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Mediennutzungs- und Rezeptionsforschung (Fach) / Uses and Gratification Ansatz (Lektion)

In dieser Lektion wird der Uses- and -Gratification- Ansatz behandelt

Diese Lektion wurde von Kreisimkreis erstellt.

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  • Was sind die Grundannahmen des Uses and Gratification Ansatzes? Mediennutzung kann über Bedürfnisse und Motive der Rezipienten erklärt werden.  Das Publikum ist aktiv, kennt seine Bedürfnisse und handelt zielgerichtet. Medienkonkurrenz, weil alle die Befürfnisse der Rezipienten befridiegen wollen Massenmedien sind multifunktional. Menschen können über ihre Bedürfnisse Auskunft geben.
  • Beschreiben Sie die Bedürfnisspyramide/typologie nach Maslow? Es gibt insgesamt 5 Typen der Bedürfnissen. 1. Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen) 2. Sicherheitsbedürfnisse ( Materielle und berufliche Sicherheit (Wohnen, Arbeiten)) 3. Soziale Bedürfnisse (Freundschaft, Liebe, Gruppenzugehörigkeit) 4. ICH Bedürfnisse (Anerkennung/Geltung) 5. Selbstverwirklichung 
  • Beschreiben Sie die Bedürfnistypologie nach Bondafelli! Es gibt folgende Bedürfnisarten: - kongnitive Bedürfnisse (Informationsbedürfnisse) - Affektive Bedürfnisse (Unterhaltungsbedürfnisse) - integrativ-habituelle Bedürfnisse (Strukturierung des Alltags) 
  • Beschreiben Sie die Bedürfnistypologie nach Bondafelli! Es gibt folgende Bedürfnisarten: - kongnitive Bedürfnisse (Informationsbedürfnisse) - Affektive Bedürfnisse (Unterhaltungsbedürfnisse) - integrativ-habituelle Bedürfnisse (Strukturierung des Alltags) 
  • Beschreiben Sie die Bedürfnistypologie nach McQuail 1. Informationsbedürfnis (Orientierung in der Umwelt, Ratsache, Neugier, Lernen, Sicherheit durch Wissen) 2. Bedürfnis nach persönlicher Identität (Bestärkung persönlicher Werte, Suche nach Verhaltensmodellen, Identifikation mit anderen Selbstfindung) 3. Intergration und soziale Interaktion (In Lebensumstände anderer versetzen, Zugehörigkeitsgefühl, Gesprächgrundlage, Geselligkeitsersatz, Partnersatz, Rollenhilfe, Kontakt finden) 4. Unterhaltungsbedürfnis (Wirklichkeitsflucht, Ablenkung, Entspannung, Kulturelle und ästhetische Erbauung, Zeit zu füllen, emotionale Entlastung, Sexuelle Stimulation)
  • Nennen Sie die Kritikpunkte am Uses-and-Gratification-Approach? Theorieschwäche Methodisches Herangehen Handlungskonzept Einseitigkeit Instrumentielle Perspektive Medienpolitische Bedenken
  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - Theorieschwäche Da es keine Theorie gibt, die menschliche Bedürfnisse mit sozialen und psychologischen Ursprüngen verbindet, besteht die Gefahr der Beliebigkeit
  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - methodisches Herangehen. Es wird fast nur mit Befragungen gearbeitet. Die Ergiebnisse werden von Auskunftsfähigkeit und -bereitschaft der Menschen sowie von den Vorgaben der Forscher verzerrt und sind deshalb Artefakte.
  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - Handulungskonzept Mediennutzung wird auch von Gelegen- und Gewohnheiten bestimmt. Menschen entscheiden keineswegs immer rational, sondern oft impulsiv, vereinfacht und habituell.
  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - Einseitigkeit Die Beschränkung auf den Rezipienten führt dazu, dass Medieninhalte genauso vernachlässigt werden wie das gesellschaftliche Umfeld. 
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  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - Instrumentielle Perspektive Als Sinn einer Handlung werden nur Ziele akzeptiert, die außerhalb der Handlung liegen. Gerade kulturelle Hanldungen können ihren Sinn aber auch in sich selbst haben. 
