Klinische Psychologie (Fach) / Kindheit und Jugend (Lektion)

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Klassifikation

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  • Diagnose berücksichtigen Alter des Kindes Bei Lernstörungen Abweichungen Intelligenzniveau- Lernstörung
  • Wichtigste Dimension der Störungen der Kindheit und Jugend Wichtigste Dimension bei Erfassung der Störung ist die Verhaltenskontrolle
  • Charakteristika abnormen Verhaltens in K. & J. nach Steinhauses!!!!!!!!!!!!! AltersunangemessenZeitstabilSyndromalEntwicklungspertubierend (greifen tief in Entwicklung ein)Ausgeprägte Schwere und HäufigkeitSituationsübergreifend
  • ICD 10 Obergruppen Klassifikation Kapitel 5 7 Intelligenzstörungen 8 Entwicklungsstörungen 9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
  • XXXXKlassifikation im DSM IV Kategorie 1 (Störungen, die gewöhnlich im Kleinkindalter oder in der Jugend klassifiziert werden Oder bei jeweiliger Störung
  • Weitere Diagnosesysteme MAS Zero to three
  • XXXXDSM IV Entwicklungsstörungen Geistige Behinderung (auf Achse II)Lernstörungen (4)          Lesestörung          Rechenstörung          Störung des schriftlichen Ausdrucks = Spezifische Lernstörungen DSM 5          Nicht näher bezeichneteStörungen der motorischen FertigkeitenKommunikationsstörungen (4)          Expressive Sprachstörung          Kombinierte Rezeptiv Expressive Sprachstörung          Phonologische Störung          Nicht näher bezeichneteTiefgreifende Entwicklungsstörung (5) = Autismus Spektrumstörungen DSM 5       Autistische Störung        Rett-Störung        Desintegrative Störung im Kindesalter        Asperger Störung        Nicht näher bezeichnete (einschl. atypischer Autismus)
  • Verhaltensstörungen Störungen der Aufmerksamkeit, Aktivität und des Sozialverhaltens (4)          ADHS          Störung des Sozialverhaltens          Störung mit oppositionellem Trotzverhalten           NNB Sozial störendes VerhaltenFütter- und Esstörungen (3) = DSM 5 zu Fütter und Essst.         Pica         Ruminationsstörung          FütterstörungTicstörungen (4)         Tourette Störung         Chronische motorische oder vokale Ticstörung         Vorübergehende Ticströung          NNB TicstörungStörungen der Ausscheidung (2)         Enkopresis         EnuresisAndere Störungen im Kleinkindalter und der Adoleszenz (4)         Störung mit Trennungsangst = DSM 5 zu Angst          Selektiver Mutismus = DSM 5 zu Angst          Reaktive Bindungsstörung + DSM 5 Bindungsstörung mit Enthemmung          Stereotype Bewegungsstörung
  • Kennmerkmale: Geistige Behinderung Kriterien Unterdurchschnittliche Intelligenz (IQ ca. 70 oder weniger) entfällt im DSM 5Eingeschränkte AnpassungsfähigkeitBeginn vor dem 18. Lebensjahr entfällt im DSM 5 Unterteilt nach SchweregradBei schweren Ursache oft organisch, bei leichten Umgebungsfaktoren (soziale Schicht)
  • Lernstörungen Kriterien ICD 10: Störung der sprachlichen, schulischen oder motorischen FertigkeitenLern (Lese- und Rechen) und Kommunikations (expressive Sprache, Artikulations und Stottern) DSM IV: Lese, Rechen, Störung des schriftl. Ausdrucks (DSM 5 all drei: Spezifische Lernstörungen Werden nur diagnostiziert, - wenn Leistungen deutlich unter dem normalen Niveau des Alters und Bildungsstandes - und es große Diskrepanz zwischen IQ Wert und Leistung beim Lernen gibt - DSM 5 Mindestens 6 Monate Genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen
  • Kennmerkmal: Rett Störung Zuerst normale Entwicklung ab 5 Monaten Abnahme des KopfumfangsVerlust zielgerichteter und stereotype HandbewegungenSchwere motorische und sprachliche Einschränkungen
  • Kennmerkmal: Desintegration Störung des Kindesalters Früher „Heller“ SyndromMit die schwerste geistige BehinderungDeutlicher Verlust vorher erworbener Tätigkeiten nach 2 JahrenSprache, soziale Interaktion, Blasenkontrolle, motorische Fertigkeiten
  • Störung des Sozialverhaltens Aggressives Verhalten gegenüber Menschen und TierenZerstörung, Betrug, Diebstahl oder schwere Regelverstösse
  • Störung mit oppositionellem Trotzverhalten Ungehorsam und WiderstandDurchgängiges Muster von Verletzungen der Rechte anderer und altersentsprechender Normen und Regeln
  • Kennmerkmal: Pica Ständiges Essen ungeniessbarer Stoffe Im DSM 5 zu Essstörungen
  • Kennmerkmale Ruminationsstörung Heraufwürgen und Wiederkauen der Nahrung Im DSM 5 zu Essstörungen
  • Kennmerkmal Fütterstörung (Kennmerkmal und Prävalenz) Besondere Gereiztheit während des FütternsMangelnde Gewichtszunahme und Nahrungsverweigerung Prävalenzen: 25% aller Kinder weisen Fütterprobleme auf; 1-2% mit schwerer Gedeihstörung.  dsm 5 zu essstörungen
  • Ticstörungen Tic = Wiederholte unrythmische stereotype Bewegungen oder LautäußerungenVokal oder motorischEinfache vokale Tic: Laute (Räuspern, grunzen)Komplexe vokale Tic: Spontane Äußerungen (Wörter, Sätze, Echolalie)
  • Tourette Störung Multiple motorische und mindestens 1 vokaler Tic
  • Kennmerkmal Enkopresis Wiederholtes Entleeren der Fäzes an ungeeigneten OrtenMindestalter 4 Jahre
  • Kennmerkmal Enuresis Entleern von Urin
  • Kennmerkmal: Selektiver Mutismus Unfähigkeit in bestimmten Situationen, in den das Sprechen erwartet wird zu sprechen In DSM 5 zu Angsstörungen
  • Kennmerkmal: Reaktive Bindungsstörung und DSM 5 Unfähigkeit, in angemessener Weise auf zwischenmenschliche Beziehungen zu reagierenÜbermässig gehemmte, widersprüchliche ReaktionenOder ! übermässige Vertrautheit mit fremden Personen DSM 5: 2 Typen: Reaktive Bindungsstörung; Bindungsstörung mit Enthemmung
  • DSM 5 Änderung ADHS!!!!!!!!!!!! einige Veränderungen bei den Diagnosekriterien durchgeführt. Erstmanifestationsalter von 7 Jahre (DSM-IV) auf 12 Jahre (DSM-5) angehoben. Darüber hinaus ist nach den Kriterien des DSM-5 auch eine Komorbidität der ADHS mit einer Autismusspektrumsstörung möglich.
  • Trennungsangst Änderung DSM 5 Die pathologische Trennungsangst (engl. Separation Anxiety Disorder) wird nicht mehr im Kapitel der “Störungen, die gewöhnlich zuerst im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert werden”, sondern unter den Angststörungen aufgelistet.
  • Störung der motorischen Fertigkeiten Entwicklungsbezogene Koordinationsstörung Motorische Koordination deutlich unter Alter und Intelligenz
  • Kennmerkmale F 80 Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache Charakteristika Normale Muster des Spracherwerbs beeinträchtigt Können nicht neurologischen oder sensorischen Beeinträchtigungen oder Intelligenzminderung zugeordnet werden Oft sekundäre Folgen: Lesen, zwischenmenschliche Beziehungen, emotionales Verhalten
  • Gemeinsamkeiten aller Entwicklungsstörungen!!!!!!!!!!!!!!!!! Beginn im Kleinkindalter oder in der Kindheit Entwicklungseinschränkung oder Verzögerung von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des ZNS verknüpft sind stetiger Verlauf ohne Remission und Rezidive In der Regel Sprache, visuell räumliche Fertigkeiten, Bewegungskoordination betroffen Verzögerung vom frühestmöglichen Erkennungszeitpunkt an und vermindern mit dem Älter werden
  • Klassikfikationsachsen MAS I Art der psychischen Störung II Vorliegen von Entwicklungsrückständen III Intelligenzniveau IV Körperliche Symptomatik V Aktuelle abnorme psychosoziale Umstände VI Globale beurteilung des Funktionsniveaus
  • ICD 10 Unterteilung: Entwicklungsstörungen (Psychische Störungen, die typischerweise im Kindes- und Jugendalter beginnen) F 8 Entwicklungsstörungen F 80 UmschriebeneEntwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache F 81 Umschriebene...schulischer Fertigkeiten F 82 Umschriebene...motorischer Funktionen F 83 Kombinierte umschriebene E. F 84 Tiefgreifende Entwicklungsstörungen
  • ICD 10 Unterteilung: Verhaltens und emotionale mit Beginn Kindheit und Jugend (F 90-91)!!!!!!!!! F90.- Hyperkinetische StörungenF91.- Störungen des SozialverhaltensF92.- Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen F93.- Emotionale Störungen des Kindesalters F94.- Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend F95.- TicstörungenF98.- Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in derKindheit und Jugend 
  • ICD 10 F 80 Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache Unterteilung!!!!!!!!!!!!!!! F 80.0 Artikulationsstörung F 80.1 Expressive Sprachstörung F 80.2 Rezeptive Sprachstörung F 80.3 Erworbene Aphasie mit Epilepsie F 80.8 Sonstige F 80.9 NNB
  • Kennmerkmale F 81 Umschriebene E. schulischer Fertigkeiten Charakteristika Störungen, bei denen die normalen Muster des Fertigkeitserwerbs von frühen Entwicklungsstadien an gestört sind  nicht einfach Folge eines Mangels an Gelegenheit zu lernen  nicht allein als Folge einer Intelligenzminderung oder irgendeiner erworbenen Hirnschädigung oder -krankheit aufzufassen
  • ICD 10 F81 Unterteilung schulischer Fertigkeiten!!!!!!!! F81.0 umschriebene Lesestörung F81.1 Isolierte Rechtschreibstörung F81.2 Rechenstörung F81.3 Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten F81.8 Sonstige Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten F81.9 Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, n. n. b.
  • Kennmerkmale F 82 Umschriebene E. der motorischen Funktionen Charakteristika Hauptmerkmal: schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung der motorischen Koordination,  nicht allein durch eine Intelligenzminderung oder eine spezifische angeborene oder erworbene neurologische Störung erklärbar.  In den meisten Fällen zeigt eine sorgfältige klinische Untersuchung dennoch  deutliche entwicklungsneurologische Unreifezeichen  ebenso wie Zeichen einer mangelhaften fein- oder grobmotorischen Koordination.
  • Kennmerkmale: F 84 Tief greifende E. Charakteristika!!!!!!!!!!!!!!! Gruppe von Störungen, gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern  und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten.  Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des betroffenen Kindes.
  • ICD 10 F 84 Unterteilung Tiefgreifende E.!!!!!!!!!!!!!!! F84.0 Frühkindlicher Autismus F84.1 Atypischer Autismus F84.2 Rett-Syndrom F84.3 Andere desintegrative Störung des Kindesalters F84.4 Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegungsstereotypien F84.5 Asperger-Syndrom F84.8 Sonstige tief greifende Entwicklungsstörungen F84.9 Tief greifende Entwicklungsstörung, n. n. b.
  • Häufigste Störungen im Kleinkindalter Exzessives Schreien im 1. Lebensjahr, Schlafstörungen, Fütter- und Gedeihstörungen
  • Kennmarkmal: Regulationsstörung: Exzessives Schreien Kennmerkmale!!!!!!!! Anfallsartiges Schreien ohne erkennbaren Grund, das nicht durch angemessene Zuwendung beruhigt werden kann. Um die 6. Lebenswoche gilt als auffällig, wenn das Schreiverhalten des Kindes folgende drei Kriterien nach (Wessel): Eine durchschnittliche Dauer des Schreiens und der Unruhe von mehr als 3 Stunden am Tag, 3 oder mehr Tagen der Woche und über einen Zeitraum von 3 Wochen und länger.  Prävalenzen in Deutschland 16,3% 
  • Kennmerkmale Schlafstörungen Schwierigkeiten, ohne Unterstützung der Eltern abends oder nach nächtlichem Erwachen einzuschlafen.  je nach Alter werden die Probleme durch Schreien, Rufen oder Aufstehen signalisiert  Intensität und Häufigkeit der Probleme gelten als wichtigstes Kriterium zur Abgrenzung der Schlafstörungen von normalen physiologischen (entwicklungsgerechten) Prozessen des Schlafes. Prävalenzen je nach Alter zwischen 10-30%
  • ICD 10 F93 Emotionale Störungen F93.0 Emotionale Störung mit Trennungsangst des Kindesalters F93.1 Phobische Störung des Kindesalters F93.2 Störung mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters F93.3 Emotionale Störung mit Geschwisterrivalität F 93.8 Sonstige F 93.9 NNB
  • ICD 10 Störungen des Sozialverhaltens F 91!!!!!!!!!!!!!!! F 91 Störungen des SozialverhaltensF 91.0 Auf den familiären Rahmen beschränktF 91.1 Bei fehelnden sozialen BindungenF 91.2 Bei vorhandenen sozialen BindungenF 91.3 mit oppositionellem aufsässigen Verhalten
  • Kennmerkmal soziale Ängstlichkeit Muss vor dem 6. Lebensjahr beginnen
  • Kennmerkmal Depression im Kindesalter!!!!!!!!!!! Im mittleren Kindesalter (4.–6. Lebensjahr, <1%) - Traurigkeit und vermehrtes, grundloses Weinen - Spielunlust, Rückgang der Phantasiefähigkeit, Müdigkeit und Passivität - Rückzug von familiären Bezugspersonen oder Freunden - Einschlafstörungen, Schulkinder (2,8%) - Traurigkeit, Sorgen, ggf. lebensmüde Gedanken - Konzentrations- und Leistungsstörungen - Schlaf- und Essstörungen Ab der Adoleszenz (5,6%, ♀ > ♂) - Erleben von Sinnlosigkeit, Versagen, Schuld, Suizidgedanken usw.