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Psychologie (Fach) / Neuropsychologie (Lektion)
Neuropsychologie bei Prof. Wood, Uni Graz
Diese Lektion wurde von knusperino erstellt.
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- Broca Aphasie Agrammatismus: Die Sprache ist arm an Funktionswörter, Konjugationen und Deklinationen fehlen Guter Wortschatz an Inhaltswörter Verständnis ist gut erhalten, aber komplexere Ausdrücke wie der Passivsatz werden nicht gut verstanden Die Broca Aphasie entwickelt sich oft aus einer initialen Global-Aphasie Dysartrie und Sprechapraxie sind übliche Begleitstörungen Akuter Agrammatismus: Gramatikalische Sätze nach Aufforderung Chronische Broca-Aphasie kein gramatikalischer Satz nach Aufforderung
- Wernicke Aphasie Paragrammatismus: Paraphasisch entstellte Inhaltswörter, d.h. viele Wörter vermitteln ganz wenig Inhalt Phonematische Störung: phonematische Paraphasien „Magenverdichtungswaffeln“ -> Massenvernichtungswaffen Semantische Störung: semantische Paraphasien machen die Botschaft der Rede unkenntlich „Leutenzerstörungskanone“ -> Massenvernichtungswaffen Jargonaphasie „Lalengemischungswammeln“-> Massenvernichtungswaffen
- Amnestische Aphasie Mildeste Form der Aphasie Wortfindungsstörungen bei voll grammatikalischer und inhaltsvoller Sprache Restform der Aphasie Benennung eines Krokodils „Das ist ein äh.. Ein… wie heißt es? Es ist dieses Tier aus Florida, aus dem Sumpf. Es hat einen riesigen Mund, nä, Maul mit vielen Zähnen und ist grün. Es hat einen langen Schwanz und greift Menschen an.“ Ist es ein Alligator? „Ja, ein Alligator, ein Krokodil, das wollte ich sagen, Krokodil!“
- Leitungsaphasie Die Hauptschwierigkeit liegt beim Nachsprechen Sprachverständnis und –produktion sind sonst gut erhalten Zahlreiche phonematische Paraphasien in der Spontansprache
- Transkortikale Aphasie Das Nachsprechen ist gut erhalten im Vergleich zum Sprachverständnis und/oder –produktion Echolalie: Die Tendenz, das letzte vom Gesprächspartner gesprochene zu wiederholen Transkortikal-sensorische Aphasie: Phonematisch und syntaktisch korrekte Sprache, aber inhaltlich durch semantische Abweichungen entstellt oder floskelhaft Transkortikal-motorische Aphasie: Sprechen mit Anstrengung mit limitiertem Wortschatz aber fähig ganze Sätze zu sprechen. Sprachverständnis nicht allzu schlecht
- Apraxie • Apraxie ist eine Störung der motorischen Aktionen, die nichtauf mangelnde Kraft, Sensation, Tremor oder sonstige basalesensorimotorische Störungen zurück zu führen ist• Typischerweise tritt eine Apraxie nach linkseitigen Läsionenauf, mit Parese des oberen Gliedmasses und Aphasie alsBegleitstörung• Drei Hauptdomäne:• Werkzeug- und Objektgebrauch• Produktion kommunikativer Gesten• Imitieren von Gesten
- Wo ist das Wissen über prototypische und notwendige Merkmale eines Werkzeugs im Gedächtnis gespeichert? im semantischen Gedächtnis
- Gebrauch von Werkzeugen • Details der Aktion werden nicht direkt im semantischenGedächtnis gespeichert sondern werden bei jeder neuenAusführung einer Aktion rekonstruiert /vervollständigt/adaptiert• Dazu verfügt zur Anleitung von Aktionen jeder über einemechanische Intuition (prozedurales Verständnis)
- Apraxien nach linkseitigen Läsionen • Komorbidität mit der Aphasie ist hoch (perisylvische Läsionen)• Lokalisation von mehrschrittigen Aktionen umstritten• Werkzeug- und Objektgebrauch• Semantisches Wissen vs. mechanische Intuition• Kommunikative Gesten -> Frontaler und insularer Kortex,weniger bei posterioren temporalen und parietalen Läsionen• Imitieren und Autotopagnosie -> linker unterer Parietallappen• Bukkofaziale Apraxie -> Apraxie des Gesichts und des Munds:frontaler Operculum• Routine ist sehr stark beeinträchtigt: sich kämen, Zähneputzen, Wasser holen• Zugang zum semantischen Wissen über Objekte undWerkzeuge ist unterbrochen• Das mechanische Verständnis für Objekte ist auch oftbeeinträchtigt -> Auch wer nie zuvor eine Gabel gesehen hat,versucht nicht damit Suppe zu essen• Fingerkoordination ist oft sehr gut erhalten während andereviel grobere Bewegungen beeinträchtigt sind
