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Internetsicherheit (Fach) / allgemein (Lektion)
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- Schwachstelle fehlende oder unzureichend umgesetzte Sicherheitsmaßnahme (BSI Standard 100-2) Softwarefehler, der eine Sicherheitslücke auf IT-Systemen öffnet
- Exploit Software, die Schwachstelle ausnutzt, um Zugriff auf das Zielsystem oder dort höhere Privilegien zu erlangen SQL Injection Exploit Buffer Overflow Expoit Code Injection Exploit Cross Site ScriptingExploit
- Zero Day Exploit ist ein Exploit, der unmittelbar am selben Tag nach Entdeckung der Schwachstelle entwickelt wurde. Schwachstelle ist noch nicht bekannt.
- Sicherheitsvorfall erfolgreicher Angriff
- Sicherheitsvorfall - Maßnahmen in großen Unternehmen Seccurity Incident Response Team wird hinzugezogen Sicherheitsvorfallreaktionsplan Log Nachrichten für spätere Analyse speichern betroffene System entdecken betroffene Systeme aus der Operation nehmen und durch Backupsysteme ersetzen andere Systeme überprüfen betroffene Systeme Wiederherstellen und updaten Daten und andere Verluste analysieren Problem melden
- Sicherheitsvorfall im privaten Bereich - Erkennung eines Angriffs Erkennung eines Angriffs Antivirus- und Firewallmeldungen komisches Verhalten auf dem Rechner oder E-Mailkonto unerwartet hohe CPU oder Netzwerklast Lognachrichten im Windows Eventviewer prüfen
- Spoofing Angreifer sendet Datenpaket mit gefälschter IP Adresse aus dem Adressbereich des Zielnetzwerkes
- Sicherheitsvorfall im privaten Bereich - Maßnahmen Maßnahmen Nutzung von Prüfdiensten oder Software - Botchecker www.botfrei.de - Antivirussoftware - Leakcheckerdienste z.B. https://sec.hpi.de - Prüfung auf Schwachstellen mit einer Vulnerability Database z. B. https://hpi-vdb.de Bei Bankdaten- und Kreditkartendatenklau Bank informieren und gegebenenfallsKreditkarte oder Onlinebanking sperren bei Onlinekonten auf 2 Faktor Auhentifizierung umstellen
- grundlegende Sicherheitsziele grundlegende Sicherheitsziele C-I-A Confidentiality - Vertraulichkeit Integrity - Integrität Avaibility - Verfügbarkeit
- Sicherheitsziel Confidentiality - Vertraulichkeit Schutz vor unberchtigten Einblick
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- Sicherheitsziel Intergrity - Intergrität Sicherstellung, dass die beabsichtigte Manipulation und Verfälschung bzw. die unbeabsichtigte Veränderung (Übertragungsfehler) vom Empfänger entdeckt werden können
- Sicherheitsziel Availibility - Verfügbarkeit Vorsorge, dass Nutzungsberechtigte jederzeit und vom rechten ort aus über offene Kommunikationskanäle zugreifen können
- weitere Sicherheitsziele Authentifikation - Feststellung der Identität eines Nutzers Zugriffskontrolle - Ist der Authentifikation nachgechaltet und sorgt dafür, dass nur authorisierten Benutzer Zugriff gewährt wird Anonymität Privatsphäre
- Sicherheitsziel Verbindlichkeit ein rechtsverbindlicher Zusammenhang zwischen den übertragenen Daten und der Person, die diese gesendet hat, Urhebernachweis - Überprüfung des Ursprungs Empfängernachweis - Überprüfung ds Empfangs.Nachricht könnte auf dem Transport verändert worden sein.
- Identifizierung im Internet In der digitalen Welt, im Internet können wir uns nicht über unsere physische Erscheinung identifizieren, sondern nur vermittels einer Ansammlung elektronischer Daten → digitale Identität
- Nachweis der digitalen Identität Paswörter → hochgradig unsicher Smartcards Fingerabdruck, Gesichtserkennung, ...