  • Beschreiben sie den Kritikpunkt am Uses-and-Gratification-Approach - Medienpolitische Bedenken! Wenn Mediennutzung grundsätzlich vorhandene Bedürfnisse befriedigt, lässt sich jeder Inhalt als sinnvoll rechtfertigen. Programmkritik scheidet aus, da angeblich nur gesendet werde, was die Zuschauer wünschten. 
  • Nennen Sie die theoretische Ansätze zur Mediennutzung! Erregungstheorien Identitätstheorien Einstellungstheorien Eskapismusthese Spieltheorie Tronc Commun
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Erregungstheorie Erregungstheorie - angenehmer Erregungszustand (mittleres Niveau) Mood Management - Stimmung positiv beeinflussen Sensation Seeking - starke Reize Neugier - Genuss durch den Abbau von Unsicherheit, die das Angebot ausgelöst hat Erlebnissthese - Intensive körperliche und seelische Erfahrung Glücksforschung - Flow
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Identitätstheorien! Identitätstheorien - Auseinandersetzung mit den Lebensumständen und der eignene Identität Soziales Vergleichen - Bewertung der eigenen Person Parasoziale Interaktion - Verhaltensmodelle, Menschenkenntnis, Vorbildsuche
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Einstellungstheorien (kognitive Dissonanz) Vermeidung von Dissonanzen mit eigenen Wissen, eigenen Überzeugungen und Einstellungen
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Eskapismusthese! Flucht vor Realität (begründet mit den Lebensbedingungen oder mit einem anthropologischen Bedürfnis)
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Spieltheorie! Kommunikatives Vergnügen
  • Beschreiben Sie den theoretischen Ansatz - Tronc Commun! Beschäftigung mit archetypischen Themen des Lebens
  • Was versteht man unter Uses-and-Gratification-Ansatz? = Benutzung und Belohnungsansatz ein Modell der Mediennutzungsforschung und widerspricht dem Wirkungsansatz des älteren Stimulus-Response-Modells. In Absetzung bzw. Ergänzung der Medienwirkungsforschung untersucht der Ansatz die aktive Rolle der Rezipienten im Umgang mit Massenmedien.
  • Was ist das Ziel dieses kommunikationstheoretischen Ansatzes? Ziel ist es, die Motive für die Mediennutzung der Rezipienten, also der Nutzer, herauszufinden „Wir fragen nicht mehr 'Was machen die Medien mit den Menschen?', sondern 'Was machen die Menschen mit den Medien?'“
  • Wonach richtet sich der Nutzung eines Mediums bei dem Rezipienten? Die Nutzung eines Mediums richtet sich also nach der Nutzenerwartung und der Bedürfnisbefriedigung des Medienangebots.
  • Warum war die Weiterentwicklung dieses Ansatzes notwendig? Die Weiterentwicklung war erforderlich, da sowieso nicht die tatsächlichen, sondern die erwarteten Gratifikationen erhoben wurden. Wird die Erwartung gehegt, dass ein Medium/Programm eine bestimmte Eigenschaft besitzt, hängt die Nutzung dessen von der Bewertung der Eigenschaft ab. Bei positiver Bewertung erfolgt eine Zuwendung, bei negativer eine Abwendung. Somit erklärt dieses Modell auch Medienvermeidungsverhalten.
  • Was ist unter selektiver Zuwendung zu verstehen? Selektiven Zuwendung besagt, dass sich Menschen eher solchen Medieninhalten zuwenden, die ihrem eigenen Standpunkt nahestehen. Die Wahl der Tageszeitung richte sich z.B. nach deren vermeintlicher politischer Richtung. Nur dort, wo ein Medieninhalt einen Rezipienten infolge selektiver Zuwendung überhaupt erreicht, kann folglich eine Medienwirkung eintreten. Der nächste Schritt ist die selektive Wahrnehmung. Hier würden aus dem ausgewählten Medienangebot eher solche Inhalte wahrgenommen, die zur eigenen Einstellung passen. Letztlich kommt es zu selektivem Behalten: Zur eigenen Meinung konsistente Inhalte würden eher im Gedächtnis behalten als andere.