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Kognition I (Fach) / Kognition I (Lektion)
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- Welche Arten von Informationen werden jeweils über die dorsale und die ventrale Bahn in den extrastriären Kortex weitergeleitet (je zwei nennen)? dorsale Bahn / Parietaler Strom / "Wo-Strom" / "Wie-Strom"- Handlung- Bewegung- Postitionventrale Bahn / Temporaler Strom / "Was-Strom"- Objekterkennung- Farberkennung- Mustererkennung- Formwahrnehmung
- Welche optische Täuschung ist hier abgebildet? → Hermann-Gitter Welche Erklärung gibt es für ihr Auftreten? Laterale Inhibition benachbarte Rezeptoren inhibieren sich gegenseitig, weßhalb es zur Wahrnehmung der hellen Punkte an den Kreuzungen der Balken kommt
- Nennen Sie die Formel für das Weber’sche Gesetz, und erläutern Sie ihre Bedeutung in Worten. Mittlere Bereiche:∆S = k S k = Weber Konstante (ohne Einheit)∆S = jnd (Maßeinheit für Empfindungen)S = Reizintensität Wenn eine Reizitensität erhöht wird, steht ein subjektiv empfundener Unterschied in Relation zum Ausgangsreiz.Die Proportion bleibt konstant, egal wie intensiv der Standard-Stimulus ist! Je größer die Weber-Konstante k, umso mehr Veränderung ist nötig, um einen Unterschied zu spüren!die Außnahme bildern Randbereiche:Randbereiche:∆S > k S
- Erläutern Sie die psycho-physikalische Herstellungsmethode an einem selbstgewählten Beispiel. Ein Proband wird instruiert mit einem Drehknopf den Intensitätsgrad der Lautstärke eines Tons so einzustellen, dass er ihn gerade noch hört. Der Mittelwert aller so eingestellten Reizintensität → Absolutschwelle.Vorteil: sehr schnellNachteil: wenig reliabel
- Gegenfarbentheorie (Hering, 1874) a) Welche Farben bilden die Paare? rot-grünblau-gelbschwarz-weiß
- Gegenfarbentheorie (Hering, 1874) Welche Farben bilden die Paare? Wie lässt sich diese Paarung experimentell nachweisen? rot-grünblau-gelbschwarz-weißElektroden an entsprechende Neuronen in Affengehirnen anlegen- reagieren an einem Ende des Spektrums mit einer Steigerung der Entladungsrate, am anderen Ende des Spektrums mit einer Hemmung der Spontanaktivität
- Nennen & beschreiben Sie ein weiteres Gestaltgesetz (nicht Gesetz der Nähe)! Gesetz der Prägnanz/ -der guten Gestalt/ EinfachheitEs wird immer die "einfachste" mögliche Struktur wahrgenommen
- Was sind Metamere? Farbe A wird aus drei Lichtern dreier Wellenlängen eingestellt und ist von einer Vergleichsfarbe mit Wellenlänge X nicht zu unterscheiden. Diese beiden Farben sind Metamere. Sie rufen trotz verschieden zusammengesetzer Lichtspektren die gleiche Farbempfindung aus.
