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Sichere E-Mail (Fach) / Angriffe auf E-Mail (Lektion)
- Sniffing / Eavesdropping (Abhören) Abhören und Mitlesen der über das Netzwerk gesendeten Datenpakete mit dem Ziel, vertrauliche Informationen zu erlangen und zu sammeln. Wie ist das überhaupt möglich? Daten werden beim Transport vom Absender zum Empfänger über mehrere Zwischensysteme (z. B. Router, Switch, Hub) geleitet. An diesen Zwischensystemen können die Daten abgehört werden. Programm zum Abhören heißt Sniffer. Abhören in öffentlichen WLAN Netzen ist besonders leicht, da Daten im Broadcastmodus gesendet werden: gesendete Daten können von allen Rechnern in Reichweite empfangen werden
- Sniffing / Eavesdropping - Schutzmassnahmen Angriffspunkte auf E-Mail durch EavesdroppingInhalte bei E-Mail-Protokollen SMTP und POP3 werden heute ocft noch im Klartext (also unverschlüsselt) verschickt. Angreifer kannn dann sowohl Email-Inhalt als auch Anmeldedaten mitlesen (voller Zugriff auf E-Mailkonto ist möglich) Schutzmaßnahmen viele moderne E-Mail-Anbieter unterstützen Verschlüsselung der E-Mail-Verbindung Verschlüsselung kann im E-Mailprogramm aktiviert werden. Bei Webmail-Anbietern (Abruf und Versenden der E-Mails über den WEB-Browser) sollte unbedingt HTTPS verwendet werden. E-Mail-Anbieter, die HTTP Zugriff erlauben, sind nicht vertrauenswürdig
- E-Mail Spoofing E-Mail Spoofing bezeichnet das Versenden von E-Mails mit vorgetäuschten und gefälschten Absenderadressen Verwendung gefälschter Absenderadressen beim Versand von SPAM- und Phishing-Mails, um das Vertrauen des Nutzers zu erwecken. E-Mails enthalten häufig Malware, die wiederum zum Versand gespoofter E-Mails versendet wird Grundproblem: Ientität des Absenders wird auf E-Mailserver nicht überprüft Der E-Mail-Empfänger hat keine Möglichkeit, die Absenderadresse nachträglich zu prüfen Angriffsmöglichkeiten beim Spoofing: Ändern des angezeigten AbsendersE-Mailprotokoll SMTP erlaubt die bestimmung eines gewählten Anzeigenames für den Absender bösartiger Versender wählt als Anzeigenamen vertrauenswürdige Namen richtige E-Mailadresse wird nicht von allen E-Mailprogrammen oder Webmail-Diensten angezeigt Versand über Open Relay Server. Ein Open Relay Email Server akzeptiert das Versenden (eigentlich Weiterleiten) von E-Mails mit jeder Absenderadresse ohne Überprüfung der Identität des Senders (fehlerhafte Serverkonfiguration) Verwendung ähnlich aussehender Domänennamen z. B.uni-potsdarn.de statt uni-potsdam.de Schutzmaßnahmen: Signieren von E-Mails - nur legitimer Absender kann passende Signatur erzeugen Annahme von E-Mails nur von vertrauenswürdigen Email-Servern, die die Identität eines Senders sicher prüfen. Keine Open Relay Server nutzen.
- Phishing Technik zum Hervorrufen einer gewünschten Reaktion beim Opfer durch betrügerisches Erlangen von Vertrauen --> Password Fishing (ursprüngliche Bedeutung) typisches Vorgehen: Versand betrügerischer E-Mails mit vertrauenswürdiger Absenderadresse z. B. Bank, Unternehmen, Behörde ...Absenderadresse wird ausgewählt nach der Reaktion, die erschwindelt werden soll. Falsche Adresse kann leicht gefälscht / vorgetäuscht werden.Mit erlangtem Vertrauen wird eine gewünschte Reaktion hervorgerufen z.B. Herausgabe von Daten (Passwort), Installation von Malware... Personalisierte, auf den Empfänger genau zugeschnittene Phishing-Mails (Spear Phishing) Dazu sammelt der Angreifer detaillierte Informationen über sein Opfer. Es wird die Identität einer dem Opfer bekannten Person vorgetäuscht, die das Opfer kennt und der es vertraut. Opfer denkt, dass sie E-Mail von dem vorgetäuschten Absender kommt, weil die Nachricht Infomationen enthält, die nur dieser Absender kennt. Erfolgsaussichten sind bei dieser Masche sehr hoch. Viele Angriffe im Internet basieren auf vorangegangenen personalisierten Phishing-Angriffen. Meist professionelle Angreifer, Geheimdienste und organiserte Kriminalität-
- Schadsoftware Durch E-Mail kann sehr leicht Schadsoftware verbreitet werden. Schadsoftware wird in E-Mail integriert, z. B. als E-Mailanhang oder als ausfürhbarer Programmcode. Vorsicht: nicht jeden Anhang öffnen. Bei bekannten Absendern lieber telefonich vorher nachfragen, ob die E-Mail wirklich von dem Absender kommt
- Ermittlung von Passwörtern viele Nutzer verwenden zu schwache Passwörter. Länge des Passwortes kürzer als 8 Zeichen zuwenige verschiedene Zeichen (nur Zahlen, oder nur Buchstaben) Wörter aus dem Sprachgebrauch (aus Wörterbüchern) Wiederverwenden von Passwörtern bei verschiedenen Diensten
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