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Moderation (Fach) / Moderation (Lektion)

Moderation

Diese Lektion wurde von beateh erstellt.

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  • Kommunikationstheorien Inhalts- und Beziehungsebene (Paul Watzlawick) Themenzentrierte Interaktion (Ruth Cohn) Transaktionsanalyse (Eric Berne, Thomas Harris) Neurolinguistisches Programmieren (Richard Bandler, John Grinder) Vier-Seiten-Modell (Friedmann Schulz v. Thun)
  • Konflikte - Gruppen Misverständnisse und Konflikte sind ein gesundes Zeichen von Heterogenität werden konstruktiv genutzt Erfolgsfaktoren Kommunikation (offen und direkt / resprektvoll) Kooperation (persönliche Interessen können dem Interesse der Gruppe untergeordnet werden / win-win Orientierung / Dialog als Geisteshaltung) Feedback und Evaluation in die Maßnahmen eingebaute Feedbackschleifen Meilensteinmeetings Evaluationsrunden individuelles Feedback über alle Ebenen
  • Begriffselemente von Konflikt Uneinigkeit, Gegensätzlichkeit, unvereinbare Handlungstendenzen, unvereinbare Ziele/Interessen, Zusammenprallen widerstrebender Kräfte
  • sozialer Konflikt Zumindest zwei Personen oder Gruppen interagieren miteinander einander ausschließende Ziele, Mittel, Rollen und/oder Auffassungen jeweils andere Person wird beeinflusst, unterdrückt initiierte Aktionen (Reaktionen) stehen in Widerspruch zueinander Bewusste Wahrnehmung
  • Auswirkungen von Konflikten (Positive Folgen) Entwicklung neuer Energie und Aktivitäten Stimuliert neue Ideen Erhöht Gruppenkohäsion Bessere Selbstwahrnehmung Abbau von Spannungen Voraussetzung für Veränderung
  • Auswirkungen von Konflikten (negative Folgen) Instabilität und Verwirrung Stress und Unzufriedenheit Störungen der Abläufe, Kommunikation Ressourcenanwendung Wahrnehmungsverzerrungen und Stereotypenbildung Aufbau von Emotionalität
  • Subjektive Einschätzung und Bewertung kritisches Ereignis Kognitive Bewertung Frame of reference Konfliktinhalte Einschätzung von Ressourcen  persönlich, materiell, sozial, ideell-kulturell --> mögliche Reaktionen: Ignorieren Tolerieren resignieren rationalisieren instrumentalisieren Organisationskultur
  • Konflikteskalationsmodell nach Glasl 1. Ebene (win-win) 2. Ebene (win-lose) 3. Ebene (lose-lose)
  • 1. Ebene nach Glasl win-win Stufe 1: Spannung Stufe 2: Debatte Stufe 3: Taten statt Worte
  • 2. Ebene nach Glasl win-lose Stufe 4: Koalitionen Stufe 5: Gesichtsverlust Stufe 6: Drohstrategian
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  • 3. Ebene nach Glasl lose-lose Stufe 7: Begrenzte Vernichtung Stufe 8: Zersplitterung Stufe 9: Gemeinsam in den Abgrund
  • Konfliktmanagement (Glasl - wer kann helfen/ ist verantwortlich) Stufe 1-3 --> Moderation Stufe 3-5 --> Prozessbegleitung Stufe 4-6 --> sozio-therapeutische Prozessbegleitung Stufe 5-7 --> Vermittlung/Mediation Stufe 6-8 --> Schiedsverfahren / Gerichtliches Stufe 7-9 --> Machteingriff
  • Kosten-Nutzen-Analyse der Strategie (Konfliktmanagement nach Glasl) Transaktionskosten (Geld, Zeit, Prestige) Macht vs. Recht Zufriedenheit mit den Ergebnissen Auswirkungen auf zukünftige Beziehungen Beilegung oder Neuauflage des Konflikts
  • Konfliktlösungen untersuchen Konfliktparteien: wer, Schlüsselpersonen, Verhältnis Konfliktthemen: zentrale Inhalte, Beziehungen zu Beteiligten, Verknüpfung der Themen Häufigkeit: Situationen, Zeiten, Beteiligte, Konfliktfälle Konfliktverlauf: kritische Momente, exemplarische Beispiele, Verstärkung/Abschwächung, Erklärungen Bisherige Konfliktbewältigung: Strategien, institutionelle Verfahren, Verbindlichkeit, Lösungsversuche, Erklärungen und Reatkionen, Auswirkungen Organisation als Konfliktquelle Identität, Politk und Strategie, Struktur, Betriebsklima, Macht/Einfluss, Entscheidungen, Positionen, Einzelaufgaben,... Bilanzierung bisheriger Bewältigungsstrategien Zusammenhang Ressourcen - Konfliktbewältigung Untersuchungsergebnisse ordnen und gewichten
  • Konfliktbewältigungsgespräch Regeln für die Leitung: Aussicht auf Erfolg schrittweies Vorgehen, mehrere Termine Strukturierung Zurückhaltung der eigenen Meinung Gemeinsame Lösungssuche der Konfliktparteien Geduld Eindeutiger Grund für Konfliktbewältigungsgespräche Zunächst Einzel-, dann gemeinsame Gespräche Erstgespräch: gegenseitige Erwartungen Zweitgespräch: Vorschläge zur Bewältigung (vorbereiten) Drittgespräch: Einigung anstreben Letztgespräch: "Evaluation" Informationsphase: fünf Phasen eines Gesprächs: Kontaktaufnahme Informationsphase Argumentationsphase Beschlussphase Abschlussphase Regeln festlegen Gesprächsthemen, Zeitraum, Vorgehen, Einzelziele (Teil) Ergebnisse möglichst detailliert festhalten Kreativität und Gedanken der Beteiligten nutzen Ratschlag als Angriff oder als Entscheidugnsinstanz? Offene Fragen zur Lösungssuche - Zeit zum Nachdenken
  • Konfliktmoderation (5 Phasen) Auftrag: Rollen und Richtung klären Kontakt stiften: Angt und Abwehr abbauen ("unsere Arbeitsgruppe aus meiner Sicht") Themen sammeln und festlegen (Gegenseitige Wunschformulierung und Partnergespräch) Sichtweisen auseinandergestzt klären (Beide Seiten "getrennt" hören) Kreative Lösungen aushandeln (Kreativitätstechniken) Beachtenswert: Versuch, sich in die Lage des anderen zu versetzen Offenheit und Aufgeschlossenheit für die Interessen und Argumente von anderen Darauf achten, dass alle gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten Daran denken, dass Konflikte kontruktiv nur bei Zufriedenheit aller Betroffenen gelöst werden können Keine Schulzuweisungen, keine Suche nach Sündenböcken Keine Interpretation von Aussagen, sondern konkretes Nachfragen Konfliktschlichtung ohne VerliererInnen Emotionen zulassen, nicht unterdrücken Aufmerksames Zuhören und Feedback Konflikt als wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit mit anderen
  • Auftrag vereinbaren "Wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm" Falle: alles muss ganz schnell gelöst sein Unabhängigkeit des Moderators Mögliche Fragestellungen: Woran merken Sie, dass es Probleme im Team gibt? Woran merken Sie, dass die Konfliktmoderation erfolgreich war? Was würden die Konfliktpartner zu dieser Frage sagen? Rollenklärung Was darf nicht zugesagt werden, obgleich es relevent wäre? Zusammenfassung des Gesprächs "Bedenkzeit" erbitten Bisherige Lösungsversuche, andere Berater/innen
  • Hintergrund der Moderationsmethode Entstehung Ende der 60/ Anfang 70er Forderung nach mehr Beteiligung an Entscheidungsprozessen Wunsch nach demokratischer Führung und Entscheidungsprozessen Entstehung der Unternehmensberatungen Definition Unterstützung des Meinungsbildung, Erarbeitung, Entscheidungsfindung in Gruppen Visualisierung des Verlaufes und der Ergebnisse Plenums-, Gruppen-, Einzelarbeiten Moderator unterstützt, strukturiert, greift inhaltlich nicht ein
  • Anwendungsfelder Moderation Betrieblicher Bereich Einführung neuer Mitarbeiter Abteilungssitzungen, Kommunikation innerhalb des Teams verbessern,... Zielvereinbarungen, Produktinnovationen Schulischer Bereich Lehrerfortbildung, Qualitätsentwicklung SGA, Peer-Group-Arbeiten Klassenratssitzung, Planen diverser Aktivitäten, Konfliktbeseitigung, Verbesserung des Klassenklimas oder der Zusammenarbeit
  • Leiter inhaltlich beteiligt Fokus: fachlicher Inhalt Sachzwänge Vorgabe von Arbeitszielen Gruppendynamik untergeordnet Meist höher getellt
  • Moderator inhaltlich unparteiisch Fokus: Methode Willensbildungsprozess Gruppe definiert Ziele Gruppendynamische Prozesse zentral Methodenkompetenz; Hierarchie spielt keine Rolle
  • Die Rolle des Moderators Prozessverantwortung Methodischer Ablauf Einhaltung der Regeln Visualisierung Führen und loslassen können Inhaltlich neutral Experte der Methode, nicht des Inhalts Eigene Ziele und Wertungen zurückstellen Beseitigung von Störungen Fragende Haltung "ich" statt "Man" Botschaften
  • Die Rolle der Teilnehmer Heterogenität - Homogenität --> innerhalb einer Gruppe Teilnahme --> freiwillig, unfreiwillig Grundsätzlich --> selbtbestimmt, eigenverantwortlich
  • Phasen des Moderationsablaufs Vorbereitung Umsetzung
  • Vorbereitung des Moderationsablaufs (Phasen) Phase I: Kennenlernen Phase II: Warming Up Phase III: Erheben von Themen oder Problemen Phase IV: Bewerten von Themen oder Problemen Phase V: Bearbeiten von Themen oder Problemen Phase VI: Schlussituation
  • Vorbereitung Informationsgespräch mit Auftraggeber Zielvereinbarungen --> nicht inhaltlich Informationen über die Teilnehmer einholen --> Aus welchem Hintergrund? Teilnahme freiwillig? Planung --> Ablauf festlegen / Methodeneinsatz wählen Raumgestaltung --> Materialien bereitstellen, Bestuhlung, Arbeitsinseln,...
  • Ankommen Begrüßung, Zielsetzung klären, Ablauf klären Regeln aufstellen --> Können gemeinsam mit Teilnehmern erarbeitet werden Kennen lernen --> Paar-Interview, Vorstellungsrunde,... --> auf die Gruppe abstimmen Warming Up --> Blitzlicht, Stimmungsbarometer
  • Erheben von Themen oder Problemen Wichtig: Alle Teilnehmer einbinden Ein-Punkt-Abfrage Zuruf-Abfrage Kärtchenabfrage
  • Bewerten von Themen oder Problemen Strukturierung (Clustern) der Aussagen Überschriften suchen Auswählen von Themen (Punktabfrage) Themenspeicher (Rangliste erstellen)
  • Bearbeiten von Themen oder Problemen Intensiver Kommunikationsprozess Rahmenbedingungen schaffen --> Raumgestaltung, Arbeitsinseln Arbeitsauftrag formulieren Kleingruppen bilden --> nicht mehr als 5 TN / Gruppeneinteilung überlegen Präsentation der Ergebnisse --> auf Visualisierung achten / Zeitvorgabe für Präsentation geben
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  • Maßnahmenplan Maßnahmen werden aus den Ergebnissen der Gruppenarbeiten erarbeitet Plenum oder Kleingruppenarbeit Aufgaben verteilen schriftlich festhalten
  • Abschluss der Moderation (Graf) 3 Ebenen: Inhaltlich-sachliclhe Ebene Reflexion des Prozesses Ausdrücken der Gefühle Unterschiedliche Gewichtung der Ebenen Methodik: Ein-Punkt-Abfrage Feedback Verabschiedung Nachbereitung --> Protokollierung
  • Kartenabfrage bei mehr als 5 Teilnehmer geeignet, da zeitsparend --> erhöhte Gruppentransparenz fordert auch weniger aktive TN Anonymität so wird´s gemacht: Frage wird von Moderator vorgelesen gibt dann Arbeitsanweisung: (groß und deutlich schreiben, Filzschreiber benutzen, Stichworte,...) Wenn niemand mehr schreibt --> Karten absammeln Jede Karte wird einzeln vorgelesen, dabei gezeigt und gemeinsam zugeordnet --> GRUPPE ENTSCHEIDET WAS ZUSAMMEN GEHÖRT!! Anregungen, Hilfen, Tips Gruppen beim Schreiben nicht stören Kartenzahl nicht begrenzen keine Zeitvorgaben machen keine Karten aussortieren oder dazu mischen Karten beim Vorlesen zur Gruppe halten Karten nur doppeln, wenn es wirklich notwendig ist alle Karten zuordnen den Prozess zügig, aber immer mit der Gruppe durchführen keine Karte bewerten, weder positiv noch negativ
  • Offen Beantwortung (Zuruf) Frage bedarf nicht allzu langem Nachdenken gegenseitige Anregung der TN für einen kreativen Prozess erwünscht ähnlich dem Brainstorming  Quantität geht zunächst vor Qualität so wird´s gemacht: Frage auf Plakat visualisiert in Kästchen/Felder,.... werden die Antworten notiert (ohne Beachtung des Zusammenhangs) Sortieren durch Übertragung in eine neue Liste (gemeinsam mit Gruppe) Anregungen, Hilfen, Tips alle Nennungen aufschreiben keine Antwort kritisieren Gruppe anregen, jedoch nicht selbst antworten sauber und leserlich schrieben
  • Einpunktabfrage Die TN werden eingeladen, ihre Meinung auf den Punkt zu bringen. so wird´s gemacht: Moderator stellt die auf einem Plakat visualisierte Frage mit dem entsprechenden Antwortraster vor Frage ob alle die Frage verstanden haben & das Antwortraster klar ist. danach kommt jeder TN an das Plakat und klebt 1 Punkt auf die für ihn richtige Antwort Bsp. Stimmungsparameter Mag jemand etwas dazu sagen? --> antworten stichwortartig notieren Antwortskala sollte so bemessen sein, dass eine Streuung sichtbar ist. Anregungen, Hilfen, Tips beim Punkten nicht zuschauen  nicht selber interpretieren erst nach dem Allgemeineindruck fragen, dan einzelne Meinungen einholen "Ausreißer" nicht besonders hervorheben Antworten so wörtlich wie möglich mitschreiben keine Diskussion über die Kommentare zu den Punkten Aussagen nicht bewerten 
  • Mehr-Punkt-Abfrage dient dazu Problembestandteile zu erfassen so wird´s gemacht: Tagesordnungspunkte/Überschriften für Themenblöcke/,.... --> werden auf Plakat aufgelistet TN erhalten halb so viele Klebepunkte wie Themen zur Auswahl --> je mehr TN, umso weniger Punkte Relevanz von Moderatoren vorgegeben (die aktuellsten, wichtigsten, störrendsten,...) Punkte sollen teilanonym sein (für alle sichtbar, aber in gleicher Farbe) Ranghöchsten Themen werden weiterverwendet bietet Transparenz über die Gruppenenergie Anregungen, Hilfen, Tips beim Punkten nicht zusehen Mehrfachpunktung erlauben Bewertungsfragen visualisieren und der Gruppe vorlesen eine Spalte für die PUnkte und eine Spalte für den Rang vorsehen nur so viele Themen mit einem Rang versehen, wie im nächsten Schritt bearbeitet werden können sicherstellen, dass alle Themen bearbeitet werden  Speicher numerieren und für Identität mit den Zahlen der Themenblöcke uauf der Kartensammlung sorgen 
  • Visuelle Gestaltung Gestaltungsregeln  Sichtbarkeit Reduktion auf das Wesentliche Schriftgestaltung Druckbuchstaben, Groß- Kleinbuchstaben, Größe, Dicke des Stiftes... Formen, Farben, Symbole Materialien Pinwand, Flipchart Stifte, Punkte, Karten Raum und Sitzordnung