19

Medizinische Grundlagen (Fach) / Neuro- und Sinnesphysiologie (Lektion)

Aus Repetitorium psychologische Psychotherapie Prüfung

Diese Lektion wurde von Frau_Braun erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Neuronale Plastizität Die Fähigkeit von Nervenzellen sich gemäß ihrer Verwendung zu verändern, indem es zu Veränderungen an den Synapsen kommt. In Abhängigkeit von der Aktivität der Synapsen wird dazu die Signalübertragung optimiert (Z. B. Erhöhung von Rezeptoren, Variation der Menge an aus geschütteten Botenstoffen etc.). Eine Verstärkung der synaptischen Übertragung durch synaptische Plastizität nennt man Potenzierung, die Abschwächung nennt man Depressionen. Neuronale Plastizität gewährleistet die Lernfähigkeit des Gehirns und ist Voraussetzung von lernen und Gedächtnisfunktion.
  • Assoziationsbildung Nennt man die Verknüpfung zweier oder mehrerer Gedächnis Inhalte als Ausdruck der Plastizität
  • Multiple Kontrolle Neuronale Plastizität ist Grundlage der multiplen Kontolle, da sie ermöglicht, dass eine Funktion von verschiedenen Hirnregionen kontrolliert werden kann und dass im Falle einer Hirnschädigung nicht notwendigerweise zu einem Funktions Ausfall kommt. Dieses Prinzip macht man sich bei der neuropsychologische Rehabilitation zu nutzen.
  • Neuropsychologische Therapie Bei dieser wird versucht, die vorhandenen Störungen sowie die daraus resultierenden Beeinträchtigungen im Alltag zu beseitigen oder zu verringern. Sie vereint verschiedene therapeutische Maßnahmen, die sich zwei Strategien zuordnen lassen: Methoden zur Funktionsrestitution: Verbesserung der Wiederherstellung beeinträchtigter Funktionen durch intensive und sich wiederholende Stimulation. Die biologische Grundlage der Restitution ist die Plastizität des Gehirns Methoden zur FunktionsKompensation: Ausgleich von FunktionsDefiziten durch noch intakte Funktionen oder Fähigkeiten. Gleichzeitig ist damit eine Anpassungsprozesse der eigenen Ziele und Erwartungen im Sinne einer erfolgreichen Entwicklung gemeint. 2011 ist die neuropsychologische Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden
  • Tasten bzw. Sensibilität Man unterscheidet Protopatische Sensibilität: diffuse Empfindung von Schmerz, Druck und Temperatur. Epikritische Sensibilität: Feindiskriminierende Wahrnehmung von Reizen
  • Komponenten der Schmerzempfindung Sensorisch (Stärke, Lokalisation) affektiv (Qual, leid) motorisch (Muskelspannung) vegetativ (Schweißausbruch) kognitiv (Bewertung als quälend, unaushaltbar USW.)
  • Sensorisch-diskriminatives Schmerzsystem Dieses bestimmt die Intensität und die Qualität des Reizes (mechanisch, thermisch, chemisch), den Ort und die Ausbreitung und den Beginn und das Ende des Schmerzes
  • Schmerztypen Somatischer: betrifft Muskeln, Haut, Bindegewebe Viszeraler: betrifft die inneren Organe, schwer Ortbar, Z. B. Blinddarm Nozizeptorenschmerz: schmerz durch Reizung der Nozizeptoren; Schmerzimpulse werden ans ZNS geleitet, ermöglichen durch örtliche Zuordnung entsprechende Reaktionen (Warnfunktion). psychogener Schmerz: somatische Ursache fehlt. chronischer Schmerz: dauert länger als sechs Monate, die Warnfunktion ist verloren gegangen, die Entstehung chronischer Schmerzen steht im Zusammenhang mit der Ausbildung des Schmerzgedächtnisses
  • Habituation Die Wirkung eines Reizes und die damit ausgelöste psychophysiologische Reaktion nimmt bei wiederholter Reizdarbietung ab und dient der Verhinderung der Beachtung bekannter Reize. Genauer handelt es sich um die Verringerung der Intensität einer Orientierungs Reaktion nach wiederholter Darbietung eines Reizes.
  • Adaption Beschreibt ebenfalls die Abnahme einer psychophysiologischen Reaktion. Sie meint jedoch die Erhöhung der Reizschwelle eines Sinnesorgans bei kontinuierlicher Reizung
  • Anzeige
  • Extinktion Wird die Abnahme der ReaktionsIntensität einer klassisch oder instrumentell gelernten Reaktion genannt
  • Aufmerksamkeit Man unterscheidet DauerAufmerksamkeit (Vigilanz, Wachsamkeit): Bereitschaft zu schnellen Reaktionen auf äußere Reize, Steuerung über das aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem (ARAS) der Formatio reticularis. Geteilte Aufmerksamkeit: das Bewusstsein wird gleichzeitig auf mehrere Gegenstände bzw.  Handlungen gerichtet. Selektive Aufmerksamkeit: das Bewusstsein wird auf einzelne Gegenstände beziehungsweise Handlungen gerichtet, andere werden ausgeblendet.