- Apraxien nach linksseitign Läsionen: (2) Selektiver Ausfall des Wissens über Werkzeuge oder Objektesowie ein selektiver Ausfall des mechanischen Problemlösenswurden bereits beobachtet• Mehrschrittliche Handlungsfolgen sind i.A. beeinträchtigt sowiedas Imitieren und Verständnis und Produktion vonkommunikativen Gesten• Bilaterale Störung• Ideatorische vs.ideomotorische Apraxie:Plan vs. seine Umsetzung• Pantomime ohne Objektgebrauch gibt es nicht. Sonstdissoziiert das Imitieren von Pantomime und Objektgebrauch
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- Apraxien nach rechtsseitiger Läsion: • Werkzeug- und Objektgebrauch -> Mehrschrittige Aktionen• Kommunikative Gesten -> Erhalten oder nur subklinischgestört• Imitieren und Autotopagnosie -> Fehler beim Imitieren vonFinder- oder Fußstellungen. Die Fingerrepräsentation imParietalen Kortex ist ausgeprägt• Bukkofaziale Apraxie weniger schlimm und mit bessererPrognose
- Apraxien nach Balkenläsionen • Infarkte der arteria cerebri anterior und/oder posterior• Betrifft immer nur die Hand der nicht-sprachdominantenHemisphäre (unilaterale Störung)• Hat wenig mit Lateralisierung der Händigkeit zu tun, sondernviel mehr mit der Lateralisierung der Sprache• Mit Augen zu sind die Lokalisierung von Körperteilen sowiedas Benennen von Objekten in der linken Hand schwierig(Konfabulationen)• Fingerbenennen an der kontralateralenSeite unmöglich• Agraphie der linken Hand und Alexieder linken Gesichtsfeldhälfte• Objektgebraucht gestört• “Anarchische Hand”
- Rehabilitation der Apraxien • Übung gewöhnlicher motorischer Aktionen• Identifizierung und Behebung von Problemen mit derKonzeptualisierung von trainierten Bewegungen
- Visuelle Form-Agnosie Agnosie ist eine selektive Störung der Verarbeitung oderIntegrierung verschiedener Merkmalen visueller Informationaus demselben Abschnitt des Gesichtsfelds• Tritt nach links- sowie rechtsseitigen Läsionen inverschiedenen kortikalen Strukturen der visuellen Bahn auf• Betrifft die Erkennung von Objekten in 2D und 3D Raum• Es gibt auch akustische und somatosensorielle Formen derAgnosie, die visuelle Form ist aber die Leitstörung beiPatienten• Um die Agnosie besser zu verstehen, muss man dieOrganisation des visuellen Systems kennen
- Visuelle Form-Agnosie Agnosie ist eine selektive Störung der Verarbeitung oderIntegrierung verschiedener Merkmalen visueller Informationaus demselben Abschnitt des Gesichtsfelds• Tritt nach links- sowie rechtsseitigen Läsionen inverschiedenen kortikalen Strukturen der visuellen Bahn auf• Betrifft die Erkennung von Objekten in 2D und 3D Raum• Es gibt auch akustische und somatosensorielle Formen derAgnosie, die visuelle Form ist aber die Leitstörung beiPatienten• Um die Agnosie besser zu verstehen, muss man dieOrganisation des visuellen Systems kennen
- Visuelle Bahn: Der WEg bis zum Kortex Retinotope und kolumnäre Organization• Einzelne Regionen verarbeiten Inf. aus kleinenAbschnitten des Gesichtsfelds
- Dorsales vs. Ventrales System: DD Bahn:visuomotorischeKoordination VD Bahn:BewussteRaumauffassung Ventrales System: Langsam. Spezialisiert auf konstanteEigenschaften der Objekte• Dorsale Systeme: Schnell. Spezialisiert auf Position,Richtung und andere Grundlagen der motorischen Handlung
