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Informationsmanagement Uni-HH (Fach) / Foliensatz 2 (Lektion)
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- Nenne die drei Ebenen des Bi-direktionalen Ebenenmodells und ihre Beziehungen zueinander. In hierarchischer Reihenfolge: Informationsplanung: Bedarfsanalyse; Planung der Bereitstellung Informations- und Kommunikationssysteme Informations- und Kommunikationsinfrastruktur Die jeweils unteren Ebenen leisten Unterstützung für die jeweils über ihnen Anforderungsbedarf hingegen gibt es jeweils in beide Richtungen (Bsp.: Anforderungen Stufe 2 gegenüber Stufe 3, aber auch andersherum!)
- IT ist die maßgebliche Innovation des fünften Kontradieff-Zyklus. Doch worin unterscheidet sie sich konkret von den anderen Zyklen? (kurz) IT ist ein ermöglichendes Instrumentarium der Reorganisation von betrieblichen Abläufen und der Entscheidungsfindung
- Was steht man unter Planung? (grundlegende Definition) Wozu dient sie? (1 Punkt) Was benötigt sie? (2 Punkte) Geistige Vorwegnahme von Handlungsalterantiven, deren Bewertung aufgrund von Zielsetzungen und der darauf aufbauenden Auswahl. Dient der Entscheidungsvorbereitung- und findung. Planung bedarf der Abstraktion des zugrunde liegenden Problems und einer guten Prognose für zukünftige Entwicklung.
- Worin besteht der Unterschied zwischen einem Problem und einer Aufgabe? Was ist das Manko des Problembegriffs? Ein Problem besitzt einen unerwünschten Zustand A und einen erwünschten Zustand E. Es gibt Barrieren, die die Transformation von A nach E verhindern. Eine Aufgabe ist reproduktiver Natur, d.h. bekannte Mittel sind auf bekannte Weise einzusetzen, um den klar definierten Endzustand zu erreichen. Manko des Problembegriffs: Versch. Lösungsalternativen führen zu unterscchiedlichen Endzuständen.
- Worin unterscheiden sich konkret Puzzles, Problems und Messes nach Ackoff und Pidd? (hinsichtlich Problemformulierung und Lösung) Puzzles: Bei Problemformulierung und Lösung herrscht Übereinstimmung. Problems: Bei Problemformulierung herrscht Übereinstimmung, die Lösung hingegen ist diskutierbar. Messes: Weder Problemformulierung noch Lösung sind klar. Beide sind diskutierbar (Messes sind daher als vollkommen unstrukturierte "Probleme" zu sehen)
- Was ist das grundlegende "Problem beim Problembegriff" und wie kann man dabei Abhilfe schaffen? (Stichwort: Problems, Puzzles) Probleme haben keine eindeutig richtigen bzw. falschen Lösungen. Durch Transformation des Problems erhält man dagegen ein Puzzle (mit mindestens einer eindeutig richtigen Lösung) Prozess der Transformation erlaubt auch bekannte oder zu modifizierende Lösungsverfahren auf neue, speziellere Probleme anzuwenden.
- Wie können Messes verstanden werden nach Pidd (1996), wo treten sie meist auf und was ist für die Problemformulierung hierbei entscheidend? Nach Pidd (1996) können Messes als System von Problemen versstanden werden. Sie treten zumeist in strategischen Entscheidungen auf. Für die Problemanalyse bzw. -formulierung ist es daher von größter Bedeutung, nicht nur Teilaspekte zu erkennen (und zu formulieren), sondern auch die Interdependenzen zwischen den einzelnen Teilproblemen.
- Welche drei Klassifizierungsgegenüberstellungen von Informationssystem gibt es? Welche spezielle Bezeichnung gibt es für Informationssysteme? (kurz) Einfach vs. komplex Statisch vs. dynamisch Offen vs. geschlossen Informationssysteme werden auch speziell als Mensch-Maschine-Systeme bezeichnet.
- Nenne die 5 Phasen eines Planungsprozesses. Erkennen von Entscheidungsproblemen, Zerlegen in handhabbare Teilprobleme (auch: Modellierungsprozess) Zielbildung unter Beachtung übergeordneter Unternehmensziele Alternativensuche Prognose zukünftiger Erwartungen und Datenermittlung Bewertung und Auswahl von Alternativen
- Was ist die Definition eines Modells und warum ist es im Entscheidungsprozess notwendig? Definition: Ein Modell ist eine vereinfachende und abstrahierende Darstellung eines Realitätsausschnitts, anhand dessen die jeweils relevanten Eigenschaften eines Originals erkannt, verstanden und analysiert werden können. Im Sinne einer Strukturierung ist sie notwendig, um Probleme überhaupt greifbar zu machen, um dann leichter zu Entscheidungen zu gelangen.
