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Supply Chain Management (Fach) / SCM (Lektion)

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  • Was gehört alles zum Distributionssystem? - Lagerung von Fertigprodukten - Verpackung der Ware, wenn spezielle Verpackungen verwendet werden. Standardverpackungen gehören zur Produktion - Versand- Transport- und Umschlagsvorgänge ab den Produktionsstätten über alle Läger und Umschlagspunkte bis zum Kunden - Rücktransport falsch ausgelieferter oder defekter Ware - Rücknahme und Entsorgung der Ware und Verpackung - Abwicklung der Kundenaufträge (Auftragsannahme und Auftragsverwaltung)
  • Welche Gestaltungsmöglichkeiten der Distributionsstufen gibt es? Wo werden A- B- und C- Artikel normalerweise gelagert und wieso? - Zeichnung Seite 9 - C- Artikel werden normalerweise nur in Zentrallägern gelagert, da selten bestellt - A- und B-Artikel werden normalerweise in Regionallägern gelagert wegen der hohen Umschlagshäufigkeit
  • Was zeichnet ein Regionallager ab, was zeichnet ein Zentrallager ab, was zeichnet ein Transit-terminal ab? Zentrallager: - Lagerung des gesamten Sortiments aus den eigenen Fabriken als auch der zugekauften Handelsware - Verteilung an die nächste Stufe (Regionalläger z.B.) oder direkt an Abnehmer - bei nationalen Distributionssystemen meist nur ein Zentrallager, bei kontinentalen (z.B. Europa) sind mehrere Zentrallager notwendig um Lieferzeiten einzuhalten Regionallager: - beliefern die Kunden in der umliegenden Region - auch als Auslieferungslager bekannt - meist starre Zuordnung nach PLZ - Lagerung eines eingeschränkten Sortiments - Optimierung der Transporte durch unterschiedliche Sendungsgrößen im Wareneingang und Warenausgang: im WE: sortenreine Ladungseinheiten im WA: kleine Bestellgrößen (Komissionierung) Transitterminal: - Bündelung der Transportströme, vorteilhaft bei kleinen Kundensendungen - keine Lagerhaltung
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  • Lagerkosten sind zu unterscheiden in Lagerbestandskosten und Lagerbetriebskosten. Was sind die Einflussfaktoren für sowohl Lagerbestands- als auch betriebskosten? Außerdem, wieso sind die Transportkosten für Rücktransporte besonders hoch? Lagerbestandskosten: - Kosten, die ruhende Ware verursacht. Extrem branchenabhängig. In der Technologie- und Modebranche verliert Ware besonders viel Wert (Artikel sind nicht mehr "in Mode" oder Technologie ist überholt. Anders in der Baubranche (Rohmaterialien wie Ziegelsteine verlieren kaum ihren Wert. Lagerbetriebskosten: Kosten, die durch den Betrieb des Lagers verursacht werden. - Häufigkeit der Bestellung - Beschaffenheit, muss viel Geld investiert werden um die Ware angemessen zu lagern? Chemi-Produkte z.B. - Größe und Volumen - Lieferservicegrad, wie schnell möchte ich liefern können? Rücktransporte kosten ein Vielfaches mehr weil jede Rückabwicklung individuell ist. Jede defekte Ware muss z.B. vom Personal geprüft werden.
  • Wieso ist der Anteil der Logistikkosten/Distributionskosten an den Gesamtkosten in den Branchen so unterschiedlich? Vergleichen Sie die Automobil- Konsumgüter- und Handelindustrie. Automobilindustrie: - niedrige Distributionskosten, da relativ wenige Kunden, Fertigung nach Auftrag und daher relativ niedrige Lagerkosten Konsumgüterindustrie: - hohe Distributionskosten, wenig Bündelung möglich. Kunde ist jeder Mensch im Land, jeden evtl. jeden Tag. - hoher Bestand notwendig, da Kunde die meisten Artikel sofort oder in wenigen Tagen erwartet, deswegen höhere Lagerkosten Handelindustrie: - hohe Distributionskosten, da kein Wertschöpfungsprozess statt findet. Reiner Kauf und Verkauf.
  • Vergleichen Sie die Distributionskosten bzgl. der Lagerbetrieb und Lagerbestandskosten für elektronische Ersatzteile und im Baustoffhandel. Wieso gibt es Unterschiede? Elektronische Ersatzteile: - ständige Verfügbarkeit nötig und Kosten wegen der technischen Veralterung, deswegen hohe Lagerbestandskosten. Der Kunde möchte nicht auf ein Ersatzteil warten. Außerdem muss die Ware oft aufwendig gelagert werden damit sie nicht beschädigt wird. - niedrige Lagerbetriebskosten. Kleine, leichte elektronische Teile können relativ einfach transportiert werden. Baustoffhandel: - keine ständige Verfügbarkeit nötig. Kunden sind dazu bereit auf die Ware zu warten, deswegen niedrige Lagerbestandskosten. Selbst die Ware, die auf Lager ist, verursacht keine hohen Kosten bzgl. der Veralterung und müssen nicht aufwendig gelagert werden. - relativ hohe Lagerbetriebkosten. Schwere Artikel, viele Ressourcen müssen für den Transport aufgewandt werden
  • Was sind die Leistungskriterien in der Distribution? Allgemein: Fähigkeit den Kunden schnell, präzise, zuverlässige und flexibel bedienen zu können. Den meisten Kunden ist das Einhalten eines zugesagten Termins wichtiger als die Schnelligkeit. - Lieferfähigkeit: Übereinstimmung zwischen Kundenwunschtermin und zugesagtem Auftragserfüllungstermin - Lieferzeit: Zeitspanne von der Auftragserteilung bis zur vollständigen Auftragserfüllung - Lieferqualität: Anteil der ausgeführten Aufträge ohne qualitative und quantitative Mängel - Termintreue: Grad der Übereinstimmung zwischen zugesagtem und tatsächlichem Auftragserfüllungstermin - Informationsbereitschaft: Fähigkeit in allen Stadien der Geschäftsabwicklung auskunftsbereit zu sein
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