- Beschreiben Sie das Tiefenkriterium Bewegungsparallaxe. Objekte mit geringerer Entfernung zum Betrachter scheinen sich schneller zu bewegen, als weiter entfernte Objekte. (bspw. im Zug aus Fenster gucken)
- Was sind Geone? Aus wie vielen Geonen besteht ein Würfel? Elementare Teilkörper, aus denen im Wahrnehmungsprozess Objekte zusammengesetzt werden bzw. in die Objekte aufgeteilt werden aus einem Geon
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- Was besagt die Filtertheorie von Broadbent? Nennen Sie zwei Befunde, die gegen diese Theorie sprechen! mehrere Wahrnehmungen (insbesondere auditiv) erreichen im Wahrnehmungsprozess gleichzeitig einen Filter. Entweder passieren sie diesen, oder sie werden kurzfristig in einem Zwischenspeicher gelagert und schließlich eliminiert. - Breaktrough-Phänomen (Eigener Name → semantische bedeutsame Information wird (auch auf nicht beschattetem Ohr wahrgenommen)- Wörter Schockassoziierter Kategorien (experimentell erzeugt) führen auch wenn sie auf nicht beschattetem Ohr dargeboten werden zu Hautleitveränderungen
- Welche Phasen der Prozeduralisierung unterscheidet Anderson? Kognitive Phase Assoziative Phase Autonome Phase
- Kontexteffekte beim Lernen a) Welchen Einfluss hat der physiologische Zustand auf Erlernen & Wiedergeben von Lerninhalten? b) Erläutern Sie die Effekte am Beispiel von Marihuana vs. Zigaretten während Lern- bzw. Wiedergabephase. Je ähnlicher der Abrufkontext dem Lernkontext (räumlich, emotional, Intoxikation etc.) desto besser i. d. R die Wiedergabeleistung Wenn jemand unter Marihuana bzw. Nikotin Einfluss gelernt hat zeigt er bessere Wiedergabeleistungen, wenn er die gelernten Informationen auch unter Marihuana bzw. Nikotineinfluss abruft da sein Zustand in der Lernsituation dem Zustand in der Abrufsituation ähnelt.
- Definiere Lernen! Prozess, der zu relativ stabilen Veränderungen in Verhalten und Erleben bzw. in der Verhaltensdisposition führt und auf Erfahrung beruht.
- Erkläre Gedächtnis! Relativ dauerhafter Speicher, von Erfahrungen, der Lernprozesse ermöglicht
- Was ist Habituation? Gewöhnung an einen Reiz der Anfangs eine Orientierungsreaktion hervorgerufen hat. Also das Unwahrscheinlicher werden / nachlassen dieses reaktiven Verhaltens.Orientierungsreaktion ist die Folge einer Diskrepanz, zwischen wahrgenommenem und erwartetem Reiz
- Erkläre Prägung! Schneller, relativ irreversibler Lernvorgang während einer sensiblen Phase
- Erkläre Reifung! Biologisch bedingte Veränderung hin zu einem Endzustand
- Erkläre das Prinzip der klassischen Konditionierung schematisch! UCS → UCRUCS + NS → UCRNS wird zu CS der eine CR auslöst: CS → CR
- Erkläre das Prinzip der Instrumentelle Konditionierung! Verhaltenskonsequenz und Kontingenz der Verstärkergabe bestimmen die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens
- Was ist der Unterschied zwischen instrumenteller und operanter Konditionierung? Bei der instrumentellen Konditionierung betrachtet man das Verstärken oder Abschwächen von instrumentellem Verhalten. Das Verhalten wird also als Instrument (= Mittel, Werkzeug) eingesetzt, um etwas herbeizuführen. Damit bezweckt dann ein Lebewesen ein bestimmtes Ziel zu erreichen und hat entweder Erfolg oder nicht. Je nach dem Resultat (outcome) wird es beim nächsten Mal wieder dasselbe oder eher ein anderes Verhalten an den Tag legen. Bei der operanten Konditionierung betrachtet man beliebiges spontanes Verhalten, das vom Lebewesen auch unbeabsichtigt oder rein zufällig gezeigt werden kann und ohne weitere Bedingungen (wie z. B. das Vorhandensein eines Problems) wiederholt werden kann.