- Visuelle Bahn: Dorsales vs. ventrales System Komplexe hierarchischeStruktur mit zahlreichenFeedbackschleifen• Parallele Architektur zurVerarbeitung von Form,Farbe, Bewegung undPosition• Kohärente Aktivierung inverschiedenen Modulenerzeugt die bewussteWahrnehmung voneinheitlichen Objekten „dasBindungsproblem“
- Bausteine des Sehens: Form fassung der Form und Abgrenzungvon ObjektenHelligkeitsunterschieden -> Erkennungvon Konturen aus lokalen Hinweisenund FragmentenVisuelle Wahrnehmung ist top-downorganisiertGlobale vs. lokale Merkmale
- Bausteine des Sehens: Farbe Lichtreflexion in den verschiedenen Bänderndes elektromagnetischen Spektrums• Die charakteristische Farbe von Objekten wirdrekonstruiert• Farbkategorien werden (verbal) gebildet
- Bausteine des Sehens: Bewegung und Position Zusammenarbeit mehrererkolumnformiger Einheiten voraus• Wahrnehmung von Position erfolgt erstim breiteren Flächen vom Gesichtsfeld.Zusammenspiel zwischen 1ären. und2ären. Arealen
- visuelles erkennen: Form erkennen -> Objektkonstanz imsemantischen Netz• Merkmalintegration -> Bindung führt zumsemantischen Netz und Sprache• Erkennen ist implizit, Vorstellen istexplizit• Gesichtserkennung -> Zum Teil kulturellbestimmt• 2D-Darstellung -> Vorder- undHintergrund sind auf die gleiche Ebene• Bewegungen können die Identität vonObjekten und Menschen verraten
- Störungen des visuellen Erkennens Formagnosie: Bereits die Erfassungkontinuierlicher Linien, Konturen undFormen ist gestört aberHelligkeitskontraste, Farben undBewegungen sind diskriminierbar• Greif- und Weichbewegungen sindgeschickt
- Störungen des visuellen Erkennens: Apperzeptive Agnosie (optische Aphasie): Apperzeptive Agnosie (optische Aphasie):globale und lokale Merkmale können nichtintegriert werden. Kopieren und Erkennenerfolgen Stück-für-Stück. Implizites Wissen überMerkmale der Gegenstände ist weg. AusAnopsien gut mit Bildverkleinerungen zuunterscheiden. Fotos gut erkennbar,Schematische Zeichnungen nicht
- Störungen des visuellen Erkennens: Assoziative Agnosie: Assoziative Agnosie: Fotos schlechtererkennbar als Strichzeichnungen wegensemantischer InterferenzKopieren gut aber ohne Erkenntnis zurBildidentität, die Verknüpfung mit derSemantik wurde gekapptBeim Zeichnen können Patientenmanchmal Objekte erkennen, danach nichtmehrDiffuse Hirnschädigung oder splenialeDiskonnektionRetrograde Amnesie
- Störungen des visuellen Erkennens & Rehabilitation a. Prosopagnoise b. Acromatopsie c. Farbagnosie a. Prosopagnosie: Schwierigkeiten, Merkmale vom Gesicht zu integrieren, jüngere von älteren Menschen zu unterscheiden (Zooprosopagnosie)b. Acromatopsie: Farbenblindheitc. Farbagnosie: Farbbenennungsstörung Rehabilitation: Man lernt alternative Strategien derObjekterkennung, falls demenzielle Erkrankungen diePrognose nicht viel zu sehr einschränken
- Agnosie Störungen der Erkennung und des Ergreifens einzelner Objekte • Acromatopsie• Farbagnosie• Formagnosie• Aperzeptive Agnosie• Assoziative Agnosie• Prosopagnosie
- Visuomotorische Koordination Hand-Auge KoordinationÜbertragung von Information auseinem Koordinatensystem in dasandereAllozentrische vs. egozentrischeKoordinaten zur Koordinierungvon Bewegungen
- Blickataxie: Blickataxie: Augebewegungenintakt, Lokalisierung von Objektengestört
- optische Ataxie: Greifbewegungen, insbesonderein der visuellen Peripherie
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- Anatomie zerebraler Sehstörungen: Acromatopsie (präfrontaler Cortex)Formagnosie und apperzeptive Agnosie (??)(meistens bilateral, rechts größer)Assoziative Agnosie(Temporallappen)Prosopagnosie (occipitallappen)Visuomotorische Koordination (??)
