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Einführung Soziologie (Fach) / VL 7 Situation (Lektion)

Strukturbegriff, Werte und Normen, Implementierung v. Normen, soziale Kontrolle, Sanktionen, Strukturen

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  • soziale Strukturen Strukturbegriff Situationselmente von Strukturen der Makroebene geprägt (Brückenhypothesen) Soz. Strukturen Typische Muster v. Eigenschaften, Verhalten, Bez. v Aktueren Prägen Wahrnehmung u. Präferenzen Bieten Restruktionen / Ermöglichungen Normative Regelungen: Verpflichtungen Strukturen Realität sui generis (eig. Charakter) ? Nein, da sie nicht aus sich selbst heraus entstehen, keine Eingengesetzlichkeit haben und nur über menschliches Handeln wirken Ja, denn sie haben eine eigene Gestalt und sind so wirkungsmächtig und sie sind eigenstädnige Entitäten
  • Charakter soz. Strukturen Strukturen grenzen Handlungsalternativen ein, indem sie Ressourcen bereitstellen und die Wahl v. Handlungsalternativen erwartbar machen "Gelegenheitstruktur": Bereitstellen (Handlungschancen)/ Verwehren von Ressourcen zu Handeln (Handlungsrestriktion).  (z.b. Schichtabhängigkeit v. Bildungschancen = z.T. Problem mangelnder Ressourcen) Faktische Erwartungen: Handeln, das regelmäßig geschieht (kognitive Erwartungen, auf die man sich verlassen kann); zeigen u. verdecken Handlungsalternativen Normative Erwartungen: Erwartungen gesollten soz. Handelns; legen Handlungsalternativen nahe, erschweren andere Faktische u. normative Erwartungen wesentlich für die Wahl geeigneter Mittel, um bestimmte Zwecke (mit best. Nutzen) zu realisieren Soziale Tatbestände: Bilden das institutionelle Angebot an Handlungsalternativen (mit mehr oder weniger starken normativen Verflichtungen)
  • Strukturtypen Aggregate: Menge von Individuen mit ähnlichen Eigenschaften/Merkmalen, gleichgerichtetes (aber nicht kooperierendes) kollektives Verhalten Interdependenzstrukturen: Aggregate mit gemeinsamem Handlungsziel (noch keine gezielte Kooperation), aber gleichgerichtete Handlungen; Z.B. Klassen (im Klassenkonflikt), kollektive Akteure Beziehungstrukturen/soz. Netzwerke: Formale Eigeschaften von Beziehungsmustern, zb. "weak ties"<-> enge Bez., Informationsvermittlung u. Stellenfindung Gruppen: Akteursaggregate mit (partiell) gemeinsamen Zielen, gelegentlichen Kontakten, ohne formelle Mitgliedschaft, formale Handlungskoordination Organisationen: formelle Mitgliedschaft, klar definiertes gemeinsames Handlungsziel, formale Handlungsregelung (Verfassung), inkl. "Erzwingungsstab" (zb. Kontrollen) Institutionelle Strukturen: Einbettung v. Verteilungs-und Beziehungsmustern in institutionelle Regelungen; soz. Ungleichheit u. institutionelle Regelung d. Ökonomie (nicht so klare Regeln wie bei Orga.) Korporative Akteure: Körperschaften, Juristische Personen,  resultiert aus Verbund v. Personen mit gemeinsamen Ziel, die Ressourcen zur Verfügung stellen und Handlungsrechte an d. korporativen Akteur abgeben; Interessen d. korporativen Akteur resultiert aus kollektiven Entscheidungsprozessen und wird von Sprecher/Gremium vertreten
  • Werte u. Normen Werte Vorstellung des Wünschbaren (etw., was man will) mit überindividueller Geltung allgemein rechtfertigen Normen (Bsp. Freiheit, Wahrheit) Hierarchie v. Werten diskussionsfähig, aber nicht entscheidbar Normen Handlungsanweisungen, die bestimmte Werte implementieren (Bsp. Wert = Wahrheit > Norm: "du sollst nicht lügen")  keine eindeutige Zuordnung  Werte können unterschiedlich in Normen umgesetzt werden  Normen können unterschiedlich begründet werden mit Normen lässt sich Problem unsicherer gegenseitiger Erwartungen (Koordinationsproblem: doppelte Kontingenz) lösen stellen Komplementarität von Verhaltenserwartungen sicher (Bsp. Gütertausch)
  • Normorientierung Nutzenkalkül vs. Normkonformität Bündelung normativer Erwartungen zu "Rollen" > Verhaltenserwartung an Positionsträger (Professor, Student, Frau..) >> Rollenbefolgung vs. Rollendistanz Balance zw. Erwartungsbefolgung-abweichung in jeder Handlungssituation neu zu finden Normative Verpflichtung im Rahmen klar definierter Beziehungen (Bsp. Regelung d. Familienlebens) Institutionen: Normativ geregelte Verbindung best. Formen d. soz. Handelns best. Akteure (Bsp. Institution "Eigentum" > Rechte u. Pflichten) Institutionen als Normenkomplexe: Zugehörigkeit, Handlungsanweisungen, Rollen, Institutioanliserungsprozess
  • Implementierung (Einbauen) von Normen 2 wesentliche Aspekte Internalisierung von Normen in der Sozialisation Sanktionierung von Normen durch Missbillibung u. Zwang Sozialisation (Internalisierung) Werte u. Normen werden in Sozialisationsprozessen vermittelt Primäre Sozialisation: In der Familie Belohnungen u. Bestrafungen als Basis für Aufbau v. Erwartungen für künftiges Verhalten Indentifikation des Kindes mit den Eltern führt zur Internalisierung v. Sanktionen (Selbstbestrafung) > Impliziert Generalisierung [Gewissen] temporäre Koalitionsbildung mit solidarischem Elternteil bei widersprechendem Gebot > weitere Abstraktion Sekundäre Sozialisation weitere "Einübung" von Normen in Normensysteme in Schule etc.
  • Soziale Beeinflussung u. Soz. Kontrolle Soz. Beeinflussung = Menschen dazu bewegen, Verhalten u. Denken in eine bestimmte Richtung zu lenken  konformes (übereinstimmendes) Handeln Anderer kann ausreichend sein Abweichendes Verhalten immer möglich ("Anonyme" Wohnformen) > Soziale Kontrolle als beiläufiger Effekt soz. Handelns und ggf. zur Einhaltung v. Normen nötig: = Mitglieder einer Gruppe versuchen einander v. der Abweichung v. Normen abzuhalten Anwesenheit Anderer verstärkt Internalisierung v. Normen wenn "sanfter Druck" d. Beeinflussung fehlt, muss sanktioniert werden (durch Missbilligung i. d. Interaktion, Zwang, Strafe)
  • Sanktionen Sanktion = Reaktion auf Normabweichung. Minderung d. Wohlbefindens d. Abweichlers Sanktionsformen: Missbilligung: sprachl. Hinweis (Normbezug), Mimik (Ausdruck Schädigung) Gewalt (Einschränkung d. Bewegungsfreiheit) Entzung v. Rechten Institutionaliserung durch Recht (Gesetz, Polizei, Gerichte, Strafvollzug) Akzeptanz d. Strafe (Legitimität) u. Gewaltnotwendigkeit Gewaltmonopol d. Staates: Nur der Staat kann legitime Gewalt ausüben "Stufen" d. Institutionalisierung v. Soz. Kontrolle
  • Sanktionsbereitschaft Abhängig vom Grad d. Normidentifikation Alters (Normimplementierung) Sanktionen verursachen Kosten! Sozialstrukturelle Bedingungen d. Sanktionsbereitschaft: Sanktionsablehnung muss sanktionert werden Rolle Dritter bei Sanktionierung: Kommunikation ermöglicht Teilung d. Kosten (bei konstantem Nutzen) Bereitschaft sinkt mit Größe d. Publikums: Verantwortungsdiffusion Je größer die Gruppe, desto geringer d. Anreiz zur Produktion d. Guts Sozialstruktur muss Wege bahnen für potentiellen Sanktionatoren Je dichter Bez. in einer Gruppe, desto höher d. Wahrsch., dass Sankionskosten "erstattet" werden u. Nicht-Sanktionierung sanktioniert wird Nicht teilbare Sanktionskosten: "Heroen" nötig Teilbare Sanktionskosten: Inkrementelle (schrittweise aufeinander aufbauend) Anwendung erleichtert Sanktionierung (Abwasch i. WG...)
  • Strukturen Charakterisierung v. Strukturmerkmalen: Globale Merkmale: Unabhängig v. individuellen Eigenschaften (regionale Arbeitsmarktstrukturen) Konstruierte Merkmale: Kontext definiert über Eigenschaften der Mitglieder > Aggregation individueller Merkmale, "strukturelle" Merkmale: Struktur soz. Bez. (zb. Nachbarschaftsnetzwerke) Struktureller Effekt = Auwirkung v. Kontextmerkmalen auf individuelles Handeln  liegt vor, wenn Einfluss d. Kontextes v. Einfluss individueller Eingeschaften isoliert wird Größeneffekte ethnischer Gruppen z.B. Humankapitalniveau im Betrieb vs. individuelles Humankapital Problem: Theorie über Zusammenhang nötig
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