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Informationsdesign (Fach) / 4.Vo (Lektion)
- Was versteht man fachsprachlich unter Layout? Layout fachspezifisch: fallspezifischer Organisationsplan aller Elemente eines publizierten Textes oder eines multimedialen bzw. multimodalen Textverbundes. Layout = Planskizze, aus der für alle an der Gestaltung des Werbemittels Beteiligten die jeweils wichtigen Angaben ersichtlich sind: -) für den Grafiker die Bildgestaltung und Bildgröße -) für den Texter der Textumfang und die Textanordnung -) für Setzer und Drucker die Schriftgrößen, die gewünschte Schrift, Format und Umfandg, sowie die zu verwendenden Farben Das Layout vermittelt den Gesamteindruck der endgültigen Gestaltung und soll klar und exakt die Stellung jeder einzelnen Illustration, deren Größe und Rangordnung zeigen und bestimmen, wohin Text, Slogan und Firmenname auf jeder einzelnen Seite platziert werden müssen.
- Womit beschäftigt sich die Mikrotypografie? Die Mikrotypografie beschäftigt sich mit der Visualisierung verbaler und paralinguistischer bzw. nonverbaler Textelemente. Teil der Mikrotypografie sind die Bedeutungsakzentuierung und das Hervorheben. -) Schriftgrundzeichen (alphabetische Grapheme, Buchstaben): Versalien, Kapitälchen, Gemeine -) Schriftsonderzeichen (nichtalphabetische Grapheme): Ziffern, Wortzeichen, Satzzeichen, Interpunktionen, suprasegmentale Grapheme (Zitat, Ausrufe, Fragezeichen, etc.) -) Schriftart/Schriftgattung: Schriftstärke, Schriftlage, Schriftbreite -) Schriftgröße: Konsultationsgröße, Lesegröße, Schaugröße
- Was versteht man unter Gemeinen und Versalien? Versalien = Großbuchstaben Gemeine = Kleinbuchstaben (Mikrotypografie: Schriftgrundzeichen - alphabethische Grapheme, Buchstaben)
- Nennen und erklären Sie die Funktion des Visuellen nach Jegensdorf. Die Funktion des Visuellen ist -) bedeutungsgliedernd (schafft Ordnung und Übersicht) -) bedeutungsakzentuierend (unterschiedliche Gewicht -) bedeutungsergänzend (über den Inhalt hinausgehende Information) -) bedeutungs"frei" (typografische Schrift als Dekoration)
- Was hat Gutenberg genau erfunden? Johannes Gensfleisch zur Laden, genannt Gutenberg (ca. 1400-1468) war der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern. Vor dem Jahr 1450 gab es den Holztafeldruck. Bei dieser Technik musste man den Text oder das Bild, das man bedrucken wollte, spiegelverkehrt in einen Holzblock schneiden, mit Farbe bedecken und anschließend wurde ein Blatt Papier auf den Holzstock gelegt und abgerieben. Gutenberg entwickelte erstmals in Europa ein Druckverfahren mit beweglichen Lettern. der Text wurde jetzt aus einzelnen Buchstaben, Satzzeichen und oft benutzten Kombinationen zusammengesetzt. Um identische Lettern herzustellen, erfand Gutenberg das Handgießinstrument. Außerdem entwickelte er die Druckerpresse, die einen schnellen und gleichmäßigen Druck ermöglichte.
- Nennen Sie die Arbeitsstufen einer Übersetzung nach Schopp. -) publikationsuntauglich (Rohübersetzung, Arbeitsübersetzung) --> inhaltliche Richtigkeit -) publikationsreif (druckreif) --> sprachliche Korrektheit -) publikationsfertig --> sprachliche und visuelle Korrektheit
- Was ist DTP? = Desktop Publishing, also -) die Herstellung am Computer -) mit Hilfe geeigneter Hard- und Software -) von hochwertigen Dokumenten -) die aus Texten und Bildern bestehen -) und später als Publikationen (z.B. Broschüren, Magazine, Bücher, Kataloge) ihre Verwendung finden Abgrenzung zu Electronic Publishing: streng genommen nur das Publizieren elektronischer Medien, z.B. Websites, DVD, etc. Heute wird DTP vor allem dort eingesetzt, wo früher die Schreibmaschine verwendet wurde. Textsorten mit hohem Aktualitätsgrad (Speisekarte, Programme), relativ geringer Breitenwirkung (private Einladungen) oder wo der Kostenpunkt auschlaggebend ist. Außerdem Layoutgestaltung (= Entwurf) in professionellen Werbebüros, technische Dokumentation, im akademischen Bereich: Diplomarbeiten. DTP brachte eine Privatisierung von typografischen Gestaltungsmittlen - Demokratisierung der Schrift. Typografie als Kulturtechnik - Reduzierung des typografischen Niveaus (davor Expertentätigkeit). Integration von Bild und Text. Illusion der Professionalität durch das Werkzeug DTP --> technische Beherrschung der Software wird gleichgesetzt mit professioneller Gestaltung.
- Nennen Sie 5 Vorteile von DTP für Translatoren und erklären Sie, warum? 1. Erstellung multilingualer Übersetzungen mit einer Vielzahl von typografischen Sonderzeichen 2. Integration von Textelementen in unterschiedlichen Alphabeten (lateinisch, kryllisch) in einem Dokument 3. Zeit- und Kostenersparnis durch Wegfall der zweiten Texterfassung im grafischen Betrieb 4. Ausschluss von Fehlerquellen, die darin bestehen, dass Personen ohne Zielsprachenkenntnisse den Text setzen 5. Möglichkeiten zu Änderungen in letzter Sekunde (hoher Aktualitätsgrad) 6. erweitertes Dienstleistungsangebot und dadurch erhöhte Einkommensmöglichkeit
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