- Wer sind wir im Internet? Bevor man bei einem Internetdienst einkaufen, Musik runterladen oder an einem openHPI Kurs teilnehmen kann, muss man sich anmelden - registrieren Anmeldung ist notwendig damit der Dienst den Nutzer wiedererkennt, also weiß, wer kauft ein, lädt Musik runter, wohin sind die Einkäufe zu liefern, von welchem Konto wird der Verkaufspreis abgebucht oder wem sind die Quizergebnisse zuzuordnen Anmeldung führt technisch zur Einrichtung einer digitalen Identität, die in er Nutzerdatenbank des Dienstes hinterlegt wird.
- digitale Identität Sammlung elektronischer Daten zur Charakterisierung eines Nutzers (physische Identität) im Internet. Reale Personen, die im Internet einkaufen oder Musik herunterladen wollen, brauchen dazu eine digitale Identität. Digitale Identität wird z. B. charakterisiert durch: Nutzername E-Mail-Adresse Wohnadresse Kontonummer Passwort ... Ein Nutzer (physiche Identität) kann im Internet unter vielen verschiedenen digitalen Identitäten unterwegs sein Bei jedem Registriervorgang können neue Daten eingeben werden. Jedes mal kommt es aber darauf an, die Bindung einer digitalen Identät an ihren Nutzer so missbrauchssicher wie möglich herzustellen. Wenn gewünscht, kann eine digitale Identität auch von einer Gruppe von Nutzern oder auch von anderen Objekten oder Diensten (Entitäten) zum Zugang zu einem Dienst genutzt werden,
- Zugriffskontrolle Wenn bei der Registrierung bei einem Dienst eine digitale Identität eingerichtet wird, werden dieser digitalen Identität und damit dem dahinterstehenden Nutzer bestimmte Nutzungsrechte zugeschrieben. Nutzungsrechte (technisch. Berechtigungen) legen fest, welche Ressourcen des Dienstes der über die digitale Identität verbundene Nutzer nutzen darf und welchen Beschränkungem er unterliegt. Die Zugriffskontrolle unterteilt sich in zwei Phasen, die eng miteinander gekoppelt sind: Authentifizierung für einen Service - dient der Identifikation eines Nutzers →.genauer: dient der Identifikation eines digitalen Identität und damit des hinter dieser digitalen Identität stehenden Nutzers Autorisierung für einen Service. Bestimmt, welche Angebote und Resourcen des Services der zuvor identifiziert Nutzer nutzen darf bzw. was der zuvor von diesem Service authentifizierten digitalen Identität alles erlauft ist.(Datenzugriff, Lese- und/oder Schreibrechte)
- Authentifzierung - Identitätsnachweis Wie lassen sich digitale Identitäten sicher mit melschlichen Nutzern verbinden? Physische Identität - durch Ausweisdokumente mit Lichtbild z. B. mit Personalausweis, Pass, Führerschein... Digitale Identität - Bei Einrichtung einer digitalen Identität (Account), kann diese an einen Nutzer gebunden werden vermittels Passwort oder digitales Zertifikat, Besitz spezieller Smartcards, Fingerabdruck, Gesichtserkennung, ...
- Authentifizerung durch Nutzername - Passwort Wie lassen sich digitale Identitäten sicher mit menschlichen Nutzern verbinden. Vereinbarung eines Passworts als gemeinsames Geheimnis zwischen der digitalen Identität auf Seiten des Services und dem Nutzer dieser digitalen Identität. Authentifizierung er folgt dann vermittels von Nutzername und Passwort.Passwort ist das Geheimnis, das der Nutzer und der Service teilen. Es ermöglicht dem Service, hinter der zum Nutzernamen gehörenden digitalen Identität den Nutzer zu erkennen. Nutzername Passwort Authentifizierung ist ziemlich unsicher. Angreifer können mittels verschiedener Attacken das Passwort in Erfahrung bringen dann digitale Identität des Nutzers missbräuchlich selbst nutzen → Identitätsdiebstahl Angriffe auf Passwörter: Passwort raten, belauschen, cracken Social Engineering Wörterbuchraten Man-in-the-Middle Attacke ...