- Potenzgesetz des Lernens / der Übung: formuliere und erkläre! Leistung = Aufgabenschwierigkeit * Übung-Lernparameterbzw.T = a * P-b Übungsgewinn zu Beginn einer Lernphase am größten, wird dann aber immer geringer je mehr gelernt wurde
- Nenne und erkläre Andersons Phasen des Fertigkeiterwerbs / der Prozeduralisierung! Kognitive PhaseAnfangs ist starke Bewusste Beteiligung ist nötig, es wird langsam und in kleinen Teilschritten gelernt. Relevante Fakten werden identifiziert und eingeprägt. Es werden viele Fehler gemacht. Assoziative Phase die notwendige Aufmerksamkeit sinkt. "Wenn-Dann-Handlungsverbindungen" werden etabliert (Prozeduralisierung). Fehler werden erkannt und eliminiert Autonome PhaseHandlungsprozesse werden automatisiert. Keine Bewußte Kontrolle ist mehr nötig. Aufgabenerledigung erfolgt schnell und relativ fehlerfrei. Parallelaufgaben ("Concurrent Tasks") möglich
- Erkläre Prozeduralisierung! Verbalisierbares Faktenwissen/Deklaratives Wissen wird in "Wenn-Dann-Wissen"/Prozedurales Wissen umgewandelt.
- Was ist die "Erlernmethode"? Messung der anzahl nötiger Wiederholungen, bis zur vollständigen Wiedergabe einer Liste
- Was ist die "Ersparnismethode"? Messung des Eingesparte Aufwands beim Neuerwerb bereits vollständig gelernten Material
- Was ist die Methode der behaltenen Glieder? Messung der Anzahl an Silben, die unmittelbar nach einer Wiederholung reproduziert werden können
- Was sind KVK-Trigramme und wer hat sie erstmals wozu verwendet? Buchstabenfolgen, bestehend aus einem Konsonanten, einem Vokal und einem weiteren Konsonanten (KVK) bspw. TUK, RIX, ... Hermannn Ebbinghaus Zur Untersuchung von Lernleistungen (in Form von Wortlisten)
- Stelle dir Ebbinghaus' Vergessenskurve und Wickelgreen's Wiedererkennungskurve vor! ...
- Führt Doppelte Lernzeit dazu, dass die doppelte Materialmenge erinnert wird? Ja - aber Verteiltes Üben ist effizienter als "massiertes" Üben
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- Welche Möglichen experimentellen Designs gibt es, um Erinnerungsleistungen zu messen? - Free Recall / Freie Reproduktion- Wiedererkennen- Paar-Assoziationslernen
- Formiliere und erkläre Wixted & Ebbesens Potenzgesetz des Vergessens! Behaltensleistung = Konstante * Verzögerung-Vergessensrate bzw. d' = C * T-b Kurz nach Ende einer Lernphase wird verhältnismäßig viel Vergessen. Je länger die Verzögerung, desto weniger wird vergessen.
- Welche "Daten" werden besonders gut/lange erinnert? - Namen- Gesichter- komplexe Fertigkeiten (Fahrradfahren)- Emotionale Autobiographische Ereignisse (erster Kuss)- Fremdsprachen (nie gänzlich verlernt)
- Was besagen Zerfalltheorie und Interferenztheorie bezüglich Vergessener Inhalte? ZerfalltheorieGedächtnisspur wird mit der Zeit schwächer und "zerfällt" InterferenztheorieGedächtnisinhalte werden überlagert, der Zugriff wird "gestört"
- Nenne mögliche Arten der Interferenz bezogen auf Erinnerungsleistungen! Retroaktive InterferenzNeue Gedächtnisinhalte überlagern Alte Proaktive InterferenzAlte Gedächtnisinhalte erschweren die Aneignung neuer Gedächtnisinhalte Ekphorische InterferenzNeu gelerntes kurz vor der Wiedergabe alten Materials, kann diese negativ beeinflussen Affektive InterferenzTreten zwischen Aneignung und Abruf des Wissens starke Affekte auf kann der Abruf gestört werden Fan EffekJe mehr Fakten mit einem Bergiff verküpft sind, desto länger dauert der Abruf
- Wer hat recht, Zerfalltheorie oder Interferenztheorie? beide haben recht!
- Erkläre Priming! Verfügbarkeit eines Gedächtnisinhalts wird durch Darbietung eines Primes (=Hinweisreiz) erhöht.