- visuelles erkennen: Form erkennen -> Objektkonstanz imsemantischen Netz• Merkmalintegration -> Bindung führt zumsemantischen Netz und Sprache• Erkennen ist implizit, Vorstellen istexplizit• Gesichtserkennung -> Zum Teil kulturellbestimmt• 2D-Darstellung -> Vorder- undHintergrund sind auf die gleiche Ebene• Bewegungen können die Identität vonObjekten und Menschen verraten
- Störungen des visuellen Erkennens: Blindsight Gesichtsfeldausfälle im primärenvisuellen Kortex• Weiszkranz (1978)• Bezieht sich auf jede visuelleResidualfunktion, die nicht mitbewusster Wahrnehmung inZusammenhang steht• Vorallem bei Patienten mit V1Schädigung, nie bei Störungenim Auge oder optischen Sehnerv• Verlust der bewussten Erfahrungvisueller Reize
- Visuelle Bahn: Dorsales vs. ventrales System mung der Objekte in ihrenräumlichen Verhältnissen zueinander: ferner, höher, usw…• Neglekt wird separat betrachtetDD Bahn: visuomotorischeKoordinationVD Bahn: BewussteRau
- Räumliche Verhältnisse Nicht Objekterkennung sondern räumliche Verhältnisseliegen im Vordergrund• Winkel, Abstände, Koordinaten -> Tiefe des Raums,Horizontbestimmung und mentale Vorstellung• Visuelle und supramodale Raumauffassung• Flexibilität bei der Wiedergabe von räumlichenVerhältnissen –> explizites Wissen
- Das visuospatiale Arbeitsgedächtnis • Speicherung und Verarbeitung visuell-räumlicher Information• Strategische Komponente der Raumerfassung: Planung undsystematische Durchführung komplexer Handlungen• Räumliche Transformationen im Kopf -> Mentale Rotation• Bildliches Vorstellen• Visuelle Exploration und Lesen
- Das visuospatiale Arbeitsgedächtnis • Speicherung und Verarbeitung visuell-räumlicher Information• Strategische Komponente der Raumerfassung: Planung undsystematische Durchführung komplexer Handlungen• Räumliche Transformationen im Kopf -> Mentale Rotation• Bildliches Vorstellen• Visuelle Exploration und Lesen
- Topographishes Gedächtnis • Topographische Amnesie• Sehr häufige Störung als Folge von links- sowie rechtsseitigenGehirnläsionen im Bereich des Hippocampus• Mentale Karten• Handlungsanweisungen & Landmarken -> erhalten beirechtstemporalen Läsionen• Navigation: Schwierigkeiten bei der Übertragung vonInformation aus allzentrischen in egozentrischen Koordinaten
- Visuokonstruktive Aufgaben Nicht die bloße Beurteilung sondern die Reproduktion vonräumlichen Verhältnissen wird beansprucht• Visuospatiales Arbeitsgedächtnis• Bei Apraxie schwer zu diagnostizieren
- Visuokonstruktive Störungen komplexer räumlicher Gebilde• Verlust der Perspektive• Missachtung der Orientierung derObjekte• Erhaltene „tiefe Route“ beimAbzeichnen -> Übergeneralisierungender Erkennung von Formen, häufigeSubstitutionen• Verschiedene Elemente der Objektewerden nebeneinander strukturlosgelegt
- Visuospatiale Störungen Simultanagnosie + Blickataxie + optische Ataxie = BálintSyndrom:Kann immer jeweils nur ein Objekt erkennen ->bilaterale parietale Läsionen. Solange es sich dabei um nurein Objekt geht, werden Merkmale gut erkannt• Rechtshemisphärische Läsionen oft gravierender alslinkshemisphärische -> Gesamtkonfigurationsprobleme vs.einzelne Details bei einzelnen Objekten• Sonst bei inferiorparietalen Läsionen beobachtet man:• Reduzierte Kapazität des visuospatialen Gedächtnisses• Verlust an Kapazität der mentalen Vorstellung• Ungenaue Schätzung von Winkeln -> Schrift• Verlust mentaler Karten, Suchen und Lesen gestört
- Halbseitige Vernachlässigung In Deutsch auch als visuell-räumlicher Hemineglekt bekannt Schwierigkeiten mit der Orientierung und Reorientierung der Aufmerksamkeit sowie mit visuell-räumlichem Arbeitsgedächtnis Betrifft egozentrische sowie allozentrische Bezugsrahmen und KoordinatensystemeViel ausgeprägter nach rechtsseitigenLäsionen aber auch feststellbar nach linkseitigen LäsionenDie rechte Hemisphäre kann die linke länger und effizienter aktivieren
- Wahrnehmungstörungen im Neglekt Bewusste Wahrnehmung der „linken“ Region vom Raum istbeeinträchtigt• Betrifft den Körper sowie die Wahrnehmung vonEinzelobjekten, die mentale Vorstellung und Aspekte derZahlenverarbeitung und Lesen (reading neglect)• Sensorielle (modalitätsübergreifende) Extinktion• Feststellbar nur wo es keine andere basale sensorielleStörung feststellbar ist!!!