- Angriffsziel - Digitale Identitätsdaten Identitätsdiebstähle sind sehr attraktiv für Cyberkriminelle aufgrund des hohen Mißbrauchspotentials: Mit einer gestohlenen Identität hat der cyberkriminelle Dieb alle Rechte (Authorisation) wie der rechtmäßige Besitzer Da Internetdienste allein auf Basis der digitalen Identität autorisieren, kann der Dieb auf Kosten des rechtmäßigen Besitzers die Dienste nutzen
- Spyware sammelt Daten direkt von Computer des Nutzers - von besonderen Interesse sind Identitätsdaten
- Keylogger Lesen Daten - insbesondere Passwörter direkt bei der Eingabe mit und übermittels sie an Cyberkriminelle.
- Phishing (Password Fishing) Betrügerische Technik zur Erlangung von sensiblen Informationen. Vorgehen:Versand betrügerischer E-Mails mit vertrauenswürdig wirkender Absenderadresse, z. B von Bank, Unternehmen, Behörde, ...Absenderadresse wird gezielt gewählt im Hinblick auf die Information, die erschwindelt werden soll. E-Mailadressen können im Internet leicht gefälscht oder vorgetäuscht werden → "E-Mail Spoofing". Erlangtes Vertrauen gegenüber dem vermeintlichen Absender wird missbraucht, um von Angreifern erwünschte Reaktion hervorzurufen, z.B.: - Herausgabe von Daten - Installation von Schadsoftware Phisching oft erkennbar an kleinen sprachlichen Fehlern oder fehlender persönlicher Ansprache.
- Social Engineering Manipulation von Personen, damit diese sensible daten offenlegen.
- Hashing Passwort wird mit einer hash Funktion verschleiert. Hashfunktion bildet dabei das Passwort auf einen verschleierten Text fester Länge ("Hash") ab. Die Rückrichtung kann nicht berechnet werden. Hashfunktionen sind so konstruiert (Einweg Funktion), dass es nur mit extrem viel Aufwand möglich ist, das ursprüngliche Passwort aus dem Hashwert wiederzugewinnen. Häufig verwendete Verfahren sind MD5 und SHA1 - gelten inzwischen beide als unsicher, weil sie auf Grunde der heute zur Verfügung stehenden gesteigerten Rechenpower umkehrbar sind. Daher besser sicherere Verfahren wie SHA2 oder SHA3 verwenden
- sichere Hash mit Salt verwenden verschiedene Benutzer zufällig das gleiche Passwort bei der Registrierung wird dieses jedes mal anders verschleiert, gehasht. Bevor man den Hashwert eines Passworts berechnet, wird dem Passwort eine zufällige Zeichenfolge (Salt/Salz) vorangestellt. Dann wird Salt zusammen mit Passwort-Hash gespeichert. Dadurch entsteht durch das andere Passwort auch ein anderer Hashwert. In der Nutzerdatebank sind dann nicht 2 oder mehr gleiche hashwerte zu finden.
