Klinische Psychologie (Fach) / 19. Prävention (Lektion)

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  • Was ist die Grundlage der „selektiven“ und „indizierten“ Präventionsmaßnahmen im Sinne von „tailored Intervention“? ·         Vorab immer die Eigenschaften der jeweiligen Zielgruppe bestimmen, um dadurch im Sinne einer Maßschneiderung (tailored Intervention) optimale Effekte liefern zu können
  • Worauf zielt der Life-Skills-Ansatz von Botvin bei der Prävention von Essstörungen ab? ·         Der Life-Skills-Ansatz zielt auf die Stärkung von Lebenskompetenzen ab, wobei dies mit Hilfe von Rollenspielen, Diskussionen und Verhaltensübungen geschieht. Durch die aktive Einbindung in die Programminhalte wird eine kognitive Restrukturierung und Verhaltensmodifikation erleichtert. ·         Bei Essstörungen: Stärkung des körperbezogenen Selbstwertes, Veränderung der Einstellung zum Dick- und Dünnsein, Veränderung des tatsächlichen Essverhaltens, bekämpfung des Schlankheitsideals
  • Nennen sie Beispiele für „universelle“, „selektive“ sowie „indizierte“ Präventionsmaßnahmen! ·         Universelle Maßnahmen: Zielen auf die Allgemeinbevölkerung/Teile davon ab, unabhängig vom Erkrankungsrisiko z.B. Anschnallpflicht im Auto ·         Selektive Maßnahmen: Sind für einzelne Risikogruppen konzipiert, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten/Krankheiten haben z.B. Programme zur Prävention von Essstörungen für Mädchen einer bestimmten Altersgruppe ·         Indizierte Maßnahmen: Werden für Risikogruppen mit ersten, bereits feststellbaren Symptomen, jedoch keiner eindeutigen Diagnose entwickelt  
  • Welche drei Arten von Prävention unterscheidet Caplan? Beschreiben Sie diese! ·         Primäre Prävention: Vorbeugung von Ersterkrankungen z.B. HIV – Aufklärungskampagnen ·         Sekundäre Prävention: Vermeidung einer Verschlechterung/Manifestation einer Krankheit z.B. Frühdiagnostik ·         Tertiäre Prävention: Minimierung von bereits existierenden Schäden/Vermeidung von Rückfällen z.B. Reha – Maßnahmen oder Interventionen z.B. Trainings
  • Was sind „Schutzfaktoren“? ·         Personale oder soziale Ressourcen, die der Entwicklung psychischer Störungen entgegenwirken (Bsp. Essstörungen: Personal - Selbstwertgefühl, Sozial - unterstützendes Umfeld)
  • Was sind „Risikofaktoren“ und welche Bedeutung haben sie bei der Entwicklung einer psychischen Störung? ·         Risikofaktoren sind jene Variablen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Person eine Störung entwickelt bzw. die Intensität einer Störung verstärkt und/oder die Dauer verlängert wird ·         Ob eine Person eine Störung entwickelt hängt von deren Konstellation ab (Bsp. Essstörungen: weibliches Geschlecht, sexueller Missbrauch, niedriges Selbstwertgefühl)
  • Was wird unter „gesundheitsförderlichem Verhalten“ verstanden? ·         Jede Form von Verhalten, das sich auf die Verbesserung oder Erhaltung des persönlichen Gesundheitszustandes zielt