  • EEG und typische Wellen in diesem Ein EEG erlaubt die Ableitung und Registrierung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Gemessen an elektrischen Spannungsschwankungen der Großhirnrinde. Diese sind Folge postsynaptische Potenziale die mit einer bestimmten Synchronizität in den Zellverbänden auftreten. Die Rhythmik wird vom Thalamus erzeugt. Delta (typisch für meist traumlosen Tiefschlafphase, bei Koma, Narkose) Theta (erwachsener, bei Schläfrigkeit und in den leichten Schlafphasen) Alpha (physiologischer Grundrhythmus des ruhenden Gehirns, typisch für Wachzustand bei geringer visueller Aufmerksamkeit (wach und Augen geschlossen), bei Konzentration  oder Aufmerksamkeit übergang in den Beta Rhythmus) beta (auftreten unter geistiger Anspannung und bei Sinnesreizen im Wachzustand mit geöffneten Augen) Gamma (auftreten bei starker Konzentration oder Lernprozessen)
  • CT Röntgenaufnahmen werden beim durchdringen von Gewebe abgeschwächt. Der Grad dieser Abschwächung wird beim CT gemessen, und daraus wird Rechnerbasiert ein dreidimensionales Bild aufgebaut, welches einen Gegensatz zum normalen Röntgen feinerer Differenzierung der Gebetsdichte ermöglicht, Weichteilkontrast. Das CT eignet sich insbesondere zur Darstellung von Tumoren, Infarkte und Blutungen.
  • MRT Hier werden die Bilder aus der Energie gewonnen, die nach erzwungener Ausrichtung der Wasserstoffatome bei deren Rückkehr in die Ausgangslage frei wird. Der Patient hat dazu sehr starken Magnetfeldern ausgesetzt. Die dann ein gestrahlten Hochfrequenzimpulse bewirken unterschiedliche Energiezustände der Wasserstoffatome. Nach abschalten wird die eingestreute Energie abgegeben und daraus ein Bild aufgebaut. Grundlage für den BildKontrast sind unterschiedlicher RelaxationZeiten verschiedener Gewebearten sowie der unterschiedliche Gehalt an Wasserstoffatome in verschiedenen Geweben (Z. B. Muskeln, Knochen). Die MRT liefert einen dem CT weit überlegenen Weichteilkontrast, der Patient wird keiner belastenden  Strahlung ausgesetzt.
  • fMRT Dieser Weiterentwicklung des M RT ermöglicht Aufnahmen, die Durchblutungsänderungen von Hirnareale sichtbar machen. Im Zusammenhang mit neuronaler Aktivität kommt es lokal zu Veränderungen der OXygerierung (Sauerstoffsättigung), des Blutflusses und des Blutvolumens in umschriebenen Hirnregionen. Die fMRT liefert ein Bild der aktiven Areale BZW. Aktivitätsveränderungen (Z. B. Aktivität beim lösen bestimmter Aufgaben), ohne dass der Patient Strahlung ausgesetzt wird
  • PET Es handelt sich um eine computergestützte, schichtweiser Abbildung der Radioaktivitätsverteilung in Organe nach Injektion oder Inhalation schwach radioaktiver Substanzen, um Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar zu machen. Die Berechnung der Bilder erfolgt aus der Strahlung, die der Körper wieder abgibt, denn wie stark sich die radioaktive Substanz (beispielsweise radioaktiv markierte Traubenzucker) in der zu untersuchen Körperregion einreicht, hängt von dem StoffProzessen ab (Tumore beispielsweise haben oft einen anderen Energiestoffwechsel als gesundes Gewebe) das Verfahren findet seinen Einsatz in der Neurologie, Onkologie und Kardiologie
  • Physiologische Veränderungen bei der Orientierungreaktion Erhöhte Sensibilität, Absinken der Wahrnehmungsschwelle, Pupillenerweiterung, Steigerung des Muskeltonus, Konstruktion peripherer Blutgefäße, Dilatation der Blutgefäße im Kopf und Gehirn, Vertiefung und Verlangsamung von Atmung und Herabsetzen der Herzfrequenz, Vergleich mit Gedächtnisinhalten. Wiederholte Darbietung des Reizes führt zur Löschung der Orientierungsreaktion (Habituation).
  • Physiologische Veränderungen bei der Orientierungreaktion Erhöhte Sensibilität, Absinken der Wahrnehmungsschwelle, Pupillenerweiterung, Steigerung des Muskeltonus, Konstruktion peripherer Blutgefäße, Dilatation der Blutgefäße im Kopf und Gehirn, Vertiefung und Verlangsamung von Atmung und Herabsetzen der Herzfrequenz, Vergleich mit Gedächtnisinhalten, Alpha-Blockade (EEG Desynchronisation). Wiederholte Darbietung des Reizes führt zur Löschung der Orientierungsreaktion (Habituation).