- Hashfunktionen große mengen an Informationen - mathematisch sind das einfach sehr lange Worte - auf kurze Worte ("Fingerabdruck") abzubilden: fHash(N) = H wobei N = Nachricht, fHash = Hashfunktion und H der Hash ist.Länge des Hashwertes hängt von der Hashfunktion ab. Dabei kann ein Hashwert zu vielen möglichen nachrichten N gehören, Hash-Funktionen sind hochgradig "nicht-injektiv". Es kann Unterschiedliche Nachrichten geben, die auf den gleichen Hashwert abgebildet werden
- kryptographische Hashfunktionen Sichere Speicherung von Passwörtern durch Verschleierung Dazu werden spezielle Hash-Funktionen benötigt, sogenannte kryptographische Hash-Funktionen. Auf Basis eines Public Key Verfahrens werden digitale Signaturen zum Nachweis z. B. der Unverfälschtheit von nachrichten verwendet. Nachricht wird dabei "digital signiert" durch Verschlüsselung mit privatenSchlüssel des Absenders Verschlüsselung des gesamten Dokuments ist aber vield zu aufwändig. Es wird nur ein kurzer Hashwert → Fingerabdruck des Dokuments mit dem privaten Schlüssel des Absenders verschlüsselt
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- Anforderungen an kryptographisch Hash-Funktionen bewusste Herbeiführung von Kollisionen - also Konstruktion einer Nachricht mit gleichem Hash-Wert - soll praktisch unmöglich sein. Um Kollisionserzeugung zu erschweren, sollen Hash-Werte gleich verteilt sein. Auch kleiner Veränderungen im Argument der Hash-Funktionen sollen zu großen Veränderungen des Hash-Wertes führen Schutz vor Angriffen, bei denen eine Kollission (2 Nachrichten ergeben den gleichen Hash-Wert) herbeigeführt wird, bieten möglichst lange Hashwerte z. B. 256 Bits wie bei SHA-256 SHA - Secure-Hash-Algorithm, entwickelt 1991 von der NSA aus MD4 SHA-1 erzeugt 160-Bit Hash-WerteKnacken eines Hash-Wertes kostet damit heute 120.000,00 $ bei Anmietung von Rechenleistung eines Cloud Providers SHA-2 2002 und 2004 standardisiert, Möglichkeit für verschiedene Hash-LängenSHA-224, SHA-256, SHA-354, SHA-512 bis heute als sicher eingestuftSHA-3, Weiterentwicklung von SHA-2 MD5 - Message Digest 5, entwickelt aus MD4 wegen der Länge der Hash-Werte von 128 Bit gilt es nicht mehr als ausreichend sicher. Sollte heute nicht mehr verwendet werden
- Personalisiertes Phishing - Spear Phishing Dazu sammelt der Angreifer (z.B. bei Social Media) sehr detailierte Informationen über sein Opfer, um damit sein Vetrauen zur erlangen, z. B. Bezugnahme auf Person ( z.B. Freund, Familienmitglied, Kollege), die das Opfer gut kennt und der es vertraut. Opfer glaubt, die E-Mail kommt von der vorgetäuschten Person, weil Nachricht Informationen enthält, die nur diese Person kennt. Spear-Phishing-Angriffe haben sehr große Erfolgsaussichten, allerdings ist der Aufwand für den Angreifer auch höher. Personalisierte Phishing ist sehr gefährlich und richtet sich gezielt an hochrangige Zielpersonen, Firmenchefs, Politiker, Beamte, Prominente und Sensible Ziele, wie Unternehmen, Politik, Militär ... Professionelle Angreifer, wie z.B:, Staaten (Geheimdienste, Polizei), Aktivisten, organisierte Kriminalität... Achtung: Viele andere Angriffe im Internet basieren auf vorangegangenen personaliserten Phishing-Angriffen
