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Sozialpsychologie (Fach) / Einführung & Methoden (Lektion)
Studium
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- Ausgehend von dem, was Sie bisher über Sozialpsychologie wissen: In welchen Bereichen des Alltagslebens und in welchen anderen Disziplinen und Anwendungen spielt Sozialpsycholgie eine Rolle bzw. welche Bereiche könnten Sozalpsychologen untersuchen? Bereiche: Prozesse innerhalb und zwischen sozialen Gruppen, sowie Auswirkung auf das Erleben und Verhalten der Gruppenmitglieder Tätigkeit: in psychologischen Betreuung, Coaching, n in unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen (v.a. Einrichtungen des Sozialwesens: Beratungsstellen, Organisationen der freien Wohlfahrtpflege, Jugendhilfe), in Sozialämtern, in der beruflichen Erwachsenbildung
- Was unterscheidet die Sozialpsychologie von der Soziologie, was von der Persönlichkeitspsycholgie? Soziologie: allgemeine Gesetze und Theorien über Gesellschaft/Gruppen; nicht Individuen Sozialpsychologie: Untersuchung aller Menschen wie sie Situationen konstruieren und wie sie auf das soziale Umfeld reagieren Persönlichkeitspsychologie: Untersuchung der Merkmale, die Individuen einzigartig machen und von anderen unterscheiden
- Erläutern Sie zwei Grundprinzipien der Sozialpsychologie. sozialer Einfluss ist allgegenwärtig dr. soziale+affektive+kognitive Prozesse entsteht eine subjektive konstruktion der sozialen realität, die zu sozialem Verhalten führt
- Würde die Sozialpsychologie behaupten, dass sich alle Menschen in einer bestimmten sozialen Situation in gleicher Weise verhalten? nein (subjektive Realität!)
- Was bedeutet es, wenn wir sagen, Sozialpsychologie sei eine empirische Wissenschaft? Suche nach Mustern in unserer Umwelt, bei der Informationen (Daten) aus der Umwelt erhoben und im Anschluss ausgewertet werden (Datenerhebung erfolgt dabei geplant und die dort eingesetzten Methoden genügen – ebenso wie die Methoden zur Datenauswertung – zuvor aufgestellten Kriterien)
- Was ist eine Korrelation? Eine Korrelation misst die Stärke einer statistischen Beziehung von zwei Variablen zueinander.
- Was bedeuten die Begriffe Konstruktvalidität, interne Validität, externe Validität, Randomisierung und Konfundierung? Konstruktvalidität: Operationalisierung entspricht theoret. Konstrukt interne Validität: nur uV beeinflusst systemat. uV (Kausalzusammenhang) externe Validität: Ergebnisse nicht an spezielle Sit.&Pers. gebunden (Generalisierbarkeit) Randomisierung: Teilnehmer zufällig einer Experimentalgruppe zuweisen (Zufallsauswahl) Konfundierung: Drittvariable, die sowohl mit unabhängigen als abhängigen Variable in Zusammenhang steht (Störvariablen)
- Warum ist Randomisierung beim Experiment so wichtig? bekannte und unbekannte personengebundene Störgrößen sollen hiermit gleichmäßig auf Experimental- und Kontrollgruppen verteiltwerden
- Welche Aussagen erlaubt ein Experiment, die man aufgrund einer Korrelationsstudie so nicht machen könnte? Ein Experiment erlaubt einen kausalen Schluss bzgl. des Zusammenhangs.
