51

WiWi Nürnberg (Fach) / ITEB (Amberg) (Lektion)

IT und E-Business (WS14/15)

Diese Lektion wurde von MaicoS erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Ein Projekt ist laut DIN-Norm 69901 durch folgende Aspekte charakterisiert: einmaliges Vorhaben, vorgegebes Ziel, zeitliche, finanzielle oder sonstige Begrenzungen, klare Abgrenzung zu anderen Vorhaben und projektspezifische Organisation.
  • Welchen Konflikt stellt das magische Dreieck des Projektmanagements dar? zentraler Konflikt zwischen Ziel und Mittel (Ziel-Mittel-Konflikt) -> Wie viel Zeit und Geld stehen zur Verfügung, um welches Projektergebnis (Qualität/Quantität) zu erreichen? (Änderung einer Größe beeinflusst die beiden anderen Größen!)
  • Welche allgemeinen Merkmale besitzt das Projektmanagement? Zielorientierung: Weg zum Projektziel nur grob vorgegeben Auftragsdenken: Projektmitglieder agieren weitgehend eigenverantwortlich Ganzheitlichkeit: integrierte Betrachtung und vollständige Behandlung wird angestrebt Teamarbeit: Mitarbeiter arbeiten gemeinschaftlich an der Erreichung des Ziels Flache Hierarchien: kurze Informations- und Entscheidungswege ermöglichen flüssige Kommunikation und schnelle Reaktionszeiten
  • Welche Phasen/Gemeinsamkeiten durchlaufen alle Projekte? Idee -> - Definition, Planung, Durchführung & Kontrolle, Abschluss   (Prozess) -> Produkt
  • Welche Kriterien werden häufig zur Klassifizierung von Projekten herangezogen? - Projektdauer - Projektgröße (z. B. an Zahl der Mitarbeitenden orientiert) - Projekttyp
  • Was wird während der Projektdefinition erreicht? - Festlegung wichtiger Projektgesamtparameter - schafft Grundlagen für Projektplanung (durch Festlegung der Projektziele und Projektstruktur)
  • Welche grundlegenden Projektarten (Typen von Projekten) können unterschieden werden? Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Entwicklung innovativer Ideen und Konzepte) Rationalisierungsprojekte (Verbesserung bestehender Abläufe) Projektierungsprojekte (bereiten z. B. die Einführung eines IT-Systems vor) Vertriebsprojekte (gezielte Ansprache von (Groß-)Kunden) Betreuungsprojekte (Wartung und Unterstützung der Anwender) Dienstleistungsprojekte (Auslagerung von IT-Geschäftsprozessen oder Integration von Standardsoftware)
  • Welche Rollen in Projekten können unterschieden werden? Projektleiter (Bündelung der Verantwortung) Teilprojektleiter (arbeitet unter Projektleiter, größere Teilaufgaben) Projektmitarbeiter (arbeiten unter Teilprojektleiter, kleinere Teilaufgaben) Sponsor (Auftraggeber, Förderer, finanzielle Unterstützer) Anwender (Kunden und Leistungsberechtigte)
  • Welche Rolle ist in Projekten besonders wichtig? Projektleiter: hat Gesamtverantwortung, Schaffung von klaren und eindeutigen Informations- und Entscheidungswegen
  • Welche Kompetenzen/Kenntnisse/Fähigkeiten benötigen Projektmitglieder? Fachkompetenz (technische und kaufmännische Fachkenntnisse, Kenntnisse über das Unternehmen bzw. die Organisationseinheit) Methodenkompetenz (Kenntnis von Projektmanagementmethoden, Organisationsfähigkeit, Improvisationsfähigkeit) Persönliche Kompetenz (Teamfähigkeit, Kontaktfreudigkeit, Flexibilität, Lernbereitschaft) Führungskompetenz (Führungserfahrung, Motivationsfähigkeit, Kommunikations- und Informationsfähigkeit, Fähigkeit zur Konfliktregelung, Entscheidungsfreudigkeit)
  • Anzeige
  • Welche zwei Perspektiven der Projektorganisation können unterschieden werden? Aufbauorganisation (Organisatorische Strukturen eines Projekts) Ablauforganisation (Organisatorischer Ablauf/Prozess eines Projekts)
