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Geschichte (Fach) / 6 (Lektion)

Demographie

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  • Thomas Robert Malthus, Essay on the Principle of Population  These:  Bevölkerung wächst geometrisch  Nahrungsmittelproduktion arithmetisch  Regulierung durch postive checks und preventive checks
  • Wachstum der Weltbevölkerung  1750: ca. 800 Millionen  1800: ca. 1 Milliarde  1900: ca. 1,6 Milliarden  jährliche weltweite Wachstumsrate: ca. 0,6%  Bevölkerungszahlen für viele Weltregionen beruhen auf Schätzungen und sind ungenau
  • Regionale Entwicklungen des Bevölkerungswachstums Europa: Verbesserung der Ernährungslage und Verschwinden von Mortalitätskrisen Anteil Europas an der Weltbevölkerung um 1914 so hoch wie nie Amerika: Nordamerika: weltweit höchste Wachstumsraten massive Einwanderung aus Europa in Lateinamerika schwächeres Wachstum Asien: Rückgang des Anteils Asiens an der Weltbevölkerung Hungerkrisen, politische Wirren, ausländische Einflussnahmen Afrika: weltweit geringste jährliche Wachstumsraten Folge des Sklavenhandels Ozeanien: stärkeres Bevölkerungswachstum erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Einwanderung von europäischen Siedlern
  • Verlauf der demographic transition Ausgangslage: hohe Geburten- und Sterberaten  Übergang: Fertilität bleibt hoch, Mortalität sinkt; Lebenserwartungsteigt; (starkes) Bevölkerungswachstum; erst später geht auch dieFruchtbarkeit zurück Endstadium: niedrige Geburten- und Sterberaten; geringes Bevölkerungswachstum  Modell wurde nach gemeinsame Beobachtungen in England, denskandinavischen Ländern und Australien von Frank Notestein (1945)entwickelt
  • Rückgang der Mortalität und Fertilität  Rückgang der Sterblichkeitsraten bereits ab Ende des 18. Jahrhunderts  Verringerung der Anzahl von Hungerkrisen  Investitionen und Verbesserungen im Bereich der Hygiene  Zeitweiser Anstieg der Mortalität in Industriestädten ( Problem der Säuglings- und Kindersterblichkeit)  Anstieg der Lebenserwartung  Rückgang der Säuglings- und Kindersterblichkeitsrate führte (mit Verzögerung) zu einem Sinken der Geburtenrate
  • Chinas Bevölkerungsentwicklung 1. Die chinesische Bevölkerung würde laut Malthus keine preventive checks anwenden - heute widerlegt  niedrige Eheschließungsrate  geringe eheliche Fruchtbarkeit  Kindstötung nach der Geburt  2. Bevölkerungsstagnation aufgrund von politischen und sozialenUnruhen um die Jahrhundertmitte
  • Japans Übergang von Stagnation zu Wachstum  rückläufige Bevölkerungszahlen in einer Phase innerer Stabilität  niedrige Wachstumszahlen kein Kennzeichen von Mangel, sondern von Sicherung des Wohlstands  Erhöhung der Geburtenrate, Reduzierung der Kindersterblichkeit und Steigerung der Lebenserwartung ab den 1870er Jahren  Verbesserung der Ernährung durch Steigerung der heimischen Reisproduktion
  • Andere Länder  Großbritannien: hohes Bevölkerungswachstum ab 1750  Frankreich: Stagnation aufgrund der Kriegsfolgen und v.a. wegensehr frühem Rückgang der Geburtenrate (vor 1800)  Russland: Motor des russischen Zuwachses waren v.a. die Bauern;Landbevölkerung wuchs schneller als Stadtbevölkerung  USA: extrem hohe Wachstumsraten v.a. wegen der Flut vonEinwanderern
  • Bevölkerungswachstum 19. Jahrhundert  „explosives Wachstum“: z.B. USA, Kanada, Australien, Neuseeland,Argentinien  sehr starkes Wachstum: z.B. Großbritannien, Russland ab 1860, Brasilien,Algerien ab 1870, Java, Philippinen, Japan ab 1870  starkes Wachstum: z.B. Deutschland, Niederlande  Stagnation: z.B. China, Japan vor 1870, Frankreich, Spanien, Portugal,Italien
  • Auswirkungen von Eroberungen auf indigene Völker  Eingeschleppte Krankheiten konnten noch im 19. Jahrhundert Teile von indigenen Gesellschaften durch einen sog. Mikrobenschock auslöschen  Beispiele: Tahiti, Neukaledonien, Fiji, Australien, Indianerstämme Nordamerikas  Koloniale Eroberungen führten regelmäßig zu politischer, sozialerund demographischer Destabilisierung
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