- Finden Sie Beispiele in den Medien, wo Korrelation mit Kausalität gleichgesetzt wird. Suchen Sie nach Alternativerklärungen. Die langlebigen Ehrenamtlichen. Wahrscheinlich sind es einfach die Fitteren, die sowohl häufiger ehrenamtlich tätig sind als auch länger leben. Das gefährliche Tragen von Schusswaffen. Gemeinsame Ursache für beides, das Tragen der Waffe und das Sterben, ist die Bedrohung. Die konservativen Wähler in der Kirche. Ist nicht vorstellbar, dass dort, wo konservative Haltungen vorherrschen, das Wahllokal öfter als anderswo eine Kirche ist? Die kranken Arbeitslosen. Zwischen der Gruppe der Arbeitenden und der Gruppe der Arbeitslosen gibt es Unmengen an statistischen Unterschieden, von denen auch andere als die Arbeitslosigkeit selbst Ursache der häufigeren Arztbesuche sein können. Zum Beispiel das Alter. Die Armut durch Kinder. Ein schönes Beispiel, denn im Allgemeinen wird der Zusammenhang anders herum formuliert: Ärmere Menschen haben in Deutschland im Durchschnitt mehr Kinder. Dass die Kausalität mal in der einen und mal in der anderen Richtung gesehen wird, zeigt nur: man kennt sie nicht. Der einträgliche Doktortitel. Der Vergleich der Einkommen von Promovierten und Unpromovierten kann auch hier nur die Korrelation zeigen, die sehr wohl anders zustande kommen kann als durch Kausalität. Promovierte sind im Durchschnitt ehrgeiziger, ausdauernder und intelligenter als der Rest, und all das wären sie auch ohne den Titel. Wer will wissen, ob nicht allein das den Unterschied im Einkommen erklärt? Die Privatuni. Ähnliche Situation; die Studenten einer Privatuni sind kein Querschnitt der gesamten Studentenschaft. Sie heben sich durch gewisse Merkmale ab; vielleicht Fleiß, Ehrgeiz, Intelligenz oder eine bestimmte Art von Elternhaus. Es ist denkbar, dass sie mit solchen abweichenden Voraussetzungen auch als Abgänger einer staatlichen Hochschule ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen erzielen würden. Ob und gegebenenfalls um wie viel die Investition in die Privatuni das spätere Einkommen verbessert, ist mit reiner Beobachtung nicht feststellbar. Der Aufstieg der Makaken durch Freundschaft. Könnte es nicht sein, dass es einfach ein größeres soziales Talent ist, das den Glücklichen sowohl gute Freunde als auch hohe Positionen einbringt? Die guten Noten durch geregelte Schlafenszeiten. Wahrscheinlicher als die behauptete Kausalität ist, dass eine gewisse Strenge der Eltern sich in beidem äußert, geregelten Schlafenszeiten und guten Noten. Auf keinen Fall können diese und andere denkbare Erklärungen für die Korrelation einfach ausgeschlossen werden. → http://steffengerlach.de/vermischtes/korrelation_und_kausalitaet.html
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- Was versteht man unter unabhängiger Variable, was unter abhängiger Variable? Unabhängige Variablen bzw. Prädiktorvariablen stellen Variablen dar, mit deren Hilfe eine abhängige Variable vorhergesagt werden soll.
- Ist es ein Problem, dass sozialpsycholog. Experimente primär an Studierenden der Psychologie durchgeführt werden? Was spricht aus Ihrer Sicht für und gegen diese Annahmen? pro: leicht gefunden contra: Quasiexperiment
- Erklären Sie die Begriffe Mediator und Moderator. Mediator ist die vermittelnde Variable (durch B hat A Effekt auf C) Moderator bezieht sich auf einen Interaktionseffekt (B beeinflusst Beziehung zwischen A und c)
- Sie haben die Hypothese, dass die momentane Stimmung einer Person die Hilfeleistung dieser Person fördert. Wie würden Sie diese Hypothese überprüfen? Bestimmen Sie die Operationalisierung der unabhängigen und der abhängigen Variablen. Wie stellen Sie die Konstruktvalidität sicher? Wie die interne Validität? Konstrukt: Stimmung beeinflusst Hilfeleistung Operationalisierung: Text über glückliche Sit. vs. traurige Momente Ablauf: erst Text, dann begegnet Vpn "zufällig" hilfebdeürftiger Person (alte Dame ist Plastetüte mit Einkäufen kaputt gegangen etc.)
- Medizinische Studenten fanden einen positiven Zusammenhang (Korrelation) zwischen Kaffeetrinkern und Herzinfarkt. Man spekulierte, dass Kaffee die Ursache von Herzinfarkt sein könnte. Was meinen Sie? Welche Drittvariable könnte die Korrelation erklären? Wie könnte man im Prinzip diese Hypothese überprüfen? Patient isst vorwiegend fettreich, bewegt sich wenig, hat Diabetes, raucht viel, ist betagter...
- Entwerfen Sie zu folgender Annahme ein Experiment und eine Korrelationsstudie: "Das Spielen gewalthaltiger Computerspiele führt zu aggressivem Verhalten." Experiment: uV "gewalthaltiges Spiel" vs "gewaltfreies Spiel" aV "aggressives Verhalten" Ablauf: erst Computerspiele spielen lassen, dann Möglichkeit geben auf Puppe einzuschlagen Korrelation: zwei Skalen: aggressives Verhalten und gewalthaltige Spiele
- Was hat es mit dem Hawthorne-Effekt auf sich? Kann beim Experiment auftreten und bezeichnet unbeabsichtigte Manipulation (interne Validität).
- Was ist der Unterschied zwischen Mess- und Konstruktebene? Die Messebene bildet die Operationalisierung ab und die Konstruktebene die Theorie .