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Psychologie (Fach) / 5. Fragen Entwicklungspsychologie (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Timo87 erstellt.
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- Prozesse des Entwicklungsgeschehens Wachstum Reifung Differenzierung Lernen Prägung Sozialisation
- psychosoziale Krisen nach Erikson Entwicklung = Bewältigung von alterspezifischen Anforderungen (Krisen) nicht negativ, sondern Entwicklungsschritte Resultieren aus sozialer Einbettung Säuglingsalter: Urvertrauen vs. Urmisstrauen --> Hoffnung Kleinkindalter: Autonomie vs. Scham & Zweifel --> Willenskraft Spielalter: Initiative vs. Schuldgefühl --> Entscheidungsfähigkeit Schulalter: Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl --> Kompetenz Adoleszenz: Identität vs. Identitätsdiffusion --> Sicherheit Frühes Erwachsenenalter: Intimität vs. Isolierung --> Liebe Erwachsenenalter: Generativität vs. Stagnation --> Verantwortlichkeit Reifes Erwachsenenalter: Integrität vs. Verzweiflung --> Weisheit
- Entwicklungsaufgaben (Def. nach Havighurst) Lebenslauf = Folge von Problemen die für die Mehrheit der Menschen gelten --> Entwicklungsaufgaben Artikulation entwicklungspsychologischen Wissens einer Gesellschaft normative und deskriptive Elemente Ursachen: Biologische Veränderungen des Organismus (Pubertät, Menopause, Krankheit) Durch Gesellschaft gestellte Aufgaben (Schule, Ausbildung) Werte und Ziele des Individuums (z.B. in andere Länder Reisen)
- kritische Lebensereignisse (nach Filipp) Einschnitte und Übergänge im Lebenslauf normativ: in der Kultur/gesellschaftlichen Struktur verankert oder allgemein körperlich bedingt (Tod) nicht-normativ: sozial nicht vorgegeben oder geteilt, meist plötzlich oder unerwartet Einschulung (normativ) Pubertät (normativ) Scheidung der Eltern (nicht normativ) Orts-Schulwechsel (nicht normativ) Arbeitslosigkeit (nicht normativ) Erkrankungen (nicht normativ) Eintritt in Ruhestand (normativ) Tod (normativ)
- zentrale psychosoziale Krise des Jugendalters (nach Erikson) 1. Krise der Adoleszens: Identität vs. Identitätsdiffusion 2. Zentrale Aufgabe: Integrationsleistungen Integration psychosexueller und psychosozialer Veränderungen Orientierung in der Erwachsenenwelt, Finden einer eigenen Position und eigener Werte 3. Ziel: Sicherheit, Identitätsfindung
- Jugend Entwicklungsstadium im individuellen Lebenslauf Forschungsfeld der Erziehungswissenschaft, Entwicklungspsychologie, Soziologie soziohistorische Konstruktion einer Lebensphase soziokulturelle Lebensform bzw. Ausdruck eines Lebensgefühls (Jugendkultur) oft auch ein gesellschaftliches Ideal
- Befund der Hirnforschung in Bezug auf das jugendliche Gehirn Gehirn von Jugendlichen reagiert anders auf Umweltreize Frontalhirn wahrscheinlich noch nicht in der Lage, Teile des Zwischenhirns zu kontrollieren, in denen Gefühle entstehen Reaktionen (v. a. auf affektive Information) eher impulsiv anstatt rational/durchdacht
- Funktionen des Frontalhirns. Planung, Organisation vorausschauendes Handeln Aufmerksamkeitssteuerung moralische Bewertung Kontrolle von Emotionen
- Beziehung Jugendlicher zu Eltern heute Autorität und Strafen weniger bedeutsam Anordnungen --> diskursive Entscheidungen Jugendliche als Gesprächspartner (auch Probleme) Pubertät (entgegen des Klischees) oft ruhig Jugendliche leben länger in Familie Shell-Jugendstudie 2010: 90% haben ein gutes Verhältnis zu Eltern Fast drei Viertel wollen ähnlich erziehen Fast drei Viertel wohnen bei ihren Eltern (kosten, bequem)
- Stufenmodell der Moralentwicklung (Kohlberg). I) Präkonventionell 1. Heteronome Moral --> Belohnung, Strafe. 2. Austauschmoral --> Gegenseitigkeit (eigene Interessen/ Anerkennung der Anderer) II) Konventionell: 3: Good-boy-nice-girl-Moral --> Wechselseitige Erwartungen (Beziehungen/ Zuneigung/ Anerkennung) 4. Rechte-und-Pflichten-Moral --> Gesetze; Verpflichtung gegenüber Gesellschaft als System III) Postkonventionell: 5. Prinzipien- und Sozialvertragsmoral --> Freiwillige Verpflichtung Gesellschaftsvertrag/ soziale Beziehungen 6. Universelle Prinzipienmoral, ideale Moralität --> Freiwillige Verpflichtung universelle moralischen Prinzipien; Orientierung am kategorischen Imperativ.
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- Pubertät Zeit der eintretenden Geschlechtsreife
- Adoleszenz Adoleszenz: Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter Frühe Adoleszenz: 10-13 Mittlere Adoleszenz: 14-17 Späte Adoleszenz: 18-22 Postadoleszenz: Verlängerung des Zeitabschnitts des Jugendalters z.B. durch Verlängerung der schulischen und beruflichen Ausbildung
- Jugendkultur Jugendalter galt langer als Zeit des Sturm und Drang (z.B. 60er: Jugendkulturen als Gegenkulturen) Seit 70ern starke Ausdifferenzierung und Globalisierung Heute: Nicht mehr generell Gegenkulturen (z.B. Aufbegehren gegen Eltern weniger)
- Entwicklungsaufgaben im Jugendalter (nach Havighurst) Neue und reife Beziehungen zu Gleichaltrigen maskuline / feminine soziale Rolle Akzeptanz des eigenen Körpers emotionale Unabhängigkeit von Eltern Vorbereitung auf Heirat und Familie Vorbereitung auf Berufsleben Erwerb von Werten --> Verhaltenleitfaden Entwicklung sozial verantwortlichen Verhaltens
- Egozentrismus in der frühen Adoleszenz Erklärung (Elkind) Physische Veränderungen + Veränderungen in der soz. Interaktion Aufmerksamkeit richtet sich verstärkt auf eigene Person eigene Gedanken und Gedanken anderer werden konzeptualisiert
- Mögliche Folgen von Egozentrismus in der Adoleszenz Imaginary audience: Fokus der eigenen Aufmerksamkeit wird anderen zugeschrieben Verhalten wie für ein imaginäres Publikum Übergeneralisierung eigener Gedanken bzw. der Bedeutung der eigenen Person Personal Fable: Empfinden einer vollständigen Individuation Fehlende Vorstellung, dass andere ähnlich empfinden / sich ähnlich wichtig nehmen
- Bedeutung von Peers (Oerter und Dreher) Verwirklichung von Gleichheit und Souveränität Gleichheit in Gruppe verlangt Gerechtigkeit und Akzeptanz von Unterschieden Souveränität durch Selbstdarstellung, Verwirklichung gemeinsamer Ziele
- Bedeutung von Peers (Flammer) 1. Gewinn sozialen Wissens Perspektivwechsel/ psych. Wissen (Akzeptanz) 2. Entwicklung von Zugehörigkeit, Rolle, Identität Entscheidungen/ Experimente Spiegel des Selbst Modelle (nachgeahmt o. abgeleht) Auseinandersetzung mit anderen Gewohnheiten, anderer Herkunft