14
Kompetenzprofil 1 (Fach) / Kooperative Beratung (Lektion)
Mutzeck, Kooperative Beratung
Diese Lektion wurde von philippschmidt erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Die Orientierungs- und Berufspunkte der Methode "Kooperative Beratung" bilden eine wissenschaftstheorieorientierte Menschenbildkonzeption (siehe Handlungsmodell Abb 8. S. 61 Mutzeck). Zur Menschenbildkonzeption gehören menschliche Fähigkeiten wie: Reflexivität (F. des Nachdenkens und Überlegens) Rationalität, Intentionalität, Sinnorientierung, Erkenntnisfähigkeit (F. rational zu handlen, seien Handlungen begründbar und innorientiert zu planen, Ziele kommen vernunftsorientiert zustande) Emotionalität (Emotionelle Fähigkeiten beeinflussen den kognitiven Prozesse der Reflexivität und Rationalität) Verbalisierung- und Kommunikationskompetenz (F. mit anderen in Kommunikation treten) Handlungskompetenz: Der Mensch verhält sich zu seiner Umwelt und zu sich selbst; und dieses Verhalten ist dabei meist auf einen Sinn, auf ein Ziel hin orientiert) Autonomie: Der Mensch als reflexives Subjekt ist in seiner Entscheidung für bzw. gegen eine zielgerichtete Planung und eine produktiv realisierende Tätigkeit (aktive Konstruktivität) potenziell autonom.
- Wirklichkeitskonstruktion Jedes Individuum hat Zugang zur Welt und zu sich selbst allein durch seine Sinne und deren Qualität. Diese wiederum hängen zusammen mit den biochemischen* und physikalischen Prozessen, insbesondere denen in den Nervenzellen des Individuums. Das Produkt dieses Prozesses, die Welt- und Selbstsicht, ist ein Abbild der subjekt wahrgenommenen und verarbeiteten Realität. Diese Wirklichkeit ist eine jeweils subjektiv konstruierte Realität. *ist die Lehre von chemischen Vorgängen, dem Stoffwechsel in Lebewesen.
- Konzeption eines Handlungsmodell Der Mensch ist ein überwiegend handelndes Wesen. Handlung ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: - Handlung zeichnet sich dadurch aus, dass sie bewusst, zielgerichtet, geplant bzw. planvoll, absichtlich (willlentlich) interaktiv (Mensch-Umwelt-bezogen), normen- und wertorientiert, aus mehrern Möglichkeiten gewählt, abgewägt und entschieden und damit subjektiv sinnvoll und mit Bedeutung versehen ist Handlung geht über den Begriff Verhalten hinaus
- Handlungsmodell (siehe Abb. 8 S. 61, Mutzeck) Gegenstand und Kontext Wahrnehmung Informationsverarbeitung Handlungsplanung Handlungssituation
- Gegenstand und Kontext: Zustände, Ereignisse, Rückmeldungen Bezugssysteme wie Familie, Arbeit, Freudeskreis, Nachbarschaft, Medien usw.
- Wahrnehmung Welche Informationen werden wahrgenommen? Einflussfaktoren subjektive Theorien: Einstellungen, Sichtweisen, Werte, Erfahrungen Wissen: gelernte, erfahrene Informationen udn Zusammenhänge Psychische Prozesse: gefühls- und willensmässige Vorgänge Physische Prozesse: körperliche Vorgänge und Befindlichkeiten
- Informationsverarbeitung Wie wird das Wahrgenommene verarbeitet? Bewertung, Schlussfolgerung etc. Einflussfaktoren subjektive Theorien: Einstellungen, Sichtweisen, Werte, ErfahrungenWissen: gelernte, erfahrene Informationen udn ZusammenhängePsychische Prozesse: gefühls- und willensmässige VorgängePhysische Prozesse: körperliche Vorgänge und Befindlichkeiten
- Handlungsplanung Handlungsschritte, Bedingungsanalyse, Kosten-Nutzen-Abwägung, Entscheidung, Entschluss, Absicht Einflussfaktoren subjektive Theorien: Einstellungen, Sichtweisen, Werte, ErfahrungenWissen: gelernte, erfahrene Informationen udn ZusammenhängePsychische Prozesse: gefühls- und willensmässige VorgängePhysische Prozesse: körperliche Vorgänge und Befindlichkeiten
- Handlungssituation Überprüfen der Planung in der konkreten Situation ggf. erneut 2,3 oder 4. Handlungsausführung bzw. -nichtausführung, ggf. Veränderung der Handlung, Handlungsberwertung
- Struktur und methodisches Vorgehen der Kooperativen Beratung Personenzentrierte Gesprächsführung: Abb 11: Elemente der Kooperativen Beratung S.82 Mutzeck 9 Schritte Einführung Problem- und Ressourcenbeschreibung Perspektivenwechsel Analyse der Situation Zielbestimmung Lösungsfindung Entscheidungsfindung Vorbereitung der Umsetzung Mit- und nachgehende Begleitung
- Anzeige
- Beratungsaktivitäten direktes, persönliches Ansprechen Anteilnahme ziegen, aktives Zuhören zum Konkretisieren veranlassen Dialog-Konsens Ansprechen von Gedanken Verbalisieren von Gefühlen Vermeiden von Fehlern innerhalb der Gesprächsführung
- Grundhaltungen des Beraters Akzeptanz Empathie Kongruenz (Echtheit)
- Akzeptanz: Empathie: Kongruenz: Akzeptanz: Akzeptanz schliesst das Offensein gegenüber Gefühlen, Gedanken, Vorstellungen und Phnantasien des Gesprächspartnes und das Annehmen derselben mit ein. Empathie: Empathie meint die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen ohne zu urteilen. Kongruenz (Echtheit): Unter Echtheit ist zu verstehen, dass die augenblicklich in mir ablaufenden Vorgänge für mich fassbar sind, ich bereit bin, mich "in Worten und Verhalten zu den verschiedenen in mit vorhandenen Gefühlen und Einstellungen zu bekennen und sie auszudrücken" (Rogers).
- Problemlösungsstrategien Beschreibung der Situation und Rekonstruktion der Innensicht: Was war geschehen? Was dachte und empfand ich dabei? Wie erlebe ich das Problem jetzt? Welche Ressourccen habe ich? Perspektivewechsel: Wie mag der Interaktionspartner die Situation gesehen haben? Analyse der Situation und Benennen der Unzufriedenheit: Was macht mich zufrieden? Was will ich verändern? Ableiten und Entwickeln einer Zielsetzung und sich bewusst dazu entscheiden: Wie soll der Zustand aussehen, den ich erreichen will? Sammeln und Erarbeiten von zielannähernden Handlungswegen, Lösugen, Alternativen: Welche Wege könnne zum Ziel führen? Autonome Entscheidung für einen der möglichne Handlungswege: Für welchen der angezeigten Wege entscheide ich mich? Planung und Vorbereitung der Umsetzung meidnes Weges in den Berufsalltag: Wie sehen die Schritte aus, die zu meinem Ziel führen? Was und wer könnte mir helfen, diese Schritte in meinem Berufsalltag zu verwirklichen? Versuch der Durchführung der Handlungsabsicht mit praxisbegleitender Reflexion: Beschreibung, Analyse udn Bewertung des Versuchs, den Handlungsweg umzusetzen: Was wirkte förderlich, hilfreich bzw. störend oder gar verhindernd?