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Marktorientierte Unternehmensführung (Fach) / Teil 1 (Lektion)

Teil Schnurrenberger

Diese Lektion wurde von SnailFine erstellt.

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  • Definition der Unternehmensführung nach Macharzina Unternehmensführung ist die Gesamtheit derjenigen Handlungen der verantwortlichen Akteure, welche die zielorientierte Gestaltung und Abstimmung (Koordination) der Unternehmens-Umwelt-Interaktionen im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses zum Gegenstand haben und diesen grundlegend beeinflussen.
  • Führung als Tätigkeit gliedert sich in welche zwei Aspekte? Willensbildung Willensdurchsetzung
  • Was sind die drei Stellschrauben der Willensdurchsetzung? Organisation Einwirken im engeren Sinne Kontrolle
  • Was sind die Bereiche und Inhalte von Führungsentscheidungen? Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens (Input-Output-Management; "Tagesgeschäft") Sicherstellung der Wahrnehmung von Entwicklungspotentialen (v.a. strategische Planung) oder Sicherstellung der Planung und Umsetzung des Geschäftskonzepts (=Business Plan) Sicherstellung, dass auf aktuelle (Umwelt- und Management-) Trends und Ereignisse adäquat reagiert wird bzw. werden kann (z. B. Geschäftsprozess-Orientierung)
  • Was könnten die Inhalte für einen Geschäftsplan sein? Produktidee, Konzept Personal Marktforschung Marketing Geschäftssystem, Organisation Realisierungsfahrplan Risiken und Chancen Finanzplan, Finanzierung
  • Wie lauten die Managementrollen nach Mintzberg? Interpersonelle Rollen: Galionsfigur, Vorgesetzter, Vernetzer Informationsrollen: Radarschirm, Sender, Sprecher Entscheidungsrollen: Innovator, Problemlöser, Ressourcenzuteiler, Verhandlungsführer
  • Welche Ebenen der Führung nach Berthel gibt es? Macht- und Statusebene: Führung: Ausübung der Vorgesetztenfunktion Repräsentation: Unternehmen ggü. Öffentlichkeit, Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern vertreten Informationsebene: Beobachtung und Informationsbeschaffung: Abtasten des internen und externen Umfelds Steuerung und Informationsweitergabe: Informationslücken anderer füllen, gezielte Informationssteuerung Entscheidungsebene: Entstörung: Auf dringliche Probleme und Störungen reagieren Ressourcenverteilung: Eigenentscheidung treffen, die Entscheidung anderer prüfen und autorisieren Unternehmerfunktion: Verbesserung suchen, Projekt der Unternehmensentwicklung initiieren und überwachen
  • Management Trends von 2011: einige Beispiele Off-Shoring Insourcing Benchmarking Empowerment Lernende Organisation E-Business Virtuelle Organisation Fraktale Fabrik ISO 9000 / EFQM Change Management Wissensmanagement Reengineering Balanced Scorecard
  • Was für theoretische Ansätze zur Unternehmensführung gibt es? Unternehmensorientierte Führungstheorien: Prozessansatz: Qualitätsmanagement Quantitative Ansätze/Decision Theory Verhaltensorientierter Ansatz Informationsökonomischer Ansatz Gestaltansatz Ressourcenorientierter Ansatz Umweltorientierte Führungstheorien: Marktorientierter Ansatz Situativer Ansatz Systemansatz: St. Galler Management Modell Evolutionstheoretischer Ansatz Selbstorganisationstheoretischer Ansatz
  • Markt- vs. Ressourcenorientierter Ansatz Outside-In-Perspektive -> Markorientierter Ansatz (market-based view) klassischer Marketingansatz competitive forces approach (Porter) Inside-Out-Perspektive -> Ressourcenorientierter Ansatz (resource-based view) Prämisse der Ressourcenheterogenität Existenz von Kernkompetenzen
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  • Ressourcenorientierter Ansatz: Was für Ressourcen können im Unternehmen sein? Wissen und Kompetenz Kultur und Werte Führung und Organisation Finanzielle und materielle Ressourcen
  • Marktorientierter Ansatz: Structure-Conduct-Performance-Hypothese - Was sagen die einzelnen Elemente (Structure, Conduct, Performance)? Structure: Markt- und Wettbewerbsbedingungen Wettbewerbsintensitäten Substitutionsgefahr Art der Leistungsanforderungen Dynamik Conduct: Verhalten der Konkurrenten  z. B. Eingehen von strategischen Allianzen Performance: Ergebnis des Wettbewerbs z. B. Vorteile im Wettbewerb durch Kooperation
  • Märkte können durch folgende Merkmale charakterisiert werden...nach der.. Art und Anzahl der Akteure Art der ausgetauschten Güter Wirtschaftsstufe in der vertikalen Branchenkette Vollkommenheit Machtstellung von Anbietern und Nachfragern Zutrittsmöglichkeit Legalität Regionalität
  • Systemischer Ansatz: Stakeholder-Map einer Organisation, welche Stakeholder gibt es? Marktbezogen: Fremdkapitalgeber Lieferanten Handel Konkurrenten Endverbraucher Nicht-Marktbezogen: Staat Gewerkschaften Verbände NGOs Allgemeine Öffentlichkeit Medien Geografische Nachbarn
  • Systemansatz: Was sind die Ziele des St.Galler Managementmodells? Herstellen einer dimensionalen Ordnung von Entscheidungsprobleme des Managements Bereitstellung eines problembezogenen Ordnungsrahmens/Diagnosefunktion Bereitstellung eines Vorgehensmusters zur integrativen Konzipierung von Lösungen unter Beachtung von kontextualer und situativer Bedingungen (Prognosefunktion)
  • Idealisiertes Phasenschema Entscheidungsprozess Scanning Problementdeckung und Diagnose Suche und Innovation Bewertung und Wahl Genehmigung und Realisation
  • Was für Bewertungsverfahren gibt es? Qualitative: verbale Einschätzungen Checklisten duale Bewertungsverfahren ganzheitliche Präferenzbildung Quantitative: statische Wirtschaftlichkeitsrechnung (z. B. Breakeven bis Finanzplan im GP) dynamische Wirtschaftlichkeitsrechnungen
  • Wie lauten die Entscheidungsregeln bei Unsicherheit? unter Risiko: Erwartungswertregel unter Ungewissheit: Laplace-Regel Minimax-Regel Maximax-Regel Hurwicz-Regel
  • Wie lautet die Annahme der Spieltheorie? Ergebnisse sind nicht nur von den eigenen Aktionen und davon unabhängigen Umweltzuständen abhängig (Normative/Rationale Entscheidungstheorie), sondern auch von den Aktionen (Strategien) im Eigeninteresse handelnder Gegenspieler.
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Probleme sind objektiv gegeben und müssen nur noch klar formuliert werden Abgrenzung des Problems Situation aus verschiedenen Blickwinkeln definieren und ganzheitlich betrachten. Sichtweisen integrieren
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Jedes Problem ist die direkte Konsequenz einer Ursache Ermittlung der Vernetzung Zwischen den Elementen einer Problemsituation sind die Beziehungen zu erfassen und in ihrer Wirkung zu analysieren
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Um eine Situation zu verstehen, genügt eine "Fotografie" des IST-Zustandes Erfassung der Dynamik Die zeitlichen Aspekte der einzelnen Beziehungen und einer Situation als Ganzes ermitteln. Bedeutung der Beziehungen im  Netzwerk erfassen
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Verhalten ist prognostizierbar. Notwendig ist nur eine ausreichende Informationsbasis Interpretation der Verhaltensmöglichkeiten Künftige Entwicklungspfade sind zu erarbeiten und in ihren Möglichkeiten zu simulieren
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Problemsituationen lassen sich beherrschen, es ist lediglich eine Frage des Aufwandes Bestimmung der Lenkungsmöglichkeiten Die lenkbaren, nichtlenkbaren und zu überwachenden Aspekte einer Situation sind in einem Lenkungsmodell abzubilden
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Ein "Macher" kann jede Problemlösung in der Praxis durchsetzen Gestaltung der Lenkungseingriffe Entsprechend systemischer Regeln sind die Lenkungseingriffe situationsgerecht und mit optimalem Wirkungsgrad zu bestimmen.
  • Vernetztes Denken und Problemlösen: Wie lautet der Lösungsvorschlag zu folgendem Denkfehler? Mit der Einführung einer Lösung kann das Problem endgültig ad acta gelegt werden Weiterentwicklung der Problemlösung Veränderungen in einer Situation sind in Form lernfähiger Lösungen vorwegzunehmen.
  • Welche Kritik besteht an der normativen Entscheidungstheorie? Prämissen über das Rationalverhalten der Menschen "Organisationslosigkeit" der normativen Entscheidungstheorie d.h. Einflüsse von Psychologie, Gruppendynamik etc, die Entscheidungen beeinflussen Wichtig: Kenntnis dieser Mechanismen und Phänomene; diese müssen von der Unternehmensführung "einkalkuliert" werden
  • Welche Entscheidungsanamolien gibt es? 1. Allgemeine Aspekte zu Entscheidungsanomalien Ableitungsfehler Wunschdenken Präferenzen für eigene Erfahrungen 2. Urteilsheuristiken Verfügbarkeitsheuristik Repräsentationsheuristik 3. Gewinn- und Verlustbewertung Gewinnsicherung und Verlustvermeidung Problempräsentation (framing effect) mentale Buchungsprozesse Status quo-Effekt 4. Entscheidungsheuristiken zur Komplexitätsreduktion Information-Overload-Hypothese Einsatz von Schemata und Skripte Verwendung von Schlüsselinformationen Halo-Effekt Frühzeitiges Festlegen Quantität statt Qualität 5. Interessenkonflikte und Ego-Involvement Wille zur Selbstdarstellung Kontrollillusion Pflegen bestimmter "kognitiver Stile" kurzer Entscheidungshorizont 6. Situative Einflüsse
  • Was ist eine Strategie? Eine Strategie ist eine mittel- bis langfristig wirkende Grundsatzentscheidung mit Instrumentalcharakter. Ihr kommt die Aufgabe zu, einen Orientierungsrahmen für nachgeordnete Entscheidungen zu schaffen und damit den Einsatz unternehmerischer Aktivitäten auf die Erreichung hin zu kanalisieren.
  • Was für Strategietypen nach Hierarchieebene gibt es? Unternehmensstrategien Geschäftsfeldstrategien Funktionsbereichsstrategien
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  • Strategie vs. Taktik: Wie ist die Grundorientierung insgesamt? Strategie -> Effektivitätskriterium: die richtigen Dinge machen Taktik -> Effizienzkriterium: die Dinge richtig machen
  • Wie lauten die 7-Erfolgsfaktoren-Bereiche nach Peters/Waterman 1982 Strategie Struktur Selbstverständnis Spezialkenntnisse Stammpersonal Systeme  Stil
  • Wie lauten die 5 P`s der Strategie? Strategie als Pläne (Plan) Strategien als Positionierungen (Position) Strategien als Perspektive (Perspective) Strategien als List (Ploy) Strategien als Muster (Pattern)
  • Unternehmensführung, -stil, -planung von Klein- und Mittelbetrieben Eigentümer-Unternehmer Mangelnde Unternehmensführungskenntnisse Technisch orientierte Ausbildung Unzureichendes Informationswesen zur Nutzung vorhandener Flexibilitätsvorteile Patriarchalische Führung Kaum Gruppenentscheidung Große Bedeutung von Improvisation und Intuition Kaum Planung bzw. "Strategie" Durch Funktionshäufung überlastet, wenn Arbeitsteilung, dann personenbezogen Unmittelbare Teilnahme am Betriebsgeschehen Geringe Ausgleichsmöglichkeiten bei Fehlentscheidungen Führungspotential nicht austauschbar
  • Unternehmensführung, -stil, -planung von Großbetrieben Manager fundierte Unternehmensführungskenntnisse Gutes technisches Wissen in Fachabteilungen und Stäben verfügbar Ausgebautes formalisiertes Informationswesen Führung nach Management-by-Prinzipien Häufig Gruppenentscheidung Geringe Bedeutung von Improvisation und Intuition Umfangreiche Planung Hochgradige sachbezogene Arbeitsteilung Ferne zum Betriebsgeschehen Gute Ausgleichsmöglichkeiten bei Fehlentscheidungen Führungspotential nicht austauschbar
  • Was ist die Hauptaufgabe der strategischen Planung? Die Hauptaufgabe der strategischen Planung besteht darin, die strukturellen, technischen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen zu erkennen und unter deren Berücksichtigung zukünftige und erfolgversprechende Tätigkeitsfelder bzw. Geschäftsfelder zielorientiert zu bestimmen.