- Antimalwaresoftware - Erkennungsmethoden Signaturen - werden durch Analyse von Malware gewonnen und beschreiben markante Charakteristika der Malware. Dateien werden auf diese charakteristischen Merkmale hin überprüft und entsprechend eingestuft. Anomalien - normaler bzw. gutartiger Zustand des Systems wird erfasst und dann ständig mit dem aktuellen Zustand verglichen. Bei starker Abweichung des aktuellen Zustands wird eine Warnung erzeugt. Ermöglicht Erkennung auch unbekannter Malware, jedoch sind anomaliebasierte Methoden oft ungenauer. Muß auf dem aktuellen Stand sein.Ständig aktualisierte Virendefinitionen und -signaturen ermöglichen auch das Auffinden neuer Viren und Malware. Alle Festplatten, Wechselmedien (CDs, USB- Sticks, ...) müssen untersucht werden. Meist entfernen Virenscanner gefunden Schadsoftware automatisch, doch wenn häufiger Viren gefunden werden, kann eine manuelle Untersuchung der Ursache weiterhelfen
- Firewalls überwachen alle aus- und eingehenden Netzwerkverbindungen und den darüber laufenden Datenverkehr. können unberechtigte Verbindungsversuche unterbinden bieten zusätzlichen Schutz gegen Angriffe, wie z.B. Angriffe durch Backdors oder Botnets. Bei jedem der Angriffe wird eine Verbindung vom/zum Angreifer aufgebaut, die vom Benutzer nicht genehmigt wurde. Diese Verbindung muss verhindert oder ein Alarm ausglöst werden. lokale Firewall agiert nur auf dem System, auf dem sie installiert ist.Netzwerkfirewall prüft den gesamten Netzwerkverkehr und ist meist auf Verbindungsknoten zwischen dem lokalen Netzwerk und dem Internet installiert
- Firewalls - Regeln Die Funktion einer Firewall wird über sogenannte Regeln gesteuert. Regeln definieren, welche Verbindungen zulässig sind und welche nicht. Regeln können spezifisch für einzelne Anwendungen, Protokolle, Ports und Adressen formuliert werden und definieren exakt, was zulässig ist und was nicht. Falls eine Regel auf ein Netzwerkpaket zutrifft. Datenpaket kann modifiziert oder ganz geblockt werden. Warnungen können angezeigt werden, ... Bei fehlenden Definitionen oder keine passende Regel kommt die allgemeine Sicherheitsrichtlinie (Policy) des Systems zur Anwendung. Sicherheitsrichtlinien schreiben vor, ob sonstige Verbindungen geblockt oder erlaubt werden oder ob eine Bestätigung durch den Nutzer erforderlich ist.
- Paketvermittlung Nachrichten werden im Internet aufgeteilt in datenpaketen übertragen Route - Transportweg vom Sender zum Empfänger - auf dem die einzelnen Datenpakete gesendet werden, verläuft über verschiedene Zwischenstationen (Router) Route ist nicht von vornherein festgelegt. Jede Zwischenstation entscheidet nur über Weiterleitung an "die richtige" nächste Vermittlungsstation - "Next Hop" spezielle Routing-Verfahren sorgen für Ermittlung einer optimalen Route zum Ziel. Große Pakete werden vor Übertragung in kleinere Pakete fragmentiert und im Endsystem zu ursprünglichen Paketen zusammensetzt (defragmentiert) Paketvermittlungstechnik heißt "Store-and-Forward-switching" (dt.: Speichern und Weiterleiten) - Weitergabe von Paketen von Zwischenstation zu Zwischenstation - Daten werden auf Zwischensystem (Switch/Router) zwischengespeichert und dann weitergereicht
- Man-in-the-Middle Angriff - Schutzmaßnahmen sind oft schwer zu entdecken wichtigstes Gegenmittel: Starke Authentifizierung Verwendung von digitalen Zertifikaten. Trotzdem: Man in the Middle Angriff ist auch mit (nicht von vertrauenswürdiger Stelle) bestätigten Zertifikaten möglich Zertifikate durch vertrauenswürdige Dritte bestätigen lassen genaue Beachtung von Zertifikatswarnungen Zusätzlich für Betreiber: Nutzung von statischen Zertifikaten - echtes Zertifikat wird bei erster Kommunikation gespeichert - danach immer mit neu angelieferten Zertifikaten vergleichen und ggf. Warnung bei Abweichungen