- Unterscheide Explizites Lernen und Implizites Lernen sowie Explizites und Implizites Gedächtnis! Explizites Lernen:bewusste, absichtsvolle Aneignung von Gedächtnisinhalten Implizites lernenunbewusstes, automatisches Lernen von regelmäßigkeiten Explizites GedächtnisWissensspeicher, auf den absichtlich zugegriffen werden kann Implizites Gedächtnis:Wissen auf das nicht absichtsvoll zugegriffen werden kann, das sich im Verhalten aber förderlich Manifestiert
- Erkläre Enkodierspezifität welche Experimente kennst du, die sich mit diesem Phänomen beschäftigt haben? Je ähnlicher der Abrufkontext dem Lernkontext hinsichtlich Stimmungskongruenz, Zustand, Ort, etc. desto leichter fällt der Zugriff auf die gelernten Gedächtnisinhalte- Marihuana und Tabak (Eich, Weingartner, Stillman & Gillin)- Unterwasser Lernen (Godden & Baddeley)
- Wazu dient Aufmerksamkeit per Definition? Dazu, dass die für zielgerichtete „Handlungen“ erforderlichen Informationen fortlaufend aus der Fülle der sensorischen Eingangssignale ausgelesen werden
- Ist Aufmerksamkeit immer mit der Blickrichtung verknüpft? Nein
- Was zieht die Zuwendung visueller Aufmerksamkeit nach sich? Zuwendung des Fixationspunktes, oft auch eine Kopfbewegung
- Unterscheide Geteilte Aufmerksamkeit und Selektive Aufmerksamkeit Geteilte AufmerksamkeitAufmerksamkeitsressourcen werden auf mehrere Aktivitäten verteilt Selektive AufmerksamkeitKonzentration auf spezifische Objekte oder Handlungen und ignorieren von Reizen die von Aufmerksamkeitsfokus ablenken
- Unterscheide Top-down und Bottom-Up Verarbeitung Top-down-VerarbeitungKonzeptuelle-, wissengesteuerte Verarbeitung von Reizen ("goal-driven") Bottom-Up-VerarbeitungDatengesteuerte Verarbeitung von Reizen ("stimulus-driven")
- Unterscheide foveale Wahrnehmung und Parafoveale Wahrnehmung Foveale WahrnehmungBild des Objekts, auf das Aufmerksamkeit gerichtet ist fällt auf die Fovea Parafoveale WahrnehmungObjekt der Aufmerksamkeit befindet sich nicht im visuellen Fokus
- Was sind Sakkaden? SakkadenBlicksprünge zwischen zwei Objekten / Bereichen bei denen keine Informationen aufgenommen werde
- Was führt zu automatischer Aufmerksamkeitszuwendung? Nenne Beispiele! Reizveränderungen - Aufleuchten von Licht- lauter Ton- Vorbeirollender Ball (Bewegung)
- Welches Experiment lässt darauf schließen, dass auch visuelle Stimulie außerhalb der Fovea wahrgenommen werden / Aufmerksamkeit erfahren? Was sind weitere Ergebnisse? Flankierreizparadigma (Eriksen & Eriksen)- Je ähnlicher und näher ein visueller Distraktorreiz einem Zielreiz, desto länger dauert die Verarbeitung des Zielreizes selbst wenn dieser im Zentrum der Aufmerksamkeit steht
- Welche Ergebnisse lieferte Posners Cuing-Paradigma? Nenne UV/s und AV! UV:Art des Hinweisreizes (zutreffend, neutral, fehlleitend)AV: Reaktionszeit Korrekte Hinweisreize führen dazu, dass wir weniger Zeit benötigen, um auf einen Zielreizreiz zu reagieren. Falsche Hinweisreize haben einen gegenteiligen Effekt
- Was ist die Aussage der Spotlight-Metapher? Wie wurde sie durch die Zoom-Lense Metapher erweitert? Spotlight- Nur ein kleiner Ausschnitt des visuellen Feldes wird wahrgenommen- Aufmerksamkeit wird mit konstanter Rate umher bewegt# Zoom-Lense- die Größe des Spotlights kann variiert werden- Je größer der Bereich, desto ungenauer seine Wahrnehmung