  • Welche drei Formen von Aufbauorganisationen gibt es? Reine Projektorganisation (für Projekt wird eigenständige Organisation gebildet, geführt von Projektleiter, vorallem große Projekte) Einfluss-Projektorganisation (schwächste Form, Mitarbeiter vollständig unter bisherigen Vorgesetzten, Projektleiter nicht weisungsberechtigt, kleinere Projekte) Matrix-Projektorganisation (aufwendigste Form, Mitarbeiter fachlich unter Projektleiter und disziplinarisch unter Vorgesetzten, hohes Konfliktpotenzial) -> Abgrenzung hinsichtlich der Form der Zusammenarbeit sowie der Kompetenz- und Verantwortungsverteilung
  • Was wird durch die Aufwandsschätzung erreicht und welche Methoden umfasst sie? -> Unterstützung der Termin-, Kapazitäts- und Wirtschaftlichkeits- bzw. Rentabilitätsplanung Algorithmische Methoden (mathematische Formel zur Ableitung des erwarteten Aufwands unter bestimmten Einflussgrößen, Unterscheidung in Gewichtungsmethode und Methode der parametrischen Gleichungen) Vergleichsmethoden (Vergleich mit bereits abgeschlossenen Vorhaben, Unterscheidung in Analogiemethode und Relationenmethode) Kennzahlmethoden (Kennzahlen abgeschlossener Vorhaben, wichtigste Methoden: Multiplikatormethode und Prozentsatzmethode) Expertenbefragung (Einzelschätzung, Mehrfachbefragung, Delphi-Methode)
  • Wie wird bei der Analogiemethode vorgegangen? Vergleich mit früheren Projekten -> Analogieschlüsse ziehen (geschätzter Aufwand etc.)
  • Welche Teile umfasst die statische Investitionsrechnung? - Kostenvergleichsrechnung (Vergleich der Kosten alternativer Projekte) - Rentabilitätsvergleichsrechnung (Vergleich der Rentabilität alternativer Projekte) - Amortisationsrechnung (Zeitraum, in dem Kosten durch Erlöse ausgeglichen werden) -> basieren auf Kosten und Erlösen sowie Aufwendungen und Erträgen (Zeitpunkt nicht berücksichtigt!)
  • Was wird während der Projektplanung erreicht? -> zentrale Aufgabe im Projektmanagement - detailliert Projektdefinition, plant Termine, Aufwände, Wirtschaftlichkeit etc. und zerlegt das Projekt in Arbeitspakete
  • Welche drei weitverbreiteten Projektmanagementstandards gibt es? - PMBOK (Projektmanagementrahmen, Prozessgruppen und Wissensgebiete) - ICB (Kontext-Kompetenzen, Technische Kompetenzen, Verhaltens-Kompetenzen) - PRINCE2 (prozessbasiert, betrachtet: Management, Steuerung und Organisation) -> allgemeine Sichtweise auf die Durchführung von Projekten; Etablierung und Förderung einer einheitlichen Terminologie
  • Was sind die Definition, die Ziele und die Konzepte von Multiprojektmanagement? - Definition: Multiprojektmanagement bezeichnet die parallele Planung, Steuerung und Kontrolle mehrerer, voneinander unabhängiger Projekte in operativer und strategischer Hinsicht. - Ziele: strategisch (Auswahl und Priorisierung von Projekten, Risikomanagement), operativ (Qualitätsmanagement, Standardisierung, Wissensmanagement) - Konzepte: Programmmanagement, Projektportfoliomanagement, Project Management Office (PMO)
  • Wie lauten die Eigenschaften von Arbeitspaketen? klare Abgrenzung eindeutige Verantwortlichkeiten geringer Zeitbedarf (Steuerung) überschaubarer Aufwand (Controlling)
  • Welche Anforderungen an Projektziele werden im Zuge der SMART-Regel formuliert? Spezifisch (klar verständlich und eindeutig) Messbar Ausführbar (realistische Ziele) Relevant (Ziele als wichtiges Instrument zum Erreichen der Vorgaben/Aufgaben) Terminiert (festgelegter Anfangs- und Endpunkt)
  • Was ist das Ziel der Terminplanung und welche Methoden umfasst sie? -> Schätzung der Zeitdauer aller Elemente des Projektablaufs - Auflistung (tabellarisch: Aktivität/Ergebnis, Verantwortlicher, Beteiligte, Termin) - Balkendiagramm (geplante Zeitdauer pro Aktivität, Zusatzinformationen durch Vermerk/Farbgebung) - Netzplantechnik (Ablauf eines Projekts, baut auf Projektstrukturplan auf, Großprojekte!)