- Motorische Störungen im Neglekt Überproportionale körperliche Orientierung in die ipsilateraleRichtung• Bevorzugung der Aktionsrichtung• Schwierigkeiten mit der Aufrechterhaltung von Bewegungenmit den kontralateralen Gliedmaßen• Motorische Extinktion• Atypischer Gang, atypische Augebewegungen
- Rehabilitation bei Neglect Strategien und Heuristik der Verschiebung derAufmerksamkeit• Optokynetsche Stimulation• Vestibuläre/sensorielle Stimulation• Prisma Adaptation• Erhöhung der Aufmerksamkeitsaktivierung• “It is easy to improve neglect. Difficult is toimprove neglect for longer than 5 minutes.“John Marshal
- Fakten über den präfrontalen Cortex: Frontaler Kortex 30% -> der Gehirnvolume. Ug. 60% davonentspricht dem präfrontalen Kortex• Areal mit der längsten Reifungsperiode (bis zu 25 Jahren)und schnellstem Abbau (ab dem 25. Lebensjahr)• Der präfrontale Kortex (tertiäres assoziatives Areal) ist mitpraktisch allen anderen Gehirnregionen außer dem primärenmotor und sensoriellen Kortex verbunden• Reguliert die Aktivität in all dieser weiteren Regionen• Ist für die flexible und adäquate Wahl, Planung, Ausführungund Evaluation von Handlungskursen (Problemlösung,Fehlerentdeckung, Denken und Entscheiden) in mikro- sowiein Makroaspekten der Verhaltensregulation
- Die meisten menschlichen Handlungen werden im Alltag ohne großen Aufwand oder Überlegung ausgeführt, weil… …für die meisten Handlungen Aktionsschemata vorhandensind• Aktionsschemata sind automatisierte Handlungsströme, diedurch Reize der Umwelt oder durch willentliche Entscheidungausgeführt werden
- • Die meisten menschlichen Handlungen werden im Alltag ohne großen Aufwand oder Überlegung ausgeführt, weil… (2) Bei vollkommen neuen oder unerwarteten Situationen etwasmehr als Aktionsschemata ist zu ihrer Bewältigung notwendig• Erkennung und Beschreibung des Problemraums• Vergleich der Lösungsalternativen und Implementierung derbesten davon• Überprüfung der Ergebnisse und Antizipieren der (sozialen,kognitiven, ökonomischen, moralischen) Folgen der Handlung• Empathie, Theory of Mind und Selbstbeherrschung
- Ausfall der zentralen Kontrolle • Man ist der natürlichen Stärke und gegenseitiger Inhibitionskraft der vorhandenenAktionsschemata ausgeliefert• Die "serielle Ordnung im Verhalten" ist nur begrenzt möglich• Abwechselung zwischen Aktionschemata• Schwierigkeiten mit doppelten Aufgaben• Inkonsequente Abwechselung• Perseverationen• Unentschiedenheit
- Das dysexekutive Syndrom Schwächung des Arbeitsgedächtnisses• Problemlösestörung• Umweltabhängigkeit undVergesslichkeit• Ablenkbarkeit durch die eigenenGedanken• Fehlendes Erkennen derProblemsituation• Haften auf einmal eingeschlagenenLösungswegen (mangelnde Flexibilität)• Konsequenzen für das Denk-,Kommunikations- und Sozialverhalten