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Mediennutzungs- und Rezeptionsforschung (Fach) / Agenda Setting (Lektion)

In dieser Lektion wird der Ansatz der Agenda-Setting, sowie verschieden Modelle und Begriffe, die mit dem Thema zusammenhängen.

Diese Lektion wurde von Kreisimkreis erstellt.

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  • Was bedeutet eigentlich Ansatz in diesem Zusammenhang? Erster Ausgangspunkt. Ein Grundgedanke.
  • Was bedeutet Prämisse? Eine Voraussetzung bzw. Annahme. Sie ist eine Bedingung, aus der eine logische Schlussfolgerung gezogen wird. 
  • Was ist die Prämisse von Agenda-Setting-Theorie? Die Prämisse ist, dass vor jeder Meinungs- oder Einstellungsbeeinflussung durch die Medien, die Funktion der Thematisierung steht.  Walter Lippmann(1922) hatte bereits die Idee in seinem Buch " Public Opinion" - Medien können aus der Vielfalt der möglichen Ereignissen, die tagtäglich in der "Welt" passieren, immer nur eine kleine Menge auswählen, über die dann als " Medienrealität" berichtet wird. Massenmiedien konstruieren so für die Öffentlichkeit durch Selektion, Thematisierung und Gewichtung ein Themenuniversum, welcher für die Gesellschaft dann zur Publikumsagenda wird und soziale Realität abbildet. (abgewandelt, siehe Heinz Bondafelli und T. Friemel, Medienwirkungen) Massenmedien konstruieren durch Selektion,Thematisierung und Gewichtung eine Themenuniversum, sie strukturieren die Realität der Rezipientengsforschung
  • Was bedeutet Agenda-Setting als Begriff? Setzung der Schwerpunkte
  • Was ist die Prämisse von Agenda-Setting-Theorie? Die Prämisse ist, dass vor jeder Meinungs- oder Einstellungsbeeinflussung durch die Medien, die Funktion der Thematisierung steht.  Walter Lippmann(1922) hatte bereits die Idee in seinem Buch " Public Opinion" - Medien können aus der Vielfalt der möglichen Ereignissen, die tagtäglich in der "Welt" passieren, immer nur eine kleine Menge auswählen, über die dann als " Medienrealität" berichtet wird. Massenmiedien konstruieren so für die Öffentlichkeit durch Selektion, Thematisierung und Gewichtung ein Themenuniversum, welcher für die Gesellschaft dann zur Publikumsagenda wird und soziale Realität abbildet. (abgewandelt, siehe Heinz Bondafelli und T. Friemel, Medienwirkungsforschung)
  • Was besagt die Agenda-Setting-Function of mass media?  Massenmedien beeinflussen durch die Schwerpunktsetzung in ihrer Berichterstattung die öffentlich Aufmerksamkeit für bestimmte Themen. 
  • Wie sehen die einzelnen Instanzen im Agenda-Setting-Prozess? Die objektive Realität, ist die Welt/Gesellschaft, in der wir leben. Sie ist sowohl für den Menschen als auch für die Medien ein Bezugssystem.Sie kann anhand von Statistiken der Experten abgebildet werden. Indikatoren hierfür sind Häufigkeiten( z. B Kriminalitätsstatistiken, wissenschaftliche Messungen) beschrieben werden.   Die Medienwirklichkeit lässt sich anhand von Häufigkeiten und Gewichtungen des Themas bestimmen. Diese werden anhand der quantifizierender Inhaltsanalyse erfasst.   Die soziale Realität lässt sich mit standardisierten Bevölkerungsumfragen erfassen. Gefragt wird nach den dringlichsten Problemen.
  • Wann kann die Wirkung der Medien bei Rezipienten untersucht werden? ·      Die Medien nehmen Einfluss darauf, wie Menschen denken. Erst danach kann untersucht werden, welche Wirkung Medien darauf haben, wie Menschen über ein Thema denken
  • Welche Punkte beinhaltet das Konzept der Bevölkerungsagenda? -       intrapersonelle Agenda (subjektiv, personenbezogen) -       Perzipierte öffentliche Agenda (dasjenige, was nach eigener Meinung alle angeht. Eine institutionelle Agenda) -       Interpersonelle Agenda ( das, worüber man mit anderen spricht)