- HTTPS - Funktionsprinzip Zusätzliche Sicherheitsfunktionalität von HTTPS gegenüber HTTP wird über (automatisch initiierten) TLS/SSL Handshake erreicht. Browser (Client) sendet "Hello" Nachricht WEB-Server antwortet mit "Hello" - in den "Hello"-Nachrichten werden Parameter festgelegt, wie z.B. zu verwendende Verschlüsselungsverfahren, Sitzungs-ID, verwendete TLS/SSL Version, ... WEB-Server schickt sein Zertifikat an den Client Browser verifiziert Zertifikat und extrahiert öffentlichen Schlüssel des WEB-Servers Zur Verabredung eines Sitzungsschlüssels sendet browser ein Pre-Master-Secret an WEB-Server, verschlüsselt mit dessen öffentlichen Schlüssel WEB-Server entschlüsselz Secret und beide berechnen daraus den Sitzungsschlüssel
- HTTPS - involvierte Verschlüsselungsverfahren Die von HTTPS genutzen TLS/SSL Protokolle wenden ganze Palette verschiedener kryptographischer Verfahren an: 2-Schlüssel Verfahren zum Austausch des Sitzungsschlüssels - RSA - RSA mit Diffie-Hellmann Schlüsselaustausch - RSA mit Diffie-Hellmann basierend auf elliptischen Kurven - Digital Signature Algorithm (DSA) mit Diffi-Hellman 1-Schlüssel Verschlüsselungsverfahren für Absicherung des Datenverkehrs - AES, Camellia, IDEA, 3DES... Hash-Verfahren zur Gewährleistung der Datenintegrität - HAMAC (Hash based Message Authentication Code) basierend auf SHA-1, SHA-256, MD5
- HTTPS - Vor- und Nachteile Vorteile: Internetprotokoll der Anwendungsschicht kann auf TSL/SSL aufsetzen und dessen Sicherheitsfeatures nutzen. TLS/SSL bietet zusätzliche und unabhängige Schicht zwischen Transprot- und Anwendungsschicht im TCP/IP Protokollstapel und bleibt für Anwendungen transparent Nachteile "Kosten": Verbindungsaufbau braucht Server-seitig mehr Zeit verschlüsselte Daten bieten kaum noch Möglichkeiten der Datenkomprimierung, um Durchsatz zu erhöhen TLS/SSL liefert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen zwei Teilnehmern. Für Dienste mit mehreren Teilnehmern, die Pakete (teilweise) mitlesen müssen, ist TLS/SSL ungeeignet.
- TLS Transport Layer Security. (deutsch Transportschichtsicherheit) Verbesserung von SSL 3.0 1999 von IETF als nachfolger von SSL standardisiert Integritätsschutz mit zusätzlichen Schlüssel verbessert
- HTTPS - Implementierungen von TLS/SSL OpenSSL - weitverbreitete Version mit öffentlichen Quellcode - sehr viel Aufsehen in Zusammenhang mit Heartbleed Bug LibreSSL - aus OpenSSL Prüjekt hervorgegangen und von OpenBSD Projekt weiterentwickelt Microsoft Secure Channel Package OSX SecureTransprt Packace GnuTLS - frei verfügbare Implementierung unter GNU Lizenz ...
- HTTPS - Angriffe auf TSL/SSL BEAST - Browser Exploit Against TLS/SSL Voraussetzung: Verletzung der Same Origin Policy - Einschleusen von generierten Inhalt in die Webseite möglich Effekt: Auslesen von Cookies und Stehlen von TLS Sitzungen Renegotiation Erlaubt einem Angreifer in einer MitM Position eigenen Datenverkehr mit dem eines Clients zu kombinieren, wobei Server fälschlich den Client als Sender identifiziert Heartbleed Gestattet Auslesen des Anwendungsspeichers der TLS/SSL Anwendung, wodurch sensible Daten (Passwörter, Zertifikate, ...) preisgegeben werden können. Unbedingt alte openSSL Versionen aktualisieren.