  • Wodurch beschreibt das Wasserfallmodell den Entwicklungsprozess und wie lauten seine Bestandteile? - Entwicklung in Schritten/aufeinander folgenden Phasen Phasen nach Sommerville (2001): Anforderungsanalyse und -definition (Beratung mit den Nutzern) System- und Softwaredesign (konzipiert Systemarchitektur) Implementierung und Modultest (Softwaredesign wird umgesetzt) Integration und Systemtest (Teile werden integriert und als komplettes System getestet) Einsatz und Wartung (Installation und Inbetriebnahme)
  • Was beschreibt das Spiralmodell und wie lauten die vier Schritte, die auf jeder Ebene zu durchlaufen sind? - Entwicklungsprozess als inkrementell-iteratives Vorgehen (zyklischen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung in kleinen Schritten): Festlegung der Ziele (Ziele des Teilprodukts, alternative Realisierungsmöglichkeiten, Randbedingungen) Beurteilung von Alternativen, Risikoanalyse (Evaluierung der Alternativen, Entwicklung kosteneffektiver Strategie) Entwicklung und Test (Festlegung des Prozessmodells, evtl. Kombination versch. Prozessmodelle) Planung des nächsten Zyklus (Aufteilung eines Produkts in Komponenten, Überprüfen der Schritte 1-3, Einverständnis über nächsten Zyklus)
  • Welche Teile umfasst die dynamische Investitionsrechnung? Kapitalwertmethode (Summe der auf einen Bezugszeitpunkt abgezinsten Zahlungsströme) Interne Zinsfuß-Methode (Zinssatz eines Projektes, zu dem dessen Kapitalwert gleich null ist) Annuitätenmethode (durchschnittlicher, auf einen Bezugszeitpunkt abgezinster Jahreseinnahmenüberschuss) -> Zahlungsströme aus mehreren Perioden berücksichtigt!
  • In welche Schritte ist die Nutzwertanalyse unterteilt? Zielkriterienbestimmung Zielkriteriengewichtung Teilnutzenbestimmung Nutzwertermittlung Vorteilhaftigkeitsbewertung -> Nutzwertanalyse ist nicht monetäres Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsplanung, das vor allem subjektive Werte einbezieht!
  • Welche Methoden zur Risikoidentifikation gibt es? Risiko-Checkliste (aggregiert die persönlichen Einschätzungen der Projektmitglieder zu einem Risikoprofil) Risiko-Matrix (stellt den Prozessschritten die Projektressourcen und -leistungen in einer Matrix gegenüber und vermerkt die gewichteten Projektrisiken) Risikoanalyse-Workshop (bieten die Gelegenheit, mögliche Risiken in Teamarbeit auf Basis einer Risiko-Checkliste oder Risiko-Matrix zu bewerten)
  • Was beinhaltet die Projektdurchführung (Durchführung & Kontrolle)? - permanentes kontrollieren und nachsteuern - Soll/Ist-Vergleich zur Erkennung von Planabweichungen
  • Was umfasst der Projektabschluss? - Projektabnahme - Projektabschlussanalyse (inkl. Dokumentation) - Projektauflösung
  • Welche Gründe für die geringen Erfolgsquoten von IT-Projekten gibt es? unzureichende Risikoidentifikation, fehlende Risikobewertung und fehlendes aktives Risikomanagement häufige Änderung oder Ignorierung von Projektprioritäten Unsicherheit bzgl. der Aufgaben bei Projektmitgliedern Fehlende Projektdokumentation Vernachlässigung der Projektplanung Fehlende Projektinformation unklare Projektziele
  • Wie lauten die wichtigsten Aufgaben, die während der Ausübung von "Management" unterschieden werden können? Zielsetzung Planung Steuerung Kontrolle Führung
  • Anzeige
  • Wie ist ein Produkt charakterisiert? - Output eines Projekts - nicht immer materiell (auch Dokumente, Programme, Dienstleistungen) - Beschaffenheit, die für Kunden von Nutzen ist!