  • Was versteht man unter Bevölkerungsagenda/Publikumsagenda? Die Rangfolge der in der Öffentlichkeit diskutierten Themen, die durch medial dargebotenen Themen (=Medienagenda) bestimmt wird (Medienpsychologie)
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  • Nenne die 3 Wirkungsmodelle nach Mc Combs? Awarness-Modell Salience- Modell Prioritäten- Modell
  • Was beschreibt das Awarness-Modell nach Mc Combs? Der Rezipient wird über die Medien auf Themen aufmerksam, die besonders betont werden. Die Medien haben in diesem Modell eine Thematisierungsfunktion
  • Was beschreibt das Salience-Modell nach Mc Combs? (Grad der beigemessenen Wichtigkeit eines Themas) Der Rezipient wird über Medien auf Themen aufmerksam, die besonders betont werden. Die Medien haben in diesem Modell eine Thematisierungsfunktion
  • Was beschreibt das Prioritäten-Modell nach Mc Combs? (Grad der beigemessenen Wichtigkeit mehrerer Themen) Die Themen der Medien wird 1:1 vom Rezipienten übernommen. Die Medien haben in diesem Modell eine Strukturierungsfunktion    
  • Nenne die 6 Modelle zur Beschreibung der Agenda-Setting- Effekten! Kumulationsmodell Schwellnemodell Beschleunigungsmodell Trägheitsmodell Echomodell Spiegelungsmodell
  • Was beschreibt das Kumulationsmodell? Eine Intensivierung der Berichterstattung führt direkt zu einer höheren Platzierung des Themas auf der Publikumsagenda.
  • Was beschreibt das Schwellenmodell? Damit ein Thema auf die Publikumsagenda gelangt, ist ein Mindestmaß an Berichterstattung nötig.
  • Was beschreibt das Beschleunigunsmodell? Die Bevölkerung reagiert überdurchschnittlich schnell und intensiv auf die Medienthematisierung.
  • Was beschreibt das Trägheitsmodell? Wenn ein Thema eine gewisse Wichtigkeit auf der Publikumsagenda erreicht hat, sind Steigerungen auch durch intensivere Berichterstattung kaum zu erreichen.
  • Was beschreibt das Echo-Modell? Ein Thema bleibt länger auf der Publikumsagenda als auf der Medienagenda.
  • Was beschreibt das Spiegelungs-Modell? Die Publikumsagenda bestimmt die Medienagenda. (Kontrapunkt zum Agenda-Setting-Ansatz, vgl. unten)
  • Wovon gehen die Anhänge der Spiegelungshypothese aus? Ihnen zufolge spiegeln die Medieninhalte lediglich das gesellschaftliche Meinungs- und Themenbild wider, die Medienagenda entsteht also aus der Publikumsagenda.
  • Was bedeutet Inhaltsanalyse? Die Inhaltsanalyse (engl. content analysis) ist ein Methodenbündel der empirischen Sozialwissenschaften. Gegenstand ist die Analyse der Inhalte von Kommunikation, die in Form von Texten, etwa als verschriftlichte Interviews oder Zeitungsartikel vorliegen. Unter inhaltsanalytischen Techniken versteht man im Allgemeinen die quantitative Auswertung von Texten, die alleine oder in Verbindung mit qualitativen Methoden wie qualitative Inhaltsanalysen oder Diskursanalysen gebraucht werden können.
  • Kritik am Agenda-Setting-Ansatz Ursprünglich beschäftigte sich der Agenda-Setting-Ansatz vorwiegend mit der Vermittlung von Themenwichtigkeit durch die Medien. Mittlerweile ist jedoch auch die Wirkung auf Einstellungen und Verhalten des Publikums in das Konzept integriert worden. Dies wird unter dem Begriff "Second-Level-Agenda-Setting" zusammengefasst. Es gibt einen Kritikpunkt im Bezug auf die Studie von McCombs und Shaw. Gemeint ist das Forschungsdesign von Agenda-Setting-Studien. Querschnittanalysen sind ungeeignet nachzuweisen, dass die Medienagenda die Publikumsagenda beeinflusst. Schließlich wird die jeweilige Agenda nur zu einem Zeitpunkt gemessen.Deswegen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Publikumsagenda von anderen Faktoren beeinflusst wurde oder gar die umgekehrte Beeinflussung stattgefunden hat. Methodische Krititk:Kritiker der Theorie bemängeln vor allem die vermittelte Allmacht der Medien und die Vernachlässigung soziologischer Thematisierungsprozesse (Gruppenverhalten etc.).