56

Wipsy 1 (Fach) / Klausur WS2014 (Lektion)

Methoden

Diese Lektion wurde von swoosy erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Welche 7 Varianten für Ratingskalen gibt es? Was bedeuten sie? Bipolare Ratingskalen Tendenz zw. 2 gegensätzlichen Eigenschaften wird ermittelt (zB gespannt- gelöst) Unipolare Ratingskalen Haben natürlichen 0 Punkt --> wie sehr trifft eine Eigenschaft zu? Symbolische Marken zB Smileys Graphisches Rating Kreuz auf einer Skala Numerische Marken numerische Skalenbezeichnung verbale Marken zB Häufigkeit immer-oft-manchmal-nie Skalenverankerung durch Beispiele Formulierung beispielhafter Extrempositionen, zu denen Stellung genommen werden soll
  • Was ist das Ambilvalenz-Indifferenz Problem? Bei ungeraden Stufen in einer Skala gibt es einen neutralen Mittelwert. Hier ist es schwer, herauszufinden, ob dieser gewählt wurde, weil zwei ambivalente Ergebnisse vorliegen , oder aus Unsicherheit
  • Was ist der Halo Effekt und wie kann er vermieden bzw. verringert werden? Halo Effekt = keine Differenzierung zw. unterschiedlichen Merkmalen, es wird ein Pauschalurteil gefällt Der Halo-Effekt tritt oft bei außergewöhnlichen, extremen oder unbekannten Dingen auf. Die Beurteiler sollen über das Urteilsobjekt aufgeklärt werden, auch ein Hinweis auf die Möglichkeit des Halo-Effekts kann ihm entgegen wirken.  Potenzielle "Halo-Skalen" können verhindert werden, wenn die Beurteiler an der Erstellung der Ratingskalen mitwirken. Statt skalenweise zu beurteilen, sollte objektweise beurteilt werden.
  • Was ist der Milde-Härte Fehler und wie kann er verhindert werden? Milde-Härte Fehler= Tendenz zu pos. oder neg. Antworten / Person wird systematisch gut oder schlecht bewertet Lösung:Auf die Gefahr dieser Tendenz hinweisen, Wertigkeiten der Merkmale diskutieren, sowie Auswirkungen der einzelnen Bewertungen auf das Ergebnis
  • Was ist eine zentrale Tendenz und wie kann dieser Urteilsfehler vermieden werden? Zentrale Tendenz= Tendenz  alles mittig einzustufen und Extremurteile zu vermeiden Tritt auf, wenn Objekte tendenziell unbekannt sind-> Untersuchungsobjekte vorher besprechen/erklärenEine Verankerung an Extrempositionen und eine feinere Differenzierung der Skalen helfen
  • Was ist der Primacy-Recency Effekt und wie kann er verhindert werden? Primacy-Recency Effekt = Urteilsverzerrung, folgende Urteile hängen von der Beurteilung des ersten Objekts ab Lösung: die Urteilsfolgen systematisch variieren, sodass sich Verzerrungsfaktoren "rausmitteln"
  • Was ist der Rater-Ratee Effekt und wie kann er verhindert werden? Rater-Ratee Effekt= Tendenz der Urteilsverzerrung abhängig von der Position des Beurteilers zu der zu beurteilenden Person (Ähnlichkeits oder Kontrastfehler) Der Beurteiler vergleicht die Person/Sache unbewusst mit sich selbst bzgl. der Merkmalsausprägung Lösung: Theorie der variablen Perspektive ->
  • Welche 3 Varianten der Testverfälschung exisitieren? Selbstdarstellung, Soziale Erwünschtheit, Antworttendenzen
  • Wie kann man die soziale Erwünschtheit reduzieren? Ausbalancierte Antwortvorgaben (alle sind gleichermaßen sozial erwünscht) Kontrollskalen (reagieren besonders sensibel auf sozial erwünschte Tendenzen , sind sofort erkennbar) Objektive Tests (möglichst undurchschaubar konzipiert, nicht-personenbezogene Sachverhalte) Aufforderung zu korrektem Verhalten Random-Respone-Technik --> nciht erkennbar, welche Fragen ehrlich beantwortet wurden und welche nicht (zB Würfeln ob Wahrheit sagen oder nicht) -> Befrager hat keinen Anlass, unehrlich zu antworten
  • Nach welchen Formen/Arten kann man mündliche Befragungen unterscheiden? 1. Dem Ausmaß der Standardisierung -> strukturiert, halbstrukturiert, unstrukturiert 2. dem Autoritätsanspruch des Interviewers -> weich, neutral, hart 3. nach der Art des Kontaktes (telefonisch, schriftlich, direkt) 4. Nach der Anzahl befragter Personen (Gruppeninterview, Einzelinterview-Survey) 5.Nach Anzahl der Interviewer -> Interview, Tandem, Hearing 6. nach der Funktion -> ermittelnd-vermittelnd
  • Anzeige
  • Welche Themen sollten im Rahmen einer Interviewschulung behandelt werden? 1. Inhaltliche Kenntnisse: Interviewer muss ausreichend über Gegenstand und INhalte informiert sein, um auch auf Nachfragen eingehen zu können 2. Aufbau des Fragebogens: Aufbau und Logik des Fragebogens müssen Interviewer geläufig sein  3. Dokumentation der Antworten: Falls keine Aufzeichnung, muss Interviewer protokollieren können 4. Verweigerungen: Standardregeln, wie mit Verweigerern umzugehen ist, sollten geläufig sein 5. Probeinterviews: Die einzelnen Verhaltensregeln werden trainiert, Einbau von Pannen, um Umgang damit zu üben, Kameraufnahme, um mit Supervisor Feedback zu erhalten.
