktion, Cushing-Syndrom, primäre Hyperaldosteronismus, renoparenchymatöse Hypertonie, renovaskuläre Hypertonie, Arzneimittel)
- Hypertonie - Symptome keinerlei Beschwerden (zufällige Diagnose) (morgendliche) Kopfschmerzen Ohrensausen Herzklopfen Dyspnoe Schwindel oder Schweißausbrüche, besonders bei Belastung
- Hypertonie - Spätkomplikationen Gefäße: Arteriosklerose Auge: Netzhautschäden Herz: Linksherzhypertrophie, Hypertrophische Kardiomyopathie, Koronare Herzkrankheit Niere: hypertensive Nephropathie, Arteriosklerotische Schrumpfniere, Niereninsuffizienz bis zum Nierenversagen Gehirn: Schlaganfall
- Hypertonie - Diagnostik Schweregradbestimmung Abgrenzung der Hypertonieformen Erfassung von Folgeschäden Diagnose weiterer kardiovaskulärer Risikofaktoren Basisprogramm: Blutdruckmessung Blutuntersuchungen, z.B. Schilddrüsenwerte, Elektrolyte, Kreatinin, Blutbild, Glukose, Blutfette, Harnsäure Urinuntersuchung Rö-Thorax, EKG und Echokardiografie Augenärztliche Untersuchung Weiterführende Diagnostik: Ultraschall der Bauchorgane ggf. Duplex-Sono der Nierenarterien, Angiografie Hormonanalysen, z.B. Schilddrüsenhormone, Kortisol, Dexamethason, Renin- und Aldosteronbestimmung, 24h Urin auf Katecholamine
- Hypertonie - Pflege Compliance des Patienten sicherstellen Aufklärung über Erkrankungsfolgen und vorübergehende Nebenwirkungen der Arzneimittel Regelmäßige Blutdruck-Kontrolle; Beobachtung der Patienten auf Wirkungen der Blutdruckmedikation
- Hypertonie - Prävention Nach vergessener Arzneimittel-Einnahme: Packungsbeilage beachten Anleitung zur RR-Kontrolle, RR-Tagebuch Regelmäßige Vergleichsmessung durch Pflegende oder Arzt Minimierung von Risikofaktoren: Abbau von Übergewicht, Nikotinkarenz, Alkoholkonsum einschränken, kochsalz- und fettreduzierte Kost, reichlich Obst und Gemüse Stressabbau, Stressbewältigungsstrategien Mildes Ausdauertraining, 3 mal wöchentlich über 20-30 Minuten Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Schulungsprogrammen, Sportgruppen Regelmäßige Arztbesuche
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