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- Unterscheide die institutionelle und funktionale Betrachtungsweise von Entscheidungsinstanzen (Management), jeweils 1 Punkt Institutionell: Alle Personen, die Leitungsfunktion ausüben, Unterscheidung erfolgt bezüglich der Organisationshierarchie Funktional: Alle zur Steuerung eines Unternehmens notwendigen Aufgaben und Tätigkeiten, die nicht allein ausführender Natur sind
- Definition Management Als Management kann das Treffen und Durchsetzen von Entscheidungen über die Verwendung bzw. Aufteilung von in eigener Verfügbarkeit befindlichen finanziellen Ressourcen, Sachressourcen und Personalressourcen bei konkurrierenden Handlungsalternativen unter Berücksichtigung von Engpassfaktoren durch Planung, Steuerung (Organisation / Implementation) und Kontrolle bezeichnet werden.
- Unterscheide Daten, Informationen und Wissen und setze sie im Bezug zum allgemeinen Entscheidungsprozess Daten: Folge von Zeichen, über deren Bedeutung weitestgehend Konsens herrscht Informationen: Eingangsdaten für die Entscheidung Wissen: Wird aus Informationen gewonnen und ist Grundlage jedes wirtschaftlichen Handelns und Entscheidens
- Welche Formen des Verstehens geschehen jeweils bei Übergang von Daten zu Information zu Wissen bis zu Weisheit? (3 Punkte) Daten <-> Verstehen von Relationen <-> Information Information <-> Verstehen von Mustern <-> Wissen Wissen <-> Verstehen von Prinzipien <-> Weisheit
- Warum wird das Modell des Entscheiders im Lernprozess komplexer? Durch welche zwei Faktoren wird dieser Lernprozess beeinflusst? Der Entscheider erweitert sein Wissen, um Entscheidungen zu treffen. Der Lernprozess ist abhängig vom a) übergeordnete Zielsystem und b) den für den Einzelentscheider erreichbaren Informationen.
- Welche 2 Hauptanforderungen an das Informationsmanagement ergeben sich hinsichtlich des Entscheidungsprozesses? Was sind 2 Hauptgründe für die Unsicherheit des Entscheiders? Bereitstellung von Informationen zur Reduktion der Unsicherheit des Entscheiders. Diese Unsicherheit kann durch fehlende/unzureichende Stukturierungsfähigkeit und fehlende Daten hervorgerrufen werden.
- Charakterisiere das Informationsmodell der "klassischen" ökonomischen Theorie (5 Punkte) Vollständige Information über Gegenwart und Zukunft Fehlende Präferenzen der Entscheiders Unendlich hohe Reaktionsgeschwindigkeit Vollständig rationales Verhalten der Entscheider Vernachlässigung von Transaktionen und damit verbundener Kosten
- Kritik an den Prämissen der "klassischen" ökonomischen Theorie bezüglich des Entscheidungsprozesses (5 Punkte) Vollständige Informationsverteilung nicht gegeben Vorhandensein von Informationsassymetrien Menschliche Verhalten nicht nur rational, sondenr auch emotional gesteuert (S-O-R-Paradigma) Vollständie Antizipation (gedankl. Vorwegnahme) der Ergebnisse aufrgund von Unsicherheit bzw. Risiko nicht möglich Tausch- und Koordinationsprozesse verursachen Transaktionskosten
- Was besagt der Algorithmische Informationsbegriff? Worin besteht in diesem Zusammenhang der Unterschied zwischen Informationsgehalt und -tiefe? Programmgröße (algorithmischer Informationsgehalt) als Maß für die Komplexität der jeweiligen Information
- Nutzenorientierter Informationsbegriff (kurz) Wissen, als Ergebnis der Einordnung von Information in Zusammenhänge (Erkennen von Mustern), und nicht die primäre Information, ist entscheidend für die Qualität der Information. -> Subjektiver Informationsbegriff
- Welcher Zusammenhang besteht zwischen vorhandeme Wissen und neuen Informationen? (4 Punkte) (Einordbare) Informationen können vorhandenes Wissen mehren Nicht einordbare Informationen sind evtl. nutzlos (lauter Erstmaligkeit) Wird sie vom Entscheider nicht nutzlos eingestuft, bewirkt sie evtl. Chaos Information bereits bekannt? -> Reine Bestätigung, keine Veränderung beim Entscheider
- Nenne die 4 Informations- und Kommunikationsaktvitäten Informationsgewinnung und Informationsverarbeitung (IV) Informationsspeicherung Informationsbewertung Informationsaustausch (Informations- und Kommunikationsverhalten)
- Nenne die 5 Punkte des Pragmatischen Kommunikationsmodells nach Watzlawick 1. Man kann nicht nicht kommunizieren. 2. Jede Kommunikation besitzt einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. 3. Die Beziehungen zwischen Kommunikationspartnern sind durch die Interpunktionen von Kommunikationsabläufen geprägt. 4. Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten. 5. Kommunikation kann auf symmetrischen und komplementären Beziehungen beruhen.
- Was besagt die Klassische Informationstheorie (Shannon)? (kurz) Je unwahrscheinlicher eine Nachricht ist, desto größer ist die Information.
- Welche 4 Arten von Kommunikationsproblemen im Zusammenhang mit der Media Richness-Theorie gibt es? Genauigkeit Schnelligkeit, Bequemlichkeit Vertraulichkeit Komplexität