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Psychologie (Fach) / Persönlichkeitsstörungen und Therapie (Lektion)
Persönlichkeitsstörungen und Therapie
Diese Lektion wurde von MarcNolte erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
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- Was ist das besondere an der neuen Beschreibung von Persönlichkeitsstörungen im DSM-5? Es ist ein kategrial-dimensionales Hybridmodell.
- Was ist nach neuerem Verständnis die Alternative Bezeichnung zu POersönlichkeitsstörung? Persönlichkeitsstil
- Wie wird die ressourcenorientierte Haltung in Bezug auf Persönlichkeitsstile in der Therapie eingesetzt? In der ersten Phase werden die Vorteile und Stärken hervorgehoben. Erst danach werden die Risiken erörtert.
- Welches frühkindliche Bedürfnis steht dem Bindungsbedürfnis gegenüber? Das Explorationsbedürfnis.
- Welche Rolle spielt die individuelle Bindungserfahrung in der Therapiesystematik? Sie kann strukturell in einem Bindungsinterview durchleuchtet werden, da sie wesentlichen Einfluss auf einen Persönlichkeitsstil hat. Daraus können individuelle Therapieziele abgeleitet werden.
- Was bedeutet MEntalisierungsfähigkeit? Sie beschreibt die Selbstempathie sowie die Fähigkeit, sich emotional in Andere hineinversetzen zu können.
- Was ist die Folge einer geringen Mentalisierungsreife? Defiziete in der Regulierung der eigenen Affekte, der Selbststeuerung und der interpersonalen Beziezungsgestaltung (diese stehen bei Persönlichkeitsstörungen im Zentrum der Pathologie).
- Über welche Methoden kann eine Erlebnisaktivierung stattfinden? Narrative Methapern szenische Darstellungen
- Bei Persönlickheitsstörungen sollte mit der Bearbeitung der Identifizierung und Veränderung der Verhaltens-Strategien begonnen werden. Wieso? Weil diese dem Bewußtsein eher zugänglich sind als die dahinter stehenden dysfunktionalen Grundannahmen.
- Der Selbstunsichere Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 1. Kritik, Ablehnung und Kränkung durch Eltern und dann Gleichaltrige -> Angst vor Zurückweisung udn Ablehnung -> Abschottung, obwohl Nähe erwünscht wird. 2. "Ich tauge nichts, bin nicht liebenswert. Andere sehen immer, was mit mir los ist, deshalb werde ich auch abgelehnt." 3. Ich stelle mich zurück und mache mich unsichtbar, das hilft mir noch am ehesten.
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- Der dependente Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 4. Was ist die ressourcenorientierte Pointierung? 1. Bezugspersonen sind nicht sicher verfügbar oder überbehüten -> Angst, alleine gelassen zu werden, da hilflos. 2. "Ich bin alleine völlig hilflos und ganz auf Andere angewiesen." 3. Um mir dne Schutz des Stärkeren zu sichern, darf ich ihn nicht verärgern, darf mich nicht zeigen, wie ich bin. 4. der anhängliche Stil
- Der zwanghafte Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 4. Was ist die ressourcenorientierte Pointierung? 1. Aggression und Perfektionismus im häuslichen Umfeld unter sachlich-kühler Fassade -> eigene Gefühle werden nicht richtig wahrgenommen, dafür die greifbaren Regeln 2. "Nur wenn ich genau die Regeln befolge und meine GEfühle vermeide, kann ich ein Unglück verhüten." 3. Immer alles auf der Sachebene halten und dort ganz genau sein, hilft mir vor Übel. 4. der gewissenhafte Stil
- Der histrionische Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 4. Was ist die ressourcenorientierte Pointierung? 1. Äußerer Attraktivität, gutem Aussehen und Charme werden besonders Aufmerksamkeit geschenkt. Daneben eher inkonsequente ERziehung. 2. Nur wenn ich mich anstrenge, bezaubernd und attraktiv zu sein, erhalte ich genügend Aufmerksamkeit. 3. Ich muss aktiv und ausdrucksstark sein in Auftreten und Verhalten.
- Der narzisstische Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 4. Was ist die ressourcenorientierte Pointierung? 1. Entweder: übermäßiges Lob, Nachsicht, überhöhte Erwartungen an Leistungen des Kindes; kein Vorleben von Einfühlung oder: zu wenig Zuwendung, Ausgeschlossenwerden und Ablehnung -> ich muss großartig scheinen. 2. "Ich muss großartig erscheinen, damit ich Aufmekrsamkeit und Zuneigung erhalte. Sie bewahren mich vo rdem Kontakt mit den inneren Schwächen, was mich vernichten würde. Menschen, die mich nicht bewundern, muss ich bekämpfen." 3. "Ich zeige vehement, dass ich großartig bin." 4. Der selbstbewusste Stil
- Der Borderline - Persönlichkeitsstil: 1. Was sind die Beziehungserfahrungen? 2. Was sind die dysfunktionalen Annahmen? 3. Was sind die sozial-interaktiven Strategien? 4. Was ist die ressourcenorientierte Pointierung? 1. Emotionale Vernachlässigung und Kränkung, ggf. Traumatisierungen. Emotionales Chaos in der FAmilie. Gefühle von Glück und Wert konnten nicht sicher verfügbar gemacht werden. 2. "Nicht ist sicher. Auch nicht ich, meine GEfühle und meine Beziehungen. Ich bin einfach eine FEhlkonstruktion." 3. Ich muss extrem intensiv leben, was ich empfinde. Vielleicht finde ich so zu mir slebst und anderen Menschen. 4. Der sprunghafte Stil.
- Wie reagiert der dependente Persönlcihkeitsstil auf Ablehnung seiner sozial - interaktiven Strategie? Mit noch mehr Unterwerfung/ Abhängikgeitsverhalten.
- Wie häufig kommt der dependente Persönlichkeitsstil vor? ca. 8% bei Männern und 11% bei Frauen.
- Was sind Therapieziele beim dependenten Persönlichkeitsstil? 1. Reduzierung der dysfunktionalen Abhängigkeit. 2. Verfügbarkeit funktional autonomer Denk- und Verhaltensstile 3. Ausgleich von Defiziten: Problemlöse- und Entscheidgungsfähigkeit lebenspraktische Hadnlungsfertigkeiten Reduzierung der OHnmachtsgefühle Grenzsetzung aufbauen
- Welches Problem hat der Therapeut bei deinem Patienten des abhängigen Persönlichkeitsstils? Der Patient wird den Therapeuten als Retter wollen. Der Therapeut wird Führen müssen. Der Patient wird gerne die Mitarbeit bejahen.
- Was sind nach dem ersten Entwurf für das neue DSM 5 die zentralen, strukturellen Fähigkeiten, die zur Diagnose einer Persönlichkeitsstörung herangezogen werden sollten? Selbstregulation Selbstreflexion Beziehungsfähigkeit
- Wie definiert man Persönlichkeitsstörungen? Persistierende unflexible Charakterzüge und Verhaltensmuster eines Individuums, die als leidvoll von ihr und ihrer Umgebung erlebt werden. Entsprechend gelten sie als komplexe persönlichkeitsbedingte Störungen des zwischenmenschlichen Beziehungsverhaltens und des Erlebens.
- Was sind übergeordnete Symptome und Störungen von Persönlichkeitsstörungen? Störungen des emotionalen Erlebens Störungen der Realitätswahrnehmung Störungen der Selbstwahrnehmung Störungen der Selbstdarstellung Störungen der Impuls- und Selbstkontrolle Ich Syntonie
- Was bedeutet Prävalenz? Krankheitshäufigkeit