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Österreichische Fotografie (Fach) / Inhalt 1 (Lektion)

Kapitel 1-4

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  • 1.1 Politische und kulturelle Bruchlinie um 1900 Fotografie war lange zeit ein teures, elitäres und bürgerliches Medium ab ca. 1900 Epochenbruch     Sigmund Freuds Traumdeutung     Neuerungen in der Populärkultur wie bsp Presse (es kamen erstmals                     fotografische Illustrierte auf den Markt, Themen der Berichterstattung dehnen sich aus) Aufkommen von Massenparteien, Erweiterung des Wahlrechts
  • 1.2 Amateurfotografie, 1900 seid den 1880 immer mehr weg von Atelier Fotografie hin zu Amateur und Knipsern einfachere Handhabung der Kameras       Kodak Boxkamera - "you press the button, we do the rest!"; anfangs noch runde Fotos, Film musste mitsamt Kamera abgegeben werden, später dann Rollfilm neue Themen       Man ging raus aus dem Atelier auf die Straße Vervielfältigung der Fotografie       Zeitungen drucken regelmäßiger Fotografien (Erfindung Autotypie [Rasterdruck] von Meisenbach)       Verkauf von Bildpostkarten Atelierfotografie verliert ihren elitären Status durch die Konkurrenz von Amateuren und Knipsern
  • 1.3 Pressefotografie - 1900 3 wichtigsten illustrierten Wochenzeitungen      das interessante Blatt     Osterreichische Illustrierte Zeitung     Wiener Bilder Pressefotografie galt unter ausgebildeten Fotografen zunächst als mindere Tätigkeit, konnte jedoch gut als Nebenverdienst genutzt werden und dehnte die publizistische Reichweite aus      Neu: Bilder mussten nicht nur gut verkäuflich sein, sondern auch schnell in die Redaktion kommen Es werden neue Bevölkerungsschichten erreicht, Leute fotografien selbst, Ateliers geraten in den Hintergrund
  • 2.1 Das Atelier- 1900 Das Fotoatelier um 1900: oft im oberen STock, eine Wand und die Decke verglast, viel Dekor und Möbel, bemalte Leinwände Das klassische Atelier geriet um die Jhd Wende in einer Kriese       Viele Ateliers bieten dasselbe an       Private Fotografie wird immer mehr möglich       Geschäftsauflösungen und Konkurse sind die Folge -> deshalb bedarf es Gegenbewegung
  • 2.2 Modernisierung in der Atelierfotografie - anfang 1900 Aufgrund Kriese bidlet sich eine Gegenbewegung -> verusch eine andere Art der Porträtfotografie zu entwickeln  starre Atelier KOnventionen fallen weg, neue Wege in der Inszenierung werden erprobt (die Reformen sind defensive Strategien als Reaktion auf die Kriese, keine Revolition wie Avantgarde) Piktorialismus: Ziel ist nicht bloß ein Abbild eines Motives festzuahlten, sondern eine sybolische Darstellung von Gemütszuständen oder Werten
  • 2.3 Fotografische Sezession - anfang 1900 Kunstfotografie besteht vor allem aus wohlhabenden Amateuren (konnten sich leisten radikaler zu arbeiten, da nicht auf kommerziellen Erfolg angewiesen) Themen: raus aus dem Atelier, das Foto ist ein Einzelstück, es wird das Positiv bearbeitet, nicht das Negativ, Orientierung am Impressionismus, malerische Effekte 2 wesentliche strategien      machen ihr Produkt rar, durch verwendung teurer Edeldruckverfahren      Gründung von elitären Fotogruppen
  • 3. Die Stadt und Einsatz von Fotographie - um 1900 1895: Entdeckung Röntgen Fotografie soziales Elend in der Stadt wird dokumentiert (Bevölkerungszuwachs, Hunger und Wohnungsnot) radikaler Umbauprozess um 1900       Dokumentarische Fotographie war das einzige Mittel um den als bedrohlich empfundenen Modernisierungen entgegen zu wirken
  • 4. der Erst Weltkrieg 1914-1918 In den ersten Monaten des Krieges beherrschte noch die Zeichnung die Berichterstattungen, doch mit zeit konnte sich Foto durchsetzten Außerhalb der Zeitungen:     Agentur Kilophot übernimmt 1915 den Zentralvertrieb des roten Kreuzes und wird führender Anbieter von Kriegspostkarten     Ausstellungen (Kriegsfotoschau) Fotografie im Militär: Luftaufklärung und Geländevermessung     als Propagandamittel zuerst verpönt, ändert sich aber schnell
  • 4.2 Kriegspressequartier -1914-1918 Im Frühjahr 1917 wurde innerhalb des Kriegspressequartiers eine eigene Bildpropagandastelle gegründet "Lichtbildstelle"     Aufgabe: Zeitungen mit aktuellen Kriegsbildern versorgen, Propagandakrieg unterstützen     Aufgenommene Bilder wurden ihnen zugesendet, Zensur unterworfen, beschriftet und verbreitet Zivile Fotoagenturen verlieren an Bedeutung, systematische staatlich gelenkte Propaganda dominiert
  • 4.2 Amateurphotographie im Krieg - 1914-1918 In der zweiten Hälfte des Krieges setzte die Amateurphotographie verstärkt bei Kriegsfotografen ein        Soldaten nehemn selbst kleine Kameras mit        erst ab 2ten Hälfte des Krieges als Propaganda genutzt        zeigten zunächst gesellige Szenen, die auch asl Überlebensnachweis für ANgehörige dienten Ästhetik der Kriegsfotografie zunächst sehr statisch, gegen Ende des Krieges dynamischer
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  • 4.4 Eine neue Ordnung der Geschlechter Kriegsfotografie war fest in männlicher Hand Daheim kam es aber zu einem drastischen Wechsel    Anteil Frauen an der Graphischen nimmt zu (75%)    Frauen mussten Aufgaben der in Krieg gezogenen Männer übernehmen beginn des 1.WK führt zu einem vorläufigen Ende der Piktorialismus, Ausweitung und Mobilisierung der Fotografie, Monopol-Bildung staatlicher Bildpropaganda