- Sicherheitsprotokoll "digitale Signatur" Sicherstellung der Authentizität der Sender und der Integrität der von ihnen über ein offenes Netz versendeten Nachrichten. Teilnehmer einigen sich auf 2-Schlüssel Verschlüsselungsssystem, verschaffen sich Schlüsselpaar und sorgen für eine sichere Veröffentlichung des öffentlichen Schlüssels Sender signieren Nachrichten bevor sie diese versenden - Sender hasht Nachricht und erstellt "Signatur" durch Verschlüsselung des Hash der nachricht mit seinem privaten Schlüssel. Empfänger kann Authentizität von Empfänger und Nachricht prüfen. - Empfangene nachricht wird gehasht und Signatur mit öffentlichen Schlüssel des Senders entschlüsselt. Hash und entschlüsselte Signatur werden auf Übereinstimmung geprüft.Wenn diese übereinstimmen stammt die Nachricht von diesem Sender und wurde nicht unterwegs verändert.
- Sicherheitsprotkolle Verschlüsselung Teilnehmer wollen Vertraulichkeit ihrer nachrichten sicherstellen bei deren Transport durch einen offenen Kommunikationskanal. Teilnehmer einigen sich auf gemeinsames Verschlüsselungssystem - Meist einigen sich die Teilnehmer auf das stärkste Verschlüsselungssystem, das jeder von ihnen beherrscht Teilnehmer verständigen sich auf einen Sitzungsschlüssel Start der verschlüsselten Kommunikation
- Anforderungen an Sicherheitsprotokolle Fehlertoleranz - auch bei fehlerhaften Verhalten/Nutzereingabe bricht das Protkoll nicht ab, sondern bietet Lösungsmöglichkeiten. Verhandlungsfähigkeit - Ermöglicht Einigung der Teilnehmer auf gemeinsam verwendete Verfahren und Parameter Minimum Disclosure - nur die allernötigsten Informationen werden bekannt gegeben Perfect Forward Secrecy - slbst, wenn ein Verschlüsselungsschlüssel geknackt wird, darf nicht gesamter Datenverkehr in Gefahr geraten. Es dürfen kein Rückschlüsse auf vorher verwendete Sitzungsschlüssel möglich sein. Sitzungsschlüssel werden regelmäßig geändert.
- Digitale Signaturen Digitale Signaturen sind Sicherheitsprotokolle, mit denen die Authentizität des senders und die Integrität der Nachricht sichergestellt werden kann. basieren auf 2-Schlüssel Verschlüsselung und nutzen hash Verfahren Hash der Nachricht wird mit privaten Schlüssel des Senders verschlüsselt "signiert" Kann die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders entschlüsselt werden ist die Urheberschaft der nachricht (Authentizität des Senders) und ihre Unversehrtheit (Integrität der Nachricht) bewiesen. Achtung: Beweiskraft hängt von korrekter Zuordnung des öffentlichen Schlüssels zu seinenm Besitzer ab. (Vorsicht, wenn mann Schlüssel von Key-Server bezieht)
- Vorgang "Signieren" Aus der Nachricht wird mit hashverfahren der Hash erzeugt Hash wird mit privaten Schlüssel des Senders verschlüsselt Nachricht, Zertifikat und Hash wird an den Empfänger gesendet
- Vorgang Verifizieren. Empfänger erhält Nachricht, Zertifikat und Signatur vom Absender Empfänger erzeugt mit verabredeten Hash-Verfahren den Hash der Nachricht Öffentlichen Schlüssel aus dem Zertifikat nehmen mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders wird die Signatur entschlüsselt Prüfung auf Übereinstimmung des Hash der unter 2. aus der Nachricht erzeugt wurde mit dem Hash der in Punkt 4 durch die Entschlüsselung der Signatur erhalten wurde. Stimmen beide überein wurde die Nachricht auf dem Weg durch das Internet nicht manipuliert.