  • In welche Phasen wird der Ablauf eines Projekts gegliedert? Projektdefinition (Gründung des Projekts, Definition des Projektziels, Organisation des Projekts sowie des Prozesses) Projektplanung (Vorgaben für die Projektdurchführung und -kontrolle, Gliederung in Arbeitspakete) Projektdurchführung und -kontrolle (Soll/Ist-Vergleich, um Planabweichungen zu erkennen) Projektabschluss (Produktabnahme, Projektabschlussanalyse, Erfahrungssicherung, Projektauflösung)
  • Welchen Methoden können bei der Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsplanung unterschieden werden? - statische und dynamische Investitionsrechnung (monetär, kostenorientiert) - Nutzwertanalyse (nicht monetär, eher nutzenorientiert)
  • Was versteht man im Projektmanagement unter einem Risiko und welche Teile beinhaltet die Risikoanalyse? Risiko: Ausmaß, mit dem die Erreichung der Projektziele durch negative Ereignisse innerhalb und außerhalb des Projekts gefährdet ist Risikoanalyse: Risikoidentifikation Risikobewertung
  • Welche Methode zur Risikobewertung gibt es? FMEA-Methode (Failure Modes and Effects Analysis) -> wichtigstes Instrument: FMEA-Formular
  • Wozu dienen Vorgehensmodelle und welche Aspekte werden durch sie festgelegt? Vorgehensmodelle/Prozessmodelle: beschreiben organisatorischen Rahmen für Projekt; sollen zu disziplinierten und kontrollierbaren Entwicklung führen und legen folgende Aspekte fest: durchzuführende Aktivitäten, Reihenfolge der Aktivitäten, Definition der Teilprodukte bzw. Ergebnisse, Fertigstellungskriterien, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, notwendige Mitarbeiterqualifikationen sowie anzuwendende Standards, Richtlinien, Methoden und Werkzeuge verbreiteste Modelle: Wasserfallmodell, Spiralmodell, Prototypen-Modell
  • Was soll durch das Prototypenmodell erreicht werden und welche Arten von Prototypen gibt es? wird bei unklaren Anforderungen oder alternativen Lösungen eingesetzt unterstützt auf systematische Weise die frühzeitige Erstellung lauffähiger Modelle (Prototypen) Prototypen: dienen Anforderungserhebung, Sammlung von praktischen Erfahrungen, Experimentieren, Diskussionsbasis Arten von Prototypen: Demonstrationsprototypen (erster Eindruck), Prototypen im engeren Sinne (erste Funktionalität), Labormuster (technische Umsetzbarkeit) und Pilotsysteme (Kern des Systems)
  • Was ist Technologiemanagement und welche Aufgaben umfasst es? Technologiemanagement ist die Gesamtheit aller Aktivitäten, die zur Erhaltung des Unternehmens sowie zur Stärkung der Marktposition durch Technologieveränderungen notwendig sind. Aufgaben: benötigte Technologien zum richtigen Zeitpunkt und zu angemessenen Kosten verfügbar; Geschäftsprozesse sowie Produkte effizient und effektiv gestaltet; Unternehmen verpasst Anschluss an aktuelle und zukünftige Entwicklungen nicht
  • Was versteht man unter dem Lebenszyklus von Technologien und welche Ansätze gibt es diesbezüglich? - Technologien erreichen in ihrer Lebenszeit verschiedene Entwicklungsstufen und Reifegrade Ansätze: S-Kurven-Konzept und dessen Erweiterung durch Nolan in das Stufen-Evolutionsmodell
  • Wozu dient das S-Kurven-Konzept und welche vier Phasen können unterschieden werden? - dient dazu, die Fortentwicklung von Technologien zu erklären - Einteilung des Lebenszyklus anhand der Dimensionen Leistungsfähigkeit und Zeit in: Schrittmachertechnologie (frühes Stadium, aber großes Potenzial) Schlüsseltechnologie (neue Technikbereiche; befindet sich im Wachstum) Basistechnologie (als Standard definiert; erprobt und anerkannt) Verdrängte Technologie (Ende des Lebenszyklus; wird ersetzt)
  • Wozu dient das Stufen-Evolutionsmodell und welche vier Phasen können unterschieden werden? - Feststellung der Reife einer Technologie und Bestimmung ihres unternehmerischen Nutzen oder Mehrwerts (Erweiterung der S-Kurve um das Ablösen von "alten", durch "neue" Technologien!) Initiierung Verbreitung Führung (im Vergleich zu anderen Technologien) Integration (in die nächste Technologiegeneration)
  • Welche Arten von Technologien können klassifiziert werden? - Internet-Technologien (größtes Netzwerk der Welt, Plattform für z. B. WWW, E-Mail, FTP, Soziale Netzwerke...) - Mobile Kommunikationstechnologien (WLAN, GPRS, Bluetooth, UMTS...) + Multimedia-, Sicherheits-, Business Intelligence-, E-Business-Technologien
  • Welche Abschnitte werden nach welchen Dimensionen im Hype Cycle (nach Gartner) geordnet? (Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies) Technologischer Auslöser Gipfel der überzogenen Erwartungen Tal der Enttäuschungen Pfad der Erleuchtung Plateau der Produktivität -> eingeordnet in die Dimensionen Zeit und Aufmerksamkeit/Sichtbarkeit
  • Was wird durch die Methoden des Technologiemanagements erreicht und welche derselben können unterschieden werden? - Technologien frühzeitig erkennen, auswählen und bewerten (und möglichst vor der Konkurrenz einführen) - Technologiefilterung als Trichterprozess, mithilfe folgender Methoden: Chancenerkennung (Szenario-Technik, Lead-User-Methode) Auswahl und Bewertung (Delphi-Studie, Prototyping)
  • Welche acht Schritte umfasst das zweckmäßige Vorgehen der Szenario-Technik? Aufgabenanalyse (Bestimmung der Deskriptoren) Einflussanalyse (Bestimmung von Variablen, die sich auf Deskriptoren auswirken) Trendprojektionen (Beschreibung des Ist-Zustand und Voraussage für zukünftige Entwicklung der Deskriptoren) Alternativenbündelung (Prüfung der Konsistenz und Verträglichkeit der Projektionen und Zusammenfassung zu Annahmebündeln) Szenario-Interpretation (Aggregation von Annahmebündeln zu Szenarien) Konsequenzanalyse (Folgen der Szenarien auf die Problemstellung projiziert) Störereignisanalyse (Identifikation von potentiellen externen oder internen Störereignissen sowie Entscheidungspunkten) Szenario-Transfers (Ziel: Strategieformulierung, dann Entwicklung von Handlungs- bzw. Krisenplänen)
  • Was ist die Idee hinter der Lead-User-Methode und in welchen fünf Phasen läuft sie ab? -> Misserfolgsrisiko von neuen Technologien identifizieren und reduzieren, indem trendbewusste, fortschrittliche Kunden in den Technologiemanagementprozess eingebunden werden Definitionsphase (Teams bilden; Projektziele definieren) Konzeptphase (erst Trends identifizieren, dann Lead-User ausfindig machen mit: Screening-Suche oder Networking-Pyramiding-Suche) Designphase (Entwicklung von Innovationsideen mit Lead-Usern) Vorbereitungsphase (Testläufe mittels Methoden der Marktforschung; Testmärkte) Markteinführungsphase (Verbesserungen, Anpassungen oder Entwicklungsperspektiven durch Rückmeldungen von Kunden)
  • Welche Methoden zur Auswahl und Bewertung von Technologien, die für ein Unternehmen von Relevanz sind, sind sehr bekannt? Machbarkeitsanalyse Quality-Function-Deployment (QFD)-Methode Delphi-Methode Prototyping
  • Worum handelt es sich bei der Delphi-Methode und in welchen vier Phasen verläuft sie? - mehrstufiger, formalisierter Befragungsprozess mehrerer Experten zur Einschätzung von Entwicklungen auf einem bestimmten Gebiet (Anonymität; kein Gruppenkonsens) Erstellung eines Fragebogens (Fragen sollen Problem vollständig abdecken; basieren auf Wissen aus F&E-Abteilung; Qualität der Fragen sehr wichtig!) Auswahl der Teilnehmer (Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln) Durchführung der Studie (Fragen an Experten versendet; Iteration = Beantwortung, Übermittlung der Ergebnisse, Feedback an Experten) Abschluss bzw. Abbruch der Studie (selten mehr als drei Durchgänge, da Fluktuation) -> aber zeit- und kostenaufwändiges Verfahren; keine sichere Aussage über Zukunft, aber liefert verlässliche Datengrundlage
  • Welche zwei Arten von Prototypen können unterschieden werden? - Software-Prototyp: zeigt ausgewählte Eigenschaften des späteren Zielprodukts Betriebsfähigkeit (mit Experimenten Informationen sammeln) Erste Version (erste Fassung des späteren Produkts) Zeitlicher Bezug (Zeitspanne zwischen Prototyp und späterem Produkt) - Technischer Prototyp: Bereich der konstruktiven Ingenieurwissenschaften; im Gegensatz zum Software-Prototyp ist er meist das erste Muster einer Produktserie (+ Sonderform Pilotprojekt)
  • Welche drei Varianten des Prototyping gibt es? - Basis-Prototyping: wenn Unklarheiten bei den Anforderungen an ein System; horizontale oder vertikale Prototypen; oder Unterscheidung nach verfolgten Zielen: Explorativ, Experimentell, Evolutionär, Mischform - Rapid Prototyping: schnelle Entwicklung von lauffähigen Softwareprodukten, die direkt eingesetzt und schnell an neue Anforderungen angepasst werden können - Virtual Prototyping: Modellierung und Tests am PC; direkt Markteinführung des fertigen Produkts; Produktverbesserungen nach Markteinführung