3
Einführung Soziologie (Fach) / VL 5 Mikro-Makro Relation (Lektion)
Colman'sche Badewanne, Essers Modell "soziologischer Erklärungen", Implikationen für Forschungspraxis
Diese Lektion wurde von Lailu erstellt.
- Colman'sche Badewanne 3. Komplikation wiss. Erklärung: Mehrebenenorientierung nötig, Gegenstand d. Soziologie: Strukturen & soz. Verhalten; Zusamenhang zw. Struktur & Handeln auf 2 Ebenen: Mikroebene: Handeln; Makroebene: Strukturen > 4 Relationierungstypen Badewann von unten im Uhrzeigersinn): Typ 1 (Indiviuum > Individuum): Soz. Beziehungen & Interaktion Typ 2 (Soz. Gebilde > Individuum): Soz. Strukturierung des Handelns (Sozialisation) Typ 3 (Individuum > Soz. Gebilde): Strukturierung durch soz. Handeln (kollekt. Handeln, korporat. Akteure) Typ 4 (Soz. Gebilde > Soz. Gebilde): Soz. Strukturierung soz. Gebilde (Politik-Ökonomie) Beisp. Weber: Protestant. Ethik Typ 2-1-3 Theorie (Auch Werbe Strategie)
- Essers Modell soziologischer Erklärung 3 Logiken (Situation, Selektion, Aggregation) sollen Erklärung von Makrophänomenen lösen > Erklärung musss auf Mikroebene zurückgreifen, denn soz. Strukturen sind abhängig v. individuellen Handlungen 1. Logik d. Situation: Individuen treffen Entscheidungen aufgrund ihrer subjektiven Situaitonsdefinition Situation bietet Handlungsalternativen, sie haben Handlungspräferenzen basierend auf Bewertungen und Erfolgswahrscheinlichkeiten 2 Wege zur Bestimmung d. Situationselemente: 1. Brückenhypothesen (Makro > Mikro/ Struktur > Handeln); 2. Idiosynkrat. Situationsdef. (die sich in Interaktion ändert) 2. Logik der Selektion: Indivuduen selegieren zw. Handlungsalternativen Gebiet: Handlungstheorie 3 Wege: 1. Rational Choice (Nutzenmaximierung) 2. Regelgeleitetes Handeln (Normative Verpflichtung) 3. Idiosynkrasien (Wahl nicht weiter erklärbar) 3. Logik der Aggregation: Mikro > Makro via Aggragationsregeln. (Bsp.: Statist. Aggragationen, Durchschnitte etc., aggregierende soz. Prozesse) Anwendungsbedingungen: Vorwissen über Situationsdef. (Log. d. Situation) und Handlungstheorie (Log. d. Selektion), Modellierung d. Aggregationsprozesses (Log. d. Aggregation)
- Implikationen für Forschungspraxis Quantitative Methoden: Große Stichprobe viele Untersuchungseinheiten mit wenig Information standardisiert, kontrolliert statistisches Auswertungsverfahren Erkenntnisziel: nomothetisch (Auffindung v. Gesetzen) Datengrudlage: numerisch Qualitative Methoden: Wenige, gezielt ausgeählte Untersuchungseinheiten ("theoretical sampling") mit viel Informationen, offen, weniger kontrolliert hermeneutisches Auswertungsverfahren Erkenntnisziel: idiografisch (das Einmalige beschreibend), nicht-numerisch Wahl d. Methode von Fragestellung abhängig und durch die 3 Logiken bestimmt: Je mehr Vorwissen vorhanden, je stärkere Annahmen getroffen werden können, desto eher sind quantitative Verfahren angebracht; Je weniger..., desto eher sind qualitative Verfahren angebracht. Oft zeitliche Abfolge d. Verfahren: Erst qualitative (Hypothesengenerierung), dann quantitativ (Test). Forschungsabsicht: Quantitative Hypothese ("Je-desto"...); Existenzaussagen