  • Welche 4 Probleme können Ergebnisse einer Befragung verzerren? 1. Erreichbarkeit der Interviewpartner: bei stark differenzierten Merkmalen kann durch Nicht-Erreichbarkeit das Ergebnis verfälscht werden 2. Interviewverweigerung:  3. Ablehnung von Fragen 4. Antwortverfälschung
  • Was ist ein Beobachtungsplan? Die nach Vorversuchen erstellte Anweisung, wie und was bei einem Interview zu beobachten und zu protokollieren ist.
  • Welche Fragen gibt ein Beobachtungsplan vor? 1. Was (ggf. von wem bei mehreren Beobachtern) ist zu beobachten? 2. Was ist für die Beobachtung unwesentlich? 3. Darf (und wie) das Beobachtete gedeutet werden? 4. Wann und wo hat die Beobachtung statt gefunden? 5. Wie ist das Beobachtete zu protokollieren?
  • Welche Beobachtungsformen sind zu unterscheiden? Freie Beobachtungen (Verzicht auf Beobachtungsrichtlinien) Halbstandardisierte Beobachtungen (Schema enthält offene Kategorien oder Fragen, die Beobachter anweisen, worauf zu achten ist) Standardisierte Beobachtungen (schreibt genau vor was zu beoabchten und wie dies zu protokollieren ist)
  • Was ist empirische Forschung? Wozu wird empirische Forschung betrieben? Ziel ist die Datenerhebung über soziale Tatsachen zu Forschungszwecken. -> kontrollierte und systematische Wissensgewinnung -> beruht auf Erfahrungstatsachen -> Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung -> starke Selektivität und Verallgemeinerung
  • Welche Kriterien sind bei wiss. Arbeit zu beachten? -> Widerspruchsfrei, Überprüfbar, hoher Informationsgehalt, Einfachheit, Intersubjektivität Ethische Kriterien: a) ethische Sensibilität der Untersuchenden -> Datenschutz, Schutz der Privatsphäre --> berufsethische Verpflichtungen BDP, DGP, APA b) ethische Unbedenklichkeit der Untersuchung (Zweck und Ziel moralisch vertretbar, Achtung der Menschenwürde....) c) pers. Verantwortung des Untersuchungsleiters
  • Was ist induktive Forschung? Was deduktive? induktiv--> von Einzelfällen zu allgemein gültigen Aussagen? deduktiv-> von Allgemeinaussagen zu Einzelfällen
  • Welche Formulierungsarten für Forschungsfragen gibt es? a) als Frage: Existenz -> über welche Kompetenzen verfügen MA?Beschreibung -> Wie zufrieden sind unsere MA?Kovariation -> Welcher Zusammenhang ist zw X und Y?Ursache -> Fördert Outdoortraining die Teamleistung?Struktur -> Was kennzeichnet eine gute FK?
  • Welche Formulierungsarten für Forschungsfragen gibt es? a) als Frage: Existenz -> über welche Kompetenzen verfügen MA?Beschreibung -> Wie zufrieden sind unsere MA?Kovariation -> Welcher Zusammenhang ist zw X und Y?Ursache -> Fördert Outdoortraining die Teamleistung?Struktur -> Was kennzeichnet eine gute FK? b) als überprüfbare Hypothese wenn...dann... -> versch. Fragestellungen um möglichst präzises Ergebnis zu erhalten
  • Was kennzeichnet eine Hypothese? enthält mind.2 aussagekräftige Begriffediese sind durch Operator miteinander verbundendurch Geltungsbedingungen näher beschriebengehaltvollnicht tautologischWiderspruchsfreioperationalisierbar
  • Wonach lassen sich Hypothesen unterscheiden? nach der Reichweite -> universell vs existenziell nach der Zielsetzung -> Zusammenhangs, Unterschieds,Veränderungshypothese nach der Effektrichtung -> ungerichtet und gerichtete Hypothesen nach der Merkmalsebene -> individual, kollektiv, Kontexthypothesen statistisches hypothesenpaar -> Null und Alternativhypothese
  • Was bedeutet operationalisieren? Maßnahme zur empirischen Erfassung von Merkmalsausprägungen benennt Bedingungen, unter denen bestimmte Sachverhalte ermittelt werden können ist die Zuordnung von beobachtbaren Phänomenen zu Begriffen
  • Aus was besteht eine Operationalisierung? im engeren Sinn: Bedeutungsanalyse der verwandten BegrifflichkeitenDefinition der relevanten Variablen (=Dimensionen)Festlegung von Meßoperationen (=Indikatoren) erweiterter Sinn (Erhebungs und Versuchsplanung) Wahl der Merkmalsträger Wahl eines DatenerhebungsverfahrensFestlegung des Untersuchungsdesigns Beispiel:  Theoretischer Begriff= Erfolg im BerufDimension= berufliche LeistungIndikator= Beurteilung durch VorgesetztenItem= Erhebungsinstrument zB Frage Instrument zB Skala
  • Was ist das Ziel von Definitionen? Was sind Definiens und Definiendum? Definition= Zuordnung einer Bedeutung zu einem Begriff mit dem Ziel, eine gemeinsame verständliche Sprache zu schaffen Definiendum= zu definierender GegenstandDefiniens= Erklärung
  • Was ist eine Variable? Symbol für eine Menge von Mermalsausprägungen
  • Welche Variabletypen gibt es? Unabhängige Variable -> "Wenn-Teil" Einer HypotheseAbhängige Variable -> "DannTeil" einer HypotheseMediatorvariable  Moderatorvariable = Fähigkeiten und Persönlichkeit der Person, Situation, Aufgabenkomplex.... -> externe Faktoren
  • Welche Skalenniveaus gibt es? Nominalskala = ungleich/gleich (ja nein)Ordinalskala= von 1 bis 100, Rang oder ReihenfolgeIntervallskala= AbständeRatioskala= Verhältnisse Nominal und Ordinal= nicht metrischIntervall und Ratio= metrisch
  • Definition Grundgesamtheit und Stichprobe / prohabilistische Stichprobe und Nicht Prohabilistische Stichprobe Grundgesamtheit (Population) = Grundgesamtheit aller potentiellen Untersuchungsobjekte, über die etwas ausgesagt werden sollStichprobe (Sample) = Auswahl aus der Grundgesamtheit prohabilistische Stichprobe -> Ziehung nach dem Zufallsprinzipnicht prohabilistische Stichprobe -> Ziehung ohne Zufallsprinzip
  • Welche Ziehungsarten von Stichproben gibt es? nach dem Zufallsprinzip:einfache oder geschichtete ZufallsauswahlKlumpenauswahlAuswahltechnik: Zufallszahlenauswahl, Schlussziffernverfahren, systematische Auswahlnicht nach dem Zufallsprinzip: Quotenauswahltypische AuswahlAuswahl aufs Geratewohl
  • Anzeige
  • Was führt zu einer hohen Repräsentativität einer Stichprobe? ausreichende Größe der StichprobeAuswahl anhand des ZufallsprinzipsGefahr des Over oder Undersamplings:unverhältnismäßig häufige oder geringe Auswahl von Teilnehmern
  • Welche Probleme sind bei Stichproben zu beachten? Zu was können diese Fehler führen? Freiwilligkeitsystematische Ausfälle, Verweigerungen, nonresponseOver und Undersamplingbewusste Auswahlzu kleine Stichproben --> Systematische Fehler bzgl. der Stichprobe führen zu sog.Zufalls- oder Stichprobenfehler.
  • Was ist ein Untersuchungsdesign? beschreibt Ablauf, Zeitpunkt und Inhalte der Studieist konkrete Beschreibung, wann wer bei welcher Gruppe welche Daten erhebt
  • Welche grundlegenden Forschungsansätze existieren hinsichtlich des Untersuchungsdesigns? nach dem Forschungsziel nach Anzahl der Messzeitpunkte nach der experimentellen Ausprägung nach dem Ort
  • Welche Arten von Versuchsplänen gibt es? - nach Anzahl der abhängigen Variablen -> einfaktoriell, mehrfaktoriell - nach Anzahl der beiteiligten Gruppen -Versuchspläne mit Prä-Post Messung
  • Wozu werden Prätests durchgeführt? Allgemein:● des Interesses des Probanden gegenüber der Untersuchung● der Aufmerksamkeit des Probanden● der Kontinuität des Untersuchungsablaufs● der Dauer der Untersuchung● der Belastung der Probanden durch die Untersuchung● des Verständlichkeit der UntersuchungsinstrumenteSpeziell bei Befragungen und Tests● der Vollständigkeit, Ausschließlichkeit und Eindeutigkeit von Kategorien/ Items● der Schwierigkeitsgrad der Items● der ausreichenden Variation der Items● der Effekte der Itemanordnung● der Güte der Filterführung der Items
  • Welche psychologischen Effekte können bei einem Versuch auftreten und diesen verfälschen? der Rosenthal-EffektMöglichkeit, dass Erwartungshaltung des Versuchsleiters unterschwellig Einfluss auf den Versuch nimmt:– Art und Weise der Begrüßung durch den VL– Übermittlung der Instruktionen für die Untersuchung durch den VL– emotionale Atmosphäre der Untersuchung– nonverbale Kommunikation (z.B. Blickkontakte, räumliche Nähe) des VLWeitere psychologische Effekte:● Milgram-Experiment ( Agieren gegen das Gewissen aufgrund Autoritätsperson)● Hawthorne-Effekt ( Verhaltensänderung aufgrund Teilnahme an Untersuchung)● Interviewereffekte ( Beeinflussung aufgrund persönlicher Merkmale des VL)
  • Wie wird bei einer Transkription vorgegangen? 1. Deckblatt mit Angaben zu Untersuchung und Ablauf anfertigen2. Daten unter Verwendung eines Transkriptionssystems verschriftlichen3. ausgwählte Daten in Kategoriensystem einordnen4. Daten anonymisieren, generalisieren und reduzieren (bündeln)5. Kategorien auswerten und interpretieren
  • Wie entstehen Kategoriensysteme? induktiv-> Abstrahierung von Textmaterial und suche nach passenden Kategoriendeduktiv-> Textmaterial in bereits vorhandenes Kategoriensystem einordnenKodieren:Inhaltsanalytische Auswertungeindeutig definierte, klar abgrenzbare Kategorienmehrere unabhängige KodiererAuswertung über Tabellen
  • Was ist ein Index? Zusammenfassung mehrere Einzelwerte zu einem Gesamtwert zB Noten oder IQ -> abhängig von Indikatoren, Dimensionen, Gewichtungen
  • Wie können Indizes gebildet werden? additiver Index -> Einzelwerte wirken unabhängig auf Sachverhalt, Kompensation von Einzelwerten ist möglichgewichteter additiver Index multiplikativer Index -> Einzelwerte wirken gemeinsam auf Sachverhalt, Vorhandensein eines Merkmals sehr wichtig, keine Kompensation , Null Werte bedeutsam
  • Welche Analyseverfahren gibt es? Univariate Methoden -> 1 Variable zB Lagemaße, Streuungsmaße Bivariate Methoden -> 2 VariablenzB Korrelationen, Regressionen Multivariate Methoden-> 3 Variablen Faktoranalysen, Clusteranalysen
  • Welche Analyseverfahren gibt es? Univariate Methoden -> 1 Variable zB Lagemaße, Streuungsmaße Bivariate Methoden -> 2 VariablenzB Korrelationen, Regressionen Multivariate Methoden-> 3 Variablen Faktoranalysen, Clusteranalysen
  • Wie gestaltet sich die Datenauswertung? Analyse der soziodemografischen VariablenAuseinandersetzung mit den gewonnen Daten (Auswertung Tabellen etc)Bewertung und Einordnung der Ergebnisse Interpretation der Ergebnisse
  • Welche Tabellenarten gibt es? Häufigkeits und Kreuz bzw. Kontigenztabelle
  • Wofür sind soziodemografische Variablen wichtig? -> dienen grundlegendem Verständnis der Daten und dienen weiterer Auswertung
  • Was gibt es neben Kreis, Balken und Säulendiagramm für Diagramme und wozu dienen sie? Histrogramm, Stabdiagramm, Polygon -> dienen zur besseren Darstellung von Häufigkeitsverteilungen
  • Welche Kennwerte gibt es zur Graphenbeschreibung? Modus= häufigster Wert Median= Mitte der Tabelle, ordinaler Wert -> Extremwerte haben keinen Einfluss Arithemtisches Mittel= Durchschnitt -> Extremwerte wirken sich aus
  • Was bedeutet Korrelation? gibt Zusammenhang zwischen zwei Variablen wider; -> positiver oder negativer Zusammenhang, liner oder nichtlinear, untersch. Stärken
  • Was ist der Unterschied zwischen Dokumentation und Diskussion? Dokumentation= Untersuchung der Rohdaten und ErgebnisseDokumentieren und archivierenkönnen für Repliken und Sekundäranalysen angefordert werdenDiskussion=Ergebnisse werden vprgestellt